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Beiträge vom » Juli, 2007 «

Märchen

Dienstag, 31. Juli 2007 | Autor: Axel

Ja, ich gestehe es, ich habe mir eine Träne aus dem Augenwinkel gewischt, als ich zufällig auf dieses Video (unbedingt ansehen) bei Lanu traf, das Paul Potts beim britischen Wettbewerb “Britain’s Future Talent” traf.

Ein Mobilfunkverkäufer mit schiefen Zähnen, ohne Selbstbewusstsein, sagt einfach, er wolle Oper singen. Hat er gemacht! Er hat den Wettbewerb gewonnen, wird vor der Queen auftreten und einen Plattenvertrag hat er auch. Ein wirkliches modernes Märchen.

Hier sein Beitrag fürs Halbfinale:

Thema: Rumpelkammer | Ein Kommentar

Katzensprüche

Dienstag, 31. Juli 2007 | Autor: Axel

Zwei Katzen

Ich weiß nicht, ob Hanna wirklich so richtig für Katzen ist, ich bin es auf jeden Fall und will nun mal einige Gründe dafür aufzählen:

Einen Hund muss man halten, aber die Katze, die hält sich den Menschen, weil sie findet, dass ihre Leute recht nützliche Haustiere sind.
(George Mikes)

Ein Hund sitzt neben dir, während du arbeitest. Eine Katze sitzt auf deiner Arbeit.
(Pam Brown)

Wenn ich mit meiner Katze spiele, bin ich mir nie ganz sicher, ob nicht ich ihr Zeitvertreib bin. (Michael de Montaigne)

Katzen sitzen immer an der falschen Seite einer Tür. Läßt man sie raus, wollen sie rein – läßt man sie rein, wollen sie raus.

Hunde kommen, wenn sie gerufen werden. Katzen nehmen die Mitteilung zur Kenntnis und kommen gelegentlich darauf zurück.
(Mary Bly)

Ein Hund denkt: „ Sie füttern mich, sie pflegen mich, sie kümmern sich um mich … sie müssen Götter sein!“ Die Katze denkt: „Sie füttern mich, sie pflegen mich, sie kümmern sich um mich … ich muss eine Göttin sein!

Alle beide, Hund und Katze, sind reich an Tugenden und Talenten, doch der Hund hat ein Talent zu viel: er lässt sich dressieren. Und er hat eine Tugend zu wenig: Er ist ein Tier ohne Geheimnisse.
(Erich Kästner)

In den meisten Betten haben bis zu sechs Katzen Platz. OHNE den legitimen Besitzer bis zu zehn.
(Stephen Baker)

Gefunden auf: Katzenportal – Infos über Katze

Thema: Katzenhöhle | 2 Kommentare

Nochmal Essen

Dienstag, 31. Juli 2007 | Autor: Axel

Am Samstag hatten wir zwei gute Freunde zu Gast. Hanna war vorher einkaufen und hat (glücklicherweise) auf den norwegischen Farmlachs verzichtet und statt dessen ein schönes Steinbeißerfilet gekauft. Sie selbst hatte es noch nie gegessen, ich hatte ihr aber versichert, dass es die viel bessere Wahl war. Gedünstet auf dem Grill und serviert mit einem Salat in leichter Vinaigrette garniert mit Knoblauchblüten hat es absolut toll geschmeckt.

Natürlich hat der Fisch ein Stück mehr gekostet als der norwegische Hormonfisch, aber wenn man wirklich gutes Essen haben möchte, kann man das nicht vermeiden. Im Moment wird wieder über Lebensmittelpreise diskutiert, die Erhöhung von speziell Preisen für Milchprodukte oder auch Lebensmittel im Allgemeinen. Da sollte man sich klar machen, dass im Schnitt in Deutschland für Lebensmittel 8-9 Prozent des Einkommens ausgegeben werden, das lag in den 50er und 60er Jahren noch bei 25 %. Und es war auch in den letzten Jahren schon etwas teurer, gut zu essen, wie Don Alphonso am Beispiel von Käse deutlich macht.

