Arbeit (21.-31.3.2017)

Nach einem Ruhetag, um den Jetlag auszukurieren, ging es an die Arbeit. Die EU hatte bei mir vor dem Kubaurlaub angefragt, ob ich zur Verfügung stünde, und nachdem ich auf meinen Urlaub hingewiesen hatte, kam das okay mit der Bitte, von Zeit zu Zeit meine Mail abzurufen, um Anträge anzunehmen oder abzulehnen, falls ich einen „Conflict of Interest“ hätte. Das war aber sehr unwahrscheinlich, da ich nicht mehr im aktiven Berufsleben stehe und deshalb zum Beispiel keine Firma, mit der ich in Verbindung stehe, einen Antrag einreichen würde.

Bei dieser Aktion war ich Recorder, früher Rapporteur genannt (auf Deutsch etwa „Berichterstatter“). Ich habe also nicht selber Gutachten geschrieben, sondern war dafür verantwortlich, aus den Berichten dreier Gutachter einen zusammenfassenden Bericht zu schreiben, der als Grundlage dafür diente, dass sich die Gutachter auf einen gemeinsamen Bericht und die Bewertung einigen. Dafür gab es dann in der nächsten Woche für jedes Projekt eine Sitzung mit den Gutachtern, einem Moderator von der Kommission und mir, um einen Bericht zu erstellen, der den Konsens aller Gutachter widerspiegelt.

Zwischendurch hatte ich meine ca. fünfte Darmspiegelung in 6 Jahren, nichts richtig Beunruhigendes, aber mein Darm braucht halt Beobachtung. Wie (bis auf ein einziges Mal) ohne Sedierung, so dass ich die Fahrt durch den Darm auf dem Bildschirm verfolgen konnte.

Am Sonntag ging dann der Flug nach Brüssel und wie auf dem Rückflug ergatterte ich nur einen Mittelplatz. Ist nicht so schlimm, außer wenn, wie auf beiden Flügen passiert, die Leute am Fensterplatz während des Fluges unbedingt auf die Toilette mussten. Der Mittelplatz muss den Gang dan aufwecken und/oder scheuchen und sich selber in den Gang quälen. Nicht die einfachste und angenehmste Operation.

Apropos Klo: Einen meiner Mitgutachter habe ich am Urinal gesehen, wie er mit beiden Händen fest am Smartphone getippt und dabei Wasser gelassen hat. Eine Erstaufführung…

Das Hotel, dass ich mir ausgesucht hatte, war das Hotel Bloom! wie zwei Jahre zuvor. Es ist genau die Art von Hotel, das ich mag: Modern und nicht plüschig. Die Zimmer sind individuell von Künstlern zum Motto Blüten gestaltet, es gibt ein gutes Restaurant (das Smoods, in dem ich auch einmal gut gegessen habe). Und das Publikum ist bunt gemischt von wenigen Businessleuten, eher alternativen Touristengruppen bis hin zu Leuten, die den Eindruck machten, als ob sie zu Rockbands gehören.

Ich war wohl etwas hektisch aufgebrochen und habe dabei meine Medikamente vergessen, die ich täglich brauche. Nach telefonischer Rücksprache mit Hanna hat sie ein Päckchen per Kurier geschickt, das bis Mittwoch um 11 Uhr ankommen sollte, aber erst einen Tag später kam. Ich hab es überlebt.

Von Montag bis Donnerstag früh saß ich dann in Meetings, um die Berichte zu diskutieren und fertig zu stellen. Eigentlich war jede Runde auf 90 Minuten begrenzt, aber alle bis auf eine dauerten länger. Die Pausen waren dementsprechend kurz und zur Mittagspause gab es dann maximal ein Sandwich. Zum Glück gibt es einen guten Laden, den Google leider nicht kennt auf ihrer Karte (Apple auch nicht).

Am Dienstag gab es das übliche Abendessen im Hotel Crown Plaza 50m entfernt vom Gebäude Covent Garden, in dem die Begutachtung statt fand. Es kostete wie immer 50€, aber wenn ich noch einmal zu einer solchen Gelegenheit nach Brüssel kommen sollte, werde ich es auslassen, das Preis-/Leistungsverhältnis stimmt nicht für mich und das „Networking“ ist auch eher bescheiden.

Am Donnerstag konnte ich dann erst einmal Luft holen, mir war kein Antrag zum „Crossreading“ zugeteilt. Das Crossreading dient der Überprüfung der Ergebnisse der einzelnen Gruppen.

