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Beiträge vom » März, 2007 «

Samstägliche Beobachtungen im Boxikiez

Samstag, 31. März 2007 | Autor: Axel

Straßenmöblierung

Heutzutage ist es nicht mehr so, dass Cafés nur unbequeme Stühle rausstellen, auch Omas Sofa kommt gut zur Geltung. Der Frühling beginnt auch am exespool Ecke Wühlischstraße/Gabriel-Max-Straße.

Exespool

Verranzte Simon-Dach-Straße

Das Haus Simon-Dach-Straße 7 ist mittlerweile wohl das einzige unrenovierte Haus in der Straße. Die anderen sahen vor kurzem noch genauso aus.

Simon-Dach-Strasse

Vesperwald

Exotische Läden mit italienischen, afrikanischen oder russischen Spezialitäten gibt es in Berlin eine ganze Menge. Mittlerweile gibt es im Boxikiez aber offensichtlich genügend Leute von noch exotischerer Herkunft, so dass sich ein Laden mit Schwarzwälder Spezialitäten lohnt.

Vesperwald, Wühlischstr. 36.

Vesperwald

Thema: Vorgarten | Ein Kommentar

Fahrradklingel

Mittwoch, 28. März 2007 | Autor: Axel

E. hatte schon früh ihre gesicherte Familie verloren. Ihr Vater hatte es gewagt, gegen eine katholische Stiftung in einen Erbschaftsstreit zu ziehen. Das war von vornherein aussichtslos, in Rheinland-Pfalz hat so eine Stiftung die besten Verbindungen zu den Gerichten im Lande. Eigentlich war die Familie eine lokale Größe, der Großvater hatte als Architekt für viele Gebäude des Kurviertels der Kleinstadt verantwortlich gezeichnet, aber sein angeheirateter Sohn konnte die Risiken eben nicht so gut einschätzen. Plötzlich sah sich die Familie auf das Existenzminimum gepfändet, diese Lokalgrößen wussten plötzlich nicht, wie sie den Wintermantel finanzieren konnten.

Als erstes starb zermürbt der Vater und auch die Mutter erlebte den endgültigen Sieg beim BGH nicht so richtig. Auch die letzte Familientradition drohte zu entgleiten und so entschloss sich E. in das Dorf bei der Kleinstadt zu ziehen und um die Mietwohnung der Eltern, ein armseliger Ersatz für die gepfändete Villa im Kurviertel zu kämpfen. Plötzlich saß ich allein da in der Großstadt Hamburg und verbrachte viele Nächte von Freitag auf Samstag und von Sonntag auf Montag im Liegewagen zwischen Hamburg und Frankfurt.

Während der Woche habe ich gearbeitet und hockte allein in der verlassenen Wohnung, aus der auch die beiden Katzen aus vernünftigen Gründen mittlerweile in die Kurstadt verfrachtet worden waren. Von Zeit zu Zeit musste ich raus aus der Wohnung und fand eine Kneipe nicht weit von der kleinen Sackgasse, die mein Zuhause war.

Irgendwann traf ich dort I., die mich faszinierte. Fahrig, immer mit den Händen in ihren Haaren, saß sie neben mir auf dem Barhocker. Sie hatte einen blauen Overall an, wie er zu der Zeit in Mode war und, wie ich bald erfahren durfte, kam sie die 200 Meter zur Kneipe mit ihrem NSU-Fahrrad aus Berliner Notbeständen, ein schweres Gerät ohne Gangschaltung oder komfortabler Federung. Irgendwie sprang der Funke über und ich erfuhr auch, dass sie in einem Haus nur 50 m von meiner Wohnung entfernt wohnte. Dort sah ich dann auch oft das NSU-Fahrrad stehen und es erinnerte mich an sie. Aber wo genau sie wohnte, habe ich bei den paar Treffen in der Kneipe nicht erfahren.

Dann habe ich I. ein paar Tage nicht gesehen und hätte sie doch sehr gern getroffen. Aber in der Kneipe traf ich sie nicht an und ich überlegte, was ich tun könnte.

