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Beiträge vom » September, 2007 «

Pueblos Blancos

Mittwoch, 26. September 2007 | Autor:

Erst ging es eine ganze Weile die Autobahn entlang und dann, so gegen zwölf, fuhren wir, den letzten großen Industrieort Algeciras hinter uns lassend, das erste Mal direkt ans Meer in eines der alten Dörfer, deren Namen mir Axel erst nannte, als wir direkt davor standen, Pueblos Blancos. Der Ort war Zahara de los Atunes und wir fanden eine kleine einfache Kneipe direkt am Meer, mit einem Ausblick, der über Kilometer ging.

Strand

Und dann sieht man sie, die weißen an die Hügel geklebten schwalbennestartigen Dörfer, lauter kleine Schachteln und Kästen, die scheinbar ohne Straßen dazwischen durcheinander gewürfelt aufeinander stehen, als ob es kein System gäbe. Keine Bettenburgen, sondern Kästchen, die aus einem Zimmer zu bestehen scheinen.

Strandbar

Ich trank meinen ersten “Fino”, Axel nur spanisches “Pferdepisse”bier, wir aßen eingelegten Knoblauch und Oliven, einen Salat, gegrillte Boquerones und gegrillten Thunfisch. Wärme und Wind, Sonne und Salzgeschmack auf den Lippen. Der Urlaub hat angefangen.

Der Urlaub in Andalusien hatte natürlich angefangen. Das heißt, hier wird bei 30 Grad Mittagstemperatur natürlich trotz EU-Mitgliedschaft noch nicht gearbeitet, die Siesta ist heilig, und wir tumben Toren wollten doch tatsächlich um 3 Uhr nachmittags schon den Schlüssel zum Appartement haben. Nun ja, stattdessen anderer Strand, andere Kneipe, anderer Salat, anderes Getränk. Köstlich, aber wir konnten nichts mehr essen. Wieder ein endloser Strand, eine gelassene Ruhe, die wir am Mittelmeer bestimmt nicht hätten finden können. Der Atlantik ist hier türkis.

Calle Cadiz Conil

Dann endlich unsere Wohnung. Genau in so einem kleinen Kasten, der diesmal die Größe von zwei Zimmern hat, in einer kleinen Gasse, verschachtelt und eng an das Nebenhaus geschmiegt, so eng an einigen Stellen, das wir dem Nachbarn die Hand geben könnten. Aber weiß und kühl, und schon habe ich meinen Lieblingsplatz gefunden: einen kleinen Gitterrostbalkon mit Durchblick auf die Gasse, umgeben von der schattigen Kühle des Hauses und trotzdem wie eine kleine Neugierde den Blick auf die Straße und ihre Geräusche ermöglichend.

Patio Calle Cadiz 7

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Japan in Torremolinos

Mittwoch, 26. September 2007 | Autor:

Unser Flug ging nach Malaga, von wo wir noch eine 2-3-stündige Fahrt zu unserem endgültigen Urlaubsort vor uns hatten. Da die planmäßige Ankunft erst um 20:30 Uhr war, schien es aussichtslos, direkt weiter zu fahren und dann noch die Schlüssel zum Appartment in Empfang zu nehmen. Also hatte Axel ein Hotel gebucht für eine Übernachtung, nicht weit vom Flughafen Malaga, in einem klassischen Touristenort: Torremolinos.

Schon bei der Ankunft spürten wir das warme Wetter, mit dem wir Berlin verlassen hatten und das uns hier wieder herzlich in Empfang nahm. Es war allerdings schon dunkel, als wir schließlich mit dem Mietwagen die Garage des Flughafens Malaga verließen. Es sollten eigentlich nur 9 km zum Hotel sein, aber unsere gemeinsame Ungeduld, Google-Maps zwar zu lesen, aber die Entfernungsanzeigen nicht so richtig wahrzunehmen, verführte uns dazu, viel zu früh abzubiegen und in den vor Leben tobenden Gassen von Torremolinos zu landen. Leider waren diese nicht unser Ziel.

