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Beiträge vom » Mai, 2007 «

Viele Neuigkeiten

Dienstag, 22. Mai 2007 | Autor:

Letzte Woche haben wir erfahren, dass Eugen, der Besitzer von Habels Weinstuben in der Ahrweiler Straße, einst mein Stammlokal mit 71 Jahren verstorben ist. Dann rief Uwe an, Besitzer des Spinnrades, dass Frank, sein Partner, der auch oft in Friedrichshain war, wegen der Folgen eines Schlaganfalls im Gertrauden-Krankenhaus liegt. Diese beiden Nachrichten beschäftigen mich schon sehr, denn mit beiden Menschen verbindet mich meine Zeit im IBZ und wie weit das alles jetzt schon hinter mir liegt. Frank und Uwe sind fast die einzigen, die aus dieser Ära als meine Freunde übrig geblieben sind, und zwar treu und fest, und es macht mich so traurig, dass es Frank im Moment so schlecht geht. Ich werde ihn noch in dieser Woche besuchen, denn er liegt mir doch sehr am Herzen. Bitte wünscht ihm alle gute Besserung.

Linus hat jetzt den Hof für sich entdeckt. Er versucht abends zu verschwinden und da wir irgendwann die Tür zum Flur schließen, muß er dann nachts draussen bleiben. Morgens ruft er dann von unten jämmerlich, bis ich ihn die 5 Treppen hoch hole, als ob er vergessen hat, wo er wohnt. Dann schläft er natürlich den ganzen Tag. Smokie ist nicht sehr erbaut über die Eskapaden, denn er sucht Linus abends und begrüßt ihn herzlich beim Erscheinen. Nur ist Linus dann meist zu müde, um auf irgendwelche Spielereien einzugehen. Also beschwert sich Smokie bei mir und verlangt doppelte, liebevolle Aufmerksamkeit.

Das aussergewöhnlich warme Wetter läßt unsere Dachterrasse grünen wie einen Dschungel. Die Rosen beginnen jeden Tag neu zu blühen, immer eine Knospe nach der anderen, wobei der englischen Rose der tagelange Regen nicht sonderlich gut getan hat. Sie hat jetzt Mehltau, und damit dieser nicht zu weit fortschreitet, habe ich einige Blütenansätze abgeschnitten. Da warte ich lieber auf das nächste Jahr und lasse sie kräftiger nachwachsen, obwohl das Schneiden sehr schwer fällt.

Der wöchentliche “offenes Haus” Donnerstag ist mir zu anstrengend geworden, denn das Einkaufen und Vorbereiten des Essens habe ich ja doch überwiegend gemacht. So habe ich jetzt entschieden, dass wir jeweils den ersten Donnerstag im Monat als jour fix einführen. Das führt vielleicht auch dazu, dass Langeweile, weil immer nur die selben kommen, verhindert wird.

Ach ja, und im Moment haben wir einen Untermieter “Inge”, der mir liebevoll bei der Terrassenbetreuung und im täglichen Leben hilft. Es ist für mich schon ungewöhnlich, nicht immer in der Woche allein zu sein…..und noch lieber wäre es mir, wenn Axel da wäre!!! Logisch

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Thema: Wohnzimmer | 2 Kommentare

Computer kaputt

Montag, 21. Mai 2007 | Autor:

Nein, keine Angst diesmal nicht meiner, sondern ein nettes Kneipengespräch auf dem Schnipselfriedhof.

via Stralau

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Thema: Rumpelkammer | Ein Kommentar

Zimtzicken

Montag, 21. Mai 2007 | Autor:

Ich will ja nicht als frauenfeindlich verschrien werden, nur, manchmal denke ich, warum müssen Frauen sich immer als Zimtzicken aufführen, wenn sie aufeinander treffen? Warum gibt es so ein Wort wie “Zickenkrieg”? Weil es hauptsächlich Männer sind, die in den “echten” Krieg ziehen?

Oder ist es doch nur ein Kindergarten, was um die “Blogine” passiert?

via Lanu

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Thema: Rumpelkammer | Beitrag kommentieren

Indigoletta

Sonntag, 20. Mai 2007 | Autor:

In der letzten, sehr milden Nacht hat sich die erste Rose auf unserer Terrasse geöffnet, eine Indigoletta.

Rose Indigoletta

Der Sommer kann kommen!

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Thema: Dachterrasse | Beitrag kommentieren

Das Sofa

Donnerstag, 17. Mai 2007 | Autor:

Jetzt steht das Sofa offensichtlich in einem Friedrichshainer Keller, auf Abruf.

