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Beiträge vom » Februar, 2009 «

HipHop Vietnamese

Samstag, 28. Februar 2009 | Autor: Axel

Crazy Ling's

Direkt gegenüber unserem Hauseingang war ein chinesisches Restaurant, das lange unter dem Namen Kaisergarten oder so ähnlich firmierte. Das Essen war gar nicht so schlecht, bis offensichtlich der Koch weg ging. Dann brach das Geschäft offensichtlich weg weg und der Besitzer versuchte sich umzufirmieren in ein vietnamesisches Restaurant namens Viet Ho.

Auch das lief wohl nicht so richtig und jetzt versucht er sich graffitimäßig dem jungen Publikum in unserem Kiez anzupassen. Offensichtlich hat er ein gutes Verhältnis zu den Sprayern nebenan. Nützt aber sich alles nichts, wenn es der gleiche Koch ist.

Aber eine Chance sollte man dem Qrazy Ling’s schon geben. Hier ein Bericht von der Eröffnung.

Qrazy Ling
Wühlischstr. 12
10245 Berlin

Thema: Vorgarten | 2 Kommentare

Verhältnisse

Donnerstag, 26. Februar 2009 | Autor: Axel

Der HSV hat heute ganz locker das ViertelAchtelfinale im UEFA-Cup erreicht. Groß nachgespielt werden musste nicht, also dauerte das Spiel tatsächlich etwa 90 Minuten. Während dieser Zeit hat General Motors im letzten Jahr gut 5 Millionen Dollar Verlust gemacht.

Mir würde das reichen.

Thema: Rumpelkammer | 4 Kommentare

Denkpause

Montag, 23. Februar 2009 | Autor: Axel

Ersatzzug

Ruhig sitzen oder stehen die Leute im überfüllten Zug am Montag Morgen. Die Stimmung ist gedämpft, jeder scheint seinen Gedanken nachzuhängen. Die übliche Arbeitsatmosphäre fehlt, es ist ein alter Interregio, der den ICE mit den zu überprüfenden Achsen ersetzt, da gibt es keine Steckdosen, nur wenig Tische und auch die Telefone finden nur schwer ein Netz. Die Laptops liegen in ihren Taschen auf den Gepäckablagen, nur vereinzelt lesen die Leute, die meisten geben sich diesem angenehmen Dämmern hin, bei dem man langsam wegsinkt, in den Schlaf gesungen von dem gleichmäßigen Rattern der Räder. Nur manchmal schreckt hier und da ein Kopf hoch, der Schlaf gestört durch das eigene beginnende Schnarchen.

Was geht den Leuten durch die Köpfe in dieser vielleicht auch unfreiwilligen Denkpause? Haben sie sich am Wochenende verliebt und Träumen von einer gemeinsamen Zukunft? Sind sie am Wochenende vor sich selbst in die Sucht geflüchtet, den Alkohol, die Drogen, den Sex? Waren sie müde, verzweifelt, ehrlich mit sich selbst, mit anderen oder haben sie sich in der Täuschung ihrer selbst oder die anderer verfangen? Die Gesichter geben es nicht preis, es ist nicht üblich, in der Öffentlichkeit als heulendes Elend, als kichernde oder laut lachende Einzelperson zu sitzen.

In dieser Gesellschaft versteckt man sich, man versucht, die Gewalt zu verstecken, der man ausgesetzt ist oder die man ausübt, auch all die Kränkungen, Freuden, Spiele. Die Fassade muss aufrecht erhalten werden, und wie es da drinnen aussieht, geht niemanden etwas an. Die Leute sollen nur Gutes von einem denken, da verbiegt man sich dann durchaus einmal, und wenn man sich angegriffen fühlt, wenn man glaubt, die Leute seien schlecht zu einem, dann reagiert man trotzig, verletzt, eitel.

Es gibt die Geschichte von dem Ehepaar, bei dem sie jahrelang die Oberseite des Brötchens gegessen hat und er die Unterseite, bis sie irgendwann einmal fest stellten, das jeder die andere Seite des Brötchens lieber gehabt hätte. Meist wird die Geschichte als Beispiel dafür erzählt, wie sie sich durch ihren liebevollen Umgang miteinander, durch das dem Anderen das Beste wollende jahrelang an eben diesem Besten vorbei gelebt haben. Man kann auch sagen, dadurch, dass sie nicht klar und ehrlich miteinander umgegangen sind, haben sie sich viele Freuden genommen.