Da fiel mir das Fahrrad ein, das so typisch und unverwechselbar war, und ich produzierte einen Zettel, auf dem ich zum Ausdruck brachte, dass ich I. wieder sehen wollte, und klemmte ihn in die Klingel ihres Fahrrads. Natürlich war ich auf geregt, aber auch irgendwie befriedigt, dass ich die Kontaktaufnahme geschafft hatte, und ich ging aufgeregt und voller Vorfreude nach Hause.

Dort klingelte dann sehr bald das Telefon, mein Vater war dran und brachte mir die Nachricht, dass meine Mutter gestorben war. Natürlich sagte ich, dass ich sofort käme, und begab mich auf den Weg. Aber bevor ich ins Taxi stieg, entfernte ich den Zettel aus der Fahrradklingel, das war nich das, worum ich mich in dieser Situation kümmern konnte.

Heute, wenn ich jemand fragt, wer I. sei, dann sage ich, das sei meine Ex-Frau.

Thema: Wohnzimmer | Beitrag kommentieren

Aufruf!

Montag, 26. März 2007 | Autor: Axel

Glam sucht für einen Dreh eine “abgewanzteverranzte” Wohnung in F’hain. Hat jemand ne Idee? Hier der Aufruf.

Thema: Vorgarten | 4 Kommentare

Bereit

Montag, 26. März 2007 | Autor: Axel

KlimakillerJetzt nach der Zeitumstellung kann der Frühling kommen. Alle Pflanzen sind schon draußen (bis auf den Oleander, der kommt frühestens nach Kanada raus, weil er doch sehr empfindlich ist). Einige Blüten sind schon zu entdecken und heute ist auch unser neuer Terrassentisch geliefert worden, den ich leider erst am nächsten Wochenende fotografieren kann. Natürlich werde ich das Foto schnellstmöglich nachreichen. Jetzt hängt es nur noch vom Wetter ab, ob am nächsten Wochenende, noch vor der Kanadareise, das offizielle Angrillen stattfinden kann (für eines der Jour-fix-Donnerstagsessen hat Hanna schon Nürnberger Würstchen gegrillt, soweit ich weiß). Hannas Klimakiller steht auf jeden Fall bereit.

Der Katzencontent im Bild unten ist übrigens rein zufällig. Spot the Cat!

Terrasse Pflanzen

Thema: Dachterrasse | 3 Kommentare

Meine Blogroll

Sonntag, 25. März 2007 | Autor: Axel

Vielleicht hat sich der eine oder andere schon gewundert, wie manche Links auf meine Blogroll geraten sind. Eigentlich bin ich zum bloggen gekommen durch eine Software für den Mac, nämlich Rapidweaver. Als ich damit anfing, habe ich schnell festgestellt, dass ich unter den “A-Listen”-Bloggern einige alte Bekannte getroffen habe.

Vor kurzem habe ich beschrieben, wie ich nach Berlin gekommen bin. In der “New Economy”-Firma habe ich sehr schnell eine Internetseite kennengelernt, die Insidergeschichten aus genau solchen Firmen veröffentlichte, nämlich Dotcomtod. Schnell habe ich die Seite zu meinen Bookmarks gefügt und täglich nachgesehen, was es an Informationen zu “meiner” Firma gab. Besonders gerne gelesen habe ich die Artikel von Don Alphonso auf dieser Seite, die, so wie ich es letztlich verstanden habe, von Lanu geführt wurde.

Mittlerweile gibt es einen Nachfolger, der noch, so wie ich es sehe, ein wenig kämpft, die gleiche Stellung zu erreichen. Gestern hat Fritz-Radio einen Beitrag gesendet, der sich exakt mit diesen beiden Seiten beschäftigt. Unter anderem wurde einer der Sentinels, nämlich Che, den ich auch in der Blogroll habe, interviewt.

Ist auf jeden Fall hörenswert, die Sendung findet Ihr hier.

Thema: Rumpelkammer | Beitrag kommentieren

Vorfreude?!

