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Pasta Opera

Samstag, 19. Dezember 2009 | Autor:

Pasta Atmosphäre

Am Donnerstag bin ich schon (zu Hannas großer Freude) aus Hamburg zurück gekommen, denn ich hatte uns schon vor Monaten Karten reserviert für Pasta Opera. Auf getrennten Wegen kommend (ich aus Hamburg, sie aus der Gryphiusstraße) trafen wir uns schließlich vor Clärchens Ballhaus in der Auguststraße in Berlin-Mitte. Hanna hatte natürlich als radikale Feministin sich den Namen der Straße als Augustastraße gemerkt und konnte die Straße schließlich nur deshalb finden, weil ich vor drei Jahren um die Ecke im Krankenhaus lag.

Mitte ist ja mittlerweile schon recht gut durch renoviert, nur Clärchens Ballhaus mit seinem verfallenen Charme hält das Banner der DDR, wenn nicht sogar das des zweiten Weltkriegs aufrecht mit seiner bröckelnden Fassade. Im Hauptraum war recht viel Betrieb, aber da wollten wir nicht hin, sondern sondern in den Spiegelsaal im ersten Stock, wo Pasta Opera stattfinden sollte, ein viergängiges Menü mit Live-Operngesang. Auf der Webseite stand “Einlass und Beginn” um 19:30 Uhr und so drängelte sich das Publikum (es war ausverkauft) schon um 19:15 Uhr vor der Tür und schob sich dann ganz langsam durch das mit verbeultem Leuchter und so etwas wie Einschusslöchern in den Wänden versehenem Treppenhaus.

Angekommen im Saal, forderte uns eine im Rokokokostüm gewandete Dame erst einmal dazu auf, von einem Stapel mit Tellern, die alle verschieden waren und wie aus dem nächsten Trödelladen geholt aussahen, uns unsere individuellen Teller auszusuchen. Hanna nahm natürlich einen mit Pferdemotiv, während ich einen aus den 50er Jahren mit venezianischer Gondel für angemessen hielt. Durch den mit zig Kerzen geschmückten, morbid verfallenen Spiegelsaal wurden wir dann an den uns zugewiesenen Tisch geführt und konnten sofort sehen, obwohl wir am Tisch die Ersten waren, dass wir denn Abend auf Tuchfühlung mit unseren Tischnachbarn verbringen würden und wir uns auch angesichts des schmalen Tisches nicht wundern sollten, wenn wir von unseren Knien essen müssten.

Leuchter bei Pasta Opera

Aber als, nachdem der Saal gefüllt war, die Vorspeise und die Getränke auf dem Tisch standen, erwies es sich doch als machbar, am besten genoss man die Speisen nur mit der Gabel und die Servierplatten/-teller wurden halt in der Hand gehalten, um sie leer dann möglichst schnell einem Kellner in die Hand zu drücken. Das Essen war, wie der Name Pasta Opera andeutet, italienisch inspiriert, es gab zunächst eine gemischte Vorspeisenplatte, dann Pasta mit Steinpilzen und Gamberetti, als Secondo piatti ein geschmortes Hühnerbein mit pikantem Paprika und zum Schluss ein Tiramisu.

Gespannt war ich darauf, wie das Essen mit dem Singen zusammen passen würde, aber das war dann sinnvollerweise insofern getrennt, als dass die Gänge serviert und abgeräumt wurden und dann zwischen den Gängen gesungen wurde. Eine charmante Moderatorin führte durch das Programm und spann eine amüsante, dem Rokoko teilweise sprachlich angepasste Liebesgeschichte rund um die Arien und Gesänge, von einer sehr guten Sopranistin, einem guten Bariton, einer ordentlichen Mezzosopranistin und einem leider etwas dünnen Tenor vorgetragen wurden begleitet von einer Pianistin. Alle gekleidet in Rokokokostüme, auch wenn die Musikauswahl auch Gesänge einschloss, die 200 Jahre später entstanden waren, und so von Mozart und Donizetti bis hin zu Puccini reichte.

Moderatorin Pasta Opera

Die Moderatorin versuchte das Publikum mit einzubeziehen (ich hatte dabei Gelegenheit, mit einer der Sängerinnen einen kurzen Walzer zu tanzen), es wurden Rollen und Requisiten verteilt an Teilnehmer aus dem Publikum, um sie in das Spiel mit einzubeziehen (zum Glück nur ins Spiel, nicht ins Solosingen), und ein zwei Mal wurde auch das gesamte Publikum als Opernchor einbezogen. Und auch die Kellner machten durch neckische Kopfbedeckungen mit im Spiel.

Kellner bei Pasta Opera

Es ist schön, so zwanglos Opernmusik serviert zu bekommen, man muss nicht so steif und mucksmäuschenstill sitzen, wie in der Oper. Ich kann den sehr schönen Abend nur empfehlen und wünsche Euch, wenn ihr gehen solltet, dass Ihr nicht wie wir einen Tisch im Publikum habt, der von einer leicht angetrunkenen Betriebsweihnachtsfeier oder ähnlichem besetzt ist und die Vorführungen durch zu lautes Gequatsche und Lachen stört (etwas Unterhaltung darf natürlich sein, man ist ja nicht in der Oper, sondern beim Essen).

