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Sonntag, ein Sonnentag

Sonntag, 30. September 2007 | Autor:

Hanna am Meer

Der Regen hat sich wieder verzogen, der Himmel strahlt. Heute wollte ich mal einen Besuch an der Stelle machen, an der ich das erste Mal (damals mit A.) in Conil eintraf. Wir fuhren also raus zum Hotel Flamenco. Auch dort hat sich allerhand getan, zwar liefen noch Kellner rum, die ich zu kennen glaubte von vor 10 Jahren, aber das Hotel hat mittlerweile Hallenbad. Eigentlich wollte ich auf der Hotelterrasse etwas trinken, aber die Atmosphäre wirkte so irreal, so zombiehaft, dass wir davon Abstand nahmen.

Strand in Conil

Wir versuchten es noch etwas weiter, aber dort war das Restaurant zu fein, auch wenn man vor dem Restaurant einen wunderschönen Blick hat auf einen der schönsten Strände Europas, wie ich sicher behaupten kann. Am Ende landeten wir in einem lebhaften Strandrestaurant, in dem spanische Großfamilien ihr sonntägliches Sippenessen zu sich nahmen, vom Enkel bis zum kaum gehfähigen Großvater.

Paella

Hier genossen wir dann die unvermeidliche Paella, ohne die ein Spanienurlaub nicht als komplett zu gelten hat.

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Andalusische Pferde

Sonntag, 30. September 2007 | Autor:

Bei Spanien und Tieren habe ich immer leichte Bedenken, weil ich schon ziemlich viel gequälte Kreaturen dort gesehen habe. Wir haben ja das Glück, in der absoluten Tourismushöhepunktwoche hier zu sein, und die wohl spektakulärste Veranstaltung fand nun gestern Abend statt, ein Reiterspektakel. Natürlich weiß man, dass die Spanische Hofreitschule in Wien ihr Vorbild in Spanien und offensichtlich ist Andalusien die Wiege dieser barocken Reiterei.

Aufstand

Es wurde für dörfliche Verhältnisse eine erstaunliche Vielfalt von der Arbeit mit Pferden, das heißt, Kutsche, Arbeit an der Hand (Doppellonge), Pferde, die zur Arbeit mit Stieren und Kühen benutzt werden, eine Dressurvorführung und ein Pas de Deux von Reitern vorgeführt. Die Untermalung mit andalusischer Musik und sehr lebendigen Zuschauern machte das Ganze mehr zu einem Volksfest als zu einer Touristenveranstaltung.

Im Einzelnen waren die Vorführungen der Reitervereinigung Conil sehr professionell und schon bei dem ersten Pas de Deux von zwei wunderschönen andalusischen Grauschimmelhengsten kamen mir die Tränen. Irgendwie hüpften da auch oft junge Spanierinnen zwischen den Pferden herum, aber die fanden nicht wirklich meine Beachtung.

Flamenco Pferd 1

Sehr fröhlich gingen wir nach zwei Stunden nach draußen. Da die Pferde noch nicht verladen waren und auf dem Parkplatz vor dem Zelt standen, musste ich natürlich sofort dort hin. Und siehe da, meine Vorurteile wurden mal wieder bestätigt. Aus der Nähe betrachtet waren die Pferde viel, viel kleiner als sie im Viereck wirkten, die kleinen spanischen Männer machten sie halt relativ größer. Und das Pferd, das für die Arbeit auf der Weide trainiert war, hatte unter dem Zaumzeug zwei riesengroße Scheuerwunden. Das Zaumzeug war so knallhart, dass Leder wahrscheinlich seit Jahren nicht mehr geputzt, dass das Pferd diese Wunden wohl weiter behalten wird.

Heute wollen wir uns noch einen Reitstall ansehen, denn diese endlosen Strände reizen jeden Reiter, einmal dort entlang zu galoppieren. Aber dann natürlich auch mit ein bisschen festeren Hosen, und außerdem möchte ich mir die Pferde erst anschauen. Denn ich könnte es nicht ertragen zu wissen, dass das Pferd Schmerzen hat, wenn ich es reite.

