Gierig

Man nimmt es dieser Tage dann doch irgendwie hin, das Spekulantenbanken mit Milliarden Steuermitteln gestützt werden und dass dabei die staatlichen Landesbanken in vorderster Reihe stehen.

Man hält es für unausweichlich, dass allenthalben darüber diskutiert wird, wie man der notleidenden Autoindustrie mit Steuererlass auch für spritschluckende Porsche Cayennes oder mit Verschrottungsprämien auf die Beine helfen kann, auch wenn Opel mit seiner 40-Milliarden-Forderung auf leichtes Unverständnis trifft.

Dass aber nun auch die amerikanische Musikindustrie sich zum wichtigen Wirtschaftsfaktor ernennt und über fünf Jahre 25 Milliarden an Staatsunterstützung fordert, das hört sich dann doch schon nach Satire an.

Was kommt als nächstes? Der VEB Universal Music? Hollywood auf der Suche nach Staatsbürgschaften? Statt 1 Euro-Jobs der tägliche Euro in die Hand, um die notleidende Burgerindustrie zu stützen? Abwrackprämien für Handwerkszeug, damit Heimwerkermärkte und Bohrerhersteller nicht in Gefahr geraten? Zwangsankauf von Planetenanleihen, um Elektronikkaufhäuser zu stützen?

Da ist es nicht verwunderlich, wenn man es nicht für ganz unwahrscheinlich hält, dass die Arbeitsagenturen Hartz-IV-Empfänger zum Verkauf von Organen zwingen könnten.

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