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Beiträge vom » März, 2008 «

Angst

Montag, 17. März 2008 | Autor:

Die neue Ausgabe von mindestenshaltbar ist online. Diesmal beschäftigt sie sich mit dem Thema Angst.

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Thema: Hobbyraum | Beitrag kommentieren

Abgehört

Samstag, 15. März 2008 | Autor:

Mit 20 Jahren zog er zuhause aus, um mit seiner Freundin zusammen zu ziehen. Das war damals nicht so ganz einfach, er war noch nicht volljährig (das Alter lag bei 21) und darüber hinaus gab es wenige Vermieter, die sich über die Strafandrohung für Kuppelei hinweg setzten und an unverheiratete Paare vermieteten. Er war dann richtig glücklich, als sie ein möbliertes Zimmer fanden, und dazu noch in einer der besseren Wohngegenden der Stadt, einem ruhigen Stadtteil mit vielen alten Villen. Auch der Vermieter hatte eine alte Villa, hatte dann aber für die Tochter und den Schweigersohn ein zweites, modernes Haus hingebaut. Das Grundstück lag sehr schön bis auf die Tatsache, dass 20 m hinter dem Neubau die S-Bahntrasse verlief, kurz hinter dem Bahnhof auf einem Stück, auf dem die Züge beschleunigten oder bremsten.

Der Neubau hatte im Ober- bzw. Dachgeschoß vier Zimmer, die nicht gerade günstig möbliert vermietet wurden. Unterm Dach wohnten neben ihnen ein wohl etwas verkrachter Student, ein Handelschüler, der andauernd das Gespräch auf seine sexuellen Vorlieben brachte, und eine junge Frau, von der sie nicht wussten, was sie machte, die aber gut und gerne eine Prostituierte darstellen konnte. Der ganze Stolz des Handelsschülers war sein Radio, ein Grundig-Weltempfänger. Vor dem saß er dann jeden Abend und surfte über die Ätherwellen, wie man heute sagen würde, damals allerdings war das Wort “Surfen” noch nicht so bekannt.

Eines Abends scheuchte er alle Nachbarn auf: Hört mal, was ich für ein Programm gefunden habe!” Nur widerwillig gingen sie mit, sie hatten eigentlich keine Lust auf wieder einen unbekannten südamerikanischen Sender. Doch was aus dem Lautsprecher drang, war anders. Eine klare Stimme, nicht verrauscht, und doch nicht in Studioqualität. “Das ist doch….” Ja, das war unser Vermieter, der sich mit seiner Frau unterhielt. Und diesen Unterhaltungen konnte man tagelang folgen.

Nach und nach erschlossen sie dann, dass der Schwiegersohn eine Wanze installiert hatte, um den Vater seiner Frau zu belauschen. Vielleicht wollte er rechtzeitig erfahren, ob das Testament geändert wurde? Oder einen Vorteil für einen Deal bekommen? Beide Männer waren nämlich Pferdehändler. Irgendwie passt die Wanze da dann rein.

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Thema: Wohnzimmer | 2 Kommentare

Bald Frühling?

Mittwoch, 12. März 2008 | Autor:

Das Wetter ist ja sehr gemischt, das heißt auch, dass viele Leute surfen und sich auf Ostern vorbereiten. Deshalb war offensichtlich mein Artikel aus dem Jahr 2006 zum Osteressen bei allen Suchmaschinen äußerst beliebt mit über 30 Zugriffen alleine heute.

Für mich ist Ostern auch irgendwie Lebenserweiterung, deshalb ist unsere Galerie mit pixeligen Handyfotos von Milo Mathis erweitert worden.

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Thema: Wohnzimmer | 2 Kommentare

Kochen mit Gerd

Dienstag, 11. März 2008 | Autor:

Heute mal der Bericht von mir, denn ich habe ja jetzt ein Fotohandy, Manu war auch beim Essen dabei und hat mich an die Kamera und deren Benutzung erinnert und so brauchte ich nur zu warten bis Axel am WE die Bilder auf meinen Dell übertrug….also immer noch ein paar Probleme. Hier erst nochmal ein Bild von Gerd:

gerd

Diese Woche gab es Lammkrone mit grünen Bohnen, eine Köstlichkeit, an die ich mich nie heran gewagt habe.