Nachtrag: Wir haben uns den empfohlenen Reiterhof angesehen und sind, ohne überhaupt auszusteigen, wieder weggefahren. Alle Pferde sahen aus, als ob sie Rosinante (Don Quixote) hießen. Nein Danke!

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In ihrem Element

Samstag, 29. September 2007 | Autor:

Hanna als Hobby(Dach-)gärtnerin kann sich gar nicht so richtig satt sehen an all den Pflanzen die es hier gibt, und ich komme gar nicht so richtig mit all die botanischen Besonderheiten zu fotografieren, die sie fotografiert haben möchte. Auf der Fahrt nach Cadiz meinte sie, eine Gegend, in der Oleander wie Unkraut auf dem Mittelstreifen der Autobahn wuchert, kann doch gar nicht zu schlecht sein, um dort zu leben.

Baum in Cadiz

Oben steht Hanna vor einem uralten Baum, von dem wir nicht wissen, was es für einer ist und von dem es zwei gab auf den alten Befestigungsmauern der Stadt.

Hibiskus

Die Hibiskusblüten hier in Südspanien können einen Durchmesser von etwa 25 cm erreichen, nicht eine Blüte, sondern gleich mehrere.

Barockgarten

Und so nebenbei findet man dann noch Barockgärten mit kunstvoll in Spiralen geschnittenen Bäumen, sorgfältig angelegt und durchaus beliebt für einen samstäglichen Familienspaziergang.

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Cadiz

Samstag, 29. September 2007 | Autor:

Heute haben wir einen Ausflug nach Cadiz gemacht, bei dem wir sicher nicht so viel sehen konnten, wie es zu sehen gab. Es war immer noch regnerisch und so mussten wir zwischenzeitlich immer wieder Schutz suchen.

Befestigung Cadiz

Cadiz liegt auf einer Landzunge und war einmal eine der am besten befestigten Städte Spaniens. Ein Schutzwall läuft rings um die Altstadt. Drinnen liegen kleine Gassen und schöne Plätze, einen Eindruck werde ich dann geben, wenn ich unseren Urlaubsfilm fertig gestellt habe.

Gasse Cadiz

Außerhalb der Stadtmauern in der “Neustadt” hat Cadiz einen der sicher schönsten Stadtstrände in Europa, feiner Sandstrand, der sich über Kilometer hinzieht. Ein schöner Auslug trotz des Wetters. Auf dem Rückweg haben wir übrigens Tourismus angeschaut wie er uns abschreckt, der Strand La Barossa (Novo Sancti Petri) ist so etwas wie ein Ostseebad auf Spanisch, in den Katalogen aller Reiseveranstalter zu finden und nicht zu empfehlen. Ich war da ein paar Mal, da war es noch sehr beschaulich und übersichtlich, jetzt wimmelt es von Hotels und Ferienhäusern. An der Grenze zur Stadtverwaltung von Conil ist dann aber urplötzlich Schluss.

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Regentag

Samstag, 29. September 2007 | Autor:

Wie gut, dass wir nicht unbedingt alle Sehenswürdigkeiten abhaken müssen und uns auch so einfach treiben lassen können. Gestern am Freitag ergab sich der Ruhetag wie von selbst, da es ein wenig regnerisch war. Regen heißt hier zur Zeit, dass es bewölkt ist, zwischendurch mal einen Schauer gibt, dass die Temperaturen aber trotzdem deutlich über 20 Grad liegen.

Restaurant im Patio

Deswegen haben wir es uns auch gegönnt, am Abend bei der immer noch milden Luft in einem Restaurant in einem der Patios essen zu gehen, als Vorspeise Gambas in Knoblauch und ich Tintenfisch auf galizische Art und als Hauptgang einen einfach gegrillten Fisch, einen Bocinegro, wie immer der auch auf Deutsch genannt wird (wenn er denn einen deutschen Namen hat).

Am Nachbartisch saßen Schwaben, mit denen wir ins Gespräch kamen, und als wir erfuhren, dass sie sie aus Aalen waren, gab es bei Hanna kein Halten mehr, sie kramte Erinnerungen aus den Sechzigern hervor, als ihre Schwester und ihr Schwager in oder bei Aalen wohnte und Hanna häufig ihre Ferien dort verbrachte. Es kamen Erinnerungen hoch an Häuser und Gebäude, die es heute so vielleicht gar nicht mehr gibt, aber zumindest Gesprächsstoff lieferten.