Futon

Nach dem dritten Ansatz, den Weg zum gebuchten Hotel zu finden – kein auf der Straße befragter Spanier kannten die gesuchte Straße oder das Hotel -, baten wir schließlich einen Taxifahrer, uns zum Hotel zu leiten. Und da war es dann, das erste Highlight unseres Urlaubs: wir waren in Japan. Wir wurden gebeten vor Betreten des Zimmers die Schuhe auszuziehen und dass es eine japanische Badewanne gäbe.

Badewanne

Es war alles perfekt, der Kimono im Wandschrank, ein Badezimmer fast so groß wie der eigentliche Hotelraum, die vorgesetzten Innenfenster mit Reispapier, der Futon auf einer kleinen Empore als Mittelpunkt des Zimmers, im Hintergrund die Vase mit den Lilien, daneben japanische Kalligraphien auf einer Bambusrolle und last, but not least, die Sessel, mit 15 cm hohen Beinen. Und um das Bild abzurunden, war sogar der Wecker auf japanische Zeit eingestellt. Auf dem kleinen Balkon konnten wir rauchen und um nichts in der Welt hätten wir die Sauberkeit des Zimmers durch einen Aschenkrümel verunstalten wollen.

Kalligraphie

Es war schon zu spät, um ein japanisches Essen im Hotelrestaurant einzunehmen, also liefen wir hinunter zum Strand, fanden dort ein 08/15-Touristenrestaurant, in dem wir mehr schlecht als recht unsere erste Gazpacho und Lammkoteletts aßen. Der Aufstieg zurück zum Hotel machte dann den Süden schon recht deutlich: riesige Hibiskusbüsche in vielerlei Farben, Bougainvilleas, Wandelröschen und Schirmpinien ragten über die weißen Mauern der Grundstücke und die Zikaden gaben ihr Abendkonzert.

Garten

Es schläft sich fantastisch auf so einem Futon, obwohl Axels Kissen offensichtlich mit ihm über die Lage diskutieren musste. Der Sonnenball am Morgen war genauso rot wie auf der japanischen Nationalflagge. Und da entdeckten wir ihn vom Balkon aus: einen kleinen japanischen Garten mit Kies, vielen Kerzen und Bambus sowie einem kleinen Altar. Beim Frühstück, das außergewöhnlich gut war, sahen wir dann die Präzision, für die die Japaner berühmt sind, der Rasen neben der Terrasse sah aus wie mit der Nagelschere geschnitten. Wir haben uns mit vielen freundlichen Verbeugungen auf den Weg zum Atlantik gemacht und können allen, die jemals in der Bettenburgstadt Torremolinos eine Oase der anderen Art suchen, dieses Hotel wärmstens empfehlen.

Sonnenaufgang

Hotel La Luna Blanca zu buchen über den Hotel Reservation Service.

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Erwartungsfroh

Sonntag, 23. September 2007 | Autor:

Wir sitzen im Wohnzimmer rauchend?! (ist eigentlich No!No!) und machen eine Pause von den letzten Vorbereitungen vor dem Abflug. Ich möchte eigentlich eine piccobello aufgeräumte Wohnung hinterlassen (sorry, Manu, das übliche Chaos), aber einiges läuft schief. Linus, unser Trebegänger-Kater, der die letzten Tage nicht von meiner Seite wich, mag wohl keine Abschiedsszenen und ist seit gestern Nacht wieder unterwegs (sorry, Manu, ich dachte wir könnten einfach die Türe zulassen, aber….). Die Waschmaschine ist noch 2x gelaufen und die Wäsche muß noch aufgehängt werden. Der Geschirrspüler ist auch noch an, ich will wenigstens das schmutzige Geschirr weghaben. Und ich bin seit gestern aufgeregt. Kann nicht mehr schlafen, habe heute morgen zu den Frühstücksscampis noch den Rest in der Weinflasche gekillt, allein, denn Axel muß ja gleich in Spanien Mietwagen fahren. Mein über alles geliebter und sonst so ruhiger Mann, den ja Reisen eigentlich nicht erschüttern kann, bekam eine Panikatacke, als er glaubte, die Flugtickets wären auf ein Datum im Mai gebucht, also neue Tickets für heute gebucht, war aber überflüssig, weil er die alte Buchungsnummer fand, Storno der neuen Flüge….und packen.