Am Freitag ging es dann im „Panelmeeting“ darum, die Bewertung der einzelnen Anträge gegeneinander zu prüfen. Ich musste zu 4 oder 5 Anträgen vortragen, da diese zu den Top 25 gehörten (von denen vielleicht ein Viertel tatsächlich gefördert werden). Das Meeting zog und zog sich. Ich verzog mich, nachdem ich meine Vorträge hinter mir hatte. Das war der Zeitpunkt, wo hektisch versucht wurde, für die noch benötigten Gutachter Flüge und Züge umzubuchen.

Ich bekam meinen gebuchten Flug und war froh, Hanna dann abends wieder zu sehen. Sie wohl auch!

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Kuba (Letzter Tag) – 20.3.2017

Vor acht Uhr mussten wir wieder runter, um das bestellte Großraumtaxi bei der Unterkunft von dem Rest der Truppe zu erreichen. Sean hat uns dankenswerterweise abgeholt, um unseren größeren Koffer hinunter zu bringen.

Drei oder vier Stunden brauchte es zum Flughafen von Varadero, wo wir rechtzeitig ankamen. Der Flug der Kanadier ging planmässig etwa 4 Stunden vor unserem, aber es blieb noch Zeit für ein Abschiedsessen und Drinks. Dann verabschiedeten wir die Kanadier mit ein wenig Tränen von Hanna.

Wir blieben noch ein wenig sitzen, bevor ich mich rechtzeitig vor der Ankunft der Busse aus den Resorts am Checkin anstellte. Dann begann das Chaos: Nachdem alle Passagiere angekommen waren und die Zeit zum Checkin schon erheblich überschritten war, wurden plötzlich die Schalter geändert.

Es setzte natürlich ein großes Rennen ein, aber Hanna zeigte nicht nur ihr Durchsetzungsvermögen, indem sie einen ersten Platz in der Schlange ergatterte, sondern auch die Managementfähigkeiten in der Organisation des Zugangs zum Schalter.

Wir waren also früh durch, aber es gab später noch Chaos mit dem Einladen des Gepäcks, so dass wir mit etwa anderthalb Stunden starten konnten. Die Verspätung hielt sich, so dass wir erst am späteren Vormittag des Dienstags zu Hause waren.

Hanna ging sehr bald ins Bett, ich versuchte den Jetlag durch Aufbleiben zu mindern.

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Ende der Reise!

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Wenn Ihr die Reise noch einmal vom Anfang verfolgen wollt, geht auf den ersten Tag und wählt dann oben den nächsten Tag aus, nachdem Ihr die Sprache gewählt habt.

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Kuba (Vierzehnter Tag) – 19.3.2017

Am Sonntag waren wir mit dem Rest der Gruppe an deren Casa verabredet. Hanna hatte sich schon an den holprigen Weg gewöhnt und wir waren rechtzeitig unten.

Für dien Tag war ein Ausflug zu den El Nicho Wasserfällen geplant und das nicht mit einem Jeep, sondern mit einer Kutsche.

Zunächst nahm unsere ganze Gruppe Platz, so dass das arme Pferd einiges zu tun hatte. Auf der Fahrt aus der Stadt folgte uns ein als Cowboy gekleideter Mann, von dem ich erst später wusste, warum er uns begleitete.

Es ging vorbei an einem „Pferdeparkplatz“ und dann hinunter in die Ebene.

Der Abstieg hinunter war für das arme Pferd zu viel, so dass alle außer Hanna absteigen mussten. Im Folgenden gibt es einige Impressionen vom Weg hinunter (und wieder hinauf). Bitte beachtet das letzte Foto.

Auf dem letzten Foto waren zwei Pferde hinter der Kutsche zu sehen und am Ende des Abhangs wurde auch klar, warum wir sie mitgeführt hatten. Brian hatte einen Ritt gebucht und der „Cowboy“ war sein Begleiter.

Nach kurzer Übung hat er es dann sehr gut gemacht. Nach etwa einer Stunde machten wir dann Pause in einem Restaurant auf dem Weg zu den Wasserfällen. Zwei interessante Beobachtungen gäbe es zu machen. Es wurde uns gezeigt, wie der Saft aus dem Zuckerrohr gewonnen wird.

Allerdings wollte keiner von uns probieren, der Saft war schon ein paar Tage zuvor viel zu süss. Die zweite Vorführung war viel interessanter, weil das auch relevant war für unser Mittagessen.

