Nochmal Prag

Eigentlich hat Axel schon so einen tollen Bericht gegeben, daß ich ein bißchen Schwierigkeiten habe, auch noch meinen Senf dazu zugeben. Ich habe es mir zur Gewohnheit gemacht, in der Stadt, in der ich bin, Bücher über die Geschichte der Region zu kaufen. Axel war dabei und fand ein ganz tolles 1999 erschienenes und so konnte ich verstehen, warum eigentlich von den Tschechen die deutsche Sprache total umgangen wird. Sie waren unter den Habsburgern eigentlich die Underdogs, mehrere Versuche, ihre Stadt, in der sie eine 80%ige Bevölkerungsmehrheit hatten, auch zu regieren, schlugen fehl.

Heute ist die Umgangssprache für Touristen Englisch, überhaupt gibt es von diesen Massen, die offensichtlich am Liebsten in Gruppen das übliche Besichtigungsprogramm abspulen. Da ist man dann als Einzelner, in einem kleinen Lokal nicht so leicht als Ausländer zu identifizieren, darum bekam ich wohl auch irrtümlich die Speisekarte für Tschechen, mit sehr viel billigeren Angeboten, überreicht. Erst bei einer Nachfrage meinerseits in Englisch wurde diese sofort wieder zurückgenommen. Nun ja, das Durchschnittseinkommen der einheimischen Bevölkerung ist wohl auch geringer, also ist das auch irgendwie o.K.

Übrigens, die schlimmsten Nationalisten waren, damals wie heute die Sudetendeutschen, die sehr verächtlich über ihre tschechischen Mitbürger geredet und geschrieben hatten.

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