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Beiträge vom » November, 2009 «

Strahlender Advent

Sonntag, 29. November 2009 | Autor: Axel

Adventsfenster

Wie in jedem Jahr, wurde alles rund um unsere Terrasse wieder Weihnachtlich geschmückt. Einige Leuchten müssen schon sein, aber so wie in Stenkelfeld soll es natürlich nicht werden. Wir als nicht mehr ganz so agile Menschen brauchen dann natürlich Hilfe, und wir danken Bert und Anne, dass sie unseren neuen, vierzig Meter langen Lichterschlauch auf der Terrasse untergebracht haben. Im Austausch gab es ein wunderbares selbst gemachtes Hühnerfrikassee von uns.

Katzenhelfer

Wie man sieht hatte Hanna noch zwei andere Helfer beim Entwirren der Weihnachtsbeleuchtung, nämlich Camillo und Cooper. Übrigens sieht die Kamera hier auf diesem Foto Farbunterschiede zwischen den beiden, die wir erahnen, aber mit unseren Augen nicht so deutlich sehen.

Ich habe allerdings ein wenig den Verdacht, dass die Katzen nicht uneigennützig geholfen haben, sie wussten schon im Voraus, dass sich da ein neues Spielfeld auf tut. In diesem Sinne wünschen wir allen Lesern eine schöne Vorweihnachtszeit.

Katzen spielen mit der Weihnachtsbeleuchtung

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Hallenturnier in Tremsdorf

Freitag, 27. November 2009 | Autor: Axel

Wappen Eichenhof

Wie schon erwähnt waren wir am letzten Wochenende (wieder einmal) auf dem Eichenhof in Tremsdorf. Hanna war gebeten worden, dort von Freitag Mittag bis Sonntag Nachmittag als Helfer zu fungieren. Diesmal war es ein reines Dressurturnier, und Hanna war mal Sprecherin, mal Schreiberin. Für die, die nicht wissen, wie es abgeht: bei der Dressur gibt es Richter, die den Ritt bewerten und dem Schreiber ein Protokoll diktieren, in dem der Ritt nicht nur mit Punkten, sondern auch mit den Begründungen für die Punkte.

Ich war Reservehelfer, der nicht zum Einsatz kam, aber natürlich hatte ich auch keine Lust alleine in der Wohnung zu sitzen, wenn wir uns schon die ganze Woche nicht sehen können. So langsam werde ich auch noch ein Experte in der Dressur, kenne mehr und mehr Figuren und Gangarten und stelle schon einmal aus eigener Beobachtung fest, wo kleine oder größere Fehler und Unsauberkeiten auftreten.

Kokarden

Hanna hatte das ganze Wochenende ihre Kamera in der Tasche, auf die sie doch ein wenig stolz ist, und ich hatte meine vergessen. So kann ich nicht ein Foto eines Dressurreiters oder der neuen Halle präsentieren, denn Hanna hat sich hauptsächlich für zwei Motive interessiert. Das eine ist das Wappen des Hofes, das ihrer Aussage nach einmal vor einigen Jahren von ihrer Freundin Antonia (jetzt in Hannover) entworfen wurde und das sich jetzt auch in schmiedeeiserner Form oder auf den “Kokarden” wieder findet, die den platzierten Pferden angesteckt werden.

Susi oder Strolchi 1

Das tierische Motiv (und damit die nachträgliche Fauna zum Wochenende) waren drei Schweine, die auf dem Hof gehalten werden als Maskottchen und die nicht zum Schlachten vorgesehen sind. Und um auch dieses Geheimnis noch zu lüften: zwei dieser Schweine sind Susi und Strolchi.

Susi oder Strolchi 2

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Clemens Wilmenrod

Donnerstag, 26. November 2009 | Autor: Axel

Gestern Abend gab es einen Fernsehfilm mit Jan-Josef Liefers als erster Fernsehkoch Deutschlands, Clemens Wilmenrod. Es ist gerade heute in Zeiten der Kochshows fast schon ein historisches Dokudrama gewesen, auch wenn ich den Film ein wenig seicht fand mit zu wenig Bezug auf den historischen Hintergrund.