Heute morgen war dann die Luft klar nach dem Regen, die Stadt in ein schönes Licht getaucht. Am Sonnabend beginnt das Leben offensichtlich ein wenig später als in der Woche, Hanna wollte Brötchen holen und die zwei Bäckereien, die sie kannte, waren noch geschlossen, sie kam mit leeren Händen wieder zurück und schickte mich los. Ich fand dann die Brötchen sogar ziemlich nahe an unserem Apartment und schoss nebenbei dieses Foto von der Calle Cadiz, in der unser Patio liegt. Die Tür rechts in der weißen Mauer führt übrigens dort hinein.

Calle Cadiz am Morgen

Heute ist dann Kochen angesagt, wir waren auf dem Markt und ich habe ein Paar Schweinekoteletts besorgt. Es ging nach Nummern, die man ziehen musste wie auf einem deutschen Amt, und der Schlachter war so beliebt, dass die Nummer 98 gerade bedient wurde, als ich die (1)08 zog. Es waren zwei Verkäufer da, aber nur einer durfte schneiden und das tat er sehr liebevoll und professionell. Und offensichtlich essen die Spanier viel Fleisch oder kaufen am Samstag für ein paar Tage, denn kaum einer ging weg, ohne mindestens fünf Sorten Fleisch gekauft zu haben, alles feinstens geschnitten.

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Hinterland, Geschichte und Meer

Donnerstag, 27. September 2007 | Autor:

Eigentlich wollten wir heute nach Jerez fahren, eine Bodega und die spanische Hofreitschule besichtigen. Hanna hatte aber letzte Nacht schlecht geschlafen, einerseits, weil sie ein Buch zu Ende lesen wollte, was sie bis halb drei noch nicht geschafft hatte, als ich einmal wach wurde. Zum anderen macht sie sich aber auch viele Gedanken über unseren abgängigen Linus und die wenigen Chancen, die er hat, wieder in die Wohnung zu kommen. Noch in der Nacht sagte ich ihr, dass wir nicht nach Jerez fahren, und das war auch ganz richtig, bis zwölf war Schlafen angesagt (mit Unterbrechungen zwischendurch). Auch wenn Hannas Rücken noch spürbar war (sie meinte, das sei psychosomatisch wegen der Gedanken um Linus), beschlossen wir dann, eine kleine Tour durch das Hinterland von Conil zu machen.

Medina Sidonia

Wir fuhren zunächst durch immer lieblicher werdende Hügellandschaften, zur Zeit grau bis braun, da die Ernte eingefahren ist und die nächste Saat vorbereitet wird. Rinderherden weiden hier auf großzügigen Grundstücken, immer mal wieder sind prächtige Haciendas zu sehen. Auch die Kühe haben spitze Hörner wie Stierkampfstiere und Hanna meinte, sie müssten ja die Fähigkeiten ihren Nachkommen weiter vermitteln.

Kirche In Medina Sidonia

Dann kamen wir nach Medina Sidonia, eines dieser weißen Dörfer (Pueblos Blancos), die so typisch sind für Andalusien. Medina Sidonia hat offensichtlich eine lange Geschichte, die bis auf die Römer zurück geht (es gibt eine römische Ausgrabungsstätte), und doch ist es eine lebendige kleine Stadt, die trotz ihrer Schönheiten kaum Tourismus aufzuweisen hat, bis auf die Deutschen, die in Andalusien überall zu treffen sind, aber zum Glück nicht als Busladungen vorkommen. Typisch sind zweistöckige Häuser mit kleinen vergitterten Erkern, die den islamischen Häusern ähneln. In diesen Häusern haben die verschleierten Frauen durch die Gitter der Erker die notwendigen Waren für den täglichen Bedarf von fliegenden Händlern gekauft. Das wirkt in der Architektur nach, auch wenn die Häuser sicher nach der maurischen Zeit gebaut waren.

