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Beiträge vom » Oktober, 2009 «

Regierungskompetenzen

Montag, 26. Oktober 2009 | Autor: Axel

Es wird zur Zeit ein Video durchs Internet gereicht, das einen Ausschnitt aus der Pressekonferenz zum Koalitionsvertrag zeigt. Das Merkel reagiert hier sehr ausweichend auf die hartnäckigen Fragen eines holländischen Journalisten zum neuen Bundesfinanzminister.

So mancher kritisiert, dass die anwesenden deutschen Journalisten so handzahm sind und keiner dem Holländer beispringt. Andere hegen die Hoffnung, dass das dem deutschen Kabarett einen Schub geben wird.

Noch keiner hat geäußert, dass die Wahl des Finanzministers nur zu natürlich ist, das sollte auch dem Holländer klar sein: Jetzt wird jemand auf dem Posten gebraucht, der Erfahrung hat mit versteckten Kassen. Er muss ja auch umfangreiche Schattenhaushalte verwalten in der Zukunft. Das kann das Merkel natürlich nur denken, nicht sagen.

Thema: Vorgarten | Beitrag kommentieren

Neue Küche

Samstag, 24. Oktober 2009 | Autor: Axel

Alte Küche

Prinzipiell waren wir nicht unzufrieden mit unserer alten Küche. Aber es zeigten sich so langsam einige Macken, zum Beispiel funktionierte der Herd und der Backofen nicht mehr so hundertprozentig.

Und dann bekam Hanna mit, dass unsere Nachbarn vor dem Einzug eine neue Küche eingebaut bekamen und sie rief den Vermieter einfach an und fragte, ob das bei uns denn auch möglich wäre. Und zur großen Überraschung sagte er, ja klar, die ist doch auch schon abgeschrieben.

Küche im Umbau

Und so wurde diese Woche eine viertägige Aktion gestartet: Dienstag ausräumen, Mittwoch rausreißen, Donnerstag einbauen und Freitag einräumen. Und wie man sieht, hat der Ausbau der Küche schon allein aus Reinigungsgründen Sinn gehabt. (nicht aller Dreck ist von uns, wir wohnen erst fünf Jahre hier und die Küche war bei Einzug NICHT frisch eingebaut.

Neue Küche

Und so haben wir jetzt eine Küche in Buchenoptik mit einer dunklen Granitimitation als Oberfläche, auf der einem nicht jeder Kochfleck gleich beleidigend ins Auge springt. Die Oberschränke sind höher und haben mehr Einlegeböden und die Küche umfasst 3 Wände statt vorher zwei.

Dass in der alten Küche ein “alter” und in der neuen ein “Neuer” Kater neben dem Herd sitzt, ist übrigens reiner Zufall.

Eingeräumte Küche

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Windows 7

Mittwoch, 21. Oktober 2009 | Autor: Axel

Windows 7 Home Premium ist uns am Montag von Amazon ausgeliefert worden, obwohl der Verkausstart ja erst am 22.10. ist. Ich werde es Hanna am Wochenende installieren.

Und es muss wirklich was ganz Großes sein, da Amazon seinen Auslieferungspartner für Großgeräte bemühen musste:

Windows 7 von Amazon

Thema: Hobbyraum | 2 Kommentare

Suchmysterien

Dienstag, 20. Oktober 2009 | Autor: Axel

Kann sich einer auf diese Abfrage einen Reim machen? “Google: was ist wenn bei einer katze bei der axel ein loch ist?”. Bitte um ernst gemeinte Tipps.

Thema: Rumpelkammer | 5 Kommentare

Abwärts

Dienstag, 20. Oktober 2009 | Autor: Axel

Bäderhaus Bad KreuznachE. hatte alle Voraussetzungen für ein sorgenfreies Leben. Ihr Großvater mütterlicherseits war einer der maßgebenden Architekten für das Kurviertel ihrer kleinen Geburtsstadt, sie wurde in eine große Villa in diesem Viertel hineingeboren. Allerdings war ihr Vater ein Flüchtling aus dem Osten, ihre Mutter hatte also nicht ganz standesgemäß geheiratet. Aber sie liebte ihren Vater, der in der Stadtbücherei einen Job hatte, er war intellektuell und sie strengte sich an, seinem geistigen Vorbild gerecht zu werden. Sie sah also nicht unrealistisch einem privilegierten Leben entgegen.

