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Beiträge vom » September, 2009 «

Ungewöhnlicher Paukenschläger

Dienstag, 29. September 2009 | Autor:

Simon Rattle, Dirigent der Berliner Philharmoniker, an der Pauke, eine Werbung, die ich gerne mache:

Siegfried Matthus: Opening from “Konzert für fünf” · Sir Simon Rattle, solo timpanist and conductor · Berliner Philharmoniker / Recorded at the Berlin Philharmonie, 28 May 2009


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Alternativer Blick aufs Wahlergebnis

Dienstag, 29. September 2009 | Autor:

Diese Zusammenstellung ist ganz interessant.

Nachtrag: Ein passendes Symbol für die Biene-Maja-Koalition?

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Nachlese zur Wahl

Montag, 28. September 2009 | Autor:

Westerwelle. Mein gestriger spontaner Kommentar hat sich schon bewahrheitet. Von der BBC auf Englisch befragt, hat er sich geweigert zu antworten mit der Bemerkung, er sei in Deutschland und da werde Deutsch gesprochen. Der Verdacht liegt nahe, dass das an seinen recht dürftigen Englischkenntnissen liegt, die dieses Video offen legen. Als Innenminister wäre das vielleicht tragbar, als Außenminister nicht, finde ich. Ursel hat natürlich auch Recht, es ist das gesamte Farbgemenge.

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Berlin. Die Stadt ist immer noch glatt geteilt, wie ich es immer vertrete. Bei den Zweitstimmen zur Bundestagswahl 2009 ist in allen Westberliner Stimmbezirken die CDU die stärkste Partei, im Osten die dunkelrote LINKE. Nur in Mitte und in Friedrichshain-Kreuzberg widersetzt sich ein Häufchen Aufrechter und wählt die Grünen zur stärksten Partei. Die Berliner Ergebnisse findet man auf der Seite des Berliner Landeswahlleiters.

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Friedrichshain-Kreuzberg. Auf der Seite des Landeswahlleiters findet man durchaus noch weitere interessante Details. Zum Beispiel wäre in unserem Wahlkreis 84 eine große Koalition die unter Führung der Grünen mit der LINKEN. Die erreichten zusammen eine satte Mehrheit von über 50 % der Stimmen. Die Grünen hätten aber die Wahl, sie könnten auch mit der SPD als Juniorpartner regieren. Zu Grün-Schwarz würde es allerdings nicht reichen. Und Schwarz-Gelb erreicht in unserem Bezirk zusammen (sic!) gerade einmal 17,1 %. Da regiert dann die Hoffnung für die Zukunft, unser Wahlkreis ist halt sehr jung. Übrigens hat Ströbele auch ohne unsere Stimmen zugelegt und den Wahlkreis mit 47% gewonnen.

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Piraten. Respekt! muss ich sagen, bundesweit kommt die Piratenpartei bei ihrer ersten Teilnahme auf 2,0 Prozent, das ist mehr als die Grünen bei ihrer ersten Wahl 1980 bekamen (1,5%), obwohl sie damals schon in zwei Landesparlamenten vertreten waren. Fairerweise ist aber zu sagen, dass viele potenzielle Anhänger damals Helmut Schmidt und die SPD wählten, um Franz-Josef Strauß zu verhindern. In Friedrichshain-Kreuzberg haben die Piraten übrigens mehr Stimmen als die FDP bekommen, in Berlin insgesamt 3,4%.

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Hertha BSC. Spiegel Online bezeichnete heute die Hertha als “SPD der Bundesliga“. Vielleicht sollte sich die SPD dann mal ein Beispiel an Hertha nehmen, denn die hat heute ihren Trainer Favre gefeuert. Wie wäre es mit Müntefering und Steinmeier?

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Nachtrag. Aus SPIEGEL Spam: “In meinem Wahlkreis habe ich 11,6 Prozent geholt. Damit hat jedes meiner beiden Argumente die 5-Prozent-Hürde genommen!” Vera Lengsfeld, CDU-Direktkandidatin. (siehe auch mein Qual der Wahl Artikel dazu).

