Schreibstil

Gestern hatte ich eine Erfahrung der für mich ungewöhnlichen Art. Ich habe normalerweise einen recht prägnanten Formulierungsstil, der, sagen wir mal, nicht zu Ausschweifungen neigt. Im Job habe ich nicht wenig zu schreiben und höre oft den Kommentar: „So kurz?“. Wenn ich dann allerdings nachfrage, was fehlt, dann kommt dann auch oft die Antwort: „Eigentlich nichts.“

Zur Zeit sitze ich an einer Beschreibung der TU und ihres Wissenstransfers. Das wird ein Kapitel in einem größeren Dokument, in dem mehrere Universitäten beschrieben sind. In Aalborg haben wir die Kapitel verglichen, meins hatte 10 Seiten, andere hatten bis zu 30 Seiten geschrieben. Die Sitzung einigte sich auf eine Ziellänge von 15 Seiten und ich bekam schon einen Schreck, dass ich meinen Beitrag „aufbohren“ muss.

Aber nein, ich machte die Erfahrung, dass ich kürzen muss. Wie das? Das „Kleingedruckte“ in der Übereinkunft sagte: Schrift Times Roman 12 Punkt, eineinhalbzeilig geschrieben. Und das „eineinhalbzeilig“ war entscheidend: plötzlich hatte das Kapitel mehr als 17 Seiten. Daran kann man aber auch sehen, dass eine Seitenzahl sehr relativ ist und sehr von der Formatierung abhängt.

Post to Twitter Post to Delicious Post to Digg Post to Facebook

Dieser Beitrag wurde unter Arbeitszimmer veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich stimme zu.