Noch bin ich nicht bereit.

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Thema: Wohnzimmer | Beitrag kommentieren

Lieber Besucher aus der Hamburger Ecke

Dienstag, 15. Mai 2007 | Autor:

So häufig wird hier nun auch nicht geschrieben, und auch das Impressum “Über uns” wird nicht alle paar Stunden verändert. Du bist jetzt seit heute Vormittag immer so alle 1-1,5 Stunden da, aber siehst Dir auch nicht unbedingt was Neues an, sondern stöberst recht ziellos durch die Seiten. So verhalten sich auch nicht die regelmäßigen Leser dieses Blogs.

Liegt was an?

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Thema: Hobbyraum | 3 Kommentare

Zwei rote Sofas

Montag, 14. Mai 2007 | Autor:

Rotessofa

Es waren einmal zwei rote Sofas, die waren von AW1 und AW2 in glücklichen Zeiten angeschafft worden. Doch die Zeiten änderten sich und AW1 beschloss, sich von AW2 zu trennen. Und da es zwei rote Sofas gab, fand AW1 es nahe liegend, das jeder ein rotes Sofa bekäme. Das war AW2 gar nicht recht, denn sie fand es total ungerecht, dass AW1s neue Frau auf diesem Sofa sitzt. Aber sie konnte es nicht verhindern, dass AW1 das Sofa mitnahm, und verzierte es deshalb mit Sprüchen, die AW1s neuer Frau ein schlechtes Gewissen einreden sollten, darauf zu sitzen.

Es vergingen sieben Jahre und alles schien beruhigt zu sein. Da beschloss AW2, ihr sprücheloses Sofa durch ein anderes zu ersetzen. AW1 bekam das mit und sagte, er hätte das Sofa ganz gerne, er würde auch dafür bezahlen. AW2 meinte darauf hin, sie würde es sich überlegen und würde Bescheid geben.

Irgendwann traf sich AW1 wieder mit AW2 und fragte nach dem Sofa. AW2 meinte darauf hin, sie hätte es per Aushang an der Uni angeboten. AW1 meldete noch einmal sein Interesse an, aber AW2 meinte, es solle nicht an Freunde gehen, sie hätte sogar ihrer Freundin EL, die Interesse angemeldet hatte, gesagt, es solle nicht nach Berlin gehen und nicht an Freunde. AW1 sagte, er verstünde das nicht, aber er könne ja nichts machen. Am Ende des Treffens erzählte AW2 dann, dass sie sie wüsste, dass er nachsehen würde, und sie hätte das nicht an der Uni, sondern über einen Agenten bei Ebay angeboten und bitte ihn, nicht zu steigern. AW1 sagte das zu und dachte nicht mehr drüber nach. Da AW1 mit seiner (mittlerweile) Ehefrau die Sachen bespricht, erzählte er ihr von der Entwicklung mit dem Sofa.

Am Montag darauf telefonierte AW1 auf Bitten der AW2 mit ihr und erfuhr, dass KL, ein Freund von AW1 das Sofa ersteigert hätte. AW1 war sehr erstaunt und sah sich mit der Bitte konfrontiert, KL dazu zu bringen, das Angebot zurück zu ziehen. AW1 telefonierte hin und her, zerrissen zwischen dem Wunsch, das Sofa zu haben, ein Wunsch, den ihm KL erfüllen wollte im guten Glauben, einen Gefallen zu machen. Aber AW2 wollte das nicht akzeptieren und machte AW1, der davon keine Ahnung hatte, dafür verantwortlich, dass jemand aus dem Bekanntenkreis das Sofa ersteigert hatte und bestand darauf, das Angebot zurück zu ziehen. Für ein Sofa, das AW1 eigentlich will???

Zurück bleibt AW1, ratlos, bricht er ein Versprechen? Ist das diesen Aufwand wert?

Auf dem Photo ist meine Schwester auf dem einen roten Sofa zu sehen. Sie ist keine der handelnden Personen in dieser Geschichte, das Bild dient nur der Sofaillustration.

