Dunkler Weg

A. erzählt beim Mittagessen, dass sie, wenn sie mit dem Fahrrad von der S-Bahn nach Hause will, zwei Möglichkeiten hat: einen gut beleuchteten, etwa zwei Kilometer langen Weg durch ein Wohngebiet und einen erheblich kürzeren, aber dunklen Weg direkt an der S-Bahn entlang. Der Weg ist so unheimlich, dass die Polizei davor gewarnt hat, den im Dunklen zu benutzen, und meinte, man solle doch lieber den längeren, aber sichereren nehmen.

„Ich denk doch nicht dran, da einfach einen Umweg zu fahren und habe mich in Richtung dunkles Loch aufgemacht. Das Licht an meinem Fahrrad funkionierte nicht und ich konnte kaum die Hand vor meinen Augen sehen. Daher bemerkte ich bemerkte ich die beiden Männer erst, als sie einen Meter vor mir auftauchten, zum Bremsen war es zu spät, und ich habe sie mehr oder weniger umgefahren. Hinter mir hörte ich irgendwelche türkischen Flüche und habe mich sofort an einen anderen Rat der Polizei erinnert, der besagt, wenn man schon den Weg fährt, dann soll man auf keinen, auf gar keinen Fall anhalten.“

Ein wenig schlechtes Gewissen hätte Sie ja schon, vielleicht hätten die Männer da mit gebrochenen Beinen gelegen und seien erst am nächsten Morgen gefunden worden, weil sich alle Leute an den Rat der Polizei gehalten hätten.

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