Oper

Mein geliebter Ehegatte gewann hier 2 Karten für La Boheme von Puccini in der Deutschen Oper in der Bismarckstraße. Er war ja in Hamburg und es tut mir so leid, dass er einen wunderbaren Abend versäumt hat. Ich holte Manu um 10 Min. vor halb sieben ab, sie hatte also exakt 5 Minuten Zeit sich nach der Arbeit umzuziehen, unser Taxifahrer hatte offensichtlich soviel Spaß an unserem Gequatsche, dass er versprach uns um 10 wieder abzuholen. Welch ein Service, wir nannten ihn dann nur noch Papa! Am Nachmittag hatte ich ein kleines Kreislaufproblem, meine Depression, die ich gerade durchlebe und seit 5 Tagen mit Tabletten bekämpfe, machten die Vorfreude auch nicht größer, sondern es war fast wie ein unbezwingbarer Berg, dieser Opernbesuch. Doch alles kam ganz anders: Nachdem wir uns mit einem Glas Rotwein eingestimmt hatten, gingen wir zu unseren Plätzen und sagten nur WOW!

1. Reihe Parkett, direkt am Orchestergraben, der reine Wahnsinn. Das Bühnenbild war so wunderschön, die Dekoration so bis ins kleinste Detail, traumhaft. Für mich als Opernbanause fand ich das mitlaufende Band mit kurzen Zusammenfassungen des Textes sehr hilfreich. Die Sänger und Sängerinnen waren alle noch sehr jung, Mimi war viel besser als Musette und nach der Pause klappte es auch besser in den höchsten Tönen. Aber der Dirigent, den ich erst gegen Ende der Vorstellung richtig wahrnahm, war so enthusiastisch dabei, dass er wohl alle seine Musiker zu Höchstleistungen angesteckt hatte. Manu hatte viel Verständnis, dass ich nach der Vorstellung gleich ins Bett wollte, wir haben ausführlich über unsere Paniksituationen gesprochen, die sie auch bis vor Kurzem befielen, und so bin ich, nach einem begeisterten Anruf bei Axel, mit Musik wunderbar eingeschlafen und dieses Frohsein ist immer noch da. Danke Axel, danke Manu, danke Puccini.

Und danke Hauptstadtblog und Deutsche Oper.

Über die Inszenierung: La Bohème

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