Vasamuseum

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Gestern kamen wir endlich ins Vasamuseum, in dem ein gehobenes Kriegsschiff aus dem 17. Jahrhundert ausgestellt ist. Die Vasa war kurz nach 1600 gebaut worden und das damals größte Kriegsschiff in der schwedischen Flotte. Auf der Jungfernfahrt im Jahr 1628 sank das Schiff noch im Hafen von Stockholm nach etwa 1,5 km Fahrt mit allem was es an Bord hatte.

Für Jahrhunderte wurde nach dem Wrack gesucht, bis ein Schwede es im Jahr 1957 mit einer eigens dafür selbstentwickelten Sonde entdeckte. Im Jahr 1961 wurde es dann gehoben, konserviert und dann restauriert. Die Vasa ist wunderbar erhalten, was dem mangelnnden Salzgehalt der Ostsee zu verdanken ist, in deren Wasser Holzwürmer nicht überleben können.

Im Schlamm haben sich nicht nur die meisten Teile des Schiffes erhalten, sondern auch viele Teile wie Zimmererwerkzeuge, Essgeschirre, Schuhe und Kleidung, auch die nicht aufgezogenen Segel wurden gefunden. Alles ist im Vasamuseum ausgestellt, das eigens für das Schiff gebaut wurde.

Der Besuch des Museums ist eine großartige Erfahrung, auch wenn das ganze einen winzigen Schönheitsfehler hat: das was man sieht, ist ein Schiff, das so nie eine große Fahrt überstanden hätte, denn gesunken ist es letztlich aufgrund eines Konstruktionsfehlers. Der Kiel war einfach zu schmal und fasste nicht genug Ballast, um das Gewicht der hochragenden Aufbauten auszugleichen.

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Foto: Peter Isotalo, veröffentlicht unter einer Creative Commons Attribution ShareAlike 2.5 Lizenz. (Leider hatte meine Kamera einen zu schwachen Blitz, so dass die Bilder entweder sehr dunkel oder – ohne Blitz – sehr verwackelt sind).

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