Spaßfreie Zone

Wenn ich in unserem Boxhagener Kiez spazieren gehe, freue ich mich besonders an den vielen Straßencafés. Viele sind verschönert mit Blumenkübeln, haben große Schirme mit schweren Betonfüßen, die Schutz gegen Regen oder Sonne beiten. Viele haben Klimakiller (sprich Heizpilze) stehen und manche bauen im Winter sogar Zelte auf, besonders an der Kreuzung Simon-Dach-Str./Grünberger Str. sieht man das. Aufstellertafeln kündigen Tagesmenüs, Cocktailpreise oder Happy Hours an und besonders im Sommer wirkt alles sehr lebendig und fast mediterran.

Das soll sich ändern. Diverse Berliner Bezirke wollen Blumenkübel, schwere Sonnenschirme, Auftsteller für Angebote und alles Mögliche verbieten. Der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf macht den Anfang, weitere wollen folgen, auch unser Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg. Viele Wirte wird das hart treffen, unser Freund Uwe kann z.B. bei Hannas alter Stammkneipe, dem Spinnrad in Wilmersdorf, die ganze Außenanlage abbauen. Reichlich provinziell das Ganze. Und wenn es in Berlin genauso ist wie in Hamburg, wo für die Straßennutzung Gebühren gezahlt werden müssen, dann streichen sich die Bezirke auch noch sicher dringend benötigte Einnahmen.

via: Modersohn-Magazin

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4 Kommentare zu Spaßfreie Zone

  1. manu sagt:

    Wer denkt da überhaupt noch?

  2. Karsten sagt:

    Neulich Morgens im Parlament: „Steht hier nicht rum, verbietet irgendetwas!“
    So oder so ähnlich läufts doch ab.

  3. suzan sagt:

    In Berlin muss die Sondernutzung von Straßenland schon lange bezahlt werden! Wo liegt da Dein Problem?

  4. Axel sagt:

    Welches Problem? Ich finde die Sondernutzungsgebühr in Ordnung.

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