Turniersprecher und -trottel

Am Wochenende waren wir, wie im letzten Jahr im Oktober, auf einem Reitturnier auf dem Eichenhof in Tremsdorf. Hanna war wieder gebeten worden, als Sprecherin zu zu fungieren, also Reiter, Pferde und Ergebnisse anzusagen, gegebenenfalls auch Dressurlektionen vorzulesen.

Für mich bedeutet das, entweder zuhause zu bleiben und ein ganzes Wochenende auf Hanna zu verzichten oder mitzufahren und mich als Turniertrottel ein wenig nützlich zu machen. Als Turniertrottel werden die unwichtigen freiwilligen Helfer für minderwertige Tätigkeiten bezeichnet, ohne die die wichtigen Leute, wie Reiter, Kampfrichter und andere VIPs ein viel unbequemeres Leben hätten.

Also habe ich dreieinhalb Stunden Parkgebühren kassiert, ein Job, bei dem man schon einmal ins Gespräch kam mit den Fahrern und man gespannt auf die nächste Begründung wartete, mit der die Leute versuchten, die zwei Euro zu sparen.

Und dann habe ich noch ein paar Stunden Toröffner gespielt, es war meine Aufgabe, eine Lücke in der Umgrenzung des Dressurvierecks herzustellen, damit Ross und Reiter hinein und hinaus kamen, aber während der Lektion ein geschlossenes Viereck vorfanden. Ins Quatschen kam ich hier weniger, hörte aber interessante Geschichten über Pferde, auch einiges Abfälliges über die gerade aktiven (meistens) Reiterinnen. Überhaupt ist so ein Turnier offensichtlich auch eine gigantische Klatschbörse, Stoff für eine Reiter-„Gala“ oder „Bunte“. Aber die gibt es wahrscheinlich schon.

Vor ein paar Jahren hätte ich noch einen Heidenrespekt vor den Pferden gehabt, jetzt liefen richtige Riesen von Rössern vor meiner Nase oder in meinem Rücken herum und ich blieb absolut gelassen.

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