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Beiträge vom » September, 2006 «

Morgenspaziergang in Tallinn

Samstag, 30. September 2006 | Autor:

Rathaus Tallinn

Gestern früh habe ich mich entschlossen, für die letzte Nacht nach Tallinn zu fahren, da ich sowieso von hier zurück fliege. Leider musste ich gestern Nachmittag noch Dokumente fertig stellen, so dass ich ans Hotel gefesselt war und nur abends einen ersten Eindruck von dieser wunderschönen Stadt bekommen habe.

Tallinn Rathausplatz

So ein Morgenspaziergang an einem Samstag zwischen 8 und 10 Uhr hat schon was, denn wann kann man die Straßen einer so attraktiven Stadt fast ohne Touristen sehen, wenn nicht dann?

Straße in Tallinn mit Kontorgebäude

Es lohnt sich allemal, hier einen Besuch einzuplanen, denn die Altstadt bietet noch einen guten Eindruck der Architektur aus der Zeit der Hanse und danach.

Gasse in Tallinn

Viele Gebäude haben noch den typischen Speicheraufbau mit den Krantoren, durch die die Lasten in den Speicher des Gebäudes gehievt wurden.

tallinn blick über die stadt

Gestern habe ich noch gedacht, dass ich es nicht auf den Domhügel schaffe, bin dann doch hinaufgeklettert und habe es nicht bereut, schon allein wegen des Blickes über die Stadt.

Tallinn auf dem Domhügel

Der Domhügel scheint etwas feiner zu sein, mindestens 4 Botschaften ahbe ich auf einem relativ kleinen Areal gesehen. Fast wirkt es hier “Österreichisch-mediterran”, wenn da nicht die große orthodoxe Kirche wäre.

Orthodoxe Kirche in Tallinn

So und jetzt gleich ab zu Flughafen und nach Hause!

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Thema: Arbeitszimmer, Hotelzimmer | 2 Kommentare

Der Kongress tanzt

Donnerstag, 28. September 2006 | Autor:

Der Kongress lässt tanzen

Aber vorher lässt er tanzen!

Der Abend war einer von der gelungenen Sorte. erster Pluspunkt war es, dass man beim Ess sitzen durfte. Auch die Zuordnung war eine nette Idee: beim Ankommen zog jeder ein Los, auf dem eine Nummer war. Die Tische waren numeriert, man sa an dem Tisch mit der entsprechenden Nummer. Das ergab eine bunte Mischung und es konnten sich keine nationalen oder anderen Interessengruppen bilden.

Nach Vorspeise, Zwischengang und Hauptgang ging es hinunter in die Diskothek, die wie das ganze Gebäude supermodern war: alles stammte nämlich aus realsozialistischen Zeiten und tatsächlich aus den 70ern.

Es gab ein paar Showeinlagen, ein paar Preise wurden verteilt, der Nachtisch, eine Riesentorte auf der Tanzfläche angeschnitten und verteilt, Kaffee und Brandy und dann fing der Kongress wirklich an zu tanzen.

Interessant war auch, dass dann nach dem offiziellen Teil das “normale” Publikum eingelassen wurde, so dass sich viele junge Leute unter die Teilnehmer mischten. Viele lange, dünne, blonde, junge Mädchen, also genau die, die nicht so unbedingt mein Fall sind, aber einem Modelscout würde ich raten, dort regelmäßig vorbei zu schauen.

Und jetzt zu guter letzt zeige ich Euch tatsächlich die tanzende Konferenz.