Es gibt nicht viele erhaltene Aufzeichnungen von Clemens Wilmenrod, aber eine hat der NDR in seine Mediathek eingestellt, in der der Koch seinen “Heringssalat nach Art der bretonischen Fischer” zubereitet. Dass da Äpfel dran sind, kann ich verstehen, aber wieso ein traditionelles Rezept von Fischern als Zutat Bananen braucht, erschließt sich mir auch heute nicht.

Dass die Kochsendungen auch ein wenig für die Bildung tun, beweist der Exkurs zu Lübeck, Hering und Reichtum am ende der Sendung. Auf jeden Fall ein sehr interessantes Zeitdokument.

via: NutriCulinary

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Wenn Hanna Lust hätte zu schreiben

Mittwoch, 25. November 2009 | Autor: Axel

  • dann wäre hier sicher ein Bericht über das Wochenende, an dem sie als Sprecherin und Schreiberin und Leserin bei einem Dressurturnier in der neuen Halle des Eichenhofs in Tremsdorf fungiert hat;
  • wäre dieser Bericht nicht mit Fotos von Pferden, sondern von Susi und Strolchi sowie Wappen garniert gewesen, aber diese Fotos sind halt auf Hannas Kamera;
  • hättet Ihr sicher auch schon einen Bericht lesen können über die verantwortungsvolle Tätigkeit als Schöffe, denn Hanna war als Hilfsschöffe angenommen und hatte vor kurzem ihre erste Ladung in dieser Funktion bekommen;
  • hätte sie sich schon längst auf diesem Blog darüber beklagt, dass ihr geliebter Dell mal wieder wegen einer kaputten Graphikkarte außer Gefecht gesetzt worden ist;
  • und sie hätte erklärt, dass ihr Dell nicht vor Januar hätte repariert werden können;
  • und sie hätte erzählt, dass Dell nach einem harten Beschwerdebrief sich bereit erklärt hat, ihr einen neuen Spielelaptop zu sehr akzeptablen Konditionen zur Verfügung zu stellen;
  • sie hätte bedauert, dass der neue Computer leider erst spätestens am 11. Dezember geliefert wird;
  • gefolgt von der Klage, dass sie bis dahin leider ihren funktionierenden, aber mindestens sieben Jahre alten Dell, der naturgemäß sehr lahm ist, benutzen muss, auf dem sich die Installation von Kamera- und Lieblingsbloggingsoftware einfach nicht lohnen, ja, auch die Homebankingsoftware nicht lauffähig ist;
  • aber sie hätte versprochen, dass die Fotos und der Bericht aus Tremsdorf am nächsten Wochenende mit der Hilfe von Axel und seinen Apple Macs nachgeliefert werden.

Thema: Wohnzimmer | 2 Kommentare

Dienstag – ein Arbeitstag

Mittwoch, 25. November 2009 | Autor: Axel

In der Nacht hat es doll geregnet und ich habe im Einschlafen noch gedacht, hoffentlich regnet es morgen früh nicht so extrem. Das Aufstehen war äußerst früh, die Zeit wird höchstens zwei oder dreimal im Jahr notwendig. Hanna hat nichts von meinem Aufstehen mitbekommen, sie hat einfach deutlich hörbar geschlafen. Die vier Katzen und der Hund, der als Übernachtungsgast da war, die haben natürlich mein Aufstehen erwartungsvoll mitbekommen, ich habe aber den ganzen Zoo ganz deutlich ignoriert, der Hund hat das sehr schnell gemerkt und sich wieder hingelegt, die Katzen geben die Hoffnung aber nicht so schnell auf.

Ich musste mich aber darauf konzentrieren, in Gang zu kommen, das hieß in erster Linie, mit unserem neuen Kaffeevollautomaten einen Kaffee hinzubekommen, der meine Lebensgeister weckt. Also anstellen, Hannas Einstellung von sehr mildem Kaffee auf stark stellen, zweimal große Tasse drücken und anschließend geschäumte Milch drauf. Und natürlich wieder auf sehr mild zurück stellen, damit Hanna keine unliebsame Überraschung bekommt, wenn sie ein paar Stunden später auch noch sehr müde aufsteht.

