Elite

Vortrag im Schloss Ulrichshusen

Der Anlass unserer Fahrt nach Ulrichshusen war ein Alumnitreffen (also ein Ehemaligentreffen) der Studienstiftung des deutschen Volkes. Die Studienstiftung fördert begabte Studenten unabhängig von Parteien, Gewerkschaften oder sonstigen Tendenzorganisationen. Mein Studium wurde von der Stiftung finanziert einschließlich eines Studienjahres in London.

Lange Jahre habe ich praktisch keinen Kontakt gesucht. Einer der Gründe ist sicher, dass ich dem Anspruch der Stiftung, den wissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern, in meinen eigenen Augen nicht erfüllt habe, weil ich kein Professor geworden bin, aus welchen Gründen auch immer. So langsam kann ich mich dem wieder nähern und so war ich ganz erfreut, als Hanna spontan zusagte, mich auf dieses Treffen zu begleiten.

Der Hauptzweck war natürlich der Austausch und das Kennenlernen und die Mischung der Leute war schon sehr interessnt, alle Fachrichtungen, Universitätsleute, Juristen, Verwaltungsleute, Industriemanager bis hin zu einer Kapitänin eines Containerschiffes.

Der Samstag mit Vorträgen stand unter einem Thema, nämlich „Welche Elite brauchen wir?“ Sicher passend, denn die fast 70 Teilnehmer gehören irgendwie einer solchen an, auch wenn es nur zwei Personen offen für sich behauptet haben. Die Themen der Vorträge waren äußerst gemischt, nämlich:

  • Der Elite- und Massenbegriff bei Jose Ortega y Gasset
  • Elitebildung in Ostasien
  • Welche Informations-Elite brauchen wir? Professioneller Journalismus versus Bürger-Journalismus: Welche Anforderungen haben sich an Journalisten und Rezipienten geändert?
  • Juristeneliten – Für eine Stärkung ihrer gesellschaftlichen Relevanz durch größere Durchlässigkeit der Berufswelten
  • Elite als Volksverführer
  • Wirtschaftselite – Persönliche Reflexionen über vier erlebte Fusionen
  • Kulturelite – „Wir sind M-V“: Ein Identifikationskonzept

Die Vorträge waren fast durchweg sehr interessant, aber auch die nachfolgenden Diskussionen waren sehr spannend. Ich habe ja schon viele Tagungen und Seminare erlebt, aber selten war es so kurzweilig und gind die Zeit so schnell vorbei wie gestern.

Selbst Hanna, die „nur“ als Begleitung mit war, hat es nach nach anfänglicher Abwehr und Skepsis Spass gemacht.

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