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Thema: Wohnzimmer | 4 Kommentare

Kleinbloggersdorf und andere Dorfgemeinschaften

Freitag, 11. Mai 2007 | Autor:

Eine meiner Bekannten hat sich vor einiger Zeit im Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg ein Haus gekauft. Da hört man dann so einige Geschichten, es geht um den Bau von gemeinschaftlichen Carports und den Nachbarn, die dagegen sind, darum, dass Nachbarn verlangen, einen Baum zu kürzen, weil er Schatten auf ihren Rasen wirft. Oder wie Gemeinschaftsarbeiten anstehen, sie mit dem Spaten bewaffnet hingeht und von den anwesenden Männern gesagt bekommt, man hätte eigentlich ihren Mann erwartet, und erst beruhigt ist, als sie den versammelten Männern zeigt, wie man eine Mauer einreißt. Es gibt da sicher noch mehr Geschichten und ich sagte ihre einmal, das klänge für mich wie in einem Dorf. Irgendwie musste sie es bestätigen, ein Dorf mitten in Hamburg.

Die Welt der Blogger wird auch Kleinbloggersdorf genannt und, wenn ich diese Welt mit dem Wilhelmsburger Dorf vergleiche, tun sich viele Ähnlichkeiten auf. Da gibt es Dorfklatsch und -tratsch und wenn ein Thema angesagt ist, dann wird es von Haus zu Haus bzw. von Blog zu Blog weiter getragen. Da gibt es Feindschaften, Animositäten wie die zwischen Don Alphonso und Peter Turi oder andere. Die alteingesessenen Dorfbewohner tun sich schwer, Neuankömmlinge zu akzeptieren, es kommt leicht das Gefühl auf, dass man sich beim Kommentieren in Diskussionen zwischen Insidern einmischt.

Vielleicht hat Kleinbloggersdorf aber auch nicht nicht gemerkt, dass das Dorf sich mittlerweile zu einer ausgewachsenen Kleinstadt entwickelt hat. Viele neue Einwohner hocken in den Neubausiedlungen vor den Toren des alten Kerns und bilden eine Welt, die etwas argwöhnisch beäugt wird. Viele sind daran interessiert herauszufinden, wie groß das Dorf eigentlich ist, deswegen finden Volkszählungen statt, die auch die verlassenen Häuser ausschließen wollen .

Es gibt auch andere Erscheinungen mit dem Wachstum zur Stadt, Kleinbloggersdorf wird für den großen Kommerz interessant. Anfang des Jahres war ich in England in Sheringham in der Grafschaft Norfolk. In dieser Kleinstadt tobte gerade die Diskussion, ob ein Handelskonzern eine Filiale der Kette Tesco eröffnen darf oder nicht. Man hat sicher berechtigte Angst, dass die Struktur mit kleinen Geschäften zerstört wird.

Solche Diskussionen gibt es auch in der Bloggosphäre, sei es um das Portal Shoppero oder die Werbegemeinschaft Adical. Letztlich sind das doch nichts anderes als virtuelle Avonberaterinnen oder Tupperparties, bei denen der freundliche Nachbarblogger handfeste geschäftliche Werbeinteressen so weit wie möglich unter der Freundschaftsmaske zu verhüllen sucht. Auch Aktionen wie das Opelblogging oder die Playstationparty gehören dazu.

Das nährt natürlich Misstrauen. Wenn zum Beispiel ein bekannter Blogger, der, wie man weiß, der verdeckten Werbung nicht abgeneigt ist, eine Abnehmaktion “Belly Off” initiiert, dann fragt man sich natürlich, wofür das denn eine PR-Aktion wird. Überhaupt drängen die PR-Agenturen in die Bloggosphäre, wie in diesem lesenswerten SPON-Interview erläutert wird, das heißt, es ist eine gehörige Portion Misstrauen angesagt.

Natürlich kann man sagen, dass dieses Misstrauen im Internet sowieso angesagt ist, da es dort von Kunstfiguren mit verdeckter Agenda nur so wimmelt. Allerdings weiß ich nicht, wie viele Kunstfiguren in realen Dörfern und Kleinstädten herumlaufen, die woanders oder hinter den heimischen Wänden ein ganz anderes Gesicht zeigen.

Also wie soll man sich verhalten? Wie im richtigen Leben: mit offenen Augen durchs Dorf oder die Stadt gehen, sich an schönen Gebäuden, Gärten, Denkmälern oder Parks erfreuen. Und immer dran denken, über Geschmack kann man nicht streiten, der eine findet ein Gebäude schön, der andere nicht. Und wenn man vom Dorf oder der Kleinstadt genug hat, dann geht man nach Hause, in die Großstadt, ins richtige Leben.

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Thema: Hobbyraum | 12 Kommentare

Wieder mal die Bahn

Freitag, 11. Mai 2007 | Autor:

Heute waren es nicht Kinder, die angeblich im Gleisbett gesehen wurden und den Zug zum Stoppen brachten, sondern Betrunkene. Man sagt ja, Kinder und Betrunkene sagen die Wahrheit. Die Bahn auch?