Zwei Männer wechselten sich ab, um ein ganzes Schwein über dem Grill zu garen, welches wir dann zum Mittagessen genießen sollten. Bis dahin sollte es aber noch ein wenig dauern, es stand noch der Besuch der Wasserfälle bevor. Hanna wollte verzichten, da es nicht klar war, wie lange es dauern sollte und wieviel Fussweg zu erwarten war. Ich entschied, bei ihr zu bleiben.

Wir beobachteten statt dessen den Betrieb an der Bar und später das Anrichteten des gegrillten Schweins.

Der Rest der Gruppe kam dann erheblich später als wir erwartet hatten. So richtig begeistert waren sie vom Besuch des Wasserfalls aber eigentlich nicht. Aber alle genossen das Schwein, wobei es den Kubanern erstaunlich vorkam, dass wir immer mehr von der kross gebratenen Haut haben wollten.

Auf dem Rückweg mussten wir dann wieder den Hang in die Stadt hoch. Hanna durfte in der Kutsche bleiben, selbst der Kutscher stieg ab, um das arme Pferd nicht zu stark zu strapazieren. Und ich hechelte hinter allen langsam den Abhang hinauf, schwitzend und in voller Sonne. Sean war immer in meiner Nähe, wohl um einzugreifen, falls ich zusammen brechen sollte. Aber ich hab es dann alleine geschafft.

Als wir dann in der Nähe der Unterkunft der Familie abgesetzt wurden, versammelten wir uns erst einmal auf ein paar Mojitos oder Biere in deren Unterkunft. Dann ging es hoch in die Stadt, wobei unterwegs das eine oder andere Mal Halt gemacht wurde für einen Drink, schließlich war es unsere Abschiedstour von Trinidad (und letztlich auch von Kuba).

Zunächst (siehe unten) war die Erschöpfung noch sehr anzumerken, dann (nachdem wir noch einen besonders schönen Oldtimer gesehen hatten) ging es in eine Bar, in der ein einzelner Gitarrenspieler gute Stimmung verbreitete und uns zum Mitmachen animierte (in der Bilderserie feiert Hanna nicht Ostern sondern bedient ein rasselndes Ei, das als Rhythmusinstrument dient). Wir wären gerne noch geblieben, aber Oliver musste ins Bett gebracht werden. Hanna mit ihren beiden Nichten und ich machten dann noch Stopp vor einem Lokal, dass so voll war, dass wir nicht hineinkamen, zum Glück servierten sie aber auch Drinks „to stay outside“.

Wir verabschiedeten uns dann und gingen zum Schlafen, die Pläne der anderen liefen offensichtlich anders als geplant.

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Kuba (Dreizehnter Tag) – 18.3.2017

An diesem Tag waren wir, wie schon angekündigt, wieder an der Playa Ancon mit einer sehr reduzierten Gruppe. Beim ersten Mal war ein Hamburger Paar dabei, die Hanna und mich in ihrem Mietwagen zum Strand gefahren haben. Sie hatten eine ähnliche Tour wie wir gemacht und wir hatten sie in Matanzas, Havanna und wieder hier in Trinidad getroffen. Heute waren sie nicht dabei, dafür ein Paar aus Berlin, die das Nachbarzimmer in unserer Casa belegten.

Entspannung war angesagt, aber es gab auch eine Premiere: Hanna ging ins Meer (an meiner Hand)!

Sie schien danach recht glücklich zu sein.

Hier noch ein paar weitere Impressionen am und um den Strand.

 

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Kuba (Zwölfter Tag) – 17.3.2017

Am Freitag mussten wir nicht weit laufen, oder fahren, da die Gruppe beschlossen hatte, einen Spaziergang durch die Altstadt von Trinidad zu machen. Die Altstadt von Trinidad gehört seit 1988 zum Weltkulturerbe der UNESCO und ist (fast) komplett für den Autoverkehr gesperrt. Die Bilder unten geben einen kleinen Eindruck.

Eine nähere Beschreibung der Gegend um den Hauptplatz, die Plaza Major, könnt Ihr hier finden. Nach dem Spaziergang war dann erst einmal ausruhen angesagt bei Musik…

…und den üblichen Getränken.

Nach der Ruhepause gingen wir dann alle wieder in unsere Casas. Für 20 Uhr war ein Tisch für uns reserviert in der Taverna Botija.

Deutsch, wie Hanna und ich sind, waren wir natürlich vor 20 Uhr da und bekamen auch gleich einen Tisch zugewiesen, der für uns sieben ein wenig klein war. Aber wir saßen, was angesichts der Schlange vor dem Restaurant nicht selbstverständlich war. Wir bekamen auch unsere Getränke (ich war inzwischen von Mojito auf Margerita umgestiegen).

