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Beiträge vom » März, 2007 «

Unberechenbares Wetter

Montag, 19. März 2007 | Autor:

So kann es gehen, da wird über die Klimakatastrophe geredet, aber alle freuen sich über den beginnenden Frühling. Hanna hat die Pflanzen auf die Dachterrasse gestellt, wir warten nur auf die Lieferung des neuen Tisches. Sogar Don Alphonso hat die Terrassensaison eingeläutet. Und dann meldet sich der Winter noch einmal zu Wort, so, dass Hannas klimakillender Heizpilz im “Slum Berlin” nichts mehr nutzt, sondern auch Dons Dachterrasse im Schneeregen eine abgehärtete Konstitution benötigt, um sie zu benutzen.

Aber egal wie, der Frühling kommt!

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Grauer Führerschein

Montag, 19. März 2007 | Autor:

Seit November 1969 bin ich im Besitz eines grauen Führerscheins der Klasse 3, ausgehändigt am 5.11. diesen Jahres. Seit fast vierzig Jahren habe ich ihn in diversen Portemonnaies dabei, er ist ausgefranst, das Foto hat nichts mehr mit meinem heutigen Aussehen zu tun, die Metallösen des Fotos haben die Führerscheinnummer fast unlesbar gemacht.

Im April will ich mir wohl in Toronto ein Auto anmieten. Da es keine spezielle Regelung zur Anerkennung des nationalen Führerscheins gibt und ich unter Umständen mit dem grauen “Lappen” Schwierigkeiten haben könnte, habe ich mich entschlossen, der Empfehlung zu folgen und mir einen internationalen Führerschein zu besorgen. Leider geht das in der Regel nur mit einem EU-Kartenführerschein und auf der Führerscheinstelle in Berlin hat man sich angesichts meines verblichenen Dokuments auch nicht in der Lage gesehen, den Ermessensspielraum auszunutzen und mir daraufhin den internationalen auszustellen. Ich werde also demnächst Inhaber der Karte und darf dann auch wohl nicht mehr LKW bis 7,49 t anmieten.

Eigentlich nichts mehr als ein Verwaltungsakt, aber irgendwie hänge ich (und auch viele andere) doch an dem zerfledderten Lappen und bin irgendwie traurig, ihn aufgeben zu müssen.

Hanna hat sich in einer gewissen Weise allerdings gefreut, ich bin extra am Donnerstag abend nach Berlin zu kommen, um ihn mir auf dem Bürgeramt 3 von Friedrichshain-Kreuzberg zu besorgen. Vergeblich, wie ich feststellen musste, denn dort sah man sich nicht in der Lage, die Ausstellung bis zum 4. April zu bewerkstelligen und verwies mich an die zentrale Berliner Führerscheinstelle in der Puttkamerstrasse. Das hat Hanna noch mehr gefreut, denn sie nahm an, dass ich dann auch am Montag in Berlin bleiben müsse. Aber die Öffnungszeiten waren so, dass ich nur eine Stunde Verspätung in Hamburg hatte.

Nachdem ich gut 20 € Expresszuschlag zahlen musste, kann ich nur hoffen, dass die Hamburger Stelle schnell antwortet. Denn mein Führerschein ist in Hamburg ausgestellt, und obwohl ich in der Woche in Hamburg arbeite, muss ich die Formalitäten an meinem Meldeort Berlin machen, von wo dann per Fax in Hamburg nachgefragt wird.

So viel zu Internet, Föderalismus und moderner Kommunikation.

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Thema: Rumpelkammer | 5 Kommentare

Web 2.0 unterhaltsam

Donnerstag, 15. März 2007 | Autor:

Wer immer schon wissen wollte, was Web 2.0 eigentlich ist, der erhält beim Spreeblick eine unterhaltsame Erklärung.