Dann die Kleidung einigermaßen hinbekommen und die Unterwäsche für 3 Tage im Rucksack verstauen, die Vorgabe, die ich mir dieses Mal gesetzt hatte, war Handgepäck trotz einer halben Woche folgend in Hamburg. Die Katzen versuchten mich die ganze Zeit zum Füttern oder Türöffnen zu animieren, aber diese Animationen konnte ich abwehren. Kopfhörer auf und aufmunternde Musik aus dem MP3-Player aufgedreht und hinaus in den windigen Morgen. Der Weg von der Sonntagstraße zur Ringbahn zieht sich zur Zeit besonders, und so war ich überrascht, eine Bahn früher zu bekommen als geplant, trotz Fahrscheinkauf und Stempeln des erworbenen Fahrscheins.

Die Stimmung in der S-Bahn ist der Tageszeit entsprechend gedämpft, die Leute dösen vor sich hin, mit oder ohne MP3-Kopfhörer, geredet wird nicht. Der TXL nach Tegel ist recht voll, auch kaum ein Gespräch mitzubekommen. Gut in der Zeit checke ich am Air Brussels Schalter ein, der Securitycheck läuft Routinemäßig ab, und der Flug nach Brüssel rollt wie vorgesehen um 6:50 Uhr zur Startbahn. Die 2 Männer neben mir fallen, genauso wie ich, erst einmal in den Nachholschlaf, verpassen das Servieren des Frühstücks und müssen die Stewardessen zurückrufen, um auch etwas in den Magen zu bekommen.

Ich versuche mich auf mein Buch zu konzentrieren, denke aber an den voraussichtlich langen Fussmarsch in Brüssel. Und richtig, der kilometerlange Marsch zum “Exit” lässt mich wehmütig an die Zeiten denken, als man noch mit Bussen zur Gepäckausgabe gefahren wurde. Der Bus Richtung Kommissionsgebiet ist wenig besetzt und als ich noch vor 10 Uhr am Gare du Luxembourg ankomme, bleiben mir noch eine gute Stunde und zwei Kaffee, bis das Seminar beginnt. Natürlich hat dann ein Sturzregen eingesetzt und ein wenig nass wurde ich schon auf dem Weg zum Ziel. Das Seminar ist interessant genug, um die aufkommende Müdigkeit zu verdecken, der Bus zurück ist total überfüllt und ich war froh, eine Station vor dem EU-Gebäude, dem Berlaymont, in den noch leeren Bus eingestiegen zu sein und mir einen Sitzplatz gesichert zu haben.

Als ich in Hamburg in Harburg ankomme, bin ich 16 Stunden auf den Beinen, aber nach so einem Tag muss man auch noch ein wenig Zeit zum Chillen haben, aber jetzt ist Zeit für den Tagesabschluss.

Interessanterweise bin ich in Brüssel im November 2009 auf eine Anhäufung von Mauerstücken gestoßen, wie sie auch in Berlin mittlerweile selten geworden ist. Natürlich ist die Erinnerung an den Anfang der Reise nur zu natürlich.

Berliner Mauer in Brüssel

Thema: Arbeitszimmer | 3 Kommentare

Mal wieder Öresund

Freitag, 20. November 2009 | Autor: Axel

Brücke über den Öresund

Vor vier Jahren hatte ich ein Projekt, das mich häufiger in die Öresundregion brachte. Für die geographisch minderbemittelten weise ich noch einmal darauf hin, dass es sich bei dieser Region um den Großraum Kopenhagen in Dänemark und die Region Skane in Südschweden handelt, zusammengebracht zu einer Region durch die in den neunziger Jahren entstandene Öresundbrücke.

