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Beiträge vom » April, 2006 «

Osteressen

Montag, 17. April 2006 | Autor:

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Heute morgen um 8.00 Uhr war ich so froh gestimmt, durch das Wetter noch unterstützt, daß ich gleich auf der Terrasse geräumt und umgepflanzt habe. Mein Liebster schlief noch und das beruhigte mich, denn gestern abend hatten wir lieben Besuch und er hat eine tolle Lammkeule im Kräutermantel gemacht, was nach der Krankheit sehr anstrengend war.

osteressen2.jpgDie Gesellschaft gestern war wie immer überraschend und sehr vielfältig in ihrer Zusammensetzung. Also erstens waren Manu und Carsten da, ohne die ich glaube ich gar keine Essen mehr machen möchte und kann, denn sie helfen bei den Vor- und Nachbereitungen so selbstverständlich, weil sie hier wirklich zu Hause sind. Dann war Irmintraud, meine ehemalige Vermieterin aus Dahlem (86!) mit Volker, ihrem ältesten Sohn, und Daniel Kinderman aus Canada da. Es war eine sehr unkomplizierte und mit vielen Erinnerungen und Erklärungen verbundene Veranstaltung, denn Volker war , als Daniel mit seinen Eltern im IBZ wohnte, der Weihnachtsmann, der die Kinder bescherte, und Irmintraud konnte sich auch sehr gut an die vielen Konzerte, die Daniels Vater gegeben hat erinnern. Aber interessanter war doch über Volkers Reisepläne zu reden, es gibt wohl nur wenige Länder in denen er noch nicht war, und diesem Hobby kann er nach seiner Pensionierung noch intensiver nachgehen. Mit seinem “Fräulein Mutter” fährt er demnächst erst mal nach St. Petersburg und Irmintraud meinte, das traue sie sich doch noch gut zu. Sie ist wirklich bewundernswert und hat dazu so eine positive Lebenseinstellung, das man nur glücklich über ihre Freundschaft sein kann.

Manu war am Sonnabend in dem Jugendwerkhof, in dem sie 18 Monate “untergebracht” war. Es hat sie sehr bewegt und betroffen gemacht, aber ich hoffe es hat ihr auch geholfen, diese schrecklichen Erinnerungen zu verarbeiten. Jedenfalls konnte sie gut danach schlafen, und das ist der erste Schritt.
Daniel ist jetzt im Rahmen eines Stipendiums für 1 Jahr am WZB in Berlin und ich freue mich, das wir ihn wohl dann öfter sehen werden, denn er läßt sich gerne bekochen und wir sind schon seit längerer Zeit seine Ersatzeltern, wenn er in Berlin ist.

Es war also wieder ein wunderschöner Abend, für den ich mich bei allen auch hiermit von Herzen bedanken möchte, er klingt noch heute in mir nach.

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Thema: Wohnzimmer | 2 Kommentare

Katzentricks

Sonntag, 16. April 2006 | Autor:

Hallo liebe Katzenliebende,

heute wollte ich Euch mal wieder von meiner Wohnung erzählen. Heute morgen habe ich dem männlichen Katzenfuttertütenöffner erstmal mit liebstem ankuscheln angefüttert… ich habe also bei ihm Schal gespielt. Ihr könnt Euch nicht vorstellen, wie er es genossen hat. Er lag ganz ruhig da und hat mich ununterbrochen gestreichelt. Er war ja die ganze Woche zu Hause und lag immer im Bett, also habe ich mich dazu gelegt, denn er war krank und brauchte Trost!! Aber heute abend saß er mit der Zweibeinerin beim Spielen am Computer und beachtete mich nicht, da mußte ich gleich beweisen, wer hier bestimmt, womit man sich zu beschäftigen hat! Sie haben für uns die Kücheneingangsecke mit Kratzflächen bis fast unter die Decke ausgestattet. Na ja, da habe ich erst mal das Hundefutter und dann das Katzentrockenfutter runtergeholt. Schließlich bin ich der große Kletterer. Da sind sie dann auch bald ins Bett gegangen…das war genau das was ich wollte. Also dann bis bald meine Freunde und immer einen schönen Buckel machen.

