Jerez de la Frontera

Morgendunst Conil

Gestern haben wir es nun endlich geschafft, unseren Ausflug nach Jerez zu machen. Gegenüber früher, als ich hier war, ist die Fahrt dorthin ein Klacks geworden, da die Straßen durchweg vierspurig ausgebaut sind, und deshalb waren wir auch viel zu früh da, nachdem wir im Morgendunst aufgebrochen waren. Das gab uns die Gelegenheit, einen kleinen Spaziergang zu machen, und wir beschlossen, nach dem eigentlichen Anlass für die Fahrt, dem Besuch in einer Bodega, auch noch den Alcazar zu besuchen, die Reste der Stadtburg, die in wesentlichen Teilen noch aus maurischer Zeit stammt.

Als Bodega hatten wir die von Gonzales Byass empfohlen bekommen. Jerez ist für seinen speziellen Wein berühmt, den Sherry, den auch schon die Mauren im 12. Jahrhundert nach England exportierten. Ich dachte immer, der Name stamme von Jerez ab, dass die Engländer ihn nicht richtig aussprechen konnten und deshalb zu Sherry verballhornten. Wir erfuhren aber, dass Sherry auf den arabischen Namen der Stadt zurückgeht, eben aus dieser Exportzeit unter den Mauren. Neben dem Sherry stammen die spanischen Brandys aus dieser Gegend, und wer micht kennt, weiß, dass ich einen spanischen Brandy jedem französischen Cognac vorziehe.

Gonzales Byass

Gonzales Byass ist ist bekannt für seinen Sherry, der unter dem Namen Tio Pepe in mehr als 150 Länder der Welt exportiert wird. Jede der Bodegas in Jerez weiß wahrscheinlich mit einem Superlativ aufzuwarten: Gonzalez Byass exportiert in mehr Länder als die anderen, Williams & Humbert ist die größte, Domecq die älteste. Weitere bekannte Bodegas sind Osborne oder Sandeman. Wir lernten viel über die Sherry- und Brandyherstellung und schlossen die Besichtigung mit einer „Weinprobe“ ab, die (eigentlich wie erwartet) etwas knauserig ausfiel, da nur zwei der vielen verschiedenen Sorten zum Testen gereicht wurden. War aber letztlich für mich besser, da fiel es nicht schwer, sich wegen des Autofahrens zurückzuhalten. Hanna orderte dann noch 2 Flaschen Sherry und 2 alte Brandys, die dann hoffentlich irgendwann nach Berlin geliefert werden.

Alcazar Jerez

Der folgende Besuch im Alcazar, zeigte schöne maurische Bauelemente und einen Oase der Ruhe, den Garten mit den vielen kleinen und größeren Springbrunnen. Abgeschlossen wurde der Besuch mit der Camera Obscura, bei der über ein einfaches optisches System ein Stadtpanorama von Jerez auf eine „Schüssel“ projiziert wurde und so einen Rundgang durch die Stadt ermöglichte, ohne einen Schritt zu gehen.

Auf dem Rückweg ging es dann noch in Puerto Santa Maria vorbei zu einem Besuch bei Romerijo. Das ist eine sehr beliebte Freiduria, in der man sich frisch fritierten Fisch oder gekochte Meerestiere nach Gewicht bezahlt an einem Tresen abholt und dann aus Papiertüten verzehrt. Wir nahmen eine gemischte Tüte mit 8 oder 9 Fischsorten, würden aber sicher das nächste mal zwei oder drei besonders gute ordern.

Romerijo

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2 Kommentare zu Jerez de la Frontera

  1. juliaL49 sagt:

    Ja, Jerez ist schon eine schöne Stadt. Vor einigen Jahren war ich auch im Urlaub da. Auch im Alcazar und bei Tio Pepe.

    Zum Kosten: wir hatten das Glück, dass der Tisch neben uns frei war, so konnten wir 2×3 Flaschen kosten 🙂 Aber dass es nur 1/2-Liter-Flaschen sind, ist echt schade.

  2. inge sagt:

    hallöle ihr lieben habe mich getraut gut zu wissen das es euch gut geht ich wünsche euch ein wunderschönes neues jahr sorry für alles es tut weh hab euch lieb sorry ick bin muss weck wäre schön euch wieder zu sehn es gibt viel zu erzählen und es gibt viel zu reden sorry der verschollender war hier

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