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Mir graut

Sonntag, 27. September 2009 | Autor:

Westerwelle Außenminister. Aber vielleicht ist er der richtige Repräsentant für dieses arme Deutschland.

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Millo und Pepe

Sonntag, 27. September 2009 | Autor:

Camillo und Peppone vor dem Balgen

Hanna meinte, es wäre wieder an der Zeit, Fotos von unseren Rackern ins Netz zu stellen. Also gut, oben sieht man sie, wie sie sich in Position stellen wie zwei Boxer oder besser Ringer, die dann ganz plötzlich, siehe unten, in den Bodenkampf übergehen.

Camillo und Cooper im Kampf

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Thema: Katzenhöhle, Wohnzimmer | Ein Kommentar

Sportliche Unterhaltung

Donnerstag, 24. September 2009 | Autor:

Ich kenne das von meiner Zeit in den Fitnessstudios: man sitzt auf dem stationären Fahrrad und schaut auf die an der Wand angebrachten Fernsehbildschirme. Am Sonnabend, 26.9.2009, wird das Strampeln aber ganz nötig, denn da findet im RAW-Tempel an der Revaler Straße das erste Berliner Fahrradkino statt. Statt Atomkraft zu nutzten, produzieren die Zuschauer den Strom selbst. Wenn keiner radelt, bleibt die Leinwand weiß.

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Qual der Wahl (2)

Mittwoch, 23. September 2009 | Autor:

Nachdem ich gestern meine Überlegungen zur Erststimme dargelegt habe, ist heute die Zweitstimme dran. Vorher wollte ich aber als Nachtrag zu gestern noch darauf hinweisen, dass man, wie bei der Zweitstimme, auch testen kann, mit welchem Direktkandidaten man am meisten übereinstimmt, wer daran interessiert ist, der klicke hier. Die Erststimme ist also im Wesentlichen die, die für die Zusammensetzung des Parlaments wichtig ist, Störfaktoren wie Überhangmandate und negative Stimmen will ich hier einfach mal weg lassen.

Letztes Mal hatte die CDU die meisten stimmen und bekanntermaßen ist dann ja auch das Merkel Kanzlerin geworden. Die CDU setzt voll auf sie und plakatiert in der Schlussphase “Wir wählen die Kanzlerin” oder mit einem Bild der Merkel “Wir haben die Kraft”. Naja, ich dachte immer, die Jacketts waren einfach zu eng, jetzt sollen das Muskeln sein, na ich weiß nicht. Wie ich gestern schon sagte, habe ich noch nie die CDU gewählt, das liegt sicher auch zu großen Teilen daran, dass sie dieses bairische Anhängsel namens CSU hat. Ich sage nicht, dass ich sie dann wählen würde, aber ich würde es schon begrüßen, wenn sich wie mit SPD und Linken auch bei den Konservativen eine Klarheit durch Teilung ergeben würde.

Die SPD stand mir mal nahe, in den 70ern war ich sogar mal Mitglied, aber sie hat schon seit über 20 Jahren meine Stimme nicht mehr bekommen. Die Zweitstimme habe ich ihr auch diesmal nicht gegeben, man braucht sich doch nur ihren Kanzlerkandidaten Steinmeier einfach mal anzuschauen. Bis vor ungefähr zwei Jahren war er noch nicht einmal in der Partei, sondern ein Bürokrat oder Verwalter, also nichts anderes als ein Berufsbeamter. Und das ist auch das Bild der Sozialdemokraten: keine Visionen, keine Konzepte, sondern nur das verwalten, was ist. Nee, das ist es nicht.

Vielleicht die Grünen? Ich muss sagen, dass war meine Partei bei den letzten Wahlen, aber irgendwie ist mein Gefühl oder meine Einschätzung so ein wenig skeptisch geworden. Schließlich sind die Grünen in Hamburg mit der CDU in einer Regierung, genau mit der CDU, die vorher mit der Hilfe von Richter Gnadenlos, Ronald Schill, an die Macht gekommen war. Sie würde auch auf Bundesebene mit den Schwarzen koalieren, wenn es denn ginge.

