Auf der Reeperbahn

Wenn man an der Reeperbahn die S-Bahn verlässt, wird man mehr oder weniger dezent (eher weniger) darauf hingewiesen, dass auf dem Kiez ein Waffenverbot herrscht. Und Waffen ist alles bis hin zum Schweizer Messer, also Vorsicht beim Wandeln auf Hans Albers‘ Spuren.

Ach ja, Hans Albers: wenn man den S-Bahnhof in Richtung Hans-Albers-Platz verlässt, dann kommt man richtig ins Grübeln, denn man steht vor einem Gunshop. Nun gut, ich gehe davon aus, dass die Waffenverordnung nur für den öffentlichen Raum gilt und dass sich weiterhin MPs, Pfeffersprays, Taschenmesser oder Baseballschläger in privaten Räumen stapeln.

Aber wie kommen die dahin? Legen sich die Fahnder von der nahen Davidswache auf Lauer, um zu sehen, ob sie bei einer Warenlieferung für den Gunshop einen Waffentransport ausheben können? Was machen die Kunden, die zwar kaufen können, aber das Erworbene nicht mitnehmen dürfen? Versucht der Laden die Ware mit der Post auszuliefern und wird dann der Postbote als Waffenschmuggler verhaftet? Oder gibt es eine Plombe wie beim Zoll, einen Reeperbahnverschluss? Fragen über Fragen.

Die Reeperbahn ist sowieso ein merkwürdiges Pflaster. In Hamburg erwartet man, dass nach dem Urteil zum Rauchverbot demnächst ein ganz striktes Verbot wie in Bayern verhängt wird. Außerdem wird eine Verordnung diskutiert, nachdem das Trinken von Alkohol auf der Straße verboten werden soll.

Das wird dann dazu führen, dass in die Menge der Kneipenbesucher heftige Bewegung geraten wird: ganz unbewaffnet werden sie zum Trinken in die Kneipe ziehen und zum Rauchen wieder raus, ein Kommen und Gehen.

Das soeben geschriebene ist von mir, aber wer weitere interessante Geschichten rund um die Reeperbahn lesen will, der wird bei Matts sehr lesenswertem Blog von der Rückseite der selbigen fündig.

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