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Beiträge vom » November, 2007 «

Restaurantzitat

Freitag, 30. November 2007 | Autor: Axel

Tradition ist, vor allem in Deutschland, ein Schmähwort, und man streicht Lob dafür ein, “Dialoge von Rotbarbe und Blutwurst an blauen Kartoffeln” zu führen, statt sich an einem gelungenen Kalbsgulasch zu versuchen.

Fichtners Tellergericht

Thema: Vorgarten | 4 Kommentare

Vorbereitungen

Mittwoch, 28. November 2007 | Autor: Hanna

Wieder kein Foto!!! Manu ist ernsthaft krank und war gestern gar nicht dabei, als der liebe Karsten hier die Weihnachtsbeleuchtung an die Fenster montierte. Danke nochmals…und ich bin dadurch wirklich etwas aus der Novembertristesse rausgekommen. Trotz kleinem Superkater halfen bedeckter Himmel, kalter NO-Wind und immer früher einsetzende Dunkelheit wieder diesem kleinen Depressiönchen gut auf die Beine, der Vollmond ließ mich auch schlecht schlafen, also nicht wirklich lustig. Aber dieses Jahr will ich ohne Antidepressiva durchkommen. Und so half die Vorbereitung auf Weihnachten doch wieder etwas weiter. Und es sind auch für die nächste Zeit liebe Besucher angekündigt. An diesem Wochenende kommt Antonia, sehr gute Freundin und Tierärztin, die inzwischen in Hannover lebt und wird unseren Gremlin auf das Katzenleben durch Impfungen und Chippen vorbereiten. Seine kurze Persernase und die ständig tränenden Augen machen mir etwas Sorge, ansonsten hat er mich auch schon bald so im Griff wie die anderen beiden. Dann will am 12. Bill Kinderman einen Abend bei einer Stippvisite in Berlin anläßlich eines Vortrages in Berlin vorbeischauen und dann, am 15. kommt Michael aus England mir seinem Freund vorbei.

Das Problem einer Depression ist ja, das ich rational überhaupt keinen Grund habe traurig zu sein, denn alle Mißlichkeiten, die ich lebe, sind eigentlich lächerlich, verglichen mit  den existentiellen Sorgen, die viele unserer Freunde haben. Und genau diese Freunde haben nicht nur Verständnis, sondern helfen mir auch noch so gut sie in der Lage dazu sind. Also daher noch mal ein großes Dankeschön für die Fürsorge und das Mitleiden!!!!

Thema: Wohnzimmer | 2 Kommentare

Flagge zeigen

Dienstag, 27. November 2007 | Autor: Axel

Staubwedel

Ist dieses Putzfahrzeug noch von der Fußball-WM so ausgestattet und zeigt somit eine Hommage an Deutschland, die neue Heimat (die Mehrzahl der Putzfrauen in unserer Firma sind Türkinnen)? Oder ist es das Gegenteil, Schwarz-Rot-Gold eignet sich nur noch zum Entfernen von Staub?

Thema: Arbeitszimmer | Beitrag kommentieren

Klarstellung

Montag, 26. November 2007 | Autor: Axel

Eine liebe Freundin hat mir in einer Nachricht vorgeworfen, ich mache mich in diesem Artikel über religiöse Leute lustig: Warum musst du trotzdem abwertend über Gott und Menschen reden, die sich gläubig beschreiben? Siehe auch Blog… Nichts lag mir ferner als das, und beim genauen Nachlesen wird das sicher bestätigt, auch wenn vielleicht einige rein durch meine persönliche Erfahrung bedingte zynische Bemerkungen enthalten waren.

Ich möchte es also noch einmal ausdrücklich klar stellen: jeder soll mit seiner eigenen Religion glücklich werden, egal ob der Papst, Buddha, Mohammed, eine Synagoge, eine Moschee, ein goldenes Kalb oder sogar ein Spaghettimonster Teil des Glaubens sind. Oder eben wie bei mir keiner vorhanden ist. Der Glauben ist die Privatsache jedes Einzelnen, genauso wie sexuelle Vorlieben, bevorzugtes Fernsehprogramm, Lieblingsfußballclub oder die Wohnungseinrichtung. Im Gegenteil, manchmal beneide ich sogar Leute, die glauben (können), denn sie haben es sicher oft einfacher, weil sie den Glauben haben, wenn andere an Zweifeln und Unsicherheiten manchmal zerbrechen.