Doch Mitte der sechziger Jahre passierte es, eine Tante starb und hinterließ eine Villa per Testament, einen Teil ihrer Mutter, aber ein anderer Teil ging aus irgendwelchen Verfügungen an eine christliche Stiftung. E.’s Vater allerdings sah die Chance, mit Hilfe der Villa aus seiner ungeliebten Stellung in der Stadtbücherei ausbrechen zu können und sich ganz unbesorgt seinen privaten Forschungen widmen zu können. Zwar hatte seine Frau als Familienmitglied geerbt, aber er beauftragte die Handwerker, um die Villa zu modernisieren, um die entstehenden Wohnungen lukrativ vermieten zu können.

Aber da hatte er die Rechnung ohne die mildtätige Stiftung gemacht. Die war nämlich der Meinung, dass ihr die Mehrheit der Villa gehörte und zog gegen die Ausbaupläne vor Gericht. Das Verfahren zog sich, besonders da ein Beirat der Stiftung Richter am zuständigen Gericht war und dafür sorgte, dass der Prozess verloren ging. Es ging um einen 127tel Anteil von 252 insgesamt, aber bei solch einem Verfahren kann das fatal sein. Banken zogen ihre Zusagen von Krediten für die Modernisierung zurück, die Handwerker forderten ihr Geld und E.’s Familie sah sich plötzlich auf das Existenzminimum gepfändet. Der erste Prozess ging verloren, der Stiftungsrichter wurde befördert und konnte plötzlich alles in der Berufungsinstanz beeinflussen.

E. war in der Mitte ihrer Pubertät plötzlich aus ihrem bürgerlichem Leben heraus gerissen und in die Armut des Existenzminimums gestürzt. Sie konnte sich Ende der sechziger Jahre die damals angesagten modischen Klamotten nicht leisten, sondern musste vieles Alte auftragen. Ihre Intelligenz half ihr, sie gewann ein Hochbegabtenstipendium, dass sie unabhängig machte von den Pfändungsverfügungen gegen ihre Eltern. Und auf einer Sommerakademie der Stipendiumsstiftung fand sie ihren Freund für die nächsten Jahre.

Wie es in der Natur der Sache lag, war auch der Freund hochintelligent und konnte vieles von ihren Problemen verständnisvoll nachvollziehen. Er wunderte sich zwar, als E.’s Mutter ihm sagte, dass sie ihn sehr mögen, aber sich fragten, ob eine Beziehung für E. das Wahre wäre, sie sei halt sehr speziell. Es dauerte sehr lange, bis ihm die Erkenntnis kam, dass E. alle Männer stellvertretend für ihren Vater für ihr Leben verantwortlich machte, nicht nur für pfändungsbedingte Nachteile während der Schulzeit, sondern auch für ihre Probleme, das Studium abzuschließen.

E.’s Eltern gewannen irgendwann einen Prozess, beim zweiten Mal vor dem Bundesgerichtshof, und die Pfändungen wurden rückwirkend für nichtig erklärt. Da war ihr Vater allerdings schon an den Problemen zerbrochen und gestorben und auch ihre Mutter hatte nicht mehr als 4 Jahre zu leben. Die Nachricht vom Tod ihrer Mutter erreichte E. in Hamburg und sie schickte die Polizisten, die ihr die Nachricht überbrachten gleich weiter in eine Parteiversammlung der SPD, in der ihr Freund gerade war, und ließ ihm ausrichten, er möge sofort nach Hause kommen.

Das veränderte beider Leben, E. wollte an ihrer Vergangenheit fest halten und zog mit den beiden Katzen in die Wohnung ihrer Mutter und begann einen Streit mit den Vermietern, der mit dem Selbstmord der Vermieterin und der Trennung von ihrem Freund endete.

E. beendete ihr Studium nie, wurde überfallen und ausgenutzt und versuchte mehrfach vergeblich, ihren Freund zurück zu gewinnen.

Foto: Axolotl Nr. 733 Lizenz: GNU Free Documentation License

Thema: Wohnzimmer | 3 Kommentare

Lotus Notes

Montag, 19. Oktober 2009 | Autor: Axel

Heute morgen habe ich mich wieder über die lahme Software von IBM geärgert. Und dann stolpere ich zufällig über diesen Tweet von @saschalobo:

Worüber ich nicht mehr bereit bin, ergebnisoffen zu diskutieren: Rassismus, sexuelle Diskriminierung, Lotus Notes.