Auch die FDP habe ich schon mal gewählt, sicher mehr aus taktischen Gründen, aber das war in den 70ern, als man sie noch als linksliberal bezeichnen konnte. Mittlerweile bezeichnet die SZ die Wahlreden von Westerwelle als für einen Posten bei Margaret Thatcher geeignete Bewerbungen. W. hat nur eine Leier drauf, Steuern senken, senken, senken. Woher dann das Defizit ausgeglichen werden soll, wird nicht gesagt. Ich wünsche ihm, dass er am Wahlabend sagen muss: “Und vierjährlich grüsst das Murmeltier.”

Bleiben die Linken. Gysi finde ich ja irgendwie sympathisch, aber der Napoleon aus dem Saarland, Lafontaine, ist mir unheimlich. Der hat schon mal beleidigt einen wichtigen Posten weggeworfen. Darüber hinaus können sich die West- und Ostströme dieser Kunstpartei nur auf eines einigen: dagegen zu sein und Geld auszugeben. Realistisch ist das nicht.

Sind die Piraten eine Alternative? Auch die Grünen haben mal unter 5 % angefangen. Auf jeden Fall wäre das ein frischer Wind, muss aber genau überlegt werden, denn die Stimme könnte verschenkt sein, wenn die Partei unter 5 % bliebe. Ein signifikantes Ergebnis könnte aber eine Ermutigung sein, und es klappt dann vielleicht im nächsten Jahr in NRW. In Schweden wurden den Piraten 2 % vorher gesagt zur Europawahl, bekommen haben sie dann 7 %.

Ich habe mich entschieden und Argumente nutzen nichts mehr: Der blaue Umschlag ist im roten am Montag im Briefkasten gelandet. Ich habe gewählt.

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Die Qual der Wahl (1)

Dienstag, 22. September 2009 | Autor:

Am nächsten Sonntag ist bekannterweise Bundestagswahl, die sicherlich wichtigste Wahl in diesem unseren Lande. Doch ich finde, noch nie war die Entscheidung so schwierig wie diesmal. Und ich bin nicht der Einzige, der dies findet, zum Beispiel auch die von uns verehrte Modeste hat ihre Schwierigkeiten.

Betrachten wir doch einmal die beiden zu vergebenden Stimmen aus der Sicht unseres Wahlkreises 84, Friedrichshain-Kreuzberg-Prenzlauer Berg-Ost.

Erststimme

Die Erststimme war bei den beiden letzten Wahlen sehr einfach, ich habe den Kandidaten der “Grünen” gewählt, Hans-Christian Ströbele. Ja, ich war ein wenig stolz, im einzigen Wahlkreis mit einem direkt gewählten Grünen zu wohnen. Alle Vorhersagen meinen, dass Ströbele auch dieses Mal den Wahlkreis gewinnen wird. Hängt sicher auch damit zusammen, dass viele Leute glauben, einfach nicht nachdenken zu müssen, wie zum Beispiel Anke vom Blog Beton und Garten (den ich sehr gern lese).

Trotzdem, für mich ist seit etwa zwei Jahren klar, dass Ströbele nicht mehr wählbar ist. Im Jahr 2007 wurde er von den Kinderreportern der ARD zum Internet befragt und gab dabei folgende Antworten:

Kinderreporter:
Haben sie einen Computer?
Hans-Christian Ströbele (Mitglied im Parlamentarischen Kontrollgremium
der Geheimdienste, Die Grünen):

Ja. leider ja; aber Der ist manchmal mit mir nicht so einig und wir sind
sehr unterschiedlicher Meinung und dann funktioniert das nicht so richtig.
Kinderreporter:
Benutzen Sie auch Internet?
Hans-Christian Ströbele:
Ins Internet bin ich glaube ich einmal oder zweimal gegangen bisher.
Kinderreporter:
Haben sie sich denn eine eigene Startseite ausgesucht?
Hans-Christian Ströbele:
Nee… ich weiß garnicht was das ist.
Kinderreporter:
Nennen sie doch einmal ein paar verschiedene Browser die es gibt.
Hans-Christian Ströbele:
Ich weiß nur, dass es Leute gibt die da so ein Programm entwickelt haben, womit man mit einzelnen Fundwörtern dann was finden kann, aber ich mache das nie.
Kinderreporter:
(Ok aber wenn er kaum an den Computer geht, dann sind doch die anderen Fragen eigentlich geschmissen.)
Also haben sie eine eigene Homepage?
Hans-Christian Ströbele:
Genau… ich habe eine eigene Hompage, ich kann die aber überhaupt nicht bedienen und ich ändere da selber auch nichts, sondern ich hab da Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die wesentlich jünger sind als ich.