Aber das entscheidende Wort für mich ist das Wort “Privatsache”. Konkreter Anlass waren zwei Tatsachen. Die eine waren die Tatsachen, das diverse Politiker sich in ihrer Eigenschaft als Politiker an diversen Novembergedenkgottesdiensten beteiligt haben. Die zweite war die Klage der Kirchen gegen die Ladenöffnungen an Adventssonntagen in Berlin. Die Religion von Politikern und ihre eventuelle Teilnahme an Gottesdiensten halte ich für Privatsache. Und Ladenöffnungszeiten hat allein der Staat und die Vertreter des Volkes zu entscheiden, da haben die Kirchen nichts zu sagen. Und als Privatsache sollte beides den Medien keine Meldung Wert sein (ja, ich weiß, nichts ist für die Medien interessanter als das Private).

Also: jeder kann in seinem Kämmerlein glauben, was er will. Aber:

  • der Staat sollte sich jeglicher Religion enthalten, auch beim christlichen Glauben, nicht nur beim Wettern gegen den islamischen Gottesstaat, sondern auch beim Verbannen zum Beispiel von christlichen Kreuzen aus staatlichen Schulzimmern. Das gibt es immer noch in Deutschland!
  • Politiker sollten sich offiziell aus Gottesdiensten fernhalten oder alle Religionen bedenken (da hätten sie aber zu tun!).
  • Kirchen und Religionen sollten sich jeglicher Missionierung und Mission auf offizieller Ebene enthalten. Um provokativ zu sein, das Problem mit Scientology ist nicht die Religion, sondern die manipulative Mission.
  • Ansonsten soll wirklich jeder nach seiner Façon selig werden, insofern hat das (in den letzten Tagen gefallene Wort) vom christlichen Abendland in unserem Staat nichts zu suchen.

Darüberhinaus fände ich es wirklich anregend, wenn die Diskussion über “strittige” Artikel in unserem Blog tatsächlich auch über die Kommentare hier durchgeführt werden.

Nachtrag: Die gute Freundin kennt übrigens die besten antikirchlichen Witze. Vielleicht einigen wir uns darauf: persönliches Recht und Freiheit ist etwas Anderes als institutionelle Dogmen und Verfahren.

Thema: Wohnzimmer | 8 Kommentare

Berlin s’eveille

Freitag, 23. November 2007 | Autor: Axel

In Anlehnung an Paris, s’eveille (nicht: Paris reveille) von Jaques Dutronc . Liebenswert.

Via: Modersohn-Magazin

Thema: Vorgarten | 2 Kommentare

Es ist ein Kreuz

Donnerstag, 22. November 2007 | Autor: Axel

Kreuz der christen

November, Dezember und ein wenig Januar sind schon merkwürdige Monate. Staatsvertreter und Politiker in Deutschland treffen sich in Kirchen am Volkstrauertag, es ist der Buß- und Bettag (in diesem Fall ist der Segen der neuen Rechtschreibung klar erkenntlich, jetzt kann ich ausdrücken, was er immer für mich war, ganz unzweideutig, nämlich ein Buß- und Betttag, als er noch Feiertag war), und es kommt der Totensonntag, an dem, wieder in Kirchen, der Toten gedacht wird.

Dann wird plötzlich von Trauer auf Freude umgeschaltet, es ist nahe am Weihnachtsfest, dem Wintersonnenwendenfest, ein Termin, auf den aus opportunistischen Gründen die Geburt des oben doch sehr elend aussehenden Mannes gelegt wurde.

Wie heißt es im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland?

Artikel 4

[Glaubens-, Gewissens- und Bekenntnisfreiheit]

(1) Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.

(2) Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet.

Ich interpretiere es so, dass der Staat nicht von der Religion bestimmt wird, es gibt keine Staatsreligion. Was soll also die Staatspräsenz in Kirchen zu dieser Jahreszeit? Geht der Bundestag in eine Moschee zum islamischen Opferfest? Oder ist Jom Kippur ein staatlicher Feiertag in Deutschland so wie viele christliche Feste? Warum berichten alle Medien darüber, dass die Kirchen gegen die Öffnung der Läden an Adventssonntagen klagen, da spricht doch nichts gegen, dass die Nichtchristen einkaufen können, und die Christen sind sicher so religiös, dass sie zu Hause bleiben. Warum klagt der Rat der Juden nicht gegen die Öffnung der Läden am Sabbat, oder die Muslims gegen die am Freitag?

Liegt es vielleicht daran, dass uns die deutsche oder mitteleuropäische Gesellschaft ein wenig indoktriniert (hat)?

Ein Blick zurück in meine eigene Kindheit würde das bestätigen. Schon früh wurde ich in den Kindergottesdienst geschickt. Es wurden einem Heftchen in die Hand gedrückt, für die man an jedem Sonntag, an dem man im Gottesdienst erschien, ein Bildchen erhielt, religiös natürlich, das man in das Heft einkleben konnte. Da ich musikalisch war, wurde sehr bald der Kirchenchor, seine Auftritte und Proben zum Pflichttermin. In der Schule gab es Religionsunterricht, von dem mich meine Eltern natürlich nicht befreit haben, ich war ja nicht religionsmündig.

Diese Termine wurden schlimmer mit dem Nahen der Konfirmationszeit. Dann gab es Indoktrinationstermine, die Pflicht waren, denn sonst wäre die Konfirmation gefährdet gewesen. Ja, ich gebe es zu, sie war für mich wichtig, es gab ein Fest, bei dem ich im Mittelpunkt stand, ich bekam viele Geldgeschenke und konnte mir danach für sagenhafte 220 DM ein Transistorradio kaufen, wie sie gerade damals das letzte Gadget waren, wie man heute sagen würde.

Für mich war es dann mit 14 aber vorbei. Ich war nicht überzeugt und machte danach nur noch Gefälligkeitsbesuche in den Kirchen, zu Hochzeiten, Trauerfeiern oder Taufen. Bis auf einmal, während meines ersten Weihnachtens weg von zu Hause, als ich in London studierte, da war ich in der Westminster Abbey, um die Stimmung mitzubekommen. Da war ich 21, und in gewisser Weise geheilt, bis auf einen halben Heiligen Abend habe ich an diesem Tag die Familie danach vermieden. Irgendwann bin ich dann auch aus der Kirche ausgetreten.

Apropos Taufe: meine Schwester hat mir eine Sache sehr übel genommen. Nach der Geburt meiner Nichte V. hat sie mir angetragen, Taufpate zu werden. Ich musste nicht lange nachdenken und habe abgelehnt. So weit hatte meine religiöse Erziehung gewirkt, um zu erkennen, dass ein Pate kein Geschenkautomat ist, sondern dazu, um eventuell für die Eltern bei der religiösen Erziehung des Taufkindes einzuspringen. Wie kann ich religiös erziehen, wenn ich nicht (mehr) religiös bin?

Und um es ganz deutlich zu machen: ich bin kein Atheist, denn dann würde ich mich durch Gott definieren. Nennt mich Agnostiker, Gott ist mir egal.

Thema: Wohnzimmer | 2 Kommentare

Vorschultest

Mittwoch, 21. November 2007 | Autor: Axel

bus

In welche Richtung fährt dieser Bus, nach links oder rechts?

90% der befragten Vorschulkinder sagten: natürlich nach links! Warum? Weil man die Tür(en) zum Einsteigen nicht sieht auf dieser Seite ;)

via: StoiBär

Thema: Rumpelkammer | 2 Kommentare

Achtung, Katzencontent!

Montag, 19. November 2007 | Autor: Axel

Aus gegebenem Anlass habe ich eine Fotoserie unserer Katzen online gestellt!

Thema: Katzenhöhle | Beitrag kommentieren

Essen und Kochen mit Gerd (2)

Montag, 19. November 2007 | Autor: Axel

Kalbsleber Berliner Art mit Stampfkartoffeln

kalbsleber.jpg

Für die Stampfkartoffeln mehlige Kartoffeln mit 2 geschälten Knoblauchzehen in Salzwasser weich kochen, mit Butter und Milch stampfen, abschmecken mit Crème Fraîche und evtl. saurer Sahne, etwas mittelscharfem Senf und Muskat, bis die Konsistenz angenehm ist.

Parallel dazu 2 Äpfel (Boskopp) entkernen und in Scheiben schneiden, ebenfalls 2 mittelgroße Zwiebeln in Scheiben (Ringe) schneiden. In der Pfanne andünsten, bis die Zwiebel glasig wird. Warmstellen.

Die Leber von beiden Seiten braten in einem Butter-Ölgemisch, dass sie noch schön zart bleibt. Pfeffern evtl. salzen.

Servieren!

Thema: Wohnzimmer | 3 Kommentare

Buddy ist da

Sonntag, 18. November 2007 | Autor: Axel

buddy.jpg

Seit Freitag Abend ist unser Haushalt um Buddy erweitert worden, eine Mischung von Karthäuser und Perser. Wir hatten ihn “bestellt”, als Linus noch verschwunden war, und so haben wir jetzt 3 Katzen.

Hanna findet Buddy hässlich, er geht aber auch mehr in Richtung Perser. Aber schlau ist er und gar nicht scheu, während Linus und Smokie sich tagelang verkrochen hatten, spaziert Buddy munter durch die Wohnung.

Linus versucht ihn übrigens einzuschüchtern, während er Smokie nicht so ganz geheuer ist.

Thema: Katzenhöhle | 6 Kommentare

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