Ich habe gelernt, mit meinen Gefühlen echter umzugehen, dank Axel, kann sie sogar ein bißchen geniessen, heißt doch, ich bin manchmal noch naiv und aufgeregt wie ein Kind….mein Mann ist dann der Halt und der Stärkere…….aber er hat gerade eben auch zugegeben, daß er sehr aufgeregt ist…..ich liebe ihn!!!

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Mac ohne Donalds finde ich ok

Donnerstag, 20. September 2007 | Autor:

meint Bodo Wartke

(Gruß an Ursel aus diesem Anlass!)

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Thema: Hobbyraum | Ein Kommentar

UTC

Donnerstag, 20. September 2007 | Autor:

Université de Technologie Compiègne

Heute führte mich die Arbeit an die Université de Technologie Compiègne. Compiègne ist ein kleines Städtchen mit 50.000 Einwohnern etwa 70 km nördlich in Paris. 1972 wurde hier eine kleine technische Universität gegründet, die etwa 3000 Studenten hat. Damals wurden viele Universitäten gegründet, weil es eine Theorie gibt, dass man in einer Region nur eine Universität gründen muss, damit sie wirtschaftlich zu blühen anfängt. Auch in Deutschland hat man das damals gemacht, in Nordrhein-Westfalen liegen die Volluniversitäten zum Teil nur wenige Kilometer auseinander (Dortmund/Essen/Bochum). Nach dieser Theorie müsste Berlin wirtschaftlich nur so platzen, denn es hat, wie kaum eine Stadt 3 Großuniversitäten neben diversen kleinen und Spezialunis. Auch in NRW fängt man jetzt an, die Universitäten zu restrukturieren.

Compiègne ist für zwei Sachen bekannt: der Waffenstillstand, der den ersten Weltkrieg beendete, wurde hier unterzeichnet (es soll noch eine Nachbildung des Eisenbahnwaggons geben, das Original hatten die Nazis nach Berlin geschafft, wo es zerbombt wurde). Und zweitens wurde in Compiègne Johanna von Orleans festgesetzt und in einem Turm, den man noch sehen kann, in Haft genommen.

Ein kleines Schild an der UTC hat mich zu einem Rätsel für die sprachgewandteren unter Euch gebracht. Was bedeutet das folgende Schild:

presto

weiter…

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Thema: Arbeitszimmer, Hotelzimmer | Beitrag kommentieren

Vorfreude (update)

Mittwoch, 19. September 2007 | Autor:

Sonntag geht es los, Montag sind wir da!

Bild

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Thema: Hotelzimmer | Beitrag kommentieren

Reiseweisheit des Tages

Dienstag, 18. September 2007 | Autor:

“Wenn ich im Ausland bin, will ich mich nicht zuhause fühlen!”

George B. Shaw

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Berliner Küche

Freitag, 14. September 2007 | Autor:

Wird im SPON von Fichtner verrissen:

So bleibt es dabei: Berlin hat alles, aber nichts Eigenes. Man kann montags Boquerones essen und dienstags Sashimi, am Mittwoch Baeckeoffe, am Donnerstag Krokodil (beim “Australier”), Freitag ist scharfes Schokoladenhuhn dran und an den Wochenenden wird ohnehin von morgens bis abends nur gefrühstückt und gebruncht. Und nachts dann, wenn der letzte Hunger kommt, wird schnell noch ein Döner drauf gesetzt und mit Ayran nachgespült, den Türken sei Dank, denn sie haben Berlin, mit dem Döner, die einzige originale Spezialität geschenkt, die aus Berlin in die Welt hinaus gefunden hat.