Der Kongress tanzt selbst

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Thema: Arbeitszimmer | Beitrag kommentieren

Wetterfolgen

Donnerstag, 28. September 2006 | Autor:

Also ich habe ja Manus Vater Gerdchen, dazu überredet, mit uns letzten Freitag zum Holländer zu fahren, um noch ein paar Töpfe zu kaufen, damit ich mit dem Umpflanzen und sonstigen Vorbereitungen zur Überwinterung meiner Terrassenpflanzen beginnen kann. Unter Anderem habe ich einen Frühlingskübel mit Tulpen und anderen Zwiebeln, natürlich in blau, vorbereitet, denen das warme Wetter so gut bekommt, das sie Treiben wie verrückt, und wir entweder demnächst noch auf dem Balkon, oder im Flur zwischen Wohnung und Dachboden, eine hübsche blühende Pracht erleben werden. Nun ja, überall auf den Packungen sind ja Zeiten zum Setzen angegeben, aber die gelten immer für Gärten, und nicht Berliner Dachterrassen und helle Flure. Es wäre aber auch nicht so schlimm, denn wir wollen ja nicht mehr in der Wohnung rauchen, ich werde also eine gemütliche Rauchecke im Flur einrichten, dann haben wir da auch schon ein paar Frühlingsboten, und die lange dunkle Zeit wird erträglicher. Ansonsten habe ich das Problem, zu entscheiden, wann alles umgestellt wird. Das nächste WE wird ja wohl noch recht warm, und Manu und Karsten wollen nach Polen, alleine werden wir es wohl nicht schaffen, Hendrik und Anette sind gerade in dieser Woche umgezogen und eher nicht mit Schleppen zu belasten. Und zu allem Übel gab es in meinem Elixia einen riesigen Wasserrohrbruch in der Hauptleitung, also fällt das Schwimmen aus, denn das nächste Schwimmbad ist in Neukölln oder Wo immer, nur mit mehrmaligem Umsteigen zu erreichen, geht nicht, wenn ich Lara habe, Nachhilfe gebe oder zu meiner Mutter muß. Ihr seht, das ist Jammern auf höchstem Niveau, war mir aber ein Bedürfnis.

Ach ja, sollte jemand noch Tipps zum Clerodendrum Herbstschnitt haben, wäre ich sehr dankbar, weil er zwei riesige Triebe hat, die aber erst an der Spitze Blätteer und Blüten gebildet haben. Einfach abschneiden, da fehlt mir der Mut, deswegen habe ich das nur beim Osmanthus gemacht…weil er in diesem Jahr auch nicht geblüht hat. Also meine Rosen lasse ich erst mal so, denn die braucht man erst nach 2 Jahren und dann nur im Frühjahr zu beschneiden.

Kübelpflanzenbesitzer dieser Länder !!! Helft mir bitte!!!!

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Thema: Dachterrasse | 4 Kommentare

Stehempfang

Mittwoch, 27. September 2006 | Autor:

Stehempfang im Historischen Museum der Uni Tartu

Offizielle Empfänge bei solchen Kongressen finden statt (meistens) in historisch interessanten Gebäuden, die wahrscheinlich für nichts anderes mehr genutzt werden, als für Empfänge. In diesem Fall war es das historische Museum der Universität Tartu, Teil des ehemaligen Doms endgültig zerstört 1624 und im Jahr 1804 wieder aufgebaut als Universitätsbibliothek.

In solchen Räumen ist meist nichts mehr drin, so dass der Lärm unerträglich wird, wenn sich mehr als drei Leute darin unterhalten. Diese Unterhaltungen werden um so lauter, wenn das Buffet (ich bin aus vielerlei Gründen kein Freund von Buffets) nicht so ganz optimal organisiert ist.

Das Brot kam erst, als die meisten gegessen hatten. Wenn Teller bereit gestellt werden mit Plastikhaltern für die Getränke, dann heißt das, dass im Stehen gegessen wird, dann sollte man kein Essen servieren zu dem man neben der Gabel auch ein Messer braucht. Das war richtig erkannt, Messer gab es keine, aber beim Essen hatten sie es nicht ganz messerlos geschafft.

Viele Faktoren, die dazu führten, dass eine Menge den Empfang früh verließen. Nur schade für die, die ein Hotel außerhalb haben und auf den Bustransfer über eine Stunde aushalten mussten.

Ich weiß, das Tischmusik eine lange Tradition hat, mir tun trotzdem die Musiker leid, die in diesem Lärm die kaum hörbare Begleitmusik liefern. Da hilft es auch nicht, wenn das Streichquartett Frank Sinatra darbietet.

