Morgenstunde

Es gibt eine Stimmung, die ich als Morgenmensch schon immer genossen habe: Irgendwo draußen zu stehen, mit einem Kaffee in der Hand und das Erwachen zu spüren. Als ich noch arbeitete, kannte ich es nur vom Urlaub, in Kanada oder sonstwo, stand mit meinem Getränk und beobachtete den Himmel, die Straße, die Vögel, die Wolken oder was sonst auch immer. Dabei summte ich ein Chanson aus den 70ern (Axel weiß bestimmt von wem, Jaques Brel vielleicht?? Paris reveille – Anm. von Axel: Fast richtig, Paris s’eveille von Jaques Dutronc) und war rundherum glücklich.

Heute morgen ist mir klar geworden, warum ich unsere Wohnung immer wieder so schön finde…auf der Terrasse hört man die Gräusche der Straße wie Meeresrauschen, es sei denn irgend ein Idiot muß an der Kreuzung seinen Turbo ausprobieren. Es ist, gerade jetzt, wo ich mich nach der Sonne sehne ein glücksverheissendes Gefühl, das Ruhe und Entspannung aber auch gleichzeitig Neugier auf den Tag bedeutet. Die morgendliche Kälte läßt mich zwar frösteln, aber sie bedeutet auch, das ich empfinde, also lebe. Und dann bin ich dankbar, denn endlich, nach soviel Mist, den ich erlebt und verzapft habe, bin ich angekommen, wo immer es sein mag und auch zu Hause.

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