Na gut, die Liste ist vielleicht nicht vollständig, aber Recht hat er.

Thema: Arbeitszimmer | 2 Kommentare

Morbide

Freitag, 16. Oktober 2009 | Autor: Axel

Eine Kollegin von mir malt Aquarelle von Tierkadavern und hat damit auch schone eine Ausstellung bestritten. Es geht aber noch härter, indem man die toten Tiere gleich in die Bilder einbaut. Morbide, auch wenn es nur Fliegen sind.

Thema: Rumpelkammer | Ein Kommentar

Schnippsel

Mittwoch, 14. Oktober 2009 | Autor: Axel

Asterix. Gestern sagte der Moderator im ungeliebten ARD-Morgenmagazin: “Ganz Deutschland wartet auf die Verlängerung von Löws Vertrag.” Ich daraufhin: “Ganz Deutschland? Nein, ein kleines Dachgeschoss in Friedrichshain weigert sich zu warten.”

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Sprachprobleme. Da landet doch tatsächlich jemand auf unserem Blog mit der Googlesuchanfrage: “dolmetscherkabinen gebraucht”. Gab es denn auf Ebay keine zu ersteigern?

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Sänger. Wir trauern um einen kleineren Frank Sinatra/Dean Martin: Al Martino ist tot. Wenn Ihr ihn noch einmal hören wollt, einer seiner bekanntesten Songs ist Spanish Eyes.

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Bremsen. Wann hört das eigentlich auf? Die S-Bahn Berlin muss ihre Bremsen öfter überprüfen. Ab nächsten Montag soll die S-Bahn allerdings wieder nach Spandau fahren. Vielleicht wird der außerplanmäßige Stopp dort des ICE um 9:25 nach Hamburg dann auch fallen gelassen.

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Windows. Microsoft will einen verar***en. Die Preisgestaltung für Windows 7 ist schon verwirrend genug mit OEM und Boxed Versionen etc. Erst war dann eine Version für etwas über 40 Euro angekündigt, die war aber eine Minute nach Verkaufsstart nicht mehr erhältlich, dann war eine Version mit Update von 3 Windowslizenzen angekündigt, aber diese “Familienlizenz” ist auch nicht mehr erhältlich. Da lob ich mir Apple, ich habe das Upgrade auf Snow Leopard für etwas über 25 Euro eingekauft. Aber MS weiß wohl, dass Vista Mist ist und will die Leute, die was Besseres wollen, einfach ordentlich abzocken.

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Raucher. Nichtrauchen ist für mich besser, besser ist es aber nicht.

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Spiegel-SPAM zu Steuerlöchern. “Die Löcher im Staatshaushalt, die durch bevorstehende Steuersenkungen noch vertieft werden, sind laut Expertenansicht am Besten durch Steuererhöhungen zu stopfen.”

Thema: Rumpelkammer, Vorgarten | 2 Kommentare

Sandsation

Mittwoch, 14. Oktober 2009 | Autor: Axel

In Berlin gibt es jedes Jahr die Sandsation, bei der aus Sand Skulpturen gefertigt werden. Dass man mit Sand wunderschöne, traurige Bildergeschichten zeichnen kann, beweist Kseniya Simonova, die den Supertalentwettbewerb in der Ukraine gewonnen hat. Es lohnt sich, die vollen achteinhalb Minuten dieses Clips anzusehen.

via: franziskript

Thema: Rumpelkammer | Beitrag kommentieren

Monsieur, der Hummer und ich – und ich

Dienstag, 13. Oktober 2009 | Autor: Axel

Tisch im Nil 6 bei der kulinarischen Lesung

In der Regel unternehme ich nicht so viel, wenn ich zur Arbeit in Hamburg bin. Das liegt sicher auch daran, dass ich dann in Harburg wohne und arbeite, und auch wenn es von dort nur 15 Minuten mit der S-Bahn nach Hamburg sind, gibt es eine psychologische Sperre. Die Elbe und der Hafen teilen die Stadt dann doch auf. In den 40 Jahren, in denen ich in Hamburg lebte, bin ich vielleicht 3-4 Mal nach Harburg gekommen und ich hätte mir nicht vorgestellt, dass es anders herum auch so sein könnte. Es ist aber so.