Sänger bei Pasta Opera

Pasta Opera in Clärchens Ballhaus, Auguststr. 24, 10117 Berlin
Hier ein kleines Video

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Thema: Vorgarten | Beitrag kommentieren

Israelische Sicherheitsleute

Dienstag, 15. Dezember 2009 | Autor:

können einen recht rabiaten Umgang mit schönen MacBooks haben. Aber wie steht es in diesem Artikel

distressed laptops look gorgeous no matter how they got there

Man sieht außerdem: es gibt viele, manchmal unerwartete Gründe, immer fleißig die Daten zu sichern.

Ausführlich berichtet die Besitzerin des MacBooks über den Zwischenfall.

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Thema: Rumpelkammer | 2 Kommentare

Tote des Jahres 2009

Donnerstag, 10. Dezember 2009 | Autor:

Ernst Benda
Erich Böhme
Ralf Dahrendorf
Dave Dee (DDDBM&T)
Onkel Dittmeyer
Robert Enke
Michael Jackson
Ted Kennedy
Klementine
Otto Graf Lambsdorff
Werner Maihofer
Karl Malden
Hans Matthöfer
Reinhard Mohn
Fritz Muliar
Toni Sailer
Johannes Mario Simmel
Patrick Swayze
Horst Szymaniak
John Updike
Peter Zadek
Eduard Zimmermann

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Thema: Rumpelkammer | 2 Kommentare

Mal wieder Schnippsel

Donnerstag, 10. Dezember 2009 | Autor:

Kinder. Einer der schönsten Tweets, die ich in der letzten Woche gelesen habe, ist der folgende:

@zlotylove Habe den Wunschzettel der Kinder unter mir im Hausflur gefunden und “Neue Wohnung” ergänzt.

Twitkrit kommentiert das unter dem Titel “Böse Nachbarn zu Zeiten des Liebesfestes”.

***

Kann jemand mal meiner Nase sagen, dass es nicht zum Oscar reicht, Tropfsteinhöhle zu spielen?

***

Der Gewinner, was junge Frauen angeht, ist immer noch Johannes Heesters, selbst nach Franz Müntefering. Deswegen kann Heesters einige Tipps geben. @bosch bereitet sich aber darauf vor, in die Fußstapfen zu treten:

Münte war gestern. Neues Vorbild ist Joopi Heesters: Freut euch auf die Geburt meiner Frau in 13 Jahren. Hochzeit ist 2040.

Kid37 sieht das eher generell.

***

Eigentlich wollte ich das ja ignorieren, aber ich finde es spannend, ob ich irgendwann noch einmal etwas von meinem eigentlich abgeschriebenem Geld wieder sehe. Ich sage nur Pauline.

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Es ist ungewöhnlich, aber in der nächsten Zeit haben wir einiges vor: am Sonntag ein Konzert von Stipendiaten der Studienstiftung im Konzertsaal der UdK, nächste Woche am Donnerstag ein Essen Pasta & Opera in Clärchens Ballhaus (dafür lasse ich die Weihnachtsfeier meiner Firma sausen, aber das Essen war schon vor einigen Monaten gebucht. Und am Heiligabend gehen wir essen, anders als in den letzten Jahren. Am ersten Weihnachtstag braten wir eine Gans und haben (hoffentlich) auch dazu Gäste. Abgeschlossen wird das Jahr mit einem Racletteessen bei uns am Silvesterabend.

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Thema: Rumpelkammer | Beitrag kommentieren

Ausschnitte

Dienstag, 8. Dezember 2009 | Autor:

Buddy

Als Desktophintergrund habe ich wechselnd meine Photos aus den letzten 12 Monaten. Manchmal ist es überraschend, welche Ausschnitte das System dabei aussucht, die gefallen mir manchmal besser als die Originalaufnahmen. Ich habe hier mal zwei Bilder von Buddy und Cooper versucht so nachzuempfinden, wie sie mir vom Mac angezeigt werden.

Cooper

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Thema: Katzenhöhle | 3 Kommentare

Currywurst und andere Leckereien

Dienstag, 8. Dezember 2009 | Autor:

Ja, ich liebe ab und zu eine Currywurst. Entweder Krasselt (West) oder Konopke (Ost). Als ich letzten Mittwoch um 13.30 Uhr wieder zum Gericht ging, sah ich den Stand am S-Bahnhof Bellevue, und da ich überpünktlich war, man weiß ja nie wie’s kommt mit der S-Bahn, bestellte ich eine genau an diesem Stand. Die Wurst war etwas trocken, aber die Soße!!! Genau wie ich sie mag und dazu ein Brötchen, frisch und warm und weich und einfach lecker.