Nach Ende des BSKR-Projektes hatte ich den Kontakt etwas verloren, bis ich vor einigen Wochen von meiner Bossin angesprochen wurde, ob ich sie nicht bei einem Brokerage-Treffen an der Universität Lund vertreten wolle und ich keinen Grund sah, das abzulehnen. Ich war also im Kontakt mit den Organisatoren, und als die mich eines Tages anriefen, ob meine Bossin an einer Jury teilnehmen könne, um Projektideen zu kommentieren, meinte ich, dass sie leider nicht teilnehmen könne wegen anderer Verpflichtungen und man könne doch mich nehmen, ich hätte genug Erfahrung. Eigentlich nicht mein persönlicher Stil, aber mein Gesprächspartner war begeistert, und so fand ich mich wieder in der Jury dieses Events.

Hauptgebäude der Universität Lund

Gestern morgen ging es also los nach Lund über Kopenhagen-Kastrup (der Flughafen) und mit der S-bahn weiter nach Südschweden. Die Veranstaltung mit mir in der Jury und der Vorstellung von 30 Projekten aus den Bereichen Informations- und Kommunikationstechnologien, “Life Sciences” und “Food” (Lebensmitteltechnologien) hat mir sehr viel Spaß gemacht, und wenn ich die Reaktionen richtig deute, hat auch meine Präsenz anderen nicht so schlecht gefallen.

Lund Stadt und juristische Fakultät

Gestern gab es dann noch ein Abendessen, das als Tapasessen angekündigt war, worauf ich eine wenig enttäuscht war, da ich gerade am Dienstag ein solches hatte. Aber meines Erachtens war es dann ein eher italienisch orientiertes Antipastiessen mit vielen interessanten Gesprächen. Die Veranstalter hatten sich eine nette Methode ausgedacht, um eine interessante Tischordnung herzustellen: Am Nachmittag wurden die Teilnehmer gebeten, ihre Visitenkarte bei den Projekten zu hinterlegen, an denen sie besonders interessiert waren und abends wurden die entsprechenden Leute dann zusammen gesetzt. Ich muss sagen, das hat funktioniert.

Heute musste ich die Veranstaltung dann 5-10 Minuten vor dem Ende verlassen, um meinen Flug nach Berlin zu bekommen, aber hätte ich den nicht genommen, hätte ich wohl 4 oder 5 Stunden irgendwo die Zeit tot schlagen müssen. Auf der Fahrt zum Flughafen blieb dann die S-Bahn der Dänischen Staatsbahnen wegen technischer Probleme liegen und alle Fahrgäste mussten auf den nächsten Zug warten. Da das aber nicht so selten ist, war ich vorgewarnt und hatte glücklicherweise genug Zeit einkalkuliert.

Der Dom in Lund

Ich bin also in Berlin angekommen, Hanna ist nicht da, den Grund werdet Ihr sicher noch erfahren, und bevor ich nächste Woche wieder nach Hamburg komme, ist Dienstag Berlin angesagt.

Foto Öresundbrücke: Jorchr Lizenz: GNU Free Documentation License
Alle anderen Fotos: Axel

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Tapas Bodega Olé

Mittwoch, 18. November 2009 | Autor: Axel

Tapas in der Bodega Olé Hamburg

Leider gibt es ja (so weit ich weiß, gegenteilige Tipps werden gerne angenommen) in unserem Boxikiez in Berlin kein vernünftiges Tapasrestaurant mehr. Wir mochten zunächst eins in der Grünberger Straße, das von 2 lesbischen Frauen, eine davon Spanierin geführt wurde. Als dieses dicht machte (machen musste?), waren wir dann froh, dass eine neue Tapasbar an der Ecke Wühlischstraße/Gabriel-Max-Straße eröffnete. Auch diese gibt es nicht mehr, dort sitzt jetzt unser Lieblingsitaliener im Kiez.

Deshalb bin ich immer froh, wenn ich anderswo Gelegenheit habe, anständige Tapas zu essen. Und gestern war es wieder soweit. Seit etwa anderthalb Jahren treffe ich mich halbjährlich mit drei Männern, mit denen ich vor über 40 Jahren mal in einer Schulklasse war: A., mein alter Schulfreund, mit dem das Verhältnis immer mal enger und mal weniger eng war. Die Enge des Verhältnisses war meist aus verschiedenen Gründen abhängig vom Mögen oder Ablehnen der Frauen, mit denen wir zusammen waren. Trotzdem würde ich A. über meine Lebenszeit als meinen besten Freund bezeichnen. A. ist Internist und Hämatologe, spezialisiert auf onkologische Erkrankungen des Blutes, wenn ich es richtig verstanden habe. Dazu kommen bei den Treffen H., der als Professor an einer Hochschule ist und neben seinem Fach auch zuständig ist für den asiatischen Ableger seiner Hochschule, sowie P., tätig in der Logistik und im Speditionswesen.