Tapas

Auf dem zentralen Platz von Medina leisteten wir uns eine gemischte Tapasplatte für zwei, bestehend aus gebratenener Leber, kalt in einer Vinaigrette mit Zwiebeln (eine Entdeckung!), einem wunderbaren Kartoffelsalat, dem üblichen Stück Tortilla und dem am wenigsten ansprechenden Teil, einem Blätterteig gefüllt offensichtlich mit einer Tomaten-Thunfisch-Paste, was warm sicher viel ansprechender gewesen wäre. Hanna trank dazu ihre zwei Finos, während ich eine Caña trank, ein kleines eisgekühltes spanisches Bier (Hannas Wort dafür war in einem der vorhergehenden Artikel zu lesen).

Kap Trafalgar

Weiter ging es dann an einem anderen weißen Dorf vorbei (Vejer de la Frontera) in Richtung Meer. Da ich eine bestimmte Straße suchte, führte uns der nicht gepflasterte Weg durch die Sozialbauviertel von Barbate, bis ich schließlich die gesuchte Straße fand. Sie führte uns durch ein Naturschutzgebiet mit ausgedehnten Nadelholzwäldern schließlich an das Cabo de Trafalgar, das Kap Trafalgar, vor dem Napoleon seine schwere Niederlage gegen die von Admiral Nelson geführte Flotte erlitt. Am Meer entlang ging es dann gemütlich zurück nach Conil.

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Fishing

Donnerstag, 27. September 2007 | Autor:

Conil

(not for compliments… ;) ) aber nach neuen Erfahrungen, Gerüche, Geschmacksrichtungen und Authentischem. So versuchten wir heute morgen die Markthalle zu finden. Sie sah von der Seite, von der wir kamen, sehr geschlossen aus. Auch die Nachfrage bei einer sehr netten Spanierin kam bei Hanna so an, dass sie heute zu hätte, aber aber sonst immer offen wäre. Was haben wir daraus gelernt? Ein Spanier gibt immer eine Antwort, selbst wenn es die falsche ist (oder man sie falsch versteht?). Also schnell noch improvisiert, eine Avocado kaufen und einen anderen Rückweg wählen als den Hinweg.

Markthalle Conil

Und siehe da, Axel entdeckte es, die Stände in der Markthalle waren zwar in geringem Umfang, aber dennoch besetzt. Also hinein! Es gab zwei Stände mit Fleisch, einer davon sah sehr gut aus, und mindestens 6 Stände mit Fisch. Todesmutig kauften wir ein Fischfilet, das noch gerade an die Abmessungen unserer Pfanne angepasst werden konnte und dann beobachteten wir einen Mann, der sich einen Fino an einem Schinkenstand holte, ein gefundenes Fressen für uns Touristen. Also schnell zwei Finos bestellt (zum Glück hatten wir das Auto stehen lassen) und dazu eine Portion Schinken (als Tapas). Wir saßen schon auf den kleinen Hockern an den zu Tischen umfunktionierten Weinfässern, kam die Verkäuferin schnell hinter dem Stand hervor und brachte uns eine Tapas mit sauer eingelegten Saubohnen, die kleinen getrockneten spanischen Brotstücke hatten wir schon vorher bekommen. Der zweite Fino wurde dann mit einheimischen Käse verspeist.

Langsam wanderten wir dann mit unseren Einkäufen nach Hause, aßen die Avocado in puristischer Manier mit ein Paar Oliven und Tomaten und hielten dann die ortsangebrachte Siesta.

Hanna macht Mittagessen

Gestern Nachmittag fanden wir dann glücklicherweise ein Internetcafé mit WLAN und luden unsere ersten Berichte auf den Blog. Und dann gab es dann den ersten Fisch, auch wieder ganz puristisch gebraten mit Olivenöl und gesalzener Butter, etwas Limettensaft und dazu ein Stück Brot. Es war eine der schönsten Köstlichkeiten, die man überhaupt am Meer essen kann. Es lebe der Purismus, einfach aber gut.

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Enttäuschung

Donnerstag, 27. September 2007 | Autor:

Ja, ich muss sagen, ich bin ein wenig enttäuscht. Während unserer bisherigen Urlaubsreisen war das Wohnungs- und Katzensitting auf eine (zugegeben) für uns sehr angenehme Weise organisiert. Aber diesmal ist es, wie ich höre, anders.