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Thema: Wohnzimmer | Beitrag kommentieren

Eine Döner-Story

Dienstag, 8. Mai 2007 | Autor:

DoenerBild von Sarazyn

Döner esse ich eigentlich nicht gern, das kommt vielleicht einmal im Jahr vor und muss als absoluter Notfall bezeichnet werden. Dabei bin ich wohl mal wieder ein Exot, was das Essen angeht, denn Döner in Deutschland ist das Fast Food Nummer eins. Es werden wertmäßig in diesem unseren Lande etwa dreimal mehr Döner verkauft als MacDonald’s Umsatz macht, auch alle Formen der Wurst, ob Brat- oder Bockwurst, werden um Längen geschlagen.

Wenn man in Deutschland Döner sagt, ist meist das Fleisch von einem senkrechten Spieß gemeint, in ein Fladenbrot gepackt, mit einem gemischten Salat drauf und einer dicken Knoblauchsauce oder einer auf Mayonnaise basierenden Tunke serviert. Das wird dann häufig im Gehen oder in Verkehrsmitteln gegessen, wobei der Konsument dabei eine Spur von Brotkrümeln, Salatresten und Fleischfasern hinter sich her zieht. Es gibt Varianten in Kalb oder gar Huhn oder Pute, häufig mit einem elektrischen Messer vom senkrechten Drehspieß eher herunter massakriert als geschnitten.

Angeblich ist der Döner, wie wir ihn kennen, Anfang der 1970er in Berlin entstanden. Das führt zurück in eine Zeit, als sogar ich den Döner gut fand.

Ich war Anfang der 70er mit E. zusammen, die Sprache und Kultur des vorderen Orients studierte, ein Fach, in dem man Türkisch, Farsi und Arabisch studierte, drei Sprachen, die null miteinander zu tun haben. Die Türkei war das nächste Land und da war es folgerichtig nahe liegend, dieses Land zu besuchen.

Also sammelten wir unser Erspartes zusammen und schwangen uns auf den Zug von Frankfurt nach Istanbul, Billigflieger gab es ja noch nicht. 50 Stunden dauerte die Fahrt damals, natürlich im Sitzwagen, alles andere wäre zu teuer gewesen. Und der Zug war schon damals nicht der neueste, in die Türkei setzte die Bundesbahn ihre ältesten Wagen ein, die Abteile hatten noch 8 Sitze, natürlich nicht verstellbar.

In der Türkei bewegten wir uns dann mit Linienbussen fort, übernachteten in Hotels zu 5 DM, natürlich ohne Bad und mit türkischem Hockklo auf dem Flur, in dem teilweise statt Toilettenpapier nur ein Wasserhahn und ein Lappen vorhanden war. Die Reise führte uns von Istanbul über Ankara und Konya nach Antalya und von dort, Luxus pur, auf einer 3-Tagesfahrt mit dem Postschiff nach Izmir (Vollpension und Fahrt für 50 DM). Von Izmir ging es dann mit dem Bus wieder zurück nach Istanbul.

Diese Etappe führte uns über Bursa, einer der alten Hauptstädte des Osmanischen Reiches (14. Jhdt.). Und hier hatte ich einen Iskenderli Kebap (oder auch Bursali Kebap), wie ich ihn seither vergeblich gesucht habe. Feines Dönerfleisch, natürlich vom Lamm, wie es sich gehört, mit Tomatensoße und geschmolzener Butter, dazu einen knackigen Salat, natürlich als Tellergericht, nicht im Brot. So habe ich das nie mehr gefunden und war natürlich für das heutige Fastfood verloren.

An diese Reise, an dieses Essen hat mich heute ein Artikel im SPON erinnert, der natürlich alle meine Vorurteile/Urteile bestätigte. Dort hieß es auch, was ich nicht wusste oder bestätigen kann, dass das Originalgericht aus dieser Stadt stammt. Im SPON heißt es:

“Aber bitte”, echauffiert sich Yavuz Iskenderoglu, “bitte vergleichen Sie nicht Döner in Deutschland mit Döner in der Türkei. Döner in Deutschland! Dieses tiefgefrorene Stück Fleisch, kurz angegrillt und belegt mit allerlei Schnickschnack an Salaten und Saucen. Also nein, so etwas gibt es bei uns nicht.”

Dem ist nichts hinzuzufügen.

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Thema: Rumpelkammer | 4 Kommentare