Beton muss nicht brennen

In den 60er und 70er Jahren war es in der Architektur üblich, den verbauten Beton stolz als modernen Werkstoff zu zeigen und deshalb in keiner Weise zu verkleiden. Das fanden nicht alle Leute toll und es entstand der Spruch „Schade, dass Beton nicht brennt!“.

In Toulouse hat man zu der Zeit eine großes Areal mit Wissenschaftseinrichtungen (Scientific Complex of Rangueil)  geschaffen und wahrscheinlich sehr schnell mit Betonbauten zugebaut. Dort sind technische Hochschulen mit verschiedenen Fachrichtungen bis hin zum Flugzeugbau angesiedelt. Ich kann mir vorstellen, dass dieses Areal im Zusammenhang mit dem damals rasanten Aufschwung von Airbus erstellt wurde.

Wissenschaftsstadt in Toulouse

Dort sieht man auch dass Beton nicht brennen muss, er bröckelt von ganz alleine. Nach und nach muss man dort die noch gar nicht so alten Gebäude von Grund auf sanieren und versteckt in diesem Zusammenhang dann auch gleich den Beton.

Renovierter Beton in Toulouse

Die dekorativen Elemente, die man damals auch ganz selbstverständlich in (minderwertigem?) Beton gestaltet hat, haben natürlich bei der Erneuerung absolut niedrige Priorität.

Dekoration aus Beton

Post to Twitter Post to Delicious Post to Digg Post to Facebook

Dieser Beitrag wurde unter Arbeitszimmer, Hotelzimmer veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.