Das alles hat auch sein Gutes? Aber natürlich! Berlins gastronomische Vielfalt ist einzigartig, wunderbar, großartig! Die Stadt wirkt aufs Ganze gesehen wie ein gewaltiger kulinarischer Themenpark, eine globale Leistungsschau, eine immerwährende Grüne Woche. Aber dass sie nichts Eigenes hat, dass ihre eigenen kulinarischen Hervorbringungen vergleichsweise erbärmlich sind, das musste an dieser Stelle endlich einmal gesagt werden.

So ganz unrecht hat er nicht.

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Thema: Wohnzimmer | 3 Kommentare

Begegnungen II

Freitag, 14. September 2007 | Autor:

Dell an Drucker: Wärst Du bitte so freundlich, meiner Benutzerin etwas auszudrucken??!!

Drucker: —————-

Dell an Hanna: Der Drucker reagiert nicht!

Dell an Drucker: Du, ich glaube sie möchte das wirklich jetzt haben, denn sie hat noch nichts abgebrochen.

Drucker an Dell: Du bist doch der Dell, nicht?

Dell an Drucker: Ja, während der Woche bin ich doch der einzige, der hier ist, das müßtest Du doch langsam kapiert haben.

Drucker an Dell: Also Du bist nicht der Apple meines Meisters, oder?

Dell an Drucker: Nein, aber der Meister hat gesagt, Du sollst auch bei meiner Meisterin arbeiten…

Drucker an Dell: Also ich habe da grundsätzlich meine Prioritäten. Das ist ein komplexes Thema. Abhängig von der Beschaffung und Einrichtung meiner Module richte ich mich nach den Anfragen des Wissenden und nicht irgendwelcher Untereinrichtungen. Merk Dir das.

Dell an Drucker: Ok, Ok. aber schau doch mal…ich mache ja auch nur meinen Job und der große Meister ist zur Zeit nicht da…der hat mich ja auch eingerichtet aber ich heiße Hannas Dell und ich fühle und lebe somit auch eine gewisse Solidarität zu ihr. Also könntest Du bitte, da Du ja auch nichts anderes zu tun hast gegen Deine grundsätzlichen Bedenken was für sie drucken?? Bitte??

Drucker, anspringen, ratter ratter, Blatt einrichten, Blatt einziehen, Drucken: Na gut, aber vergiß nie, das Du nur Windoofs hast..hi hi.

Resumee: Es hat viele Vorteile, wenn man einen Mann hat, der alles vorbereitet und einrichtet, aber manchmal frage ich mich..sind sie nicht doch alle parteiisch, diese Maschinen?

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Begegnungen I

Freitag, 14. September 2007 | Autor:

Mittwoch war mal wieder so’ne Gelegenheit….Gelegenheit zu bestätigen, was den positiven Unterschied von Friedrichshain zu anderen Bezirken Berlins für mich ausmacht. Schon von Anfang an haben wir zu unseren “Untermietern” der WG ein herzliches Verhältnis gehabt. Wir tauchten regelmäßig bei den Einweihungsparties der wechselnden Mitbewohner auf und waren etwas traurig, als wir hörten, dass sie sich endgültig auflösen würde. Aber es kam anders…wir haben jetzt eine fast vollständige Band unter uns zu wohnen, lauter junge Männer mit Dreadlocks, ihr könnt sie unter 40fiyah finden, und das erweitert wieder mal besonders meinen doch in Bezug auf aktueller Musik sehr beschränkten Musikhorizont.

Ich hatte zwei der Jungs am Mittwoch zum Essen eingeladen und mit Annett und Hendrik verbrachten wir dann mal wieder einen dieser Abende, an denen viel erzählt, gelernt und vor allen Dingen gelacht wurde. Und so werden wir wohl im Dezember zu einem Konzert gehen, und die Jungs werden uns im Oktober helfen, den Dachgarten für den Winter vorzubereiten….das ist halt Friedrichshain…

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Thema: Gästezimmer | Beitrag kommentieren