Natürlich trifft eine Lebensmittelpreiserhöhung Hartz-IV-Empfänger überproportional, aber eine Erhöhung des Satzes ist wahrscheinlich sowieso angemessen. Und wer wirklich nicht auf gutes Essen Wert legt, bekommt sich auch anders satt (via Don Dahlmann).

Thema: Wohnzimmer | Beitrag kommentieren

Wieviel muss man über Essen und Trinken wissen?

Freitag, 27. Juli 2007 | Autor: Axel


Wieviel muss man über Essen und Trinken wissen, um als halbwegs gebildeter Mensch durchzugehen? Das ist eine schwierige Frage, und die Antwort hängt sehr von den sozio-kulturellen Umständen ab. In manchen Kreisen, in den gehobenen Ständen, wo sich die kulinarische Expertokratie breit gemacht hat, muss man heutzutage alle Risotto-Sorten nebst zugehörigen Anbaugebieten auseinander halten können, um überhaupt an den Tisch vorgelassen zu werden. In anderen Milieus reicht es dagegen, Fleisch und Fisch auf der Zunge grob unterscheiden zu können, und den Rest erledigt die Mikrowelle.

Mir sind, offen gestanden, beide Extreme ein Graus. Die ach so verfeinerten Super-Kenner gehen mir genauso auf die Nerven wie die besinnungslosen Dumpfheimer. Ich würde allerdings schon darauf beharren, dass ein paar Dinge des Essens zum Kanon der Allgemeinbildung gehören. Man kann von einem durchschnittlichen Mitteleuropäer erwarten, dass er die Grundtechniken der Essenszubereitung kennt. Man kann erwarten, dass er Fleischsorten auseinander halten kann, und dass er ein paar Fische mehr zu benennen weiß als nur den weißen, quadratischen namens “Schlemmerfilet bordelaise”.

Das kann ich eigentlich nur voll unterschreiben. Wer den ganzen Artikel lesen möchte, kann das im SPON tun.

Thema: Wohnzimmer | 3 Kommentare

Katzenweb

Donnerstag, 26. Juli 2007 | Autor: Axel

Seit unser Linus nachts streunt, fragen wir uns auch, was er so die ganze Zeit macht. Er kommt manchmal mit Blessuren zurück, scheint sich also zu balgen.

Angeblich ist das Leben von Katzen, die rausgehen, absolut langweilig. Manche Leute wollen es nämlich ganz genau wissen. Irgendwie ist das Einstellen von Filmen ins Netz schon recht, na sagen wir, extrem. Aber Katzenfilme (im Sinne von: Filme von Katzen), das ist irgendwie Web 2.0 pervers.

Thema: Katzenhöhle | 2 Kommentare

Kommentarspam

Mittwoch, 25. Juli 2007 | Autor: Axel

Im Dezember habe ich für den 10.000sten Besucher ein Essen ausgegeben, mittlerweile sind es über 20.000. Es gibt ein anderes Jubiläum auf diesem Blog, dass ich in keiner Weise feiern möchte und deswegen in der letzten Woche etwas ignoriert habe: seit der Umstellung dieses Blogs auf Wordpress Mitte August letzten Jahres sind hier über 5.000 Kommentar- und Trackbackspams versucht worden. Das sind ca. 450 im Monat oder 15 am Tag im Schnitt.

Es gibt Server, die, genauso wie andere die Email Postfächer vollmüllen, das Web durchsuchen nach Seiten, die Eingabeformulare haben, wie hier die Kommentare, besonders die Spezialform des Gästebuchs. Hier versuchen sie dann Einträge zu hinterlegen, die für Potenz- oder andere Arzneimittel werben, oder sie geben vor, unsere Webseite zu zitieren und dies durch einen sogenannten Trackback anzuzeigen. Am Anfang habe ich versucht, das zu verhindern durch eine Pflichtregistrierung zur Kommentierung, bin aber dann von Malda darauf hingewiesen worden, dass das sehr umständlich sei und auf SpamKarma aufmerksam gemacht worden. Dieses Plugin arbeitet sehr zuverlässig und hat bis jetzt alle legitimen Kommentare durchgelassen und allen Spam ausgefiltert.

Einen englischen Internetprovider lasse ich nicht mehr auf diese Seite, zu Hochzeiten hat der von zwei Servern alle 2-3 Stunden vier oder fünf Spams abgesetzt.