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Einmal von Hamburg nach Berlin und halb zurück

Mittwoch, 14. März 2007 | Autor:

Nach meinem Studium war ich gut 13 Jahre bei einem Systemhaus in der Softwareentwicklung tätig. Ich würde das Unternehmen irgendwie als “Early New Economy” bezeichnen, inspiriert von 68er Ideen hatte die Firma das Prinzip, entweder wurde man nach 2 Jahren Gesellschafter oder man ging (gegründet 1968 war die Firma zunächst als “Programmierkommune” bekannt). Ich wurde Gesellschafter und blieb.

Die Firma hatte gute Ideen und bekam dann auch damals (80er Jahre) 5 Millionen DM Corporate Venture Capital zur Entwicklung eines Parallelcomputers. Einhergehend damit mussten sich die Gesellschafter verpflichten, mindestens 5 Jahre in der Firma zu bleiben. Einige gingen, ich aber blieb.

Zusätzlich zum Venture Capital wurden die Entwicklungen auch über europäische und nationale Projekte finanziert. Ich startete mit einem europäischen Projekt in der Frühphase der Förderprogramme der EU und wurde dann zuständig für diese Projekte, wahrscheinlich wegen meiner Englischkenntnisse. Da diese Projekte nur zu 50% gefördert waren, musste man den Eigenanteil als Investition abschreiben. Auf Dauer konnte das nicht klappen, denn als “alternative Firma” waren die Schwierigkeiten mit dem notwendigen Vertrieb doch sehr groß. Es war klar, dass das mit diesen Projekten nicht weitergehen würde. Ich blieb, aber begann mich umzuschauen nach Alternativen.

Als die Bindungsfrist als Gesellschafter abgelaufen war, fand ich eine französische Beratungsfirma, die auf die Unterstützung dieser europäischen Projekte spezialisiert war. Ich verständigte mich auf eine Zusammenarbeit, leider nicht angestellt, sondern zunächst freiberuflich und dann mit Gründung einer GmbH in Deutschland. Meine “alte” Firma ging 2 Jahre nach meinem Weggang in den Konkurs. Ich aber blieb zumindest Gesellschafter (in einer neuen Firma).

Leider fand ich erst nach zehn Jahren heraus, dass ich für das Verkaufen meiner Arbeit nicht so geeignet war, besonders da Dienstleistungen im deutschen Forschungs- und Entwicklungsbereich eher ungern bezahlt wurden. Und ein guter Verkäufer bin ich auch nicht, ich kann mich zu gut in Bedenken des potenziellen Käufers einfühlen. Meine Kollegen (aus Paris) vermittelten mir auch einige Projekte, so dass ich für 10 Jahre recht gut zurecht kam. Allerdings wurde ich müde, nach neuen Aufträgen zu jagen. Da traf es sich irgendwie, dass ein Kollege aus meiner ersten Firma mir den Kontakt zu einem Professor der Technischen Universität Hamburg-Harburg (TUHH) vermittelte. Ich bekam einige Aufträge, die ich erfolgreich durchführte, bis die Bitte kam, ihn bei einer Vorbereitungssitzung für ein neues Projekt zu vertreten. Da war ich immer noch Gesellschafter.

In der Sitzung zu diesem Projekt, es war kurz vor Weihnachten 1999, wenn ich mich recht erinnere, war ein anderes Institut der TUHH durch eine Engländerin vertreten, die mittlerweile meine Chefin ist. Und ein Unternehmen aus der damals boomenden “New Economy” war auch als potenzieller Partner vertreten. Dieses Unternehmen leistete sich sogar ein “Institute for Media Development”, in dem neue Techniken mit Hilfe von europäischen Forschungsprojekten entwickelt wurden. Ich war die quasi Selbständigkeit leid und ging direkt auf diese Firma zu und fragte nach einem Job. Ich bekam ihn und war nicht mehr Gesellschafter.

Als ich am 1. Juli 2000 meinen neuen Job in Berlin antrat, war derjenige, der mich mehr oder weniger eingestellt hatte, unter mehr oder weniger dubiosen Umständen nicht mehr dabei. Die Firma allerdings boomte und hatte kurze Zeit später ihre Hochphase mit etwa 1200 Mitarbeitern weltweit. Das klang nach einem sicheren Job, auch wenn die Firma heftige Verluste machte, aber es ging nicht um Gewinne, sondern um Steigerung des “Shareholder Values”. Ich kam gut rein in den Job, hatte sogar ein Jahr später Aktienoptionen, ich war nicht mehr Gesellschafter, sondern potenzieller Aktionär.