Bohnen und Lamm

Ich durfte, wie immer nur Handlangerdienste leisten, aber das macht mir viel Spaß und wenn Axel kocht, mache ich auch die Vorbereitungen.

Es gibt unzählige Variationen dieses besonders in England gern zubeiteten Gerichts, wir haben es klassisch erst angebraten, die Lammkarrées dann um eine Kartoffel zusammengebunden und dann im Ofen mit Suppengrün, Kartoffeln und Kräütern weiterschmoren lassen. Das Fleisch war absolut zart und das Suppengemüse und der Knoblauch eine tolle Ergänzung.

Crown of Lamb

Angerichtet sah es dann so aus:

Lamm mit Bohnen

Wie Ihr seht…eine gelungene Mahlzeit, oder wie Gerd immer sagt: Zum menschlichen Verzehr geignet.

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Thema: Wohnzimmer | Ein Kommentar

Vitale Daten

Montag, 10. März 2008 | Autor:

Hier als Nachtrag zu Milo Mathis die vitalen Daten (ganz besonders auf Wunsch einer einzelnen Leserin):

Gewicht bei Geburt: 3260 g

Größe bei Geburt: 51 cm

Also offensichtlich alles im sehr grünen Bereich.

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Thema: Wohnzimmer | Beitrag kommentieren

Dumme Frage

Montag, 10. März 2008 | Autor:

Mindestenshaltbar veranstaltet in der nächsten Zeit eine Lesung in Berlin. Ich hätte die Gelegenheit, mich dafür anzumelden. Natürlich finde ich alles, was ich schreibe, relativ stümperhaft, auch wenn dieser, dieser, dieser und vielleicht auch dieser Artikel von mir dort aufgenommen wurden.

Was meint Ihr, soll ich mich anmelden oder würde ich mich blamieren? Kommentare erwünscht. Auch mit Vorschlägen, was ich lesen sollte, wenn Ihr das bejaht. Muss auch nicht bei den bei Mindestenshaltber erschienenen Geschichten sein.

Fishing for Compliments ;)

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Thema: Hobbyraum | 2 Kommentare

System Adler

Montag, 10. März 2008 | Autor:

Nein, dieses System (Kreisen, Finden, Zustoßen) benutze ich nicht, wenn ich tippe. Das ist in der Familie eher Hannas Methode, vielleicht auch ein Grund dafür, dass sie hier so selten schreibt, das Adlersystem braucht halt Zeit und Geduld. Ich über auch nicht das sortierte Zehnfingersystem aus. Wenn ich in der Vogelanalogie bleibe, bewegt sich bei mir eine flinke sechsköpfige Gruppe von Sperlingen unformiert über der Tastatur und der jeweils nächste schlägt zu, liegt dann auch allerdings manchmal daneben.

Das führt dann zu mehr oder weniger schönen Kreationen. Heute tippte ich im ersten Anlauf Instutut und musste unwillkürlich lächeln, das “Tut-Tut, ein Auto kommt” aus der Kindheit drängte sich unmittelbar auf. Also korrigieren, und ich las dann auf einmal Institit. Nein, die Assoziation zu Titten oder ähnlichem drängt sich erst jetzt krampfhaft auf. Erst im dritten Anlauf wurde es korrekt zu Institut.

Vielleicht sollte ich einmal eine wissenschaftliche Version von den drei Chinesen mit dem Kontrabass entwickeln.

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Thema: Arbeitszimmer | 2 Kommentare

Alle drei

Samstag, 8. März 2008 | Autor:

Drei Katzen im Bett

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Thema: Katzenhöhle | Ein Kommentar

Lübeck Blankensee

Donnerstag, 6. März 2008 | Autor:

Er ist mittlerweile schon ein paar Mal vom Flughafen Lübeck-Blankensee geflogen (oder Hamburg-Lübeck, wie er von Ryanair genannt wird), auch wenn er das nicht gerne macht, denn Ryanair ist nicht unbedingt seine liebste Fluglinie. Und jedes Mal bekommt er irgendwie ein merkwürdiges Gefühl, denn am Rande des Flughafens gibt es ein paar Backsteingebäude, vor kurzem renoviert, die offensichtlich als Kaserne genutzt werden. Diese Gebäude kennt er nur zu gut, denn er hat dort ein paar Jahre gewohnt. Genauer noch, die ersten bewussten Erinnerungen seines Lebens sind mit diesen Gebäuden verbunden.