Sonntag, 25. März 2007 | Autor: Hanna

Die Aufregung greift um sich: Nächste Woche gehts nach Toronto und über Ostern werden wir mit Nata und Familie auf die Cottage gehen. Hört sich einfach an, wenn man nichts von den Umständen weiß: Nach dem Wetterbericht dieser Woche gab es Schneefall und die Temperatur liegt bei -10 Grad Celsius. Der erste, der ankommt, muß den Kamin anschmeißen und da wir ein normales Auto gemietet haben, werden wir ohne Allradantrieb bestimmt nicht die ersten sein. Wasser gibt es nur durch Schneeschmelze oder Eis auftauen, aber andererseits ist es ja genau dieses Gefühl der Ursprünglichkeit, das den Mitteleuropäer am Gedanken an Kanada fasziniert. Monica, die Chefin von Axel, kommt auch mit an den See und ich hoffe, sie ist als Schwedin mit solchen Umständen vertraut. Ich habe schon jetzt vor Aufregung Schlafstörungen, überlege, was man noch alles einpacken muß, gehe in dieser Woche nochmal zum Zahnarzt und so weiter….also das übliche Kribbeln vor Kanada, das ich immer wieder verspüre. Im Sommer ist alles normal und gut eingeübt, aber ich war noch nie im Spätwinter oder Vorfrühling dort. Die Menschen, die nördlich des Polarkreises leben feiern Ende März den Abschied vom Winter, also das Überstehen des Höhepunktes. Das heißt noch lange nicht, das der Frühling kommt. Wir werden es wohl hautnah erleben, was das im Norden alles so bedeutet.

Nachtrag von Axel: Wer wissen möchte, wo die Cottage liegt: am Ende des Dogwood Trails (Name von Hannas Familie) auf dieser Google Map.

Thema: Wohnzimmer | Ein Kommentar

Suchthelfer

Freitag, 23. März 2007 | Autor: Axel

So ein Tag ohne Computer, wie es für morgen vorgesehen ist beim Shutdown Day, das ist schon hart, einfach 24 Stunden den Computer ausgeschaltet lassen.

Aber 2 Wochen Offline zu bleiben ist sicher noch härter. Zwei Wochen ohne Email, ohne Blogs zu lesen, ohne Beiträge zu schreiben, Zeitung zu kaufen statt Nachrichten am Computer zu lesen, zum Fahrkartenschalter zu gehen statt das Onlineticket einzustecken, und, und, und. Allein beim Gedanken daran ziittern die Finger und greifen zur Tastatur.

Lanu steht so eine Aktion Offline extrem bevor und da habe ich mich natürlich gerne als Suchthelfer angeboten.

Thema: Rumpelkammer | Beitrag kommentieren

GPS für Raucher

Donnerstag, 22. März 2007 | Autor: Axel

Vielleicht wäre das ja mal eine Geschäftsidee: die Entwicklung eines satellitenunterstützten Handhelds für Raucher, das automatisch feststellt, ob man sich in Bayern in einem Festzelt, in Niedersachsen in einer Eckkneipe, in Thüringen in einem separaten Raucherraum oder in Nordrhein-Westfalen in einer inhabergeführten Kneipe befindet und das je nachdem anzeigt ob man rauchen darf oder nicht. Es lebe der Föderalismus!

Aber hoffentlich macht die EU diesem Modell bald den Garaus. Und ja, das sage ich, obwohl ich Raucher bin.

Thema: Vorgarten | Ein Kommentar

Dezenter Hinweis

Donnerstag, 22. März 2007 | Autor: Axel

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen, auch im Blog!

(Die Angesprochenen wissen wohl, dass ich sie meine!)

Thema: Wohnzimmer | Ein Kommentar

Auch hier Knut

Dienstag, 20. März 2007 | Autor: Axel

Einen amüsanten Artikel über Knut, den Berliner (Eis-)bären findet man in der Süddeutschen. Am besten ist der folgende Absatz:

Außerdem hat diese Stadt Erfahrung mit Leuten, die nicht aus eigener Kraft überleben können und auf Hilfe von außen angewiesen sind. Sie ist doch seit Jahren selbst in dieser Situation. Knut wird darum vielleicht kein richtiger Bär werden, aber jedenfalls ein Berliner

via Hauptstadtblog

Thema: Vorgarten | Beitrag kommentieren

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