Ich habe nichts gegen Alte, bin ja selber eigentlich schon in dieser Gruppe, auch wenn ich noch keine 71 Jahre alt bin wie Ströbele. Aber durch dieses Interview zeigt er ganz deutlich, dass er kein Abgeordneter für das 21. Jahrhundert ist (er hat “leider” einen Computer) und nicht nur seine Homepage, sondern auch sein Mandat an wesentlich Jüngere abgeben sollte. Oder könnt Ihr Euch vorstellen, dass jemand, der keine Ahnung von Computern hat, die Geheimdienste effektiv kontrollieren kann? Den kompletten Beitrag aus dem ARD-Morgenmagazin kann man hier sehen.

Bleiben also die anderen. Die CDU tritt an mit Vera Lengsfeld, einer ehemaligen Bürgerrechtlerin aus der DDR. Frau Lengsfeld wirbt, ja Ihr hört richtig, mit ihrem Busen und vergleicht ihn mit dem von Frau Merkel. Ich habe mit meinen 58 Jahren die CDU noch nie mit Erst- oder Zweitstimme gewählt, das wird sich auch mit diesem Busenvergleich nicht ändern.

Die LINKE tritt auch an mit einer Frau, Halina Wawzyniak. Da der Busen schon belegt war, wirbt sie mit ihrem Hintern und einem sozialistischen A****geweih. Das macht sie allerdings auch nicht wählbarer für mich, offensichtlich aber für andere, denn die Meinungsforschungsinstitute denken, dass sie an den nächsten Kandidaten heran kommen.

Björn Böhning hat sicher den Vorteil, dass er erheblich jünger ist als Ströbele. Dass er in der gleichen Stadt geboren ist wie ich, das macht ihn sympatisch, aber das ist kein Grund ihn zu wählen. Ein Brief aber, der in unserem Briefkasten zu finden war, gab einige Gründe, ihn zu wählen, auch wenn die Ausrichtung (unter Anderem) auf eine kinderfreundliche Umgebung mich sicher nicht mehr so anspricht und auch für eine Bundestagswahl weniger ein Thema ist als für eine Landtags- oder Bürgerschaftswahl.

Sicher gibt es noch mehr Kandidaten, aber die sind unwichtig und werden sowieso nur unter ferner liefen auftauchen. Ja, auch der von der gelben Gefahr.l

Zweitstimme

Den Beitrag hierzu solltet Ihr morgen finden.

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Tatorte

Dienstag, 22. September 2009 | Autor:

Frauen ermitteln:

“Aus der “brand eins”-Rubrik ‘Die Welt in Zahlen’, Ausgabe 10/2005:
- Zahl der Kommissarinnen, die bisher in deutschen Krimis tätig wurden: 121
- Zahl der leitenden Kommissarinnen deutscher Mordkommissionen im wirklichen Leben im Jahr 2005: 0″

via: Filmklischees 2

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Thema: Rumpelkammer | Beitrag kommentieren

Geschichte aus Sachsen

Montag, 21. September 2009 | Autor:

Heute saßen im Zug ein Mann und eine Frau neben mir, die offensichtlich für einen Tagesgeschäftsausflug von Leipzig nach Hamburg unterwegs waren. Der Mann sprach mit einem deutlichen sächsischen Akzent und beklagte sich irgendwann darüber, dass sein Sohn in der siebten Klasse nicht unter acht Fehlern im Diktat weg kommt, Hauptfehler ist, dass er nicht weiß, ob Worte mit g oder mit k geschrieben werden.

Woher das wohl gommt?

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Thema: Vorgarten | 2 Kommentare