Die Stadt und der Müll

Don Alphonso hat in seinem Blog eine Serie zu Berlin, den Dirt Picture Contest. Zunächst habe ich mich erst einmal geärgert, besonders da das mit der Bezeichnung von Berlin als Slum einher ging. Aber eigentlich hat er recht, von Hamburg kenne ich das nicht, dass der Sperrmüll einfach so auf der Straße entsorgt wird. Das Prinzip der Sperrmüllabfuhr ist in beiden Städten gleich, man muss anrufen oder den Müll zur entsprechenden Stelle bringen, also das kann es nicht sein.

In den „bürgerlichen“ Vierteln wie Wilmersdorf gibt es das nicht, sondern nur in den Szenevierteln wie Prenzlauer Berg, Kreuzberg oder Friedrichshain. Wenn man zynisch wäre (oder nicht?), dann würde man das auf die jungen Leute schieben. Die sind es auch, die in eben diesen Szenevierteln am Samstag und anderen Tagen mit Flaschen voller alkoholischer Getränke, besonders mit Bier, herum laufen. Und wenn das Bier alle ist, wird die Flasche an Ort und Stelle entsorgt, egal, wo es ist. Besonders schlimm ist es, wenn die Flasche dann zertrümmert wird. Denn es gibt Leute, die von diesem Müll profitieren.

Am Mittwoch bin ich zufällig in Hamburg in eine S-Bahn geraten voller Fußballfans, die zum Stadion fuhren. Viele nuckelten an der Flasche und als sie an der Stadionstation ausstiegen, rollten die Flaschen durch den mittlerweile leeren S-Bahn-Waggon. Aber nicht lange, denn es stieg an eben dieser Station jemand ein, der die leeren Flaschen und Dosen einsammelte, sicher 7-8 Flaschen und einige Dosen.

Zertrümmern von Flaschen ist also unsozial, weil es Leute daran hindert, ihr Hartz-IV-Geld aufzubessern.

Leute, wenn ihr schon auf der Straße saufen müsst, dann lasst wenigstens die Flaschen heil!

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Ein Kommentar zu Die Stadt und der Müll

  1. manu sagt:

    Bin ich voll Deiner Meinung!!!!

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