Ich nahm mir eine Zweitwohnung in Lichtenberg, mehr oder weniger in Fußreichweite zur Firma. Ich lernte übers Internet Hanna kennen und hatte eine wilde, hin und her wogende Zeit mit ihr. Schließlich entschloss ich mich, mit ihr zusammen zu sein. Der Aktienkurs meiner Firma allerdings begann zu sinken, nach dem Höchststand von etwa 180 DM bekam ich meine Optionen für 79 und die Firma verteilte T-Shirts mit der Aufschrift 10/10/100: 10% Rendite, 10% Umsatzsteigerung, 100 DM Aktienkurs (die Firma existiert noch mit einem Kurs von 1,36 €). Es musste platzen und plötzlich war ich der letzte meiner Abteilung. In der zweiten oder dritten Entlassungswelle bekam auch ich dann meine Kündigung. Das laienhafte Management setzte sich fort und mangels nicht Entscheidungsbefugter Vertreter vor dem Arbeitsgericht bekam ich zumindest eine sehr gute Abfindung vor dem Arbeitsgericht. Aber jetzt war ich weder Gesellschafter noch Aktionär, ich war arbeitslos.

Da erinnerte ich mich an die Engländerin mit der Verbindung zu einem anderen Professor. Sie hatte mich in guter Erinnerung und gab mir zunächst einen freiberuflichen Auftrag, danach einen Vertrag. Das war 2002, seitdem habe ich nacheinander befristete Verträge, die mich davon abhalten, nach Hamburg umzuziehen (außer Hanna). Also habe ich jetzt einen Erstwohnsitz in Berlin, eine Zweitwohnung in Hamburg und pendle über die Woche. Jetzt bin ich Angestellter.

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Thema: Arbeitszimmer, Wohnzimmer | Ein Kommentar

Achtung! Katzencontent.

Dienstag, 13. März 2007 | Autor:

Sieht Linus nicht aus, als ob er einfach durch die Luft marschiert?

Linus im Sprung

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Thema: Katzenhöhle, Wohnzimmer | Beitrag kommentieren

eParticipation

Dienstag, 13. März 2007 | Autor:

Vor etwas mehr als 7 Jahren, so um die Weihnachtszeit 1999 herum, bin ich von einem Professor an der TUHH gebeten worden, ihn bei einer Vorbereitungssitzung für ein neues europäisches Forschungsprojekt zu unterstützen. In diesem Projekt ging es um die Entwicklung einer Onlinelösung für demokratische Entscheidungsprozesse, die auf moderierten Diskussionen basierten. Diese Bitte hatte für mich ganz weit reichende Folgen:

  • sie hat mich nach Berlin gebracht,
  • sie hat dafür gesorgt, dass ich die Hochzeit der New Economy erleben durfte,
  • und dass mich der Niedergang um so härter mit persönlichen Konsequenzen getroffen hat,
  • sie hat dazu geführt, dass ich meine geliebte Frau kennen lernen durfte,
  • sie hat als Konsequenz gehabt, dass ich meine jetzige Chefin kennen lernte,
  • und die, dass ich jetzt zwischen Berlin und Hamburg pendeln kann/darf/muss.

Der Projektantrag war letztendlich erfolgreich und das Projekt ist mittlerweile natürlich abgeschlossen. Der Projektleiter ist in der Zwischenzeit mein Kollege geworden und führt auf Basis der Projektergebnisse eine kleine Abteilung in unserer Firma. Diese Abteilung führt einen feinen Blog zum Thema eParticipation und eDemocracy, den DEMOS Monitor. Ich finde, er ist durchaus lesenswert, also einfach mal reinschauen.

Meine persönliche Geschichte zu diesem Projekt erzähle ich dann mal bei Gelegenheit.