Und dann warteten wir und mussten alle fünf Minuten die Fragen der Bedienung abwehren, wo denn die anderen Gäste blieben. Ich wurde richtig wütend und war fast dabei, das Lokal zu verlassen, als dann die anderen nach einer halben Stunde nach und nach ankamen.

Hat sich aber gelohnt zu bleiben, dass Essen war gut und die Band auch, die nicht die übliche Touristenmusik dar bot, sondern richtig vom Jazz inspiriert war.

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Kuba (Elfter Tag) – 16.3.2017

Nach dem Tag auf den Fahrradtaxis war ein wenig Ruhe angesagt, also ging es los an die Playa Ancon, sozusagen den Stadtstrand von Trinidad. Generell ist zu sagen, dass die Strände an der Nordküste von Kuba schöner sind, aber das ist Jammern auf ganz hohem Niveau, uns gefiel der Strand, der etwa 12 km von Trinidad entfernt auf einer Halbinsel liegt, ausgesprochen gut. Und überlaufen war der Strand auch nicht, obwohl ein all-inclusive Hotel direkt neben der Strandbar war, an der wir uns aufgehalten haben.

Jedenfalls war der Strand angenehm genug, dass wir ihn zwei Tage später noch einmal aufgesucht haben (dann gibt es mehr Fotos). Immerhin bin ich schon an diesem Tag ins Wasser gegangen und zwar nicht nur einmal.

Hier bin ich im Gespräch mit Brian, der, wenn er im Wasser war, immer eine Bierdose in der linken Hand hatte. So sind sie, die Musiker: Brian ist Gitarrist und mit der Bierdose wollte er verhindern, dass er seine Hände unter Wasser bringt und damit in Gefahr lief, seine „angespielte“ Hornhaut auf den Fingerkuppen aufzuweichen.

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Kuba (Zehnter Tag) – 15.3.2017

Für den ersten Tag in Trinidad hatte La Commandanta eine Stadtrundfahrt mit den Fahrradtaxis organisiert, eine Fortbewegungsart, bei der der Fahrer doch recht stramme Waden benötigt.

Nur um dem Gerücht vorzubeugen, dass es außer Fahrradtaxis und Oldtimern keine anderen Verkehrsmittel gibt, hier eine Auswahl.

Unsere Tour führte uns durch die „Vororte“ von Trinidad, durch die Straße, in der sich Schwarzmarkt konzentriert, hin zum Bahnhof, der leider nicht mehr genutzt wird, nachdem 1989 ein Hurrikan eine wichtige Brücke zerstört hatte und Trinidad damit vom nationalen Netz abgeschnitten hatte. Danach gab es eine Zeit lang noch Fahrten für Touristen, die aber auch vor 3 Jahren eingestellt wurden, wenn ich es richtig verstanden habe.

Danach ging es weiter zu einer Zigarrenfabrik, die von außen relativ unscheinbar aussah.

Drinnen waren allerdings einige Arbeiter und Arbeiteten mit der Herstellung beschäftigt. Und sie versuchten auch, Zigarren aus ihrem persönlichen Kontingent an uns (gegen konvertierbare Pesos) zu verkaufen.

Was ich allerdings in dieser Fabrik vermisst habe, war der Vorleser, der die Arbeiter bei ihrer doch etwas monotonen Arbeit unterhält.

Einen Halt gab es noch an einem kleinen Stand, der frischen Saft vom Zuckerrohr verkaufte, was offensichtlich selten, aber auch sehr beliebt war.

Uns allen war das nach einem Schluck zur Probe allerdings viel zu süß. Der Drink zum Abschluss der Tages hat uns viel besser geschmeckt.

PS: Die hinter Hanna zu sehende dunkle Gruppe von Männern waren wohl „Eintänzer“, die abends dann Touristinnen zum Tanz auffordern würden.

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Kuba (Neunter Tag) – 14.3.2017

Am Dienstag hieß es Abschied zu nehmen von Havana und weiter zu fahren nach Trinidad. Carlos, der Chef unserer Casa, half uns dabei, einen Transfer zu organisieren, was bei 8 Personen nicht so einfach ist. Das erste Taxi, das kam, war ein Toyota Landcruiser oder so etwas, bei dem 4 Leute auf Bänken quer zur Fahrtrichtung hätten sitzen müssen und man hätte das ganze Gepäck auf dem Dach verstauen müssen. Der Fahrer versicherte uns, dass es nicht regnen würde, aber wir waren skeptisch. Das stellte sich auch als richtig heraus, es gab Regen, wenn auch nicht richtig viel. Das Taxi wurde abgelehnt.

