London April 2008

koffer

Von Hamburg ging es am Freitag abends nach London, diesmal nicht mit Ryanair von Lübeck, sondern mit Easyjet direkt von Hamburg nach Luton, während Hanna etwas früher mit Air Berlin nach Stansted flog. Hamburg ist ein komischer Flughafen, die Abflughalle ist vielleicht 600-800 m lang und ich musste die gesamte Strecke laufen. Immerhin gibt es am Ende der Halle einen Rollsteig von vielleicht 20m, wahrscheinlich damit sich die Leute kurz vor dem Zusammenbruch noch einmal kurz ausruhen können oder um sie schneller an der Raucherkabine des Flughafens vorbei zu transportieren. Diese Glaskabine von etwa 2,50m x 2,50m bietet doch tatsächlich Platz für etwa 6 Raucher, bei 8 wäre es dann schon schwierig, sich nicht gegenseitig Löcher in die Kleidung zu brennen. Interessant ist es, das Gepäck der Leute zu beobachten, oben ist ein besonders schönes Exemplar zu sehen, gemacht wohl für Leute, die sicher gehen wollen, ihren Koffer auf dem Gepäckband ganz schnell zu identifizieren.

Luton ist ein kleiner übersichtlicher Flughafen mit sehr schneller Passkontrolle und Gepäcklieferung und nach einer kurzen Fahrt mit dem Shuttlebus ist man dann am Bahnhof, von wo mich ein Zug in einer guten halben Stunde nach Farringdon brachte.

Farringdon ist mitten in der Londoner City, wo auch unsere Gastgeber wohnen, aber dort scheint ein Hotspot für Kneipen und Diskotheken zu sein: viele sehr angeheiterte junge Leute, ein großes Aufgebot an Polizei im Bahnhof, muss wohl so sein, denn viele Engländer lieben das „Binge Drinking“ und flippen dan ziemlich aus.

kurzlang

Von Farringdon geht es dann vorbei an einem Laden namens Kurz & Lang – the Bratwurst Company, der auf Bratwürste aller Art spezialisiert ist, die mit Sauerkraut und Brot serviert werden, so wie sich halt ein Londoner das gepflegte deutsche Bratwurstessen vorstellt.

smithfield

Weiter führt der Weg durch einen wunderbaren viktorianischen Markt, interessanterweise einen der größten und modernsten Fleischmärkte Europas, den Smithfield Meat Market. In riesigen unterirdischen Anlagen wurde hier früher auch hunderte Tiere zum Verkauf und Schlachten bereit gehalten, mittlerweile werden die Keller für Autos und zum Tanzen genutzt.

Von diesem Markt ist es dann nicht mehr weit nach Little Britain, der Straße, in der wir über das Wochenende wohnen. Gegenüber der Wohnung ist ein kleiner Park, der eine kleine morbide Sehenswürdigkeit enthält: irgendwann hat man hier Gedenktafeln angebracht für Leute, die bei dem Versuch, anderen das Leben zu retten, selber umgekommen sind.

tragische Lebensretter

Seit der Ankunft dreht es sich dann um Essen, Quatschen und Shoppen. Ich bin jetzt auch stolzer Besitzer eines neuen Anzugs.

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