Muss ich nicht haben

Nein, jede Woche muss ich mir das nicht antun.

Gestern Abend habe ich einen Anruf meiner Schwester bekommen, ob ich nicht mit ihnen nach Hamburg fahren will und habe, schon fast im Tiefschlaf, in ganz drömeligen* Zustand zugesagt. Die frisch gebackenen Großeltern hatten Tochter und Enkelkind vom Osterbesuch in Hamburg nach Berlin chauffiert und wollten dann heute zurück.

Einen Versuch hatte ich schon gemacht, aber vielleicht läuft das mit einem relativ neuen 5er BMW (Dienstwagen) dann etwas flüssiger. Pustekuchen, schon auf dem Berliner Ring Stau (ein Lastwagen auf dem Standstreifen wird repariert, rechte Spur gesperrt, Baumarbeiten, rechte Spur gesperrt). Bis Wittstock Verkehr sehr dicht. Und dann scheiterte der Versuch, mich direkt zur Firma zu fahren, an einem 10 km langen Stau auf der Ostumgehung Hamburg, so dass ich dann doch an der S-Bahn abgesetzt werden musste.

Fazit: Dauer war eine gute Stunde länger als in mehr als 90 Prozent der Fahrten mit der Bahn. Im Austausch hatte ich natürlich die Gelegenheit zu netten Gesprächen mit Schwester und Schwager. Aber so wie ich es von Hamburg nach Berlin vor knapp acht Jahren auch gemacht habe, mit dem Auto zu pendeln, nein, das möchte ich nicht mehr, nachdem die Bahn so gut ausgebaut ist. Mein Schwager macht das trotzdem, er pendelt unter der Woche von Hamburg nach Frankfurt. Das einzige Argument sind da die Kosten, ein Dienstwagen wird halt von der Firma bezahlt, egal wo man fährt.

Aber einen Dienstwagen habe ich nicht.

Übrigens, eine andere Autogeschichte von mir findet Ihr hier.

*drömelig: platt und auch rheinisches Niederdeutsch für verträumt, verschlafen, nicht ganz geistig dabei

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