Kinder können das, spontan lachen, sich freuen, sagen, wenn sie etwas mögen. Leider bewahren sich die wenigsten Erwachsenen dieses kindliche Gemüt. Statt dessen werden sie kindisch, stampfen mit dem Fuß auf, schreien, wenn sie nicht das bekommen, was sie wollen, werden zu den Trotzköpfen, die in Kindern manchmal wirklich nerven können.

Vielleicht hat der eine oder der andere darüber nachgedacht im Zug, vielleicht hat der eine oder andere einen Weg begonnen, der ihn aus den eigenen Zwängen herausführen kann. Dann hätte die Ruhestunde im Zug viel vollbracht.

Thema: Arbeitszimmer, Vorgarten | Ein Kommentar

Die polyglotte Katze

Donnerstag, 19. Februar 2009 | Autor: Axel

Die Katze sitzt vorm Mauseloch,
in das die Maus vor kurzem kroch,
und denkt: “Da wart nicht lang ich,
die Maus, die fang ich!”

Die Maus jedoch spricht in dem Bau:
“Ich bin zwar klein, doch bin ich schlau!
Ich rühr mich nicht von hinnen,
ich bleibe drinnen!”

Da plötzlich hört sie – statt”miau” -
ein laut vernehmliches “wau-wau”
und lacht: “Die arme Katze,
der Hund, der hatse!
Jetzt muß sie aber schleunigst flitzen,
anstatt vor meinem Loch zu sitzen!”

Doch leider – nun, man ahnt’s bereits -
war das ein Irrtum ihrerseits,
denn als die Maus vors Loch hintritt -
es war nur ein ganz kleiner Schritt -
wird sie durch Katzenpfotenkraft
hinweggerafft! – - -

Danach wäscht sich die Katz die Pfote
und spricht mit der ihr eignen Note:
“Wie nützlich ist es dann und wann,
wenn man ‘ne fremde Sprache kann …!”

In Gedenken an Heinz Ehrhardt zum 100. Geburtstag

Thema: Katzenhöhle, Vorgarten | Beitrag kommentieren

Axel und Hanna auf Japanisch

Mittwoch, 18. Februar 2009 | Autor: Axel

This is what the name “Axel” looks like in Japanese:

Axel auf Japanisch

It is pronounced “AKUSERU”. (Consonants are pronounced more or less the same way as in English. “A” sounds like a in father, but shorter. “U” sounds like oo in hook, but with less rounding of the lips. “E” sounds like e in met.)

This is what the name “Hanna” looks like in Japanese:

Hanna auf Japanisch

It is pronounced “HANNA”. (Consonants are pronounced more or less the same way as in English. “A” sounds like a in father, but shorter.)

Selber probieren.

Thema: Rumpelkammer | Beitrag kommentieren

Auswahlseminar

Dienstag, 17. Februar 2009 | Autor: Axel

Eigentlich hatte ich mit der Studienstiftung lange nichts am Hut, erst in letzter Zeit nähere ich mich ihr langsam wieder an. Ein Grund ist der, dass ich mich im Sinne der Stiftung lange Zeit als Misserfolg gesehen habe, denn das Ziel während meiner Förderzeit war es ausdrücklich, die zukünftige Wissenschaftselite heranzuziehen, sprich, Professoren zu produzieren. Das hat sich in der Stiftung mittlerweile geändert und ich sehe mich und meine Person viel gelassener, das hat sicher auch einen Großteil mit meiner persönlichen Situation und dem schönen Verhältnis zu Hanna zu tun.

Letztes Jahr hatte ich aus Anlass meiner Einladung zur Eröffnung des Studienkollegs zu Berlin angeboten, einen Vortrag zu halten zu europäischen Förderprogrammen. Das Angebot wurde nicht angenommen, aber offensichtlich hatte ich mich damit als potenzieller freiwilliger Helfer geoutet.

Prompt kam nach ein paar Wochen eine Anfrage, ob ich nicht an einem Auswahlseminar teilnehmen wolle. Beigefügt war eine Liste von Orten und Terminen und ich entschied mich nach kurzer Überlegung, meine Teilnahme zuzusagen, an erster Stelle für ein Auswahlseminar in Berlin.

