Rasterfahndung

So kann man das eigentlich nicht mehr nennen, was die Polizei in Sachsen-Anhalt gemacht haben soll. Sie sollen einfach ALLE deutschen Kredikarten überprüft haben, ob Überweisungen auf ein bestimmtes Konto gemacht wurden. Und daraufhin wurden über 300 Hausdurchsuchungen gemacht. Auch wenn der Kampf gegen Kinderpornografie absolut wichtig ist, beschleicht mich doch ein sehr ungutes Gefühl dabei. Bei was wird diese globale Kontrolle wohl sonst noch eingesetzt?

Nachtrag: Fairerweise muss man sagen, dass die Datenschutzbeauftragten das Vorgehen in Ordnung finden, da die Polizei keinen direkten Zugriff auf die Daten hatte sondern nur Suchergebnisse nach genauen Vorgaben erhielt.

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6 Kommentare zu Rasterfahndung

  1. Hanna sagt:

    Ich habe das erste mal auch das Gefühl des gläsernen Menschen durch Benutzung des Internets gehabt…..es war mir so gar nicht bewußt!!!!

  2. Clarissa sagt:

    na als nächstes werden pgp und anonyme proxys verboten, briefe dürfen nicht mehr zugeklebt werden, private zusammenkünfte müssen angeldet werden, schöne neue zeit und das war vermutlich der letzte freie kommentar von mir denn in 10 min kommen sie mich abholen. (hoffentlich behalte ich wenigstens zum teil unrecht, ansonsten, tschüss bis später)

  3. Malda sagt:

    nun bleibt aber mal auf dem teppich ! hier ging es um einen der größten kinderpornographie server … und ich finde durch aus , das das gerechtfertigt war / ist.

  4. Axel sagt:

    Ich habe auch nur von einem unguten Gefühl geredet. Aber man sollte immer bedenken, dass übermorgen, das, was „gerechtfertigt“ ist, ganz anders definiert werden kann, und dann dann findet man es nicht mehr so toll. Zum Beispiel, wenn dann die Methoden benutzt werden, um nach Rauchern zu fahnden.

  5. suzan sagt:

    wenn ich die berichterstattung richtig verstanden habe, so hat die polizei die durchsuchungen nicht selber vorgenommen, sondern lediglich die kreditkarteninstitute aufgefordert, ihre kundenkonten nach abbuchungen an einen bestimmten empfänger in einer bestimmten höhe zu durchsuchen und das dann zu melden. Und das Banken sich die Konten ihrer Kunden ansehen, das sollte nichts verwerfliches sein.

    Wenn Raucher sich ihren Stoff, per Internet, bei einem Schmuggler per kreditkarte besorgen, dann könnte das durchaus der Fall sein. Aber wer macht das schon?

    Manchmal heiligt der Zweck die Mittel und bei misshandlungen von Kindern hört für mich der Spass einfach auf.

  6. Karsten sagt:

    @ Clarissa : Geht in Ordnung, ist glaube ich, ne ganz normale polizeiliche Fahndungsmethode. Und in diesem Fall auch absolut gerechtferigt. Das einzige was mich stört, ist dass die wahren Täter immer noch unbehelligt sind.

    @ Axel und suzan: Heute Terroristen und Pädophile, morgen Raubkopierer und Betrüger, übermorgen Ladendiebe und der Rest der Welt. Einmal angefangen hört sowas nie mehr auf.

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