Er kann sich noch gut zurück versetzen. Im Kinderbett an der Wand, der Raum vielleicht 30 qm groß, schaut er auf den Vorhang, der den Raum trennt. Auf der anderen Seite die Wand, er bohrt mit dem Finger in der Wand, holt kleine Krümel aus dem Putz, die er dann knabbert, runterschluckt. Er versucht, sich nicht zu auffällig zu bewegen, denn auf derselben Seite des Vorhangs schläft seine Schwester, zum Glück im eigenen Bett. Die Eltern weiß er auf der anderen Seite, das Elternbett, der Küchentisch, der gleichzeitig als Waschtisch dient, man zieht einfach die Schublade auf und hat zwei Emailleschüsseln im Gestell. Schüsseln, die benutzt werden um das Geschirr zu spülen, aber auch, um sich zu waschen.

Das Wasser dazu holt man auf dem Korridor, er hat ihn unendlich lang in Erinnerung, irgendwo war das Klo, auch die Waschräume. Besonders eingeprägt haben sich ihm die Gestelle, verteilt über den Flur und in die Wand eingelassen, aus Holz, wie er später lernte waren das Gewehrständer, nicht genutzt, denn in dem Haus waren Flüchtlinge untergebracht, wie seine Familie. Flüchtlinge, er verstand nicht so ganz, was das heißt, denn er war in der Stadt geboren, er kam doch nicht irgendwie aus der Fremde. Lübeck, das war die Stadt, wo er geboren war.

Er fand es immer toll, wenn er raus kam aus dem Zimmer mit dem Vorhang. Er spielte gerne in den Ruinen auf den Gelände, alte Hangargebäude, auf denen man herumturnte. Vor dem Gelände, auf der anderen Straßenseite war ein Bauernhof, mit einem Gestell, auf dem an jedem Morgen die silbernen Milchkannen bereit gestellt wurden. Er erinnert sich daran, wie er mit dem Bauernsohn gespielt hat. Damals war der kleine Bauernjunge sein Freund, schade, dass er sich nicht mehr an seinen Namen erinnert.

In einem Gebäude der Kasernenanlage war die Schule, dort erlebte er seine Einschulung und die ersten Unterrichtserlebnisse. Die Klasse bestand aus zwei Jahrgängen, seine Eltern erzählten ihm später, dass die Lehrer ihn gerne gleich in die zweite Klasse eingeschult hätten, aber die Eltern wollten das ihrem schmächtigen, von Krankheit geprägtem Sohn nicht zumuten. Das Auslassen einer Klasse kam erst später. Die Schule hat er nur ein halbes Jahr erfhren, dann zog die Familie um nach Hamburg.

Manchmal stellt er sich die jungen Rekruten vor, die jetzt seinen Raum bewohnen, junge Männer, die darauf warten, am Freitag nach Hause zu fahren, weg aus der Kaserne, hin zu Familie und Freunden. Im Nachhinein weiß er nicht mehr, ob es gut war, dort weg zu kommen und nach Hamburg umzuziehen. Es lag nicht in seiner Macht, das zu entscheiden.

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Thema: Wohnzimmer | Beitrag kommentieren

200

Montag, 3. März 2008 | Autor:

Damit sind 200 Kommentierer gelandet auf diesem Blog.
Hallo, Lena!

Um das ein wenig zu erläutern:
Seit gut zwei Jahren wird dieses Blog von der WordPress-Software betrieben. Und die WordPress-Statistik sagt:

1225 Tage online seit 26.10.2004
793 Beiträge
791 Kommentare seit 14.8.2006
0,65 Beiträge pro Tag
200 Kommentierer
151 Ø-Besucher pro Tag

Das mit den Besuchern ist natürlich zu relativieren, denn eine ganze Menge der Besucher sind Suchmaschinen, ich schätze die echten Besucher auf ca. 100 pro Tag.

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Thema: Wohnzimmer | Beitrag kommentieren