Zweieinhalb Wochen im Januar

In der letzten Zeit ging bei uns alles seinen ruhigen Gang. Hanna hat gerade diverse Zähne gezogen bekommen, das gibt natürlich Schmerzen und alles muss erst angepasste werden. Mir steht da auch noch was bevor, allerdings muss ich erst darauf warten, dass die Krankenkasse den Zuschuss bewilligt.

***

Nachdem ich das Kuchenbacken wieder entdeckt habe, wird mindestens einmal in der Woche ein neuer Kuchen gebacken, meistens wird dabei Obst aus dem Korb verarbeitet. Unser gegenwärtiger Favorit ist ein Apfelkäsekuchen, im Moment ist er wieder in der Röhre.

***

Mit dem Theaterverein gibt es immer wieder Treffen, Schwierigkeiten und Arbeit, z.B. die Abrechnung der Förderung für den “Eingebildeten Kranken”.

***

Morgen treffe ich dann wohl Omar, meinen zukünftigen Nachhilfeschüler über die Schülerpaten. Eigentlich war das schon letzten Freitag vorgesehen, ich hoffe, dass dann morgen klappte.

***

Auch hoffe ich, dass morgen unser Aufzug wieder funktioniert, der ist natürlich gerade heut ausgefallen, nachdem ich mit den Einkäufen für unser morgiges Eisbeinauflaufessen zurück kam.

***

Irgendwann in den letzten zweieinhalb Wochen hatte ich Lust auf chinesisches Essen. Also bestellt über Lieferant. Da Hanna Wan Tan wollte, fiel die Wahl auf Bamboo’s Hut in Friedrichshain. Während mein Entengericht okay war, wenn auch nicht super, waren Hannas Gerichte unter aller Sau. Trocken frisiert und eher ungenießbar, die Hälfte ging in den Müll. Hat mein Vertrauen in die Urteilsfähigkeit des Swarms, denn der Lieferant hatte ein Bewertung zwischen 4 und 5 Sternen (bei max. 5). Also wir hätten das allerhöchstens auf 1,5 gesetzt.

***

Unser kaputter Gefrierschrank ist mittlerweile ersetzt, ein großes Teil mit bester Energiestufe und vielen Alarmsignalen.

***

Unser Brotkasten musste auch ersetzt werden, nachdem er für Hanna laut ihrer Aussage seit 30 Jahren seinen Dienst getan hatten. In letzter Zeit fing aber das Brot an zu schimmeln, was wohl an irgendeinem Erreger im Holzboden lag. Vorher trocknete das Brot aus und eignete sich aber immer noch als Pferdefutter. Der neue Kasten ist aus Edelstahl. Und hat einen weiteren Vorteil: er ist größer.

***

Über Facebook sind wir durch Zufall auf einen amerikanischen Comedian gestoßen und schauen seit einigen Tagen mal immer wieder ein Video. So etwas Bissiges gibt es in Deutschland eigentlich nicht. Auf Youtube: George Carlin.

Post to Twitter Post to Delicious Post to Digg Post to Facebook

Veröffentlicht unter Hobbyraum, Rumpelkammer, Vorgarten, Wohnzimmer | Hinterlasse einen Kommentar

Wochenende, 9. und 10. Januar

Am Samstag musste ich dann doch aus dem Haus zum Einkaufen von Essen wegen des Unfalls mit dem Gefriergut am Freitag. Beschlossen, Königsberger Klopse zu machen, also ging es los zur Biocompany um deren frisch durchgedrehtes Rinderhackfleisch zu kaufen (wir mögen beide kein gemischtes Hack). Gleich noch zwei Scheiben Karte vom Apfelschwein (vulgo Kotelett) dazu gekauft das wir dan am Abend mit Möhren-/Pastinakengemüse aus unserem Biokorb verspeist haben. Eigentlich gehört zu den Königsberger Klopsen ja auch Sardellenpaste, aber die hatten sie nicht. Auf Nachfrage wurde mir gesagt, dass sie die aus dem Angebot genommen haben wegen Überraschung und so. Nur merkwürdig, dass sie dann Makrelenkonserven im Angebot haben. Auch beim absolut gegensätzlichen Laden fast nebenan, Lidl, war keine Sardellenpaste zu finden.

Ansonsten waren wir große Teile des Wochenendes nebeneinander am Computer. Beim Rumwerfen passiert es dann, dass ich Hanna was interessantes vorlese und wir darüber diskutieren.

Eine Suche, ich weiß nicht, wie wir darauf kamen, war aus welchem Lied der Text “der Rhythmus bei dem jeder mit muss” stammt. Google warf hauptsächlich Udo Lindenberg mit Rudi Ratlos aus, wir waren aber beide der Meinung, dass es älter sein müsse und so suchte ich, bis mir einfiel, dass das ein Tango sein müsse. Und das war er dann auch, von 1953! Friedel Hensch und die Cyprys mit Tango-Max.

Ein anderer Anknüpfungspunkt war ein Artikel von Don Dahlmann, in dem er über zukünftige Mobilität berichtete, auch über seine eigene, in der ich mich total wieder gefunden habe. Er erwähnte auch das Konzept der Smart Cities, der Hanna nichts sagte, mit dem ich mich aber doch etwas in meinem Job beschäftigt hatte, da wir damals die Freie und Hansestadt Hamburg beraten hatten, unter anderem bei diesem Projekt. Ob Hamburg aber dadurch zur digitalen Hauptstadt Deutschlands wird, glaube ich nicht. Ich denke so schnell kommt die Politik nicht mit. Wenn Ihr einen Überblick zum Thema haben wollt, den findet Ihr in der Wikipedia, wobei die verschiedenen Bereiche in unterschiedlicher Qualität abgehandelt sind.

Noch ein Wort zu Don Dahlmann: vor Jahren hat er macht eine literarische Zeitung im Netz (mindestens haltbar), in der ich auch den einen oder anderen Artikel unterbringen konnte. Und auf einer Lesung durfte ich dabei sein!

Ansonsten war nicht viel. Manchmal finde ich es schon eigenartig, zu welchen Fernsehsendungen ich aufwache. Sender, die Hanna nachts oder früh am Morgen anstellt, wenn sie nicht schlafen kann. Am Wochenende war es unter anderem eine Sendung über Gerichtsmedizin, in der darüber gesprochen wurde, was mit welchen Werkzeugen bei Leichen geöffnet ward. Na ja.

Post to Twitter Post to Delicious Post to Digg Post to Facebook

Veröffentlicht unter Wohnzimmer | Hinterlasse einen Kommentar

8. Januar

Am Freitag hat man uns einen wirklich gebrauchten Tag angedreht. Die Abgabe meines medizinischen Geräts war noch ganz normal.

Als ich zurück kam, wollte ich, um nicht einkaufen zu müssen, ein Stück Fleisch aus unserem Gefrierschrank holen. Ein schönes Stück herausgeholt, sah aber komischerweise wie ein Kasseler aus, obwohl wir so etwas nicht eingefroren hatten. Und dann fiel mir auf, dass das recht weich war für Gefriergut und es roch auch ein wenig. Fazit: offensichtlich war unser Gefrierschrank während unserer kurzen Reise kaputt gegangen, muss also alles entsorgt werden und die Suche nach einem Ersatz beginnen.

Damit nicht genug, als ich am Abend an Hanna vorbei ging, fiel mir auf, dass der Stuhl, auf dem sie saß, gefährlich nach hinten durch hing. Ich versuchte, ihr noch ein Zeichen zu geben, dass sie doch etwas nach vorne rücken soll, aber das kam nicht bei ihr an. Es kam, was kommen musste: mitten in einem Telefongespräch brachen die Schweißnähte des Freischwingers und Hanna lag auf dem Boden. Beim Versuch aufzustehen, riss sie dann noch meinen iMac vom Tisch, und ich war dann doch etwas sauer, so sauer, wie sie mich noch nicht zuvor gesehen hatte.

Zum Glück ist weder ihr noch dem Computer etwas passiert, so dass sich dann doch alles wieder eingerenkt hat.

Post to Twitter Post to Delicious Post to Digg Post to Facebook

Veröffentlicht unter Wohnzimmer | 1 Kommentar

7. Januar

7. Januar

Es war mal wieder ein Arzttermin angesagt, ich musste mir ein Gerät für eine Langzeitblutdruckmessung abholen. Weil das Laufen wegen der Schneesituation doch etwas anstrengend war, hatte ich mich für die Busfahrt entschieden, in Berlin ist das eine Kurzstrecke bei 3 Stationen (sogar bis 6, aber bei mir waren es nur drei). Bei dieser Fahrt durfte ich mit Erlaubnis des Busfahrers mitfahren ohne zu bezahlen, er schien etwas gestresst. Vor mir stand eine Frau die auch einen Fahrschein haben wollte und ihm war im Automaten gerade das Papier ausgegangen. Er murmelte irgendetwas von “Ich weiß gar nicht, ob ich Reservepapier dabei habe” und “Fahren Sie doch einfach so mit”.

Auf dem Rückweg ging es zur Bank, um unsere Bargeldvorräte aufzufüllen. Zusätzlich hatte ich kurz vor Weihnachten einen Beutel Hartgeld (Spenden anlässlich der Vorstellungen des Vereins) bei der Sparkasse abgegeben und auf unser Konto einzahlen lassen. Vor dem Gang zum Automaten hatte ich bei Hanna gefragt, wieviel Geld denn auf unserem Konto eingegangen seien und sie nannte einen Betrag von ca. 500€. Habe ich natürlich brav abgeholt, obwohl ich mich gleichzeitig gewundert und gefreut habe. Zuhause stellten wir dann fest, dass Hanna den Kontensaldo genannt hatte und nich den Einzahlungsbetrag, der lag dann doch einiges unter 100€. Kann passieren.

Wieder zuhause, bekam ich die Nachricht, dass meine Ansprechpartnerin bei den Schülerpaten geändert hat und ich das Führungszeugnis an jemand anderes schicken sollte. Also eine Kontaktemail geschickt. Interessant war, dass ich in der Facebookgruppe der Studienstiftung eine Nachricht fand, in der eine Stipendiatin eine Vertretung suchte für die Nachhilfe bei einem türkischen Schüler in Neukölln während eines Auslandsaufenthaltes. Sie fragte mich allen Ernstes, was denn ein Führungszeugnis sei, nachdem ich erwähnt hatte, dass ich ein aktuelles habe. Eigentlich sollte das bei der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen vorgeschrieben sein.

Post to Twitter Post to Delicious Post to Digg Post to Facebook

Veröffentlicht unter Vorgarten, Wohnzimmer | Hinterlasse einen Kommentar

4.-6. Januar 2016

4. Januar 2016

Nach dem (positiven) Stress von unserem Stockholmbesuch sollte der Montag Ganz langsam angegangen werden. Er begann aber nicht so gut, denn die Milch, die bei Hannas Morgenkaffee etwa 2 Drittel der Menge ausmacht, war dann doch ein wenig sauer ob unserer Abwesenheit, so dass ich den Kaffee neu machen musste.

M. kam normal zur Wohnungsreinigung, aber ich hatte den Eindruck, dass sie nicht ganz ausgelastet war, auch wegen unser Abwesenheit. Die Katzen wollten in der Zeit wie üblich auf unseren Boden flüchten, kamen aber ganz schnell wieder zurück, weil es ihnen offensichtlich viel zu kalt war.

Leider hatte Hanna wieder Rücken, so dass sie sich sehr früh in die Horizontale begeben musste.

Auch das Abendessen war einfach, aber lecker: Frische Bandnudeln (nein, nicht selbst gemacht, ich sagte doch, dass das ein Ruhetag war) mit einer leckeren Tomatensauce mit Oliven und Kapern von der Fattoria La Vialla, sehr empfehlenswert.

5. Januar 2016

Morgens war für uns beide eine ausführliche Zahnreinigung angesagt mit vielen guten Ratschlägen, wie man das besser machen kann. Ich war zuerst dran und machte mich dann gleich auf den Weg, um Kinder Metro unsere Vorräte aufzustocken. Und wunderte mich, dass Hanna dann erst kurz nach mir eintraf. Die Kater schienen übrigens absolut erleichtert, dass wir diesmal nur so kurz weg waren.

Im Briefkasten lag dann für mich ein Brief vom Bundesamt für Justiz aus Bonn. Hanna bekam schon einen Schreck, aber es war nur das von mir beantragte erweiterte Führungszeugnis für die eventuelle Arbeit mit den Schülerpaten.

Am Nachmittag kam dann das neu gekaufte Mehl zum Einsatz, um die Äpfel zu verarbeiten, die sich aufgrund unserer Abwesenheit nicht abgebaut hatten. Ich fabrizierte einen Florentiner Apfelkuchen auf Hefeteigbasis.

Florentiner Apfelkuchen

6. April 2016

Am Dreikönigstag präsentierte sich das Wetter so, wie man es sich eigentlich zu Weihnachten gewünscht hätte(was aber, wie man zugeben muss, äußerst selten passiert): Unsere Dachfenster waren zugeschneit und auch die Terrasse war schneebedeckt. Zum Glück steht unser Weihnachtsbaum noch, sodass sich wenigstens nachträglich ein wenig Weihnachtsgefühl einstellte.

Schneebaum

Früher wären die Katzen bei der Wetterlage wie wild herumgetobt, diesmal war nur ein ganz kurzer Ausflug angesagt, es war ihnen einfach zu kalt. Allerhöchstens eine Beobachtung der Lage von einem geschützten Plätzchen aus war angesagt.

Kater beobachtet den Schnee

Mittags gab es dann eine Vereinssitzung mit einem Bericht über das Gespräch mit dem Bezirksamt am Dienstag. Das mit dem ABC-Haus gestaltet sich schwieriger als erhofft, bevor eine Nutzung stattfinden kann, muss sich unter Anderem sogar das Berliner Abgeordnetenhaus damit beschäftigen. Darüberhinaus leidet die Truppe immer noch unter dem Premierenstress und den Spannungen, die sich in dem Zusammenhang ergeben hatten. Im Moment ist das ganze Projekt etwas in einem instabilen Gleichgewicht, aber so etwas ist ja schon fast normal bei solchen Initiativen. Zumindest gibt es eine Förderzusage zur Einstudierung eines Kinderstücks.

Vor kurzem hatte Hanna dann ihren Klavierunterricht und sie meint, dass sie durchaus Fortschritte gemacht hat. Zumindest ist ihr Gehör nicht schlecht bzw. altersgemäß wie sie nach der Prüfung heute morgen erfahren hat. Jetzt müssen nur erst wieder unsere regulären Musikproben unseres Müssigsängerprojekts wieder in die Gänge kommen.

Post to Twitter Post to Delicious Post to Digg Post to Facebook

Veröffentlicht unter Dachterrasse, Vorgarten, Wohnzimmer | Hinterlasse einen Kommentar

2. und 3. Januar 2016

2. Januar 2016

Beim Aufstehen am Morgen fiel uns schone der leichte Schneefall auf, der uns im Laufe des Tages mal mehr oder weniger begleitete.

Da E2 einen Termin am Nachmittag hatte, machten wir uns kurz vor 10 auf den Weg zu O. und M. außerhalb von Stockholm auf dem Lande. B. machte sich nicht mit auf den Weg, den ich von vorher schon kannte: mehr oder weniger auf der Straße am Wohnsitz der schwedischen Königsfamilie (Drottningsholm) vorbei bis es irgendwann nach links abgeht zu einem Reiterhof, der auch einer Freundin von E1. und B. gehört.

Ich hatte den Weg noch ganz gut in Erinnerung und wunderte mich deshalb, warum es plötzlich von diesem gespeichertem Pfad weg ging. Das gehörte dann aber zum gestern schon beschriebenen Nostalgietrip für E2, der Umweg führte unter anderem an dem Haus vorbei, in dem sie aufgewachsen war.

Bei O. und M. gab es dann nicht mehr so ein üppiges Essen wie die Tage zuvor, da waren wir dann einfach zu früh dran. Es gab Kaffee und eine spezielles Safrangebäck, das es traditionell zum Luciatag am 13.12. gibt, das Lussekatt.

Alle anderen dabei waren Reiter, deshalb ging es dann ab in Kälte und Schnee zur Besichtigung der nahe gelegenen Reitanlagen. Diese waren luxuriös, wie ich mir hab sagen lassen, aber da ich kein Pferdemensch bin sehen alle Ställe (zumindest von innen) für mich gleich aus. Die Aussenansicht war aber ganz schön: Schwedische Architektur im rieselnden Schnee, der auf dem Foto bei genauem Hinsehen zu erkennen ist.

Schnee im Reiterhof

Abends dann ein unkompliziertes Resteessen und dann früh ins Bett. Vorher haben wir noch ein für Hanna und E1 enttäuschendes Feature gesehen, dass einige reale Hintergründe zur Serie Downton Abbey geben sollte.

3. Januar 2015

Am Sonntag war dann nicht mehr viel zu machen. Wir waren vorher früh im Bett und dementsprechend früh auf. Nach einem schönen Frühstück wartete dann um die Mittagszeit das Taxi zum Flughafen.

Obwohl wir schon recht früh in Arlanda, dem Stockholmer Flughafen waren, war die Schlange vor der Gepäckabgabe schon recht lang und es dauerte etwa eine halbe Stunde, bis ich dran war. Die Frau, die uns dann eincheckte, kümmerte sich mehr darum, dass Hanna nicht da war, sondern nur ihr Ausweis. Die Ausweise wurden eingescannt, die Bordkarten keines Blickes gewürdigt.

Das sollte sich etwas rächen, denn bei der Kontrolle der Bordkarten vor der Sicherheitskontrolle legt ich die zwei Karten vor. Hannas wurde anstandslos akzeptiert, bei meiner meckerte der Computer aber rum und meinte, dass sie nicht zum Flughafen passe, obwohl unsere Gepäckabschnitte beim Einchecken genau an diese Bordkarte geklebt wurden. Nicht ausgedruckt? Nee, es war die Karte vom Hinflug, die aktuelle steckte hinter Hannas.

Nicht genug, es hat mich auch noch der Zufallsgenerator für einen Sprengstoffcheck ausgesucht: kurz den Sensor an meine Kleidung und in meinen Rucksack gehalten und dann in den Analysator gehalten, natürlich kein Problem.

Es war bei leichter Verspätung noch genug Zeit, ein Bier und einen Imbiss zu besorgen, dann ging es auf den Flug in die Dämmerung und einen Sonnenuntergang, den Hanna mit ihrem iPad festgehalten hat.

Sonnenuntergang

Bei der Landung in Berlin gab es dann eine “Busposition”, das heißt wir wurden mit dem Bus zur Gepäckausgabe gefahren. Aus alter Erfahrung blieben wir fast bis zum Schluss im Flugzeug sitzen, die Alternative zum Sitzen im Flugzeug wäre das Stehen im Bus oder am Gepäckband.

Das letztere war noch lange genug, witzigerweise hab ich auf Swarm einen Ort gefunden, der die Situation ganz genau beschreibt:

Gepaeckband

Für mich war diese Einschätzung des Berliner Gepäckservices immer korrekt, ich weiß nicht, ob die mit zu wenig Leuten arbeiten oder mit dem Management, das auch für BER zuständig ist. Naja, fast eine Stunde nach Touchdown hatten wir dann unser Gepäck und konnten ab nach Hause.

Und nicht nur wir freuen uns jetzt hier zu sein, auch unsere Viererbande von Katern.

Post to Twitter Post to Delicious Post to Digg Post to Facebook

Veröffentlicht unter Gästezimmer | Hinterlasse einen Kommentar

Neujahr 2016

Wie das so an einem Neujahrstag ist, kam einer nach dem anderen runter in die Küche und nam dann je nach Kopfzustand etwas mehr oder weniger Frühstück zu sich, daneben liefen die letzten Aufräumarbeiten vom Abend vorher.

Um zwei Uhr wurden wir dann abgeholt und Neujahrsmittag bei L., wo es, wie auch schon bei unserem letzten Silvesterbesuch das traditionelle Pyttipanna gab, Kartoffeln mit Speck und Wurst (Kabanossi) gebraten, dazu ein Spiegelei und, wer wollte, Rote Bete- oder Gurkenscheiben.

Pyittipanna

Neben Bier und Wein gab es auch schwedische Schnäpse, wobei ich auf den mir bekannten Aquavit zurückgriff. Und nach alter schwedischer Sitte wurde dann vor jedem Schluck ein sogenanntes Schnapslied bzw. Trinklied gesungen.

