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Beiträge vom » November, 2008 «

Gäste

Sonntag, 30. November 2008 | Autor: Hanna

Endlich, nach 2 Tagen ist alles wieder einigermaßen im Lot! Wir hatten Freitagabend liebe Gäste, teilweise zum ersten Mal, wir haben 4 intensive Menschen beim Alumni-Treffen der Studienstiftung kennen gelernt, und ich habe das Gefühl gehabt, die möchte ich wiedersehen. Es war eine rauschende Ballnacht. Wir haben gegessen, gelacht, geredet, gesungen, gespielt…..also genau so den Abend verbracht, wie ich es mir vorgestellt habe…..aber, ja was ist denn jetzt das ABER?!…es dauert leider so viel länger, bis ich alles wieder so habe, wie ich es möchte. Es war den Aufwand wert, etwas, was ich nicht missen möchte, aber früher war sowas öfter und selbstverständlicher…………ICH WERDE ALT!!!

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Befindlichkeit

Samstag, 29. November 2008 | Autor: Axel

Es ist ein Kreuz mit dem Kreuz.

Oder um es in Abwandlung von Wolfgang Ambros zu sagen:

Mir geht es wie dem Jesus, mir tut das Kreuz so weh,
doch ihm tat es schon mit dreißig, mir tut es heut erst weh.

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Straßburg Hauptbahnhof

Freitag, 28. November 2008 | Autor: Axel

Der Nachteil von solchen Geschäftsreisen im Winter is es, dass Besichtigungen kaum möglich sind: tagsüber arbeitet man, und wenn man dann fertig ist, ist es dunkel. Einen etwas längeren Spaziergang habe ich mir gegönnt, Straßburg ist wirklich ein schönes Städtchen mit einer sehenswerten Altstadt. Fotografieren hat sich nicht gelohnt, aber ein Foto vom Hauptbahnhof in Straßburg muss ich dann doch zeigen.

Straßburg Hauptbahnhof

Die Franzosen haben es mit modernen Gebäuden und sie kombinieren sie auch häufig auf unmögliche Art mit alten. Hier in Straßburg steckt das komplette alte Bahnhofsgebäude mit einer wunderschönen rötlichen Sandsteinfassade hinter den Scheiben, so als habe man es verstecken wollen.

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Galadiner – französisch

Freitag, 28. November 2008 | Autor: Axel

Palis Universitaire STraßburg

Ich habe in Zusammenhang mit diesem Netzwerk schon zwei Galadiners erlebt, dieses in Tartu und dieses in Essen. Nun also die französische Variante, in Straßburg.

Ort des Diners war das Palais Universitaire, im Atrium, das mit Beleuchtungseffekten ansprechend hergerichtet war. Draußen war ein roter Teppich ausgerollt, wahrscheinlich damit sich die Leute beim Warten keine kalten Füße holen. Und warten mussten sie, mindestens eine viertel Stunde, da die Securityleute Anweisung hatten zu warten, bis das Buffet komplett aufgebaut war. Die zweite Schlange war an der Garderobe und es war nur zu natürlich, dass die Leute an das jetzt ja fertig aufgebaute Buffet gehen wollten. Aber nein, noch war Essen nicht angesagt, neben jeden Buffettisch wurde jemand gestellt, der den Gästen (symbolisch) auf die Finger klopfte.

Dann fingen die Reden an, die Leute hörten kurz zu und wandten sich dann wieder den eigenen Gesprächen zu und übertönten die drei Redner. Kein Wunder, die Reden wurden natürlich in Französisch gehalten und bei einem internationalen Kongress ist davon auszugehen, dass die übergroße Mehrheit kein Französisch versteht. EInen Dolmetscher gab es nicht.