Wie so häufig war das Treffen mit den Dreien anregend und kurzweilig, wir haben ja auch genug aus sehr verschiedenen Gebieten zu erzählen, so dass sich eine schöne Mischung aus Humor, gemeinsamen oder auch verschiedenen Erinnerungen und aus “neuzeitlichen” Anregungen ergibt. Ich hoffe, dass das eine schöne regelmäßige Einrichtung bleibt, der nächste Termin ist wieder abgemacht.

Diesmal hatte P. die Bodega Olé an der Börsenbrücke in Hamburg als Treffpunkt ausgemacht, und ich muss sagen, es war eine anständige Wahl mit einem sehr guten Preis-/Leistungsverhältnis. Wir bestellten Tapas für vier Personen und bekamen (so dass jeder alles probieren hätte können):

  • die unvermeidlichen Datteln im Speckmantel
  • mit Thunfischsalat gefüllte rote Paprika,
  • spanischem Kartoffelsalat
  • Tortilla
  • gefüllte Miesmuscheln
  • gegrillten grünen Pfeffer/Paprika
  • Krabbenspieße
  • kleine Papas Arrugados
  • Hühnerflügel
  • gefülltes Huhn
  • und sicher noch etwas, das auf der anderen Seite des Tisches war, wo ich es nicht erreichen konnte oder wollte.

Alles in einer ordentlichen Qualität, sicher nicht Spitzenklasse, aber der Preis sollte in Betracht gezogen werden. Und wo können vier Personen heute mit Aperitif, einem Tempranillo zu den Tapas und einem guten spanischen Brandy danach für 100 Euro einschließlich Trinkgeld satt werden?

Bodega Olé
Börsenbrücke 5
20457 Hamburg
Tel: 040 37518227

Nachtrag: A., P. oder H.: Ich habe nie danach gefragt, wie Ihr zur Veröffentlichung im Blog steht. Daher keine Fotos und auch keine Klarnamen.

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Knorrpromenade

Samstag, 14. November 2009 | Autor: Axel

Knorrpromenade

So etwa 100m von unserer Wohnung beginnt die Knorrpromenade. Sie ist laut Wikipedia das einzige Ensemble einer bürgerlichen Wohnanlage in unserem Kiez und steht als Ensemble unter Denkmalschutz. In einem der Häuser war lange Jahre die Knorre, bis sie sich die Location wohl nicht mehr leisten konnte. Momentan ist immer noch ein Restaurant in diesem Haus, das Kaspar und Hauser, obwohl ich mich frage, wie sie dort existieren können.

Es ist ein wunderbares Ensemble von Häusern und die meisten sind auch gut renoviert, bis auf das eine Eckhaus zur Wühlischstraße. Es git aber eine Besonderheit, die Einfahrt der Straße von der Wühlischstraße ist von torartigen Bögen gesäumt. Die gehören nicht zu einem der Häuser, sondern zu öffentlichem Grund und Boden. Und leider hat die Stadt nicht genug Geld und lässt solche geschützten Ensembles einfach verfallen. Vor einigen Wochen hat halt die Polizei einen der Bögen aus Baufälligkeitsgründen gesperrt und die eine Säule halb abreißen lassen. Und das Ensemble ist zerstört und ich frage mich oder Stadt oder Bezirk das wieder in Stand setzen können.

Tor an der Knorrpromenade

An der Ecke der Knorrpromenade ist übrigens unser lokaler Spätkauf, ein Laden mit einer großen Bierauswahl, geführt von Türken, wie so viele Läden und Restaurants in unserem Kiez. Hanna hat sich so halb angefreundet mit der türkischen Frau, die dort häufig bedient und kauft dort am liebsten ihre Zigaretten, obwohl Tabak nicht so ganz korrekt geschrieben ist.