restaurant patio

Nach Ende der Sitzung fiel mir die Aufschrift der Tafel des Schiffsrestaurants Il Patio auf, die ein Tagesmenue mit 3 Gängen für 9 Euro anboten, bis 16.00 Uhr, und da es gerade 15.30 war, nahm ich die Gelegenheit wahr, denn ich liebe, es auf solchen Schiffen zu sitzen. Es war fantastisch! Als Vorspeise gab es zwei Scheiben Roastbeef mit Thunfischcreme, also ein etwas anderes Vitello Tonato, dazu einen Salat aus Ruccola, Feldsalat und Lollo Rosso sowie Ciabattascheiben. Als Hauptgericht nahm ich Zander mit Wurzelgemüse, das waren feingespaltene Möhren und Pastinaken in einer zarten Sahnesoße und der Nachtisch war der Hammer! Ein Pannacotta aus Johannisbeeren. Es war die reinste Köstlichkeit. Es gab als Alternative zur Vorspeise Suppe, 2 Hauptgerichte und Bratapfel. Das Essen war wirklich sehr gut, die Portionen gut ausgewogen.

Das Publikum war eine Mischung aus jungen Menschen, einer Arbeitsgruppe und ein oder zwei Paaren, also gemischt, nicht nur Yuppies, wie ich es fast in dieser Gegend erwartet hätte. Das Restaurant hat 2 Ebenen, ich war im Schiffsbauch, also unten, es gab einen brennenden Kaminofen, das Holz der Täfelung, die nette Bedienung, alles verströmte eine ruhige, nachmittägliche gemütliche Stimmung aus, ohne plüschig zu sein. Es ist ein Platz, wie ich ihn sonst nur aus dem Urlaub in London oder Paris kenne, er war auch durch den direkten Blick auf das Wasser so schön, das ich wirklich dachte in einer anderen Welt zu sein. Wenn ihr also mal in der Nähe zu tun habt, schaut einfach rein, das Preis-/Leistungsverhältnis ist Spitze.

Restaurantschiff PATIO
Moabiter Brücke
Helgoländer Ufer/Kirchstraße
10557 Berlin

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Thema: Vorgarten | Ein Kommentar

Buffets

Montag, 7. Dezember 2009 | Autor:

Ich hasse Buffets, das ist mal wieder in einer Diskussion mit einer Freundin hoch gekommen. Grund ist sicher, dass dafür ein starker Ellenbogeneinsatz gefordert ist.

Reinhard Mey hat das auf den Punkt gebracht, und wie Ihr sehen werdet, war das schon vor ganz schön langer Zeit.

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Thema: Rumpelkammer | Beitrag kommentieren

In vollen Zügen

Montag, 7. Dezember 2009 | Autor:

Der Spruch ist zwar etwas abgedroschen, aber für mich trifft das zu: das Leben in vollen Zügen genießen. Naja, vielleicht nicht genießen, aber in vollen Zügen.

Seit Mittwoch bin ich stolzer Besitzer eines USB-Sticks für mobile Datenkommunikation und kann auch vom Zug aus ins Netz gehen mit meinem MacBook. Eigentlich habe ich gedacht, dass die Abdeckung mit UMTS schon ganz gut ist, muss aber feststellen, dass die Verbindung häufig auf GPRS geht, da fühlt man sich gleich in alte Modemzeiten zurück versetzt, denn schneller als vor 15 Jahren, als man in Hotelzimmern immer zum Techniker wurde, um das Laptop an die Telefonleitung zu klemmen, ist die Verbindung nicht.

Aber eine Premiere ist dieser Artikel dennoch: Live aus dem ICE geblogt.

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Thema: Arbeitszimmer | 9 Kommentare

Rauchen gefährlich oder unmöglich

Freitag, 4. Dezember 2009 | Autor:

Raucher an der Uni Regensburg

Entweder werden Raucher hier in den Unfall gelockt oder ausgesperrt.

Gesehen an der Universität Regensburg

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Thema: Arbeitszimmer | Ein Kommentar

Seminaris FU Berlin

Donnerstag, 3. Dezember 2009 | Autor:

Seminar Hotel und Kongresszentrum an der FU Berlin

In dieser Woche treibt es mich nicht nach Hamburg. Das Schöne war, dass ich am Montag und am Dienstag an einem Workshop an der FU Berlin teilnehmen durfte, was mir zumindest zwei Extraabende mit Hanna bescherte, sozusagen als vorgezogenes Nikolausgeschenk.

Der Workshop fand statt im Seminaris Hotel und Kongresszentrum (oder neudeutsch “Congress Center”) statt, einem recht interessanten Bau, der von dem Chicagoer Stararchitekten Helmut Jahn entworfen wurde und in der üblichen Berliner Manie, signifikanten Gebäuden einen Spitznamen zu geben, auch “The Dahlem Cube” genannt wird. An den englischen Namen sieht man, wie stolz die FU auf ihren Gewinn eine Clusters im Rahmen der Exzellenzinitiative ist, denn der Cluster dreht sich um international university relations.

Das Gebäude ist noch sehr neu, es wurde erst im März diesen Jahres eröffnet. Alles ganz modern und super, nur beim Kongresszentrum hat man vergessen, vernünftige Wegweiser zