Montag mal wieder

Das war ein Ausdruck meiner Stimmung. Schwer wie immer begab ich mich zum Bahnhof, nur um festzustellen, dass der Zug eine halbe Stunde Verspätung hatte. Meinem reservierten Platz gegenüber hatte jemand seinen Koffertrolley abgestellt, der meinen Fußraum blockierte. Neben mir saß jemand, der schlief und lautstark schnarchte. Am Tisch auf der anderen Seite des Ganges eine ordinäre und lautstarke Gruppe von Vertrieblern, Versicherungsvertreter oder ähnliches, die die typischen Telefonate führten, die es früher nicht gab: „Wir sitzen im Zug, und Sie? Ach, im Stau vor Hannover, warum sind Sie nicht mit dem Zug gefahren?“

Und das nach einem Wochenende, an dem ich es nicht geschafft hatte, Hannas neuen Dell auf eine stabile Wireless-Verbindung einzustellen. Der Dell-Support hatte am Samstag einen Rückruf für Montag Nachmittag versprochen, hat er natürlich nicht eingehalten. Das alles vor einer Woche, wo ich hektisch oder dringend ein Dokument verbessern muss, dass ich immer vor mir hergeschoben habe und nur aufgrund meiner Intelligenz (?) mehr schlecht als recht fertig gestellt hatte. Dazu die Diskussionen mit einem Freund über depressive Stimmungen und die Auswirkungen auf die Arbeit.

Mich bedrückt auch meine Vertragssituation. In dreieinhalb Wochen läuft mein Vertrag aus, und eigentlich war alles geklärt. Angeblich kam die Personalabteilung nicht dazu, weil sie sich in die neuen Tarifverträge einarbeiten musste. Mittlerweile sind zwei Gehälter gezahlt, aber mein Vertrag lässt immer noch auf sich warten. Wahrlich eine bedrückende Situation.

Nur eine Winterdepression? Oder etwas tiefer Gehendes?

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