Spätkauf

Ja, Hanna raucht noch, und der Spätkauf macht ein gutes Geschäft, auch wenn am Eingang unten rechts ein Hinweis steht, über den ich mich wundere, denn er ist eher geschäftsschädigend. Ich hätte aber nichts dagegen, wenn Hanna ihn befolgte.

Bonbon statt Zigarette

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Zwei Fussballprofis

Mittwoch, 11. November 2009 | Autor: Axel

FussballIrgendwie scheint mir die Welt der Fußballspieler doch ein wenig verlogen zu sein und Werten nachzuhängen, die auf dem Stand der 50er oder 60er Jahre stehen geblieben sind. Darüber, dass es statistisch eigentlich in den deutschen Profiligen über 100 schwule Spieler geben müsste, habe ich schon geschrieben. Und trotzdem traut sich kein Einziger aus der Deckung.

Auch Robert Enke hat sich nicht aus der Deckung getraut, nicht wegen Homosexualität, aber wegen seiner Depressionen. Nach allem, was man über seinen Selbstmord liest, hat er alles dafür getan, seine Krankheit zu verbergen, das ging dann so weit, dass er den Ernst des Zustandes nicht nur gegenüber dem Club, sondern auch gegenüber der Familie und sogar den Ärzten verheimlicht hat. Was für eine repressive Welt muss das sein, dass psychische Krankheiten, an denen große Teile der Gesellschaft leiden, vor Kollegen und der Öffentlichkeit verheimlicht werden müssen.

Natürlich ist die Trauer real, trotzdem wundert es mich, dass im Zusammenhang mit dem Selbstmord von Robert Enke ein anderes Beispiel, dass mir sofort in den Sinn kam, kaum erwähnt wird: Sebastian Deisler. Auch Sebastian Deisler war ein begnadeter Fußballprofi, der an Depressionen litt, dem, wie Enke in den Nachrufen, attestiert wurde, besonders sensibel zu sein.

Sebastian Deisler hat allerdings den Absprung geschafft, obwohl er 3 Jahre jünger ist als Enke, genau diese 3 Jahre ist er nicht mehr im Fußballgeschäft. In einem Interview mit der ZEIT hat er über die Gründe geredet und vor etwa 4 Wochen ist seine Biografie erschienen. Es ist, denke ich, bezeichnend, dass diese (Auto-)Biografie den Titel hat “Zurück ins Leben”.

Leider hat Robert Enke die andere Alternative gewählt, die ihn vorwärts in den Tod führte. Ich hoffe, dass mehr und mehr Verantwortliche in der Welt des Profifußballs aus beiden Fällen ihre Lehren ziehen und die Welt der ihnen anvertrauten, meist jungen Männer ein wenig offener gestalten (bei den Frauenfußballerinnen scheinen mir die Probleme nicht so groß, vielleicht auch wegen geringerer Medienbeobachtung).

Bild: Arsenal’s Cesc Fàbregas (weißes Hemd) im Kampf mit Anderson (Manchester United).
Fotograf: Gordon Flood. Lizenz: Creative CommonsAttribution 2.0

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Telefonstörung

Mittwoch, 11. November 2009 | Autor: Axel

Seit ca. 12:45 sind wir nicht über Festnetznummern zu erreichen, da ein bundesweiter Ausfall der VoIP-Telefonie bei 1&1 vorliegt. Bei Bedarf sind wir über Mobiltelefon zu erreichen.

Update 16:31: Verbessert sich was? Während vorher der Server meist nicht geantwortet hat (abgeschaltet?), kommt seit ca. 10 Minuten konsistent die Meldung “Fehler 503″. Das bedeutet “Dienst nicht verfügbar”. Also ist vielleicht der  Server wieder angeschaltet und es gibt Versuche, die Software wieder hoch zu fahren?

Update 17:59: Das Problem besteht weiter. Nähere Informationen auf Onlinekosten.

Update: 19:01: Seit kurz nach 18 Uhr scheint alles wieder zu funktionieren.

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