Das Buffet war nach Geschmacksrichtungen aufgeteilt, salzig, bitter, süß und sauer, allerdings nicht so ganz konsequent durchgehalten, aber vielleicht sind meine Geschmacksnerven nicht gut genug. Und es verirren sich dann auch so exotische Speisen aufs Buffet wie Lakritzschnecken…

Beim Stehbuffet stehen die Leute dann doch wieder in ihren bekannten Grüppchen herum, das Auslosen der Tische in Tartu und Essen war spannender. Außerdem hasse ich es, im Stehen zu essen. So richtig Gala war das ganze nicht, verstärkt durch die Musik, bei der eine Gruppe ihre Mittelmäßigkeit dadurch wett zu machen versuchte, dass sie über den köpfen der Gäste etwas hilflos und dilettantisch herumturnte.

Buffet

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Stadtrundfahrt

Dienstag, 25. November 2008 | Autor: Axel

DIFUSE PosterNichts lässt einen eine Stadt so erfahren, und das im wahrsten Sinne des Wortes, wenn man plötzlich etwas zu tun hat, was mit Besichtigungen nicht das Geringste zu tun hat. Ich habe heute diverse Straßenbahnlinien, Buslinien und Fußwege kennen gelernt, die mit ausgetretenen Pfaden nun wirklich nichts zu tun haben, bis ich endlich in einem Copyshop gelandet bin, der mir mein Poster bunt und in richtiger Größe ausdrucken konnte. Richtig war in diesem Fall DIN A1, also knapp einen Meter hoch und gute einen halben breit.

Manchmal kann ich stur sein, und dass Original nicht hier in Straßburg war, war ja meine eigene Schuld. Dass die Posterseeion dann in die hinterste Ecke des Kongresszentrums verbannt war und praktisch keiner kam, um seine Bewunderung auszusprechen, das steht auf einem anderen Blatt. Allerdings war der EU-Verantwortliche für das Projekt da und hat mich vor dem Poster geistig stramm stehen sehen, ist ja auch was.

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Montagsreise zu den Sternen

Montag, 24. November 2008 | Autor: Axel

Normalerweise ist das Weckerklingeln am Montag um 6 Uhr früh schon sehr hart für einen Morgenmuffel wie mich. Heute war es sogar noch eine Stunde früher und eigentlich kann das nicht gut gehen. Die allerletzte S-Bahn, die mich meinen ICE um 6:22 Uhr am Ostbahnhof noch erreichen ließ, habe ich allerdings noch knapp geschafft.

Die Stimmung im Zug ist der Tageszeit angemessen recht gedämpft und es legen sich auch die meisten Reisenden, bei denen sich um allein fahrende Leute handelt, die in Geschäften aller Art unterwegs sein müssen, auch recht bald auf ein Nachholschläfchen zur Ruhe, nachdem sie noch am mitgebrachten Latte Machhiato genippt haben.

Nur Unentwegte klappen ihren Laptop auf, meist um einen Film zu sehen, nur die ganz harten fangen um diese Zeit an zu arbeiten. Mein Sitznachbar fängt an, Fotos von einem recht heruntergekommenen Haus zu sortieren, der Architektur nach ein Bauernhaus mit angeschlossenem Restaurant irgendwo in Bayern. Aus dem Augenwinkel erkenne ich Risse in Wänden und Decken, vergammelte Holzbalken und Dielen, rostige Beschläge und blätternden Putz. Wo etwas neuer aussieht, deutet die Gestaltung der Wände mit großen Blumenmustern auf den Tapeten auf eine Renovierung in den 70ern hin. Das Haus ist recht groß und es gibt sehr viele Bilder, die mein Nachbar begutachtet, kopiert, umbenennt, eine Tätigkeit, die ihn die viereinhalb Stunden bis Frankfurt beschäftigt. Ich fange an, mir Gechichten auszumalen, ist er ein Künstler, der dieses Haus vielleicht erwerben möchte, weil es so einen etwas heruntergekommenen Charme hat? Oder ist er ein Gutachter, der den Wert taxieren soll? Währenddessen schnarcht die Frau gegenüber leise, aber vernehmlich in ihr vorsorglich mitgenommenes Nackenkissen.

