Flaschenkrieg

Alle kennen sie wahrscheinlich mittlerweile, die Flaschensammler, meist recht ausgemergelte Gestalten, die mit einer Plastiktüte von Papierkorb zu Papierkorb ziehen und diese nach weggeworfenen Flaschen und Dosen durchwühlen. Im Umfeld von Stadien ziehen ganze Gruppen herum bei Spielen, andere durchstreifen S- und U-Bahnen nach zurück gelassenem Pfandgut. Alles offensichtlich eine einträgliche Methode, um das bisschen Hartz IV aufzubessern.

Freitag sah ich im Ostbahnhof wieder jemanden auf einen Papierkorb zusteuern, da schoss ein kleiner Mann mit Plastiktüte zwischen Menschen hervor und machte den ersten an, indem er den Papierkorb zu seinem Revier gehörig deklarierte. Es sah fast so aus, als wenn es jeden Moment zu Handgreiflichkeiten kommen könnte.

Es ist ja bekannt, dass die Reviere von Prostituierten oder Drogenhändlern aufgeteilt sind, aber dass das auch so bei Flaschengeiern so ist, war mir neu.

In dem Zusammenhang hätte ich noch eine Bitte an die jungen Leute hier im Boxikiez: Lasst Eure Flaschen doch heil in einer Ecke stehen, anstatt sie auf dem Bürgersteig kaputt zu schmeißen. Ihr macht dann jemandem noch eine Freude!

Post to Twitter Post to Delicious Post to Digg Post to Facebook

Dieser Beitrag wurde unter Vorgarten veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Ein Kommentar zu Flaschenkrieg

  1. Karsten sagt:

    Es ist verdammt traurig daß diejenigen am Boden der Gesellschaft sich auch noch die Brosamen streitig machen. Armes Deutschland!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.