Reitturnier Tremsdorf

Gestern war ich dann zum ersten Mal auf solch einem kleinen Reitturnier. Meine einzige vorherige Erfahrung mit Reitturnieren liegt, na sagen wir mal, Jahrzehnte zurück, und das war das Springderby in Hamburg-Klein-Flottbek, also sozusagen Höchstleistungsreiterei. Gestern war es anders, es war ein fast familäres Turnier in Brandenburg, irgendwie auf der grünen Wiese, auch wenn es ein offizielles und „richtiges Turnier“ war. Mich hat die Atmosphäre so ein wenig erinnert an Sommerfeste, die wir mit einer früheren Firma gemacht hatten, es fehlte irgendwie nur noch das Lagerfeuer. Gestern hatten wir mit dem Wetter Glück, es war windig, aber es gab viel Sonne. Heute morgen ist Hanna dann noch vor 7 Uhr los und ich beneide sie in keiner Weise, bei der Menge Regen und Wind, die ich hier durch die Scheibe sehe.

Das Turnier ist für Dressur bekannt, es gab zwei Plätze, auf denen parallel geritten wurde. Die Plätze waren markiert, wie man sieht, wenn ich es richtig verstanden habe, bezeichnen die Großbuchstaben die Punkte auf der Außenseite des Vierecks, während die Kleinbuchstaben die Linien über die Schmalseite kennzeichnen.

An einer Schmalseite des Dressusplatzes waren grob zusammen gezimmerte Holzbuden platziert für die Wertungsrichter und die Leute, die das Wertungsprotokoll schrieben. Und wo kommt da Hanna ins Spiel? Sie saß in einer dieser Holzbuden und sagte die Reiter an und verkündete die Ergebnisse. Aber wichtiger noch, sie sagte den Reitern an, was sie machen sollten, denn in den unteren Klassen wird nicht auswendig geritten. Hanna sagte also Sachen wie „von A im versammelten Trab bis x einreiten. Bei x grüßen“ oder „Nach rechts bis R traversieren“.

Soweit ich das beurteilen kann, hat sie das sehr gut gemacht. Auch unter der Beachtung der Tatsache, dass die Stimme über Verstärker und Lautsprecher ganz anders klingt. Hannas Stimme gewinnt dadurch.

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3 Kommentare zu Reitturnier Tremsdorf

  1. bosch sagt:

    Klingt doch ganz nett. Meine Liebe zum Pferd ist leider seit meiner Kindheit getrübt.

  2. Axel sagt:

    Ich selber finde Pferde auch leicht unheimlich, vielleicht auch so ein frühes Trauma.

  3. hanna sagt:

    Also, als ich anfing zu reiten hieß ich Frl. Herzklopfen, weil es mich wahnsinnige Überwindung gekostet hat, in den engen Pferdeständer zu gehen und das Pferd zu satteln, auch nach 20 Jahren ist noch immer großer Respekt und nur lagsames, mit ruhiger Ansprache verbundenes Annähern bei fremden Pferden angesagt.Grundsätzlich haben Pferde mehr Angst vor uns als wir vor ihnen…..

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