Den gut 5000 Werbemüllkommentaren stehen in der gleichen Zeit fast 600 legitime Kommentare gegenüber. Das sind auch immerhin mehr als anderthalb pro Tag, aber da könnten es durchaus ein wenig mehr sein. Traut Euch doch einfach, Eure spontanen Anmerkungen zu irgendwelchen Artikeln zu hinterlassen, es muss nichts Weltbewegendes sein, sondern können kleine spontane Gedanken sein.

Bein den Besucherzahlen werden übrigens die Spammer nicht mitgezählt, die Besucherzahlen, die der Counter anzeigt, sind nur halb so hoch, wie die Zahlen einschließlich Suchmaschinen und Spammer.

Thema: Hobbyraum | 3 Kommentare

Tour de Farce

Dienstag, 24. Juli 2007 | Autor: Axel

Das ganze Spektakel wird immer mehr zur Farce. Der zweimalige Etappengewinner Winokourow ist des Fremdblutdopings überführt worden. Das ganze Peloton ist offensichtlich eine Ansammlung von Dopingjunkies. Spät versuchen die Verantwortlichen zu reagieren und haben das komplette Astana-Team zum Rückzug von der Tour gezwungen. Ob das hilft?

Im Grunde kann es sein, dass die Tour damit zum Sterben verurteilt ist oder zum Randsportereignis verkommt. Allerdings ist das Ganze doch nicht so einfach, denn was in der ganzen Diskussion immer vergessen wird: im Grunde verantwortlich für diese Vorfälle ist letztendlich die Werbeindustrie. Denn um Produkte wie T-Mobile, Gerolsteiner, Milram und andere in das Bewusstsein der Verbraucher zu pauken, werden Millionen in das Sportsponsoring gesteckt. Und natürlich wollen die Protagonisten von diesem Geldregen soviel wie möglich einstecken, und wenn es mit unlauteren Mitteln ist.

Wer weiß, wie es in anderen Sportarten ist. Was würde passieren, wenn so etwas im Fussball aufgedeckt würde? Würden die Deutschen von ihrem liebsten Sport lassen? Man kann sich schon fragen, ob es noch medizinische Behandlung ist oder illegal, wenn Sportler mit schwersten Verletzungen schon nach ein paar Wochen wieder sportliche Höchstleistungen vollbringen.

Um sich die Größenordnungen mal vor Augen zu führen, ist die Sportvermarktungsfirma Sportfive ein ganz gutes Beispiel:

Die 2001 gegründete Sportfive mit Sitz in Hamburg und Paris rechnet in diesem Jahr mit einem Umsatz von 526 Millionen Euro und einem Brutto-Ergebnis von 85 Millionen Euro vor Steuern und Abschreibungen (EBITDA).

(Die genannte Umsatzzahl gilt für 2006, laut SPON).

All diese Umsätze kommen mehr oder weniger indirekt aus den Werbetöpfen globaler und regionaler Firmen. Und alles setzt darauf, dass sich die Konsumenten halt davon beeindrucken lassen, dass Kahn mit T-Mobile telefoniert oder HSV-Anhänger besonders gerne mit Emirates fliegen ;)

Im Grunde sind also letztlich wir als “unmündige” Verbraucher indirekt verantwortlich für diese Dopingpraktiken. Wir wollen halt unsere Unterhaltung und nehmen die Werbung nicht nur in Kauf, sondern lassen uns auch von all dem Sponsoring beeindrucken. Insofern sind wir nicht viel anders als die Leute im antiken Rom. Die amüsierten sich mit den Gladiatoren, die vielleicht vom Löwen zerrissen wurden. Wir schauen Tour de France und nehmen es halt in Kauf, dass jemand vom Rad fällt und an Dopingfolgen stirbt. Egal, Hauptsache wir amüsieren uns.

Thema: Rumpelkammer | Ein Kommentar

Schnitzeljagd durch Friedrichshain

Dienstag, 24. Juli 2007 | Autor: Axel

Am Samstag, 28. Juli 2007, findet eine Art Schnitzeljagd durch Friedrichshain. 12 Locations (Kneipen, Restaurants, Läden, Dienstleister) bieten den ganzen Tag Programm, danach geht es in die Strandbar an der Modersohnbrücke mit Tombola. Der Tag klingt dann aus mit einer Party. Schnitzeljagd insofern, als diejenigen, die Stempel von 5 der 12 Locations gesammelt haben, an der Tombola teilnehmen.