Das zweite kam dann eine halbe Stunde später, ein Minibus, in dem alle normal sitzen konnten und auch alles Gepäck bis auf zwei Koffer im Innenraum untergebracht werden konnten. Es konnte also losgehen nach Trinidad de Cuba. Die Fahrt dauert etwa 4 Stunden.

Alles wenig ereignisreich bis auf den Stopp in Cienfuegos, einen der vielen Orte, die zum Weltkulturerbe der UNESCO in Kuba gehören. Aber es ging nicht um das Weltkulturerbe, sondern es war Zeit für ein Mittagessen. Wie üblich, steuerte unserer Fahrer zielgerichtet ein Restaurant (Restaurante Bahia) an, das gehobene Preise hatte und von dem er wahrscheinlich Provision kam. Die Hälfte unserer Gruppe brach aus und suchte sich ein billiges Restaurant in der Nähe, während Hanna und ich mit Nadya und Natascha sowie dem Fahrer ein nicht so schlechtes Essen zu uns nahmen.

In Trinidad wurde der Rest der Gruppe zunächst an ihrer Casa abgesetzt. Sie hatten eine Unterkunft gewählt, die etwas unterhalb der Altstadt lag. Der Hauptgrund war, dass diese Casa bei ihrem letzten Besuch einen funktionierenden Swimmingpool hatte, was diesmal nicht so war. Es herrschte Wassermangel in Kuba und der Betrieb von Pools war einfach nicht erlaubt. Natascha bedauerte, dass sie sich nicht auch in unsere Casa eingebucht hatten.

Diese lag nämlich mitten in der historischen Altstadt, zu der uns unser Taxifahrer dann bringen wollte. Das Problem war, dass dieser Teil der Stadt für Autos im Prinzip gesperrt war. Am ersten Einlass war ein Wächter, der sich nicht dazu erweichen ließ, uns in das abgesperrte Gebiet hinein zu lassen. Aber unser Fahrer war hartnäckig und fand einen Zugang, in den er ohne Widerstand hineingelassen wurde. Schließlich setzte er uns direkt vor der Casa ab.

Bei unserer Ankunft saßen die Eltern der jetzigen Besitzerin im Fenster und warteten auf uns, es gab eine herzliche Begrüßung. Dazu muss man wissen, dass Nata versucht hatte, die Unterkunft für uns zu buchen, aber keine Antwort bekam. Wir haben dann eine Email auf Spanisch geschickt und uns beschrieben. Sofort bekamen wir die Bestätigung, vielleicht, weil den Vermietern klar wurde, dass wir nicht zu den vielen Sextouristen auf Kuba gehören.

Die Eltern hatten „Elda y Roberto“ an ihre Kinder übergeben. Mercedes war in vielerlei Hinsicht typisch für Kuba: Ärztin, arbeitete im Krankenhaus, führte die Case mit aktiver Mitarbeit und hatte auch noch eine zweiwöchige Radiosendung zu Ernährungsfragen.

Das Haus war wunderschön, hier ein paar Eindrücke:

 

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Kuba (Achter Tag) – 13.3.2017

Wenn man die Beiträge erst nach fast vier Wochen schreibt, kann schon mal ein Fehler passieren. Ich hatte geschrieben, dass ich am 12.3. Internetzugang in einem Hotel hatte (das Hotel Plaza oben im Bild), das war aber erst heute, genauso wie der Gang zur Bank.

Am Sonntagmorgen hatten wir beschlossen, die Callejon de Hamel zu besuchen, einem Platz für Rumba und den Santeriakult. Wenn man auf Kuba komplett in weiß gekleidete Menschen sieht, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sie diesem Kult folgen, denn nach der Initiierung müssen die Anhänger sich für 3 Jahre komplett in Weiß kleiden. Ein Beispiel ist auf dem nächsten Bild zu sehen, dass allerdings nicht aus Havanna, sondern aus Trinidad (Cuba) stammt.

