Japan in Torremolinos

Unser Flug ging nach Malaga, von wo wir noch eine 2-3-stündige Fahrt zu unserem endgültigen Urlaubsort vor uns hatten. Da die planmäßige Ankunft erst um 20:30 Uhr war, schien es aussichtslos, direkt weiter zu fahren und dann noch die Schlüssel zum Appartment in Empfang zu nehmen. Also hatte Axel ein Hotel gebucht für eine Übernachtung, nicht weit vom Flughafen Malaga, in einem klassischen Touristenort: Torremolinos.

Schon bei der Ankunft spürten wir das warme Wetter, mit dem wir Berlin verlassen hatten und das uns hier wieder herzlich in Empfang nahm. Es war allerdings schon dunkel, als wir schließlich mit dem Mietwagen die Garage des Flughafens Malaga verließen. Es sollten eigentlich nur 9 km zum Hotel sein, aber unsere gemeinsame Ungeduld, Google-Maps zwar zu lesen, aber die Entfernungsanzeigen nicht so richtig wahrzunehmen, verführte uns dazu, viel zu früh abzubiegen und in den vor Leben tobenden Gassen von Torremolinos zu landen. Leider waren diese nicht unser Ziel.

Futon

Nach dem dritten Ansatz, den Weg zum gebuchten Hotel zu finden – kein auf der Straße befragter Spanier kannten die gesuchte Straße oder das Hotel -, baten wir schließlich einen Taxifahrer, uns zum Hotel zu leiten. Und da war es dann, das erste Highlight unseres Urlaubs: wir waren in Japan. Wir wurden gebeten vor Betreten des Zimmers die Schuhe auszuziehen und dass es eine japanische Badewanne gäbe.

Badewanne

Es war alles perfekt, der Kimono im Wandschrank, ein Badezimmer fast so groß wie der eigentliche Hotelraum, die vorgesetzten Innenfenster mit Reispapier, der Futon auf einer kleinen Empore als Mittelpunkt des Zimmers, im Hintergrund die Vase mit den Lilien, daneben japanische Kalligraphien auf einer Bambusrolle und last, but not least, die Sessel, mit 15 cm hohen Beinen. Und um das Bild abzurunden, war sogar der Wecker auf japanische Zeit eingestellt. Auf dem kleinen Balkon konnten wir rauchen und um nichts in der Welt hätten wir die Sauberkeit des Zimmers durch einen Aschenkrümel verunstalten wollen.

Kalligraphie

Es war schon zu spät, um ein japanisches Essen im Hotelrestaurant einzunehmen, also liefen wir hinunter zum Strand, fanden dort ein 08/15-Touristenrestaurant, in dem wir mehr schlecht als recht unsere erste Gazpacho und Lammkoteletts aßen. Der Aufstieg zurück zum Hotel machte dann den Süden schon recht deutlich: riesige Hibiskusbüsche in vielerlei Farben, Bougainvilleas, Wandelröschen und Schirmpinien ragten über die weißen Mauern der Grundstücke und die Zikaden gaben ihr Abendkonzert.

Garten

Es schläft sich fantastisch auf so einem Futon, obwohl Axels Kissen offensichtlich mit ihm über die Lage diskutieren musste. Der Sonnenball am Morgen war genauso rot wie auf der japanischen Nationalflagge. Und da entdeckten wir ihn vom Balkon aus: einen kleinen japanischen Garten mit Kies, vielen Kerzen und Bambus sowie einem kleinen Altar. Beim Frühstück, das außergewöhnlich gut war, sahen wir dann die Präzision, für die die Japaner berühmt sind, der Rasen neben der Terrasse sah aus wie mit der Nagelschere geschnitten. Wir haben uns mit vielen freundlichen Verbeugungen auf den Weg zum Atlantik gemacht und können allen, die jemals in der Bettenburgstadt Torremolinos eine Oase der anderen Art suchen, dieses Hotel wärmstens empfehlen.

Sonnenaufgang

Hotel La Luna Blanca zu buchen über den Hotel Reservation Service.

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