Draußen wechselt die schwarze Nacht ganz allmählich über dunkel- und mittelgrau in den Tag, der auch nicht besser als hellgrau zu werden verspricht. Draußen beginnt das Lebenn, die Lichter gehen für ein paar Stunden aus, die Supermärkte werdebn beliefert und die Polizei hält die ersten Leute nach einer frisch aufgebauten Radarfalle an.

Die Einzelreisenden steigen nach und nach aus und werden durch etwas lautere Gruppen ersetzt, die es sich leisten können, zu zivileren Zeiten zu fahren. Irgendjemand konnte es nicht aushalten und zieht sich eine Zigarette auf dem Klo durch, man riecht es überdeutlich. Andere springen auf dem Bahnhof aus der Tür, machen zwei Züge und springen wieder rein, aus Angst zurück zu bleiben.

Die Ansagen des Schaffners kommen um so häufiger, je größer die Verspätung des Zuges wird, bis er aus lauter Verzeiflung ansagt, dass der Zug steht, weil ein Signal rot zeigt. Und jedesmal entschuldigt er sich und bedauert die entstehenden Unannehmlichkeiten.

Mit einer halben Stunde Verspätung kommt der Zug in Offenburg an, jetzt kann ich mir nach sechseinhalb Stunden auch mal eine Zigarette gönnen, jetzt ist es auch nicht mehr weit, noch eine halbe Stunde über kleine Dörfer und ich bin in Straßburg.

Die Sterne die ich meine, sind die europäischen, und gleich nach meiner Ankunft geht es zur Eröffnungssitzung der Konferenz, an der ich teilnehme, in das Europäische Parlament, ich finde Sitz 598 von 862 nummerierten Plätzen. Zur Teilnahme an der Konferenz bin ich von der Kommission verpflichtet worden, ich soll mich bei einer sogenannten Postersession morgen neben ein Plakat unseres Projektes stellen und Rede und Antwort stehen.

Ich sagte ja, so ein Tag kann nicht gut gehen, das Poster steht noch in Berlin in der Gryphiusstraße.

Plenarsaal Europäisches Parlament STraßburg

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Winter in der Gryphiusstraße

Sonntag, 23. November 2008 | Autor: Axel

Winter in der Gryphiusstraße

Wie schon tagelang von allen Meteorologen vorhergesagt, ist der Winter nun auch im Flachland gelandet. In der letzten Nacht sind auf unserer Terrasse so knapp 5 cm Neuschnee liegen geblieben. Ich fand es faszinierend, durch die Schneereste den Fernsehturm in der Sonne glitzern zu sehen.

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Entsetzen in Amerika

Donnerstag, 20. November 2008 | Autor: Axel

Schwarzer wird Präsident.

via: Svensonsan

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Sehnsucht

Mittwoch, 19. November 2008 | Autor: Axel

Wir waren ja erst letztes Jahr in Andalusien, aber wenn ich das hier lese, bekomme ich nicht nur Sehnsucht, sondern mir läuft auch das Wasser im Munde zusammen.

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Ungleichverteilung

Dienstag, 18. November 2008 | Autor: Axel

Es ist immer traurig zu hören, wie Hanna mit ihrer Mutter spricht oder sie, höchst selten allerdings, mal zu einem Besuch zu begleiten. Ihre Mutter ist 85 und schwer an Altersdemenz erkrankt, so weit dass sie manchmal ihre Tochter nicht erkennt, oder innerhalb weniger Minuten fünf- oder sechsmal die gleichen Sachen erzählt, ähnlich wie eine alte Schellackplatte mit einem Sprung.

Und heute sitze ich da einem Professor gegenüber, der 1989 emeritiert wurde, also das gleiche Alter haben müsste wie Hannas Mutter, und bespreche mit diesem dann sein neues Forschungsprojekt, das, wenn bewilligt, erst in fünf Jahren beendet sein wird. Und ich traue ihm durchaus zu, das durchzuhalten.

Da liegen Welten zwischen zwei gleichaltrigen Menschen und man kann nur hoffen, dass der Versuch, geistig rege zu bleiben, den Verfall aufhalten kann.

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