Aber zurück zum Besuch in der Cajon de Hamel. Sandra, Hanna und ich fuhren mit einem Taxi dorthin, während der Rest der Gruppe den halbstündigen Spaziergang durch die Stadt bevorzugte, Als wir am Ziel ankamen, war die Menschenmenge schon groß und sie wuchs stetig, ein Sitzplatz war nicht zu finden und auch kaum ein Platz im Schatten zum Stehen. Und in der überwiegenden Mehrzahl Touristen, auch die Busladungen hatten den Platz schon entdeckt. Wir warteten noch ab, bis der Rest der Gruppe da war, aber dann flohen Hanna und ich mit leichter Panik wegen der Menschenmenge und fuhren zurück zur Unterkunft. Alles Weitere siehe den Beitrag für den 12.3.

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Für den Montag hatten sich fast alle eine Stadtrundfahrt mit dem üblichen „Hop On – Hop Off“-Bus vorgenommen, den es, wie in so vielen Städten auf der Welt, auch in Havana gibt. Der Bus fuhr ab vom Hauptplatz in Havana. Da es dort natürlich viele Touristen gibt, fuhren dort auch im Sekundentakt alte amerikanische Straßenkreuzer als Taxis vorbei.

Den größten Teil der Tour hatten wir schon mit Alejandro am ersten Tag gemacht, ergänzt um eine Rundtour zu abgelegenen Hotels in der Stadt. Einige Impressionen:

 

Nachdem wir wieder am Hauptplatz angekommen waren, verließen wir die Tour und trafen uns nach und nach im Café El Dandy. Die Bar gefiel uns ausgesprochen gut, nicht nur wegen des Essens (und der Drinks). Die Gerichte waren hauptsächlich Tapas, die auf einer großen Tafel aufgelistet waren.

Café El Dandy

Da dauert es dann schon mal, ein Gericht auszuwählen, wie man an Sean im Hintergrund sieht.

Nadya, Nata and Sean

Was ich besonders interessant fand, waren die Bilder in der Bar, besonders die Fotos von anderen Bars in Havana, fotografiert von einem Schweden (Anders).

Nach dem Essen gab es eine kleine Siesta, und da es unser letzter Tag in Havana war, hier ein Eindruck von der Straße, in der wir gewohnt haben und die unsere meist benutzte Straße während unseres Besuchs war (Villegas).

Abends trafen wir uns dann zum Abschluss alle im ARTPUB, wobei ich nicht mehr weiß, wo das folgende Bild an dem Abend aufgenommen war (wahrscheinlich aber auch dort), vorenthalten wollte ich es Euch allerdings nicht.

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Kuba (Siebter Tag) – 12.3.2017

Auch am nächsten Tag trennten sich die Pfade. Viele unserer Gruppe wollten in ein Schwimmbad gehen in einem Hotel, was nicht so unseres Ding ist. Hanna nutzte die Gelegenheit zur Ruhe, während ich wieder das Hotel Plaza aufsuchte, um eine Internetverbindung zu bekommen. Auf dem Weg zum Hotel fiel mir dieses Autowrack auf, es war mir nicht klar, ob es verlassen war oder für eine Aufarbeitung bereit stand.

Wrack

Diesmal hatte alles geklappt, ich habe die notwendigen Mails herunter laden können. Wahrscheinlich muss man in Kuba früh aufstehen, um Internetzugang zu bekommen. Nachdem ich noch Geld für den zweiten Teil der Reise gewechselt hatte (nach, wie in Kuba üblich einiger Zeit in der Warteschlange) ging es langsam zurück zu Hanna. Auf dem Weg zur Casa habe ich noch einige Fotos von wunderschöner Graffiti gemacht: Knapp hundert Meter unterhalb unserer Unterkunft war eine Galerie und in deren Umgebung waren einige schöne Wandmalereien.

Nachdem ich Hanna abgeholt hatte, ging es ab zum Mittagessen und ich suchte natürlich wieder ein zentrales, bei Touristen beliebtes Restaurant aus, Ich finde das übrigens nicht schlimm, besonders da wir selber Touristen waren. Die Wahl fiel auf ein Restaurant in der Straße Obispo, dessen Namen ich nachträglich leider nicht gefunden habe, weder auf Google noch auf Apple Maps. Das Essen war untermalt von einer der besten Liveband, die wir auf Kuba gehört haben (Axels Meinung).

Musik am 12.3.

Wir hatten auch nette Tischnachbarn und Hanna hatte mich gebeten, diese schöne Hispano-Kalifornierin zu fotografieren.

Kalifornierin

Für mich fast noch interessanter waren die Leute auf der Obispo, die in großer Zahl for dem Restaurant stehen blieben und zur Musik tanzten (oder Fotos machten).

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