Wendemanöver

Seit nunmehr fast 7 Jahren pendel ich zwischen Berlin und Hamburg, das sind gut 600 einzelne Zugfahrten. Eigentlich sollt man meinen, dass ich alles erlebt habe, was so mit der Deutschen Bahn passieren kann. Einmal hat sogar der Zug, in dem ich saß, einen Selbstmörder überrollt, was ein kompliziertes Umsteigemanöver auf freier Strecke nach sich zog.

Am letzten Freitag hat mich dann die Deutsche Bahn mit etwas vollkommen Neuem überrascht. Hierzu muss man wissen, dass aus dem Hamburger Hauptbahnhof zwei Gleisstränge nach Osten hinaus führen, der nördliche Richtung Lübeck/Berlin, der südliche nach Bremen/Hannover. Vom südlichen kann man allerdings problemlos auf die Berliner Strecke wechseln.

Am Freitag war Chaos, es gab einen Polizeieinsatz auf den Gleisen der S-Bahn und der Strecke nach Berlin/Lübeck. Ich dachte schon, ich hätte Glück, weil ich mit einem fliegenden Wechsel unter der Benutzung des Metronom noch pünktlich im Hamburger Hauptbahnhof landete. Ich schob es dann auch auf das Chaos wegen des Brandes, dass der ICE nach Berlin auf einem Gleis angekündigt war, dass normalerweise Richtung Hannover führte, denn auch von dort war die Richtung nach Berlin zu erreichen.

Der Zug fuhr dann allerdings an der Abzweigung vorbei und ich kündigte Hanna schon eine erheblich Verspätung an, weil ich dachte, der Zug würde umgeleitet. Aber der Zug hielt dann plötzlich, noch auf Hamburger Stadtgebiet. Prompt kam die Ansage, der vordere Triebkopf des ICE sein kaputt, der Zugführer würde ans hintere Ende des Zuges wechseln und den Zug mit dem anderen Triebkopf über eine Umleitung nach Berlin steuern. Deswegen 15 Minuten Verspätung.

Der Zug fuhr also nach ein paar Minuten zurück und dann Richtung Berlin. Ich hätte das mit dem Triebkopf sogar geglaubt, wenn der Zugführer nicht von einer Umleitungsstrecke gesprochen hätte, der Zug aber die normale Strecke fuhr.

Könnte es etwa sein, dass in dem Chaos etwa einfach eine Weiche falsch gestellt war?

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