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Thema: Katzenhöhle | Beitrag kommentieren

Frohe Ostern

Samstag, 15. April 2006 | Autor:

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Thema: Gästezimmer | Beitrag kommentieren

Das “Terrassenrennpferd”

Donnerstag, 13. April 2006 | Autor:

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Hanna erinnert mich im Monent an einen nervösen Galopper, der endlich in die freie Landschaft will zum Ausritt. Am Montag hat sie ganz alleine ein Bambusgitter gebaut als Rankhilfe für Rosen und Clematis. Heute hat sie ein paar Pflanzen für Kästen geholt und gibt sich wieder der Gartenarbeit hin.

Fehlt nur noch der Frühling, dann kann der Grill angeworfen werden! Ihr Finger hängt schon fast am Anzünder!

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Thema: Dachterrasse | Beitrag kommentieren

Menschen: Die Pappprinzessin

Donnerstag, 13. April 2006 | Autor:

Allein sitzt sie auf der langen Bank in der S-Bahn Richtung Schönefeld. Vor sich einen Einkaufswagen überfüllt mit Tüten, Beuteln, Taschen. Vielleicht ist sie um die 60, vielleicht auch erst 50, so leicht lässt sich das nicht schätzen. Auf dem Kopf trägt sie ein silberfarbenes Pappdiadem mit Glassmaragden.

Leise redet sie vor sich hin, mit hartem slawischen Akzent. “Ich wollte dich nicht gegen deine Mutter aufbringen.” “Ich muss so ein zwei Jahre in einer anderen Wohnung leben, das ist hier so Gesetz!”.

Nur noch Wortfetzen dringen zu mir herüber, bis sie sich mit Mühe aus dem Sitz erhebt. Kaum schafft sie es, ihren Wagen in Adlershof aus dem Zug zu wuchten. Kein Blick für die Umgebung, die Augen fest auf den Ausgang gerichtet, den Eingang zu ihrem Reich, der Straße.

Als die Bahn wieder anfährt, frage ich mich, wie sie ihren Besitz die Treppe runter schafft, ohne Aufzug, ohne Rolltreppe.

Frühere “Menschen”-Artikel: Die Blonde, Der Gitarrist, Der 68er

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Thema: Rumpelkammer | Ein Kommentar

Hochwasser

Dienstag, 11. April 2006 | Autor:

In den deutschen Medien wird über Hochwasser an der Elbe sehr ausführlich berichtet. Am Anfang wurde auch mal über Tschechien berichtet, ist aber auch die Elbe.

In Budapest habe ich das Donauhochwasser gesehen mit einem Wasserstand, der teilweise an den Fahrdraht der Straßenbahn heranlangte. Aber irgendwie schien die ganze Situation entspannt. Die Leute machten ihre Ausflüge zum Wasser und genossen es, auf den Gleisen der stillgelegten Straßenbahn entlang zu laufen. Sicherheitskräfte waren kaum zu sehen. So, als schien die ganze Stadt zu sagen: was soll’s, das kann jedes Jahr passieren, damit müssen wir leben.

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Thema: Hotelzimmer | Beitrag kommentieren

Flachgelegt

Montag, 10. April 2006 | Autor:

Vielleicht habt Ihr Euch schon gewundert, warum ich seit Mittwoch nichts mehr geschrieben habe. Ganz einfach, die meiste Zeit lag ich im Bett und habe einen heftigen grippalen Infekt versucht loszuwerden. Langsam geht es besser, auch wenn ich diese Notiz noch vom Bett aus schreibe. Bis Ostern soll ich mich noch pflegen und dann kann der Normalbetrieb wieder losgehen.

Hoffentlich!

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Thema: Wohnzimmer | Beitrag kommentieren

Wieder in Berlin

Mittwoch, 5. April 2006 | Autor:

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Blick auf die Stadt beim Anflug auf Schönefeld.

Leider geht es morgen wieder nach Hamburg.

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Thema: Vorgarten | Beitrag kommentieren

Wie die Römer

Dienstag, 4. April 2006 | Autor:

Ich versuche mich immer, an den Spruch zu halten: “Wenn du bei den Römern bist, dann mach es wie die Römer”. Das gilt auch und gerade für das Essen. Irgendeine undefinierte internationale Küche bekomme ich auch in Berlin oder kann sie selbst kochen.

Deshalb habe ich gestern ein kleines billiges ungarisches Restaurant besucht und ein Schweineschnitzel Bauernart gegessen, das angekündigt war als “Schnitzel mit Zwiebeln und Speck”.

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Die Zwiebeln waren grob geschnitten, der Speck natürlich nicht durchwachsen, sondern fett. Salami dazu und alles kräftig gewürzt mit scharfem Paprika und reichlich Knoblauch. Also das, was ein schwer arbeitender Bauer braucht, nicht die “abgespeckte Version”. Assoziativ fiel mir natürlich das Operettenlied ein: “Mein idealer Lebenszweck ist Borstenvieh und Schweinespeck…”

Für den eigentlich gewünschten Topfenpalatschinken war danach aber kein Platz mehr.

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Thema: Hotelzimmer | Beitrag kommentieren

Budapest revisited

Montag, 3. April 2006 | Autor:

Vor etwa 30 Jahren war ich das erste mal in Budapest und auch in Ost-Berlin. Damals war der vorherrschende gemeinsame Eindruck der Geruch von 2-Takter-Abgasen in der ganzen Stadt, die relative Dunkelheit abends und die schmutzigen Fassaden. Deshalb war ich gespannt, wie Budapest heute auf mich wirkt im Vergleich zu Berlin.

Vergleichen kann man natürlich nicht direkt: Berlin ist heftig zerstört worden im 2. Weltkrieg, Budapest ist älter und hat damit auch mehr alte Gebäude, die instandgesetzt werden müssen. Alles in allem kann man sagen, dass zumindest die “historische” Bausubstanz in Berlin weit besser hergestellt ist als in Budapest, auch Dank der Transfermilliarden in Form von Solidaritätszuschlägen und Abschreibungsmodellen. In Budapest sieht man noch sehr viele heruntergekommene Bauten. Selbst wenn eine Bankfiliale in ein Haus einzieht, heißt es nicht, dass dieses Haus renoviert wird.

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Natürlich ist die Bank renoviert, aber, und das ist schon vielleicht einer der wesentlichen Unterschiede zu Berlin, das durchaus stilgerecht, ohne nun eine “repräsentative” Fassade aus Granit oder ähnlichem mit großen Fenstern zu erzeugen, sondern unter Wahrung des Gesamteindruckes von außen.

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Es ist überhaupt auffällig, dass die modernen Schaufensterfronten in der Altstadt mehr oder wenig völlig fehlen und vieles noch sehr traditionell erhalten ist.

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Da alles in einem langsameren Tempo voran geht, wartet vieles noch auf seine Auferstehung. Auch Graffiti gibt es, wenn auch viel weniger als in Berlin.

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Natürlich sind viele Gebäude, besonders die von allgemeinem historischen Wert, wieder vollkommen renoviert und strahlen im Glanze der Frühlingssonne.

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Aber Budapest hat das eigene Tempo, obwohl es als Wirtschaftswunderland des ehemaligen Ostblocks gilt. Manchmal scheint es sein Gutes zu haben, eine Sprache zu sprechen, die keiner kann, und keine reichen Verwandten zu haben, zu denen man abhauen kann, oder die Steuern sparen wollen.

Sogar die alten Ikarus-Obusse (und -Busse) werden noch genutzt.

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Thema: Hotelzimmer | Beitrag kommentieren