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Beiträge vom » Januar, 2009 «

Über die Sozialverträglichkeit von Diäten

Mittwoch, 14. Januar 2009 | Autor:

Vegetarische DiätKurz nach Arbeitsschluss muss ich auch mal etwas einkaufen, so gegen 18 Uhr. Vor mir an der Kasse steht eine Frau, sie ist vielleicht 30 Jahre alt, vielleicht auch ein wenig jünger. Sie trägt eine der Hornbrillen, die ich normalerweise mit Werbern, PR-Leuten, PraktikantInnen oder Internetprojektmanagern verbinde. Auf das Laufband packt sie drei Sachen: einen Joghurt, eine Kiwi und einen Apfel. Das schien mir ein diätverträgliches Abendessen zu sein.

Die Kassiererin arbeitet in ihrem normalen Rhythmus, die Schlangen bestehen so aus drei oder vier Leuten. Ich beobachte die Frau, sie träumt, scheint sich ihrer Umgebung nicht bewusst. Sie schaut irgendwie abwesend in die Gegend, während die kurze Schlange sich langsam aber stetig voran bewegt. Da sie direkt vor mir steht, komme ich nicht umhin, sie mir ein wenig anzuschauen. Mager sieht sie aus, der Gesichtsausdruck ist irgendwie merkwürdig, eine Mischung zwischen verträumt und verkniffen, etwas, was ich ganz selten sehe in meiner Umgebung.

Die Kassiererin arbeitet ruhig und bestimmt, lässt sich nicht irre machen durch die Umgebung. Sie nennt einen Preis von unter 2 € für Apfel, Kiwi und Joghurt. Die junge Frau schreckt hoch, scheint überrascht, dass sie bezahlen soll. Umständlich kramt sie in ihrer großen Handtasche und findet in ihren Tiefen schließlich ihr Portemonnaie, zählt umständlich den Kaufpreis passend ab.

Während sie wie in Zeitlupe die Geldbörse in den Tiefen ihres Beutels versenkt, setzt die Kassiererin ihre Arbeit fort und schiebt meine Waren in die “Aufnahmezone”, in der noch Apfel, Kiwi, Joghurt auf das Einsammeln warten. Natürlich will ich nicht, dass meine Sachen sich nicht mit ihren vermischen und lange über meinen Einkaufswagen, um meine Beute einzusammeln. Plötzlich schrecke ich hoch, die Frau schreit los: “Nun lassen Sie mich doch erst einmal einpacken!” Verblüfft stoppe ich meinen Einpackvorgang und schaue hoch. Giftig durchbohrt sie mich mit ihren Blicken, greift die verbleibende Kiwi und stapft ohne einen weiteren Blick davon.

Ich fühle mich bestätigt: Frauen, die keine Diät machen, sind doch erheblich angenehmer.

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Thema: Rumpelkammer | Ein Kommentar

Das Geheimnis von Eike und Anni

Montag, 12. Januar 2009 | Autor:

Eike und Anni

Heute morgen ging es wieder los nach Hamburg. Und kurz nachdem ich den S-Bahnhof Hamburg-Harburg verlassen hatte, fingen die Kreidemalereien an. Offensichtlich hatte ein Eike seiner Anni auf einer Länge von etwa 500m mit Kreide Liebesbezeugungen auf dem Bürgersteig hinterlassen. Viele Herzen, viele “Eike liebt Anni”, viele “Wir lieben uns”, gesprenkelt mit Wörtern, die Emotionen anzeigen sollten: Lachen, Trauer, Küssen, “Liebe machen” und noch einiges mehr. Dazu Bestärkungsformeln wie “Wir schaffen das”.

Die Fakten sind schnell zusammen getragen: Eike und Anni sind seit November 2003 zusammen (zumindest meint Eike das, wenn er Verfasser der Malereien ist), also etwas mehr als 5 Jahre. Und Eike hat offensichtlich Gründe, seiner Anni ganz starke Liebesbeweise zu hinterlassen.

Meine erste Reaktion war “Ach wie niedlich!” Von anderen Passanten kam der Ausruf “Süß!”. Aber kann man da so sicher sein?