Zum Schnapstrinken gehört eine reiche Tradition von Regeln über korrekte Trinkordnung, den Winkel des Armes beim Anstoßen, eine Vielfalt an Schnapsliedern und vieles mehr. Diese Traditionen sind insbesondere in Studentenkreisen, Vereinen und beim Militär lebendig, aber auch sonst in der Gesellschaft sind sie weit verbreitet und werden bei größeren Feiern weiter ausgeübt.

Das Singen hört sich dann in etwa so an

und geht dann mit zunehmender Stimmung dann aber ins Lachen über.

Aquavit

Zum Kaffee kam dann der Calvados und Pralinen, danach dann der Fahrdienst (Ole), der uns nach Hause brachte.

Ein anderer Hausgast bei (unserer) Elisabeth (E1) ist ihre Jugendfreundin Elisabeth (E2) – sie hatten zwar andere Spitznamen, die ich mir aber einfach nicht merken kann. E1 kramte aus ihren Archiven Briefe hervor, die ihr E2 während der Au-pair-Zeit in die Schweiz geschrieben hatte. Und das Archiv ist immer noch reichlich bestückt, da Elisabeth immer noch in dem Haus wohnt in dem sie aufgewachsen ist.

Die Briefe scheinen ein Riesenspaß zu sein, es wird immer von einem Rolf gesprochen, der für die 16 oder 17 jährigen Mädel im Jahr 1964 von Bedeutung war. Der Spaß war so groß, dass der Brief auch im großen Kreis herumgezeigt wurde.

KORREKTUR: E1 war nicht als Au Pair in der Schweiz, sondern in einem Mädchenpensionat, zum Lernen von gutem Benehmen. Die Au Pair Zeit war dann später in Belgien…

Post to Twitter Post to Delicious Post to Digg Post to Facebook

Veröffentlicht unter Gästezimmer | Hinterlasse einen Kommentar

Silvester 2015

Der Tag begann ganz gemütlich in der Küche mit einem schönen Frühstück. E. und E. sind dann zum Reitstall, ein Pferd anschauen.

Bromma1

Ich habe das schöne Wetter um die Mittagszeit genutzt, ein paar Schneefotos um das Haus herum zu schießen.

Bromma2

Am Nachmittag hat Hanna dann ganz fasziniert das Weihnachtsspezial von Downton Abbey angesehen, das wohl unwiderruflich die allerletzte Folge war, in der sich alles in Wohlgefallen aufgelöst hat.

Als Hans dann kam, waren die Vorbereitungen für den Abend auf Hochtouren.

Esstisch

Es war dann ein sehr gemütlicher Abend. Leider wurde es Hanna irgendwann dann so schlecht, dass sie sich ins Bett verziehen musste und ich schon Angst hatte, wir könnten das erste Mal den Mitternachtskuss zu Silvester verpassen.

Aber im Gegensatz zu unserer Erinnerung wir auch in Schweden das neue Jahr mit Feuerwerkskörpern begrüßt, wovon Hanna dann aufwachte und dann doch noch einmal sich unter die Gesellschaft mischte.

Euch allen wünschen wir ein schönes neues Jahr 2016!

Post to Twitter Post to Delicious Post to Digg Post to Facebook

Veröffentlicht unter Gästezimmer | Hinterlasse einen Kommentar

Das war 2015

1. Mehr Kohle oder weniger?

Weniger, kein Wunder, denn das ALG ist nun mal nicht soviel wie das Gehalt.

2. Mehr ausgegeben oder weniger?

Natürlich weniger, erstens ist weniger Geld da, die Fahrten nach Hamburg fallen weg, es wird kein Geld mehr für Zigaretten ausgegeben.

3. Mehr bewegt oder weniger?

Hängt davon ab. Weniger Kilometer unterwegs, aber auch weniger gelaufen.

4. Der hirnrissigste Plan?

Zu glauben, dass es etwas bringt, sich im Alter von 63 Jahren noch zu bewerben.

5. Die gefährlichste Unternehmung?

Um mich bewusst in gefährliche Unternehmungen zu begeben, dazu bin ich wohl dann doch noch zu alt.