Mir fallen auf Anhieb viele Gründe ein, warum es nicht mehr so geht wie vorher, das kann es also nicht sein. Enttäuscht bin ich, weil man mir vorher nicht gesagt hat, dass es nicht so geht aus diesen und jenen Gründen, man wolle es jetzt so oder so machen, ob das ok sei.

Dann hätte ich die Chance gehabt, nach Alternativen zu schauen (oder auch nicht). So hatte ich diese Chance nicht.

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EA!

Mittwoch, 26. September 2007 | Autor:

Die schönsten Sachen im Urlaub sind häufig die unerwarteten. Gestern war ich auf der Touristeninformation, um einige Erkundigungen einzuziehen, da wies man mich hin auf eine Veranstaltung am Abend um 22 Uhr, ein Konzert.

Zur Zeit findet in Conil die Woche des Tourismus statt im Zusammenhang mit dem Welttag des Tourismus morgen am 27. September, der offensichtlich von den Vereinten Nationen ausgerufen wurde. Das Konzert gestern abend war im Prospekt als Flamencokonzert ausgewiesen, ohne den Namen der Mitwirkenden. Das reizt natürlich nicht erstmal so ganz, weil der wöchentliche Flamenco zum Standardprogramm jedes Neckermannhotels dieser Gegend gehört. Aber die nette Frau in der Touristeninformation sprach so überzeugend von einer sehr guten Gruppe, “weniger Tanz und mehr Musik”, dass ich dann doch meinte, wir sollten dorthin gehen.

22 Uhr ist ein Standardbeginn für Veranstaltungen in Spanien, eher früh (ich habe schon Flamenco gesehen, der um 0:30 Uhr begann). Ein lauer Abend im Freien am Torre Guzman, einem alten Turm, um den im Scheinwerferlicht die Fledermäuse ein Mottenfestmahl veranstalteten. Die Ansagerin kündigte die Gruppe EA! (erschlossen aus Ansage und der Aufschrift auf einem T-Shirt des akustischen Gitarristen) an und nannte die Musikrichtung “Flamenco Fusion”, wenn ich es mit meinen wenigen Spanischkenntnissen richtig verstanden habe. Und es war eine Fusion von Musikelementen, Flamenco gemischt mit spanischer Schlagermusik und lateinamerikanischen Elementen, geprägt von einer ausdrucksstarken Sängerin und einem sehr guten Flötisten, der in vielen Passagen an Ian Anderson von Jethro Tull erinnerte.

Das Video gibt einen kleinen Eindruck von der Musik, beschränkt durch die Aufnahmekapzität des Mikrofons und der Notwendigkeit, die Speicherkapazität auf ein erträgliches Maß zu reduzieren.


Link: sevenload.com

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Nichts, wie es war, und doch alles gleich

Mittwoch, 26. September 2007 | Autor:

Ein wenig war ich schon gespannt, wie der Ort und die Urlaubsgegend wirken würden, wenn ich beide nach ungefähr 10 Jahren wieder sehen würde. Und es ist mit einem Lied von Georges Moustaki am besten zu beschreiben:

Rien n'a changé et pourtant tout est différent
Rien n'est pareil et pourtant tout est comme avant

In schneller Übersetzung heißt das:

Nichts hat sich geändert und doch ist alles anders
Nichts mehr so wie es war und doch alles so wie früher.

Bei Moustaki ist das ein Liebeslied und irgendwie passt es. Ich lese es als Liebeslied, mein Liebeslied an die Gegend und speziell auch den Ort. Wie eine alte Liebe verändert er sich, aber was bleibt, ist die Zuneigung. Ich denke, ich komme wieder!

Letztes Jahr hatte ich noch die Bedenken, meiner Ex Unrecht zu tun, indem ich mit Hanna hierher komme. Das ist vorbei, meine Ex hatte immer so komische Tricks, einem ein schlechtes Gewissen einzureden, aber das hat sie selbst in diesem Frühjahr überzogen, seitdem ist es vorbei. Jetzt habe ich erkannt, dass Andalusien MEIN Reiseziel ist, auch mit der Ex bin ich das erste Mal hierher gefahren, weil es MEIN Herzenswunsch war.

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