Was treibt Eike dazu, etwa 2 Monate nach dem vorgeblichen Jahrestag diese Sprüche zu hinterlassen? Hatten sie einen Streit, und Anni hat ihn verlassen? Hat er sie geschlagen und bereut es? Ist es Anni nicht peinlich, all diese Kritzeleien zu sehen auf einem Weg, den sie in aller Wahrscheinlichkeit sehr häufig geht?

Oder ist da eigentlich gar nichts und Eike ist ein Stalker? Ich werde es wohl nie erfahren.

PS: Vielleicht ist es ja auch ein Kennzeichen von Männern mit dem Namen “Eike”, dass sie ein wenig durchgeknallt sind… Diese Spekulation beruht auf einer statistischen Untersuchung mit mindestens 2 Probanden.

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Thema: Arbeitszimmer, Rumpelkammer | 11 Kommentare

Schlüsselerlebnis

Samstag, 10. Januar 2009 | Autor:

Ganz plötzlich ist in meiner Hosentasche ein Schlüsselbund aufgetaucht, von dem ich keine Ahnung habe, zu welchen Schlössern die Schlüssel gehören. Sehr merkwürdig.

Vermisst jemand unserer Leser/Besucher vielleicht ein solchiges?

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Thema: Wohnzimmer | Ein Kommentar

Illegale Einsatztruppe

Freitag, 9. Januar 2009 | Autor:

Heizpilzarmee

Oder warten sie hier nur auf ihre Verschrottung?

Gesehen in der Simon-Dach-Straße

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Thema: Vorgarten | Beitrag kommentieren

Winter

Mittwoch, 7. Januar 2009 | Autor:

Allenthalben ist davon zu lesen, wie kalt die Welt ist. Da trifft es sich gut, einfach noch Urlaub zu haben und wenn, dann nur ein paar Schritte aus dem Haus gehen zu müssen, um Zigaretten zu holen oder Brötchen. Keine Gedanken darüber, wo die Handschuhe sind, oder wo der Schal verstaut ist seit dem letzten (oder war es der vorletzte Winter?).

Europa im Griff der Eiseskälte, eigentlich sollten wir froh sein, dass es sie noch gibt, bald blühen die Krokusse rund ums Jahr. Also sitze ich in der warmen Wohnung und genieße.

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Thema: Wohnzimmer | 4 Kommentare

Der Alligator

Samstag, 3. Januar 2009 | Autor:

Alligator 
Wir haben in Schweden einen für mich tollen Laden entdeckt: Olsson u. Bengtsson oder ähnlich. Ein Heimwerkerladen….ich könnte stundenlang in jedem Baumarkt rumschauen…aber mit der Spezialität schwedischer Küchenhilfen und Utensilien. Das erste mal habe ich den Alligator bei Elisabeth gesehen…ein Gerät um etwas in Würfel zu schneiden. In diesem Laden gab es den Alligator in 2 Größen…wir kauften beide. Und heute kamen sie auch wieder mal zum Einsatz. Ich mag sehr gerne Gemüse für unser Essen vorbereiten, d.h. waschen, schnippeln usw. Wir haben heute eine italienische Bolognaise zu den hausgemachten Linguine aus unserem Nudelladen gemacht und dazu gehört nach Axels Rezept auch Suppengrün. Nun fehlt mir bei den vorgefertigten meist die Petersilienwurzel, die meist durch krause Petersilie ersetzt wird. Also habe ich eine Selleriknolle, ein Bund Möhren, eine Packung Petersienwurzeln und Frühlingszwiebeln geholt und während Axel kochte, Suppengrün vorbereitet. Aber unser Alligator streikte….die Möhren waren ihm zu hart. Es war kein Problem, denn Axel schaffte es den Sellerie zu quadratieren.  Und es lief toll. Wir haben beide zusammen 7 Tüten zum Einfrieren und eine Doppelportion fürs Hühnerfrikassee morgen vorbereitet, dabei geredet gelacht, also für mich die perfekte Situation gelebt. Und nur weil der Alligator nur mit Axel arbeiten wollte . Ein Paartherapeut!!!

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Thema: Wohnzimmer | Ein Kommentar