Wochenendbesuche

Die Grillsaison ist ja nun vorbei, wo der Herbst sich mit mächtigen Winden und sinkenden Temperaturen bemerkbar macht. Trotzdem hatten wir an diesem Wochenende so viele Essensbesucher, wie vielleicht den ganzen Sommer nicht. Und immer waren Kinder dabei. Am Freitag kamen abends Bill Kinderman mit Frau Catherine und den beiden Töchtern vorbei. Es war ein wenig überraschend, aber wir hatten sowieso einen Auflauf geplant, der dann, wie Kinder es lieben, mit Spaghetti gestreckt wurde.

Hanna mit Kind Sophie-CharlotteAm Samstag hatten wir dann zum Wildessen eingeladen, es kamen unsere Nachbarin mit 13 Monate altem Sohn, und 3 Bewohner der WG unter uns, Al und Bert mit dem Nennonkel von Bert, Hannes. Dazu kam Daniel Kinderman mit Lebensgefährtin Dagmar, ja, das ist keine zufällige Namensgleichheit. Und Daniel und Dagmar hatten Bill 15 Tage vorher gerade zum Großvater gemacht. Ich finde es schon bewundernswert, dass sie mit ihrer jungen Tochter sich schon auf den Weg gemacht hatten und die neu geborene Sophie-Charlotte Hanna gleich in den Arm legten. Interessanterweise war Hanna offensichtlich einigermaßen fasziniert und ich bin froh, dass ein Kind für uns biologisch nicht mehr angesagt ist, denn mittlerweile ist es meine Überzeugung, dass meine erste Ehe daran gescheitert war, dass meine Frau Kinder wollte, ich aber nicht.

Auf dem Bild, in dessen Zentrum Hanna mit Sophie-Charlotte zu sehen ist, sieht man mich leicht gestresst meinen sichtbaren Kugelbauch durch die Küche schieben. Es gab nämlich den Rücken eines Hischkalbs, das unsere Freundin Antonia selbst erlegt hatte, und ich war für das Fleisch zuständig. Ich hatte so einen Braten zwar genau so wie Hanna noch nie zubereitet, aber was das Kochen angeht, bin ich halt der abenteuerlustigere von uns beiden, und Hanna greift gerne darauf zurück und erwartet einfach, dass ich solche Aufgaben übernehme. Das Braten ging auch ganz gut, allerdings war das ein Rücken mit Knochen, und ich hatte Schwierigkeiten, das fertig gebratene Teil dann zu zerlegen. Letztlich hatte Hanna aber den entscheidenden Tipp und ich habe das Fleisch vom Knochen gelöst. Beim nächsten Mal werde ich das Filet vor dem Braten mit einem bis dahin zu erwerbenden Filetmesser vom Fleisch lösen und dann braten. Die Knochen werden dann zum Zubereiten eines Fonds benutzt.

Geschmeckt hat es dann aber super. Der Hirsch wurde mit Knödeln (nicht aus dem Karton, sondern aus Frischteig aus der Tiefkühltruhe) und selbst aus dem Kohlkopf geschnittenem und stundenlang gekochtem Rotkohl serviert sowie einer Sauce mit Steinpilzen.

Hirschkalbrücken an Steinpilzsauce mit Rotkohl und Kartoffelknödeln

Achso, unser junger Kater Cooper war ganz fasziniert von den Kindern und versteckte sich nicht wie alle anderen. Sowohl am Freitag als auch am Sonnabend beobachtete er die Kindergäste genau und ließ sich auch anfassen und streicheln. Das habe ich so noch nicht von einer Katze gesehen.

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Ein Kommentar zu Wochenendbesuche

  1. Ursel sagt:

    *lach* Da geht mir das Herz gleich öfter auf:
    1.) Das Gericht schmeckt einfach lecker!
    2.) Es ist (ober)bayerisch! 😉 und
    3.) Ich kenne etliche Katzen, die gern auf Kinder zu gehen. Da gibts Beweisfotos von meinem Bruder, der im Alter von Eineinhalb gern mit den Katzen unserer Oma spielte.

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