Home

Beiträge vom » Februar, 2008 «

Blick auf Berlin

Donnerstag, 7. Februar 2008 | Autor:

Dass Don Alphonso ein bekennender Berlinhasser ist, das ist ja nun fast hinlänglich bekannt. Da wundert es fast, dass Berlin auf seiner Liste der 10 Städte, wo man nicht wohnen sollte, erst auf Platz 2 kommt. Der schlimmste Platz für ihn ist London. Ich lese seine Polemiken gern, aber meine Städtewahl wäre eher anders, sein Platz 9 wäre allerdings auch bei mir sehr weit vorne.

Andrea Diener ist auch keine Berlinerin, sondern lebt in Frankfurt, eine Stadt, die auch auf Dons Negativliste steht. Ihren Artikel über die Berliner Modewoche hat er trotzdem empfohlen. Dass das auf Berlin zurückfällt, kann ich nicht so nachvollziehen, aber mit ihren Beobachtungen hat sie sicher Recht.

Der andere Don lebt eigentlich ganz gern in Berlin, zumindest ist das mein Eindruck, es gibt halt, wie auch bei mir, Gelegenheiten, wo man die Stadt eher ironisch sehen muss.

Manche sind auch genervt über Berlin, aber das beruht dann auf ganz speziellen Situationen. Wortschnittchen bewundert das Improvisationtalent der Berliner, Lucky beklagt (für mich verständlicherweise), dass er aufgrund der gleichen Gelegenheit seine Wohnung selber machen muss. Und Suzan muss bei dieser Gelegenheit einen Urlaubstag opfern. Apropos Verkehr: so langsam geht es los am Ostkreuz. Und die Betriebe streiken nicht nur, sondern operieren manchmal auch als Kuppler.

Jedenfalls ist der Blick von Scheichs auf die Stadt ganz anders.

Post to Twitter Post to Delicious Post to Digg Post to Facebook

Thema: Vorgarten | Beitrag kommentieren

Ausblick

Mittwoch, 6. Februar 2008 | Autor:

Also, wenn ich nicht irgendwann mit dem Rauchen aufhöre, dann werde ich wahrscheinlich an einer schweren Erkältung mit anschließender Lungenentzündung sterben.

Eine nur zu nahe liegende Vorstellung nach drei Tagen in Nichtraucherzügen, Nichtraucheruniversitäten, Nichtraucherhotels, Nichtraucherbüros, Nichtraucherbars.

Und fast immer strömender Regen, beim Stehen vor der Tür.

Post to Twitter Post to Delicious Post to Digg Post to Facebook

Thema: Wohnzimmer | 2 Kommentare

Notizen aus Twente

Mittwoch, 6. Februar 2008 | Autor:

Univerität Twente

Die Universität Twente ist eine der vielen Universitäten, die in den 60er und 70er Jahren gegründet wurde, mitten auf Felder zwischen den Städtchen Enschede und Hengelo. Sie ist sehr großzügig gebaut, mit vielen Freiflächen zwischen den Gebäuden. Das Bild oben zeigt sozusagen das Einfahrttor, wo sicher immer jemand sitzt und mit Argusaugen den vorbeifahrenden Verkehr beobachtet. Jedenfalls habe ich an diesem Häuschen ein Sicherheitsfahrzeug gesehen.

Sicherheit scheint hier sowieso groß geschrieben zu werden, es war relativ selten in meinem Berufsleben, dass ich es erlebt habe, dass man ein Gebäude nur mit einer Chipkarte verlassen konnte, Besucher mussten einen speziellen, kontrollierten Ausgang benutzen.

Twente ist eine staatliche Universität in den Niederlanden, betreibt aber ein eigenes Hotel und ein eigenes Restaurant und Bar. Das zweite habe ich schon an vielen Universitäten gesehen (nur nicht in Deutschland), aber das universitätseigene Kongresshotel fand ich schon ungewöhnlich, denn, wie gesagt, Twente ist keine Privatuniversität. Sinn macht es aber schon wegen der Lage im Grünen, mit dem Fahrrad sind es zu den beiden nächsten Orten etwa 20 Minuten.

Lächeln musste ich wieder über die holländischen Mittagessengetränke, es gab nämlich neben Leitungswasser nur Milch und Buttermilch, etwas, was ich noch in keinem anderen europäischen Land so erlebt habe, in Holland aber vollkommen üblich zu sein scheint. Überhaupt die europäischen Sitten, beim Abendessen habe ich eine mir unbekannte dänische Sitte kennengelernt. In Teilen Norddeutschlands ist es üblich, dass unverheiratete Leute am 30. Geburtstag die Rathaustreppe fegen müssen und durch Küsse von vollkommen Fremden erlöst werden müssen. In Dänemark ist für Unverheiratete der 25. der sogenannte Zimtgeburtstag und der 30. der Pfeffergeburtstag. Da kann es sowohl Männern als auch Frauen passieren, dass sie ein paar Pfund dieser Gewürze verehrt bekommen. Und nicht nur einfach als Geschenk, mein Gegenüber plante, ihrer Freundin den Pfeffer mit einer verkehrt angebrachten Staubsaugerdüse in die Wohnung zu blasen.

Jetzt auf der Rückfahrt habe ich einen Teil des Weges mit einem italienischen Projektkollegen verbracht. Schon bei der Einfahrt des Zuges in Hengelo bemerkte er äußerst erstaunt, dass der Zug ja pünktlich sei. Im Zug selbst nahm er ganz fasziniert den “Reiseplaner” der DB in die Hand und staunte immer wieder bei jeder Station über die Pünktlichkeit.

Das Gebäude der Twente Universität im Bild unten hat mich übrigens sehr fasziniert. Es sah aus, als ob ein ärgerlicher Riese dem Haus einen Stiefel in die Seite gerammt hat.

Geknicktes Gebäude

Post to Twitter Post to Delicious Post to Digg Post to Facebook

Thema: Arbeitszimmer | Beitrag kommentieren

Fahrt durch die deutsche Provinz

Montag, 4. Februar 2008 | Autor:

Heute bin ich mit dem IC in die Provinz Twente nach Enschede gefahren (Fussballfans geläufig als Sitz des Fussballclubs Twente Enschede. Dieser ist aber nicht der Grund meines Besuchs, sondern die Universität Twente, an der ich ein Projektmeeting habe morgen.

Diese Fahrt mit ihren Stationen wirkt wie ein Glossar deutscher Provinz, man hält es kaum für möglich, dass ein Zug (Intercity!!!) ohne Umsteigen von Berlin alle diese Städte (und nur diese Städte) anfährt: Rathenow, Stendal, Wolfsburg, Hannover, Minden, Rheine, Osnabrück, Bad Bentheim, Hengelo. Ach ja, Spandau nicht zu vergessen.

Die Geschwindigkeit war zum Teil auch provinziell, nur der endgültige Zielbahnhof nicht, nämlich Amsterdam.

Post to Twitter Post to Delicious Post to Digg Post to Facebook

Thema: Arbeitszimmer | Ein Kommentar