Pauline und das Krankenhaus

Die Unterzeichnung des Mietvertrags, zu der Paul das Phantom mit dem Porsche Cayenne zu spät kam und daher nicht vor den Augen des Vermieters unterschreiben konnte, war an einem Dienstag. Pauline wohnte zu der Zeit bei Monika und Sven, und am nächsten Tag, dem Mittwoch war es dann soweit. Monika sollte Paul das Phantom mit dem Porsche Cayenne kennenlernen. Auch vorher war es schon verabredet, aber wegen des Jobs geplatzt, denn Paul das Phantom mit dem Porsche Cayenne war hoch bezahlter freiberuflicher Bankenberater, der kurzfristig in die Schweiz oder nach Hamburg zur Haspa musste.

Am Mittwoch nachmittag war Pauline dann ganz aufgeregt, denn es ging darum, ihren zukünftigen Ehemann und Vater ihrer Tochter ihren Freunden zu präsentieren. Kurze Zeit vor dem verabredeten Termin erhielt sie einen Anruf, das Paul das Phantom, der Bankenberater mit dem Porsche Cayenne, gleich da sei. Pauline sagte zu Monika, dass sie runterginge um Paul das Phantom, den Bankenberater mit dem Porsche Cayenne, zu empfangen.

Monika war dann schon erstaunt, als statt der Türklingel das Telefon klingelte und Pauline dran war. Sie erklärte, dass sie zusammengebrochen sei und dass Passanten den Notarzt gerufen hätten. Monika machte sich natürlich Sorgen und fuhr gleich runter, und richtig, da war der Notarzt und Pauline erklärte, dass sie ins Krankenhaus am Friedrichshain eingeliefert würde. Pauline erklärte Monika, sie solle sich keine Sorgen machen, Paul das Phantom, der Bankenberater mit dem Porsche Cayenne, würde sie begleiten.

Sie rief dann an, und erklärte, sie bliebe im Krankenhaus, es gäbe mehrere Probleme, die Gebärmutter sei zu klein und wüchse nicht mehr und es gäbe auch Probleme ihrem Darm. Paul (ihr wisst schon) sei ins Hotel zurück und hätte sich besoffen, könne also nicht bei ihr sein.

Aus folgenden Anrufen erfuhr Monika dann, dass Pauline ins Hotel zu Paul dem Phantom, dem Bankenberater mit dem Porsche Cayenne gezogen war. Allerdings wurde für Samstag wieder ein Termin vereinbart, wo beide kommen sollten um Paulines Sachen zu holen.

Aber es kam niemand, aber es meldete sich tatsächlich Paul das Phantom, der Bankenberater mit dem Porsche Cayenne, und er meldete sich nicht nur bei Monika, sondern auch bei Sven auf der Mailbox, und auch bei Svetlana, mit der Pauline vorher zusammen gearbeitet hatte. Das Phantom erklärte, dass Pauline wieder ins Krankenhaus musste und dort sich nach einem Zusammenbruch wieder erhole, wir sollten nur Bescheid wissen.

Alle drei Angerufenen stimmten darüber ein, dass Pauline mit dem Vater ihres Kindes unheimliches Glück hätte, denn er müsse schon ein sehr naher Geistesverwandter sein, mit der gleichen Stimme und der gleichen Tonmelodie wie Pauline. Monika wollte natürlich gerne noch mit Pauline sprechen und rief im Krankenhaus an. Es war schon überraschend zu hören, dass Pauline nicht dort sei und dass auch niemand dieses Namens in den vergangenen Tagen eingeliefert worden wäre oder dort stationär gelegen hätte.

Am Montag holte Pauline ihre Sachen ab, seitdem hat niemand was von ihr gehört.

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7 Kommentare zu Pauline und das Krankenhaus

  1. Karsten sagt:

    Meiner Meinung nach sollte man Namen nennen.
    Gebe einem Erpresser nie etwas – du bekommst nie was zurück.
    (Raymond Chandler)

  2. Axel sagt:

    Leicht off-topic würde ich sagen, ich habe nie von Erpressung gesprochen und werde es nicht tun, haben Sven und Monika auch nicht erlebt.

  3. Ursel sagt:

    Sehr abstruse Geschichte. Ich hoffe, der Schaden – sowohl seelisch als auch finanziell – bei den Betroffenen hält sich in gut erträglichen Grenzen.

    Ich nenne solche Personen – abhängig vom Grad, wie sehr sie andere ausnutzen – auch schon mal „Wander-Heuschrecken“.

  4. Axel sagt:

    @Ursel: Der finanzielle Schaden ist zu verkraften, irgendwie war das ja auch großes Kino und Kino kostet heutzutage auch eine ganze Menge 😉

  5. Clarissa sagt:

    Spätestens bei der Sache mit ihrer Gebärmutter, musste ich laut lachen. Selten so einen Schwachsinn gehört, Transexuelle Menschen müssen von Gesetzt her permanent fortpflanzungsunfähig sein. Ich kenne auch keine Operateur weltweit der so etwas operieren würde, denn das wäre eine Organverpflanzung, abgesehen von Becken und den Eierstöcken. Nix da! Wenn man schon lügt dass sich die Balken biegen, dann sollte man das perfekt beherrschen und nicht so eine Blödsinn erzählen.

    Auf diesem Gebiet kenne ich mich aus, ich habe etliche Jahre die Transsexuellen Selbsthilfegruppe in Berlin angeleitet.

    Auf nimmer wiederlesen,“Pauline“

  6. Axel sagt:

    Hm, Clarissa, das möchte ich dann dochc genau wissen: Pauline hat erzählt, dass sie die Eierstöcke seit Geburt hattem sie also echte Hermaphrodite sei. Bei der Operation sei es nur darum gegangen, die Eileiter zugänglicvh zu machen. Auch das ist unmöglich?

  7. Clarissa sagt:

    Soweit mir bekannt ist, gibt es da keine Möglichkeit, ich kenne eine und da ging leider auch nichts. die Eierstöcke waren völlig degeneriert und von der völlig verkümmerten nicht richtig ausgebildeten Gebärmutter wollen wir schweigen

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