6. Die teuerste Anschaffung?

Eigentlich gab es in diesem Jahr nicht so richtig teure Anschaffungen. Vielleicht waren die teuersten Sachen sogar die Flugtickets hierher nach Stockholm.

7. Das leckerste Essen?

Oh, da gab es viele. Der selbst gebackene Butterstollen, Pelmeni und Warenaki im Matreshka, ein Essen im Hotel in Brüssel, die vielen selbst gekochten Gerichte aus den Lieferungen vom Landkorb.

8. Das beeindruckendste Buch?

Das ist immer das, bei dem ich es nicht abwarten kann, in Ruhe weiterlesen zu können. Das letzte war “Sweet Tooth” von Ian McEwan.

9. Der ergreifendste Film? Kann ich nicht sagen, im Kino war ich gar nicht in diesem Jahr und auch im TV sehe ich selten Filme.

10. Die beste CD? Der beste Download?

Vielleicht dann doch Mainstream: Adele mit 25.

11. Das schönste Konzert?

Ein Livekonzert, das muss es dann sein, war aber auch gut: Potsch Potschka mit Spliff Reloaded im Columbia in Berlin.

12. Die tollste Ausstellung?

War keine auf dem Zettel dieses Jahr.
Witzig fand ich allerdings die Porträts von wichtigen Schweden in der Gepäckhalle des Stockholmer Flughafens.

13. Die meiste Zeit verbracht mit …?

Mit dem Computer.

14. Die schönste Zeit verbracht mit …?

Hanna. Endlich lange Zeit zusammen.

15. Vorherrschendes Gefühl 2015?

Endlich daheim.

16. 2015 zum ersten Mal getan?

Arbeitslosengeld beantragt.

17. 2015 nach langer Zeit wieder getan?

Mich intensiver mit Musik beschäftigt, mit dem selber machen. Ich hoffe, die Müssigasänger schaffen es auf die Bühne.

18. Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?

– den Ärger mit meinem Darm
– die unnützen Bewerbungen
– manche deutschtypischen Querelen.

19. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?

Ich bin eigentlich nicht so der Missionarstyp. Deswegen waren meine Versuche, Leute von den Vorteilen der echten Teamarbeit zu überzeugen, leider nicht von Erfolg gekrönt.

20. Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?

Für Hanna, dass ich endlich in Berlin bleiben konnte.

21. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?

Dass Hanna sich darüber gefreut hat.

22. Der schönste Satz, den jemand gesagt hat?

Ich liebe dich.

23. Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?

Ich liebe dich.

24. 2015 war mit einem Wort …?

Einmalig.

Post to Twitter Post to Delicious Post to Digg Post to Facebook

Veröffentlicht unter Wohnzimmer | Hinterlasse einen Kommentar

Vorletzter Tag 2015

Bei strahlendem Sonnenschein ging es mittags los zum Flughafen Tegel. Der Taxifahrer, ein Kurde aus der Türkei, freute sich über die Tour, da es für die Taxis zwischen den Jahren wohl doch ein wenig sehr ruhig ist.

Der Flug verlief ruhig und ereignislos. Schon vom Flugzeug aus war zu sehen, dass Schweden unter einer zwar dünnen, aber immerhin durchgehenden Schneedecke lag. Um etwa 14:30 Uhr ging es dann los Richtung Stockholm, eine Fahrt in die blutrote, untergehende Sonne. Schweden ist halt doch noch ein wenig näher dran an der winterlichen ewigen Nacht als Berlin.

Der Taxifahrer, ein Christ aus dem Irak, freute sich wie der Berliner Fahrer über die Tour, da nur sehr wenig los ist an einem solchen Tag.

Bei Elisabeth und Börje dann großes “hallo” und zur Begrüßung dann ein typische schwedisches jahreszeitliches Gericht: Weihnachtsschinken mit Apothekersenf, ein süsslich-grobkörniger Senf der tatsächlich nur in der Weihnachtszeit in Apotheken verkauft wird.

Abends wurde dann ein weiterer Gast, eine alte Freundin von Elisabeth sowie Hans mit einem Gin and Tonic begrüßt

Post to Twitter Post to Delicious Post to Digg Post to Facebook

Veröffentlicht unter Gästezimmer | Hinterlasse einen Kommentar