Mehr dazu findet sich bei Best of Friedrichshain.

Thema: Vorgarten | Ein Kommentar

Zauberei

Montag, 23. Juli 2007 | Autor: Axel

Alle reden im Moment vom letzten Harry-Potter-Band, es gibt falsche (oder vielleicht auch echte) Meldungen, wie es ausgeht, Leute vergraben sich am Wochenende, um den Freitag Nacht für den Verkauf freigegebenen siebten Band auf Englisch zu lesen.

Ich muss gestehen, ich habe noch keinen einzigen Harry Potter gelesen, auch wenn ich den einen oder anderen Film schon gesehen habe. Das hat nichts damit zu tun, dass ich solche “Kinderbücher” nicht mag. Der erste Band war ja so etwas wie ein Geheimtipp, der erst langsam populär wurde und ins Gespräch kam. Als ich darauf aufmerksam wurde, hätte ich mir das Buch vielleicht sogar besorgt. Da hat dann Frau Rowling aber einen entscheidenden Fehler gemacht, was meine Wenigkeit betrifft: sie erklärte, dass es sieben Bände geben wird.

So etwas kann ich nun wirklich nicht leiden, Band nach Band zu lesen und dann auf den nächsten warten, der dann irgendwann mal kommt. Auch “The Lord of the Rings” habe ich als Taschenbuchkassette mit allen Bänden gekauft und konnte die Geschichte dann in aller Ruhe hintereinander weglesen.

Und so habe ich es mir damals auch vorgenommen: ich werde abwarten, bis alle 7 Bände als Taschenbuchausgabe erschienen sind, natürlich in Englisch, und sie dann in meinem gemütlichen Rhythmus lesen, ohne an Autoren- oder Verlagsvorgaben gebunden zu sein.

Allzu lange muss ich nicht mehr warten, ich schätze, es wird in 7 oder 8 Monaten so weit sein.

Thema: Rumpelkammer | 3 Kommentare

Wochenschnipsel

Freitag, 20. Juli 2007 | Autor: Axel

Doping. Jahrelang haben die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender das Dopingsystem im Radsport nicht nur toleriert, sondern im Fall der ARD als Sponsor sogar aktiv unterstützt, ARD-Journalisten haben eine Ulrich-Biografie verfasst und ihm große Honorare gezahlt. Und jetzt nach Bekanntgabe eines Dopingfalls schreien sie auf und steigen aus der Berichterstattung aus. Und Eurosport, ein Tochtersender des staatlichen französischen TF1 sendet weiter… Naja, Sat1 ist ja dann schnell in die Lücke gesprungen. Und die Politiker heulen auf.
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Sat1. Apropos Sat1. Wieder haben die Politiker aufgeschrien, als Sat1 von einem Tag auf den anderen ein Paar Nachrichten eingestellt haben. Was für Nachrichten das waren, kann man in den Blogs nachlesen. Heuschrecken wollen halt eine Rendite von 30% erreichen.
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Nochmal Medien. Die Netzeitung, die sich stolz die “einzige Tageszeitung, die exklusiv im Netz erscheint” nennt, will umstrukturieren und die klassischen Ressorts abschaffen. Das klingt aber gar nicht mehr wie eine Tageszeitung!
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Jusos. Das sind halt doch Opportunisten, sie übernehmen die Schäubleaktion aus den Blogs und geben sie als ihre eigene aus.
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Daumen drücken. Morgen spielt der HSV in Moldawien im UI-Cup. Hoffentlich wird der Saisonstart besser als der im letzten Jahr! Wie sich die Zeiten übrigens ändern: Vor einem Jahr war Thomas Doll absolut hochgejubelt und heute wird sein Nachfolger, Huub Stevens, als eine der besten Verpflichtungen der letzten 10 Jahre gefeiert. Abwarten.

Thema: Rumpelkammer | Beitrag kommentieren

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