Prompt folgte die Zusage für Berlin und eine Woche vor dem Auswahlseminar erhielt ich einen dicken Umschlag mit Anleitungen und den Unterlagen zu 10 Studenten: Fragebogen, Lebenslauf, Zeugnisse, Gutachten seitens der Universität. Diese Auswahl bezog sich auf Studenten nach dem Vordiplom, die Studienstiftung führt auch eine Auswahl unter Abiturienten durch.

Und so stand ich dann am letzten Samstag, kurz vor 11 Uhr und überpünktlich wie meistens, im Hotel Morgenland in Berlin-Lichterfelde (übrigens dem Hauptsitz einer Organsiation namens Morgenländische Frauenmission). Nach und nach trafen die anderen Gutachter und die zu prüfenden Studenten ein und die Einweisung der Auswahlausschußmitglieder konnte beginnen.

Für die Studenten bedeutet das Verfahren, dass sie mit einem fachnahen und einem fachfernen Gutachter Gespräche von 35-40 Minuten führen und dann in einer Gruppe von 5 Studenten vor einem beobachtenden dritten Gutachter einen Vortrag von 10 Minuten halten mit anschließender 20 minütiger Diskussion, also insgesamt 5 Sitzungen zu durchlaufen haben.

Für mich bedeutete das Arbeit von 11-20:30 am Samstag und von 8:30 bis kurz nach 16 Uhr am Sonntag, 10 9 Einzelgespräche und 5 4 Gruppendiskussion, da 2 Teilnehmer nicht erschienen waren. Es ist schon sehr interessant, mit den jungen Leuten zu diskutieren, wobei die Gespräche von sehr zäh bis extrem kurzweilig alle Abstufungen durchliefen. Alle Kandidaten hatten ihr Vordiplom, je nach Fach, mit einer Note von Eins bis Zwei gemacht und waren von den Prüfungsämtern ihrer Universitäten benannt worden.

Am Nachmittag des zweiten Tages fand dann die Sitzung des Auswahlausschusses statt, wobei jeder Gutachter 0 bis 10 Punkte vergeben konnte, 8 und mehr Punkte gelten als positives Votum. Die Studenten benötigen mindestens 2 positive Voten und mindestens 21 Punkte. Entgegen meiner Erwartung drehte sich der größte Teil der Diskussion darum, ob man nicht den einen oder anderen, der das Kriterium verpasst hatte, nicht doch hochwerten könne.

Am Ende war gut ein Drittel der Kandidaten aufgenommen und können Ende dieser Woche mit einem dicken weißen Umschlag rechnen. Für mich eine anstrengende, aber auch irgendwo befriedigende und spannende Erfahrung, die ich, wenn gewünscht, durchaus wieder durchlaufen würde.

Ach ja, ein Bericht aus der Sicht eines Kandidaten befindet sich auf Spiegel Online. Nach diesem Bericht bin ich wahrscheinlich ein alternder, vor sich hin brummelnder Mathematiker.

Thema: Vorgarten, Wohnzimmer | 2 Kommentare

Freundinnen sind die Schwestern, die man immer wollte

Freitag, 13. Februar 2009 | Autor: Hanna

Heute Abend ist ein anderes Wochenende. Axel ist zwar in Berlin, ist aber bei der Studienstiftung als Gutachter tätig. Bevor wir ins bett gingen, bin ich nochmal zum Hämmern ans Klavier gegangen( keine Panik, es ist ein e-piano, ich übe nur mit Kopfhörern)…und da war es wieder: sämtlicher Frust versucht auszuspielen mit dem Bolero aus der Carmen -Suite…also mit den ersten 10 Tönen, mehr kann ich noch nicht!!!) und es klappte auch nach 20 Minuten noch nicht. Ael war schon im Bett…der Freitag abend ist meist kurz, die Anreise, das Wissen heute Abend um Morgen…..also er schlief , als ich ins Bett kam. Manu angerufen, sie wußte sofort Bescheid, ich gehe morgen nachmittag bei ihr mal einfach vorbei…meine Schwester Helga angerufen. ie erzählte mir über ihre Schwierigkeiten mit den Nachbarn und mit dem aromasitierten Kaffee, den ich ihr geschickt habe. Und dann noch mit Adelheid gesprochen. Lange keinen Kontakt mehr gehabt, aber wir konnten sehr schön über alle Themen warm und wohlig reden. Und genau das meine ich. Meine beiden süßen Frauen geben mir Liebe und Inspiration.