Deshalb war es etwas ungewöhnlich, dass ich mich letzten Mittwoch aufgemacht hatte und den Sprung über die Elbe wagte. Bei Dauernieselregen machte ich mich auf ins Restaurant Nil am Neuen Pferdemarkt, um einer kulinarischen Lesung beizuwohnen. Dort war in einem Nebenraum, dem Nil 6, eine große Table d’hôte, eingedeckt und mit Namensschildern versehen, um etwa 30 Gäste aufzunehmen, die nicht nur ein viergängiges Menü genießen wollten, sondern auch einer Lesung von Stevan Paul zuhören wollten, der aus seinem gerade erschienenen Buch “Monsieur, der Hummer und ich” vorlesen sollte.

Stevan ist manchem unserer Leser vielleicht noch bekannt von seinem Blog “Herr Paulsen sein Kiosk”, den er leider mittlerweile eingestellt hat, um sich, was Blogs angeht, ganz auf sein Foodblog “Nutriculinary” zu komnzentrieren. Auch dieses Blog ist sehr empfehlenswert, interessant ist zum Beispiel die Aktion der 50 einfachsten und schnellsten Internetrezepte aus deutschen Foodblogs.

Aber zurück zur kulinarischen Lesung, deren Konzept und Speisekarte Ihr auch auf Nutriculinary nachlesen könnt. Es sollte die Auftaktveranstaltung für weitere Events dieser Art sein und ich wünsche der Veranstalterin viel Erfolg dabei, diese Reihe zu etablieren. Denn nicht nur ich, sondern auch die anderen Teilnehmer hatten viel Spaß, die vor den einzelnen Gängen vorgetragenen Geschichten zu hören und dann das vom Team des Restaurants dazu passende, an den Rezepten des Buches orientierte Gericht zu genießen.

Leider habe ich keine Liste der dazu servierten Weine, denn das Team vom Nil hat leider in einem unbeobachteten Moment noch vor dem Dessert die Speisekarte abgeräumt. Ich war über mehrere Tatsachen erfreut. Es gab nur europäische Weine, amerikanische, afrikanische oder ozeanische halte ich vor Ort für absolut angemessen, aber in Europa gibt es genügend gute europäische Weine, wie der deutsche Riesling zur Vorspeise, einen Chardonnay zum Zwischengang, einen spanischen Roten und eine Beerenauslese zum Nachtisch. Besonders erfreut war ich über den Tempranillo aus dem Valdepensas zum Lamm, denn, Hanna wird das bestätigen, ich empfehle die Rotweine aus dem Valdepenas schon seit Jahren, weil sie mir unter den spanischen Weinen in der Regel viel besser gefallen als die sehr schweren Riojas.

Das Buch von Stevan kann ich übrigens nur empfehlen, es ist eine angenehme Lektüre auch einmal für zwischendurch. Der Abend hat letztlich 4 Stunden gedauert hatte und ich musste ihn dann doch schon kurz vor Mitternacht verlassen, um die letzte S-Bahn zurück über die Elbe zu erwischen. Zum Abschluss habe ich mir das Buch von Stevan noch gekauft und mit einer Widmung versehen lassen.

Vielleicht würde es Stevan Paul freuen zu wissen, wie ich sein Buch dann bei uns in der Gryphiusstraße eingesetzt habe. Am Sonnabend hat Hanna nämlich das Gemüse aus unserem Biokorb, das am Freitag geliefert wurde, geputzt und klein geschnitten. Bei dieser Tätigkeit habe ich ihr eine Geschichte aus dem Buch vorgelesen, ich fand das passend.

Diejenigen unter Euch, die meinen, mit dem Vorlesen hätte ich mir die einfachere Aufgabe ausgesucht, die muss ich enttäuschen: das geputzte Material habe ich dann verarbeitet, zu einem Steckrübeneintopf mit Schweinekamm, einem Kohlrabieintopf mit Beinscheibe vom Rind und einer tomatenlosen Hackfleischsugo mit Auberginen und Crème Fraiche.

Axels Platz bei der kulinarischen Lesung

Thema: Arbeitszimmer, Hobbyraum | 2 Kommentare

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