Verlust im Bücherregal

Ich erinnere mich genau, dass es ein absolutes Zeichen von „Bildungsbürgertum“ oder wenigstens von „Bürgerlichkeit“ war, wenn im Bücherregal der Brockhaus in, wieviel waren es, 24 (?) Bänden stand. Und wer sich das nicht leisten konnte, damals kostete der Brockhaus mehr als ein Monatsgehalt, der beschaffte sich wenigstens eine kleine Ausgabe in drei oder einem Band.

Tja, die Zeiten sind vorbei, der Verlag hat erklärt, dass soeben wahrscheinlich die letzte gedruckte Ausgabe erschienen ist und das Lexikon in Zukunft nur online verfügbar sein wird. Damit zollt ein weiteres klassisches Medium Tribut gegenüber den aktuellen Informationen im Internet. Die Wikipedia ist halt immer aktueller. Interessant auch, dass genau zu diesem Zeitpunkt der Spiegel ein Wissensportal aufmacht.

Was macht der Bildungsbürger jetzt? Stellt sich einen Computer in das Bücherregal? Oder hat der Plasmafernseher das Statussymbol Konversationslexikon schon längst ersetzt?

Tja, das Internet hat doch einen Suchtfaktor, was Männer alles tun, um ins Netz zu kommen, sieht man unten.

Video via BasicThinking

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Ein Kommentar zu Verlust im Bücherregal

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