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Thema: Arbeitszimmer | Ein Kommentar

Google dein Freund

Freitag, 9. März 2007 | Autor:

Wenn ich mir so die Suchanfragen anschaue, die zu unserem Blog führen, habe ich den Eindruck, das manche Leute diese Suchmaschine als allwissend, ja sogar als Lebensberater ansehen.

Ich verstehe allerdings nicht, warum Leute unsere vollständige Webadresse offensichtlich in Google eintippen anstatt direkt im Browseradressfeld (oder sich einen Bookmark anlegen). Wahrscheinlich haben sie sich diesen Rat zu Herzen genommen.

(Dank an Clarissa für den Link)

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Thema: Rumpelkammer | 5 Kommentare

Sprachen

Freitag, 9. März 2007 | Autor:

Andere Sprachen zu können ist ganz schön. Ich bin froh, dass ich einigermaßen Englisch spreche, so dass ich ohne Probleme in dieser Sprache arbeiten kann.

Etwas Französisch kann ich auch, aber mir ist diese Woche wieder vor Augen geführt worden, dass das eigentlich noch verbesserungswürdig ist. Der runde Tisch, an dem ich in Toulouse teilgenommen habe, wurde (natürlich) auf Französisch abgehalten. Während ich der Diskussion so leidlich folgen konnte, war es mit dem Sprechen bald aus. Mich vorstellen auf Französisch ging noch, aber als ich einen kleinen Vortrag über unser Projekt halten sollte, konnte ich nicht anders, als mich auf Französisch zu entschuldigen, dass ich den Vortrag in Englisch halten würde.

Am besten ist es natürlich, eine Zeit lang im Land zu leben, um die Sprache “spielerisch” zu lernen, so wie es bei mir mit Englisch war. Wenn das nicht geht, muss man Vokabeln pauken (was mir in Französisch sicher helfen würde). Nur dazu bin ich zu faul habe ich leider nicht die Energie.

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Thema: Arbeitszimmer, Rumpelkammer | Beitrag kommentieren

Berlin virtuell

Donnerstag, 8. März 2007 | Autor:

Seit heute kann man Berlin virtuell besichtigen, als erste Stadt der Welt bei Google Earth. Der SPON schreibt dazu:

Berlin in 3D – seit heute Vormittag ist die Hauptstadt in Google Earth zu besichtigen, samt Straßenschluchten und Fernsehturm. Den neuen Hauptbahnhof kann man sogar von innen besichtigen, auch der Reichstag und ein paar weitere Gebäude haben nicht nur abfotografierte Fassaden, sondern auch ein halbwegs realitätsnahes Innenleben.

Um die Stadtführung durchzuführen, muss Google Earth über den Link http://www.3d-stadtmodell.eu/berlin/GE/start_berlin3d.kmz öffnen. Google Earth kann man hier herunter laden.

Nachtrag: Ich habe allerdings Schwierigkeiten, Berlin 3D zu starten. Entweder bediene ich es falsch oder die Server, die von berlin.de betrieben werden, sind überlastet.

Nachtrag 2: Es sieht nach Serverüberlastung aus: ich habe mich genau an diese Bedienungsanleitung gehalten und das “Ladesymbol” verschwindet nicht.

Nachtrag 3: Es funktioniert, nur braucht man riesig Geduld. Und sooo berauschend finde ich die Qualität der 3D-Bilder nun auch nicht.

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Thema: Vorgarten | Beitrag kommentieren

Fotos von Toulouse

Donnerstag, 8. März 2007 | Autor:

Toulouse besteht natürlich nicht nur aus scheußlichen 70er Jahre Gebäuden. Ein besonders schönes Beispiel für ein altes Gebäude ist die Basilika Saint-Sernin aus dem 11./12. Jahrhundert mit meines Erachtens sehr maurischen/spanischen Elementen. Ein Klick auf das Bild führt zu einer Galerie mit Fotos von meinen beiden Besuchen in Toulouse.

Toulouse Basilika

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Thema: Arbeitszimmer, Hotelzimmer | Beitrag kommentieren