Thema: Wohnzimmer | Ein Kommentar

Positives von der Bahn

Dienstag, 10. Februar 2009 | Autor: Axel

Die Bahn ist im Moment schon gebeutelt und hat mit diversen Spähaktionen zu kämpfen, es kommt immer wieder Neues ans Licht. Und ein ums andere Mal ist der Bahnchef im Licht des Interesses.

Vor den ganzen Spähaktionen war die Untersuchung der ICE-T-Züge der neuesten Generation im Blickpunkt, aber die Bahn hat zumindest Klarheit geschaffen und diese Züge auf der Strecke München-Leipzig-Berlin-Hamburg aus dem offiziellen Fahrplan entfernt.

Eingesetzt werden jetzt Züge mit vielen alten Interregiowaggons. Obwohl diese Züge zwischen Berlin und Hamburg häufig an Stelle der “normal” ICE-Züge verkehrt, sehe ich schon die Akzeptierung der Überprüfungsmechanismen als Erfolg an. Leider sind manche Züge zu kurz und damit total überfüllt, besonders, wenn es kurz nacht sieben oder kurz nacht acht nach HH geht.

Besonders der Zug morgens kurz nach sieben scheint beliebt zu sein und ist im Bahnbuchungssystem mit einer Reservierungsempfehlung versehen. Und er ist auch total überfüllt, so dass ich, wenn ich meinen reservierten Zug am Montag nicht nehmen kann, ein wenig die Panik habe, am nächsten Tag im überfüllten Zug stehen zu müssen.

Aber die Bahn ist flexibel genug, an den Schluss des Zuges zwei Waggons anzuhängen, die irgendwo aufgetrieben wurden. Die zusätzlichen Wagen sind allerdings welche erster Klasse, nur provisorisch in der Tür durch einen Laserausdruck als 2. Klasse markiert.

Ich habe mir also in einem dieser Wagen einen Platz gesichert und es war fast wie im Paradies: viele Passagiere trauten dem Frieden nicht, Reservierungen lagen nicht vor, da das System damit offensichtlich nicht umzugehen weiß.

Ich jedenfalls habe die Fahrt genossen: erster Klasse in einem halb besetzten sechser Abteil. Alles zum Preis der zweiten Klasse, ein Komforterlebnis.

Ich hatte jedenfalls genügend Ruhe um die gut 90 Minuten Fahrt tief schlafend zu verbringen.

Thema: Arbeitszimmer | Beitrag kommentieren

Kontra Pro

Dienstag, 10. Februar 2009 | Autor: Axel

Ich erinnere mich ganz genau, wie mein neuer Klassenlehrer auf der Oberstufe kam zum Religionsunterricht und sagte, er sei absolut nicht religiös, aber von den Stundenplanmachern dazu verdonnert worden, dieses Fach zu unterrichten. Aber er werde das zu einem Ethik- und Philosophieunterricht machen, in dem auch, aber nicht nur, der christliche Glauben seinen Platz hat. Dieser Unterricht war einer der fruchtbarsten meiner Schulzeit.

Und deshalb bin ich Kontra Pro Reli, eine Initiative bei denen eher fundamentalistische Christen mit religiösen Moslems gemeinsame Sache machen.

Mein Meinung findet auch Ausdruck in diesem Artikel im Modersohnmagazin und auch diesem im Hauptstadtblog. Eine Leseempfehlung!

Thema: Vorgarten | Ein Kommentar

Neue Besen

Samstag, 7. Februar 2009 | Autor: Hanna

Axel und ich spielen sehr gerne und aus giebig am Computer Patrizier II zusammen/gegeneinander. Und nach 8 Jahren hatten wir die Idee ein neues Spiel auszuprobieren. Aber er hat ja Mac und ich Windows, d.h. die Spiele sind in aller Regel für Windows konzipiert. Und das gibt Probleme. Er hat sich zwar einen I Mac II gekauft, der irgendwie “analog” auch Windows hat, aber es funktionuckelt nicht. Trotz anderer Tastatur und allen Tricks die ein Nerd so kann, habe ich viel Zeit zwischendurch um z. B. Blumen zu gießen (das Blauflügelchen fängt im Hausflur schon an zu blühen…Du hattest Recht Karsten) und auch Klavier zu üben. Bin immer noch am Bolero aus Carmen dran, und da mein Mann ja Fachmann ist, möchte ich den ersten Teil als Klingelton (von mir gespielt) und er soll dann den ersten Hauptteil als Klingelton bekommen. Also viel zu tun, denken wir an Morgen!.

Thema: Wohnzimmer | 2 Kommentare

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