Streichquartett zum Buffet

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Thema: Arbeitszimmer | 3 Kommentare

Endlich Tartu

Mittwoch, 27. September 2006 | Autor:

Rathaus in Tartu

Endlich mal ein paar Zeilen über Tartu, wo ich mich seit gestern aufhalte. Tartu wird bestimmt durch eine Universität, die kurz nach 1600 gegründet wurde und damals die zweitälteste Universität im schwedischen Reich war nach Uppsala. Man sieht, Estland hat häufiger die Herrscher gewechselt, natürlich besonders im letzten Jahrhundert. Die Stadt hat etwa 100.000 Einwohner, die Universität etwa 25.000 Studenten. Das macht Tartu zu einer Universitätsstadt vergleichbar in Deutschland mit Tübingen, Marburg oder Göttingen.

Rathausplatz in Tartu

Wer etwas auf sich hält in Estland, hat in Tartu studiert es ist also so etwas wie das intellektuelle Zentrum des Landes. Natürlich sieht man viele junge Leute in der Stadt, darunter viele Liebenden, aber das schönste paar ist in einem Brunnen verewigt.

Liebesbrunnen vor dem Rathaus in Tartu

Symbole der Hanse verfolgen einen überall in Tartu, obwohl es keine Hafenstadt ist. Die größte estnische Bank scheint die “Hansapank” zu sein, ansonsten sieht man viel Symbole von Koggen und Schiffen in Geschäftsschildern auf Turmspitzen und sonstwo.

Janni Kirik in Tartu

Die Janni Kirik (Johanneskirche) aus dem 14. Jahrhundert weckt bei mir auch starke Hanseassoziationen, da sie wie eine Lübecker Marienkirche in klein aussieht. Vielleicht nicht von ungefähr, dass die Gasse links “Lüübeki” heißt.

Natürlich gibt es noch viele interessante Details wie den Wasserspeier unten, aber ansonsten ist die Altstadt in kurzer Zeit durchwandert. Der Rest der Stadt ist eher wie eine halbmodernisierte mittelgroße Stadt.

Wasserspeier an einem Hotel in Tartu

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Thema: Arbeitszimmer | 2 Kommentare

Kultureinschub zu Idomeneo

Mittwoch, 27. September 2006 | Autor:

idomeneo estland

Eines muss man den Esten lassen, so viel Angst wie die Berliner haben sie nicht. Es ist ein Unding, was da zur Zeit an der Deutschen Oper im Hinblick auf diese Mozartoper passiert. Viel berechtigte Kritik gibt es in der ganzen Welt, lesenswert ist auch besonders dieser Kommentar.

Ok, ich gebe zu, es ist unwahrscheinlich, dass sie in Estland eine Inszenierung mit der entsprechenden “Propheten”szene zeigen. Aber trotzdem!

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Thema: Vorgarten | Ein Kommentar

Weiterreise nach Tartu

Dienstag, 26. September 2006 | Autor:

Natürlich habe ich mich auf dem Flughafen versurft und verlesen und den Bus verpasst, also musste ich eine weitere Stunde auf den nächsten warten. Auf dem Weg zum Bus habe ich dann festgestellt, dass die Kapitalismusneulinge es schaffen, das Weltwährungs system auf den Punkt zu bringen.

yes

Der “Ersatzbus” hatte dann so eine Schnarchnase von Fahrer. Ok, an der gut zweieinhalbstündigen Fahrt von Tallinn konnte er nicht viel ändern. Aber dass er dann eine Stunde durch die Stadt kurvt um die Leute an den Hotels abzusetzen, das hatte er sich selbst auch zuzuschreiben (bleibt klar, dass mein Hotel natürlich das letzte war, was er angefahren hat. Er kurvte ganz kompliziert durch die Altstadtgassen mit millimetergenauer Rangierarbeit, nur um festzustellen, dass an diesem Hotel keiner aussteigen wollte.

Beim letzten Hotel fuhr er aus der Stadt und fand es nicht. Drehte um. Wollte eine Joggerin nach dem Weg fragen. Die merkte das nicht wegen der Kopfhörer. Dann hielt er ein Auto an, die wussten nicht wo das Hotel ist. Schließlich konnte ihm ein Mann, der seinen Hund ausführte, die nötige Auskunft geben.

Man muss ihm zugute halten, dass das Hotel extrem neu ist, es riecht quasi nach Farbe und hat kaum Gäste, halt nur ein paar dusselige Konferenzteilnehmer, die relativ spät gebucht haben. Dafür bin ich 2,5 km von der Stadt weg mitten in der Einöde. Kann man ja so gut haben, wenn man ohne Auto angereist ist. Na gut, Bustransfer zur Konferenz und zu den beiden Abendessen ist vorgesehen.

Das schönste ist übrigens, dass ich mich hier in einer Hinsicht genau wie zu Hause fühlen kann: man kann im Hotel nur auf dem Balkon rauchen, die Zimmer sind ALLE Nichtraucherzimmer.

Man kann sich also wirklich fühlen wie auf dem Bild unten, auch genau so eine Nummer kleiner (aufgenommen ca. 20 km vor Tartu).

hollywood

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Thema: Arbeitszimmer | Beitrag kommentieren

Flughafen Tallinn

Dienstag, 26. September 2006 | Autor:

easyjet

So, vor kurzem bin ich auf dem Zwischenstopp meiner Reise gelandet, auf dem Flughafen Tallinn. Von hier geht es nochmal knapp 200 Kilometer weiter, allerdings mit einer Stunde Wartezeit. Der Transfer ist organisiert und die Organisatoren haben zumindest neben den Konferenzunterlagen ein Sandwich und ein warmes Wasser und ein warmes Bier eingepackt.

Zum Glück gibt es hier im Flughafen WLAN und zwar kostenlos, da sollte man sich in Deutschland mal ein Beispiel nehmen.

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Thema: Arbeitszimmer | Ein Kommentar

Abgefackelt

Dienstag, 26. September 2006 | Autor:

Auf dem Weg zum Bahnhof Ostkreuz an der Ecke Holteistr/Sonntagsstr ist ein Imbiss, der aussieht wie ein dauerhaftes Provisorium. Der Kernteil ist nichts anderes als ein Container, daran angebaut eine Art “Laubenerweiterung” mit Tischen un Barhockern, und auch vor dem Imbiss sind 2-3 Stehtische, an den sich schon morgens einige Männer mit Bier und Kaffee auf ein Schätzchen treffen. Obwohl, eigentlich müsste ich das alles in der Vergangenheit erzählen.

imbiss abgefackelt

Heute morgen auf dem Weg zur S-Bahn und weiter nach Schönefeld habe ich gesehen, dass der Anbau abgebrannt ist. Dass es ein Kurzschluss war, kann ich kaum glauben, und auch die Kocheinrichtungen sind als Brandursache wohl auszuschließen, da der Container recht unversehrt aussah. Hat da jemandem das Dauerprovisorium nicht gefallen? Oder war ein Raucher unvorsichtig? Oder irgendein anderer naheliegender Grund?

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Thema: Vorgarten | Beitrag kommentieren

Dienstreise nach Estland

Montag, 25. September 2006 | Autor:

Morgen früh flieg ich ab nach Tallinn und von dort geht es weiter nach Tartu zu einer Tagung. Falls ich keinen Internetanschluss finde, müsst Ihr bis Samstag auf Beiträge von mir verzichten. Vielleicht füllt Hanna ja dann die Lücke aus. ;)

Nach der EU-Erweiterung muss ich noch ein wenig arbeiten: in der EU-15 hatte ich in allen Ländern beruflich zu tun, von der EU-25 fehlen mir nach dieser Reise noch Lettland, Slowakei, Zypern, Malta und interessanterweise Polen.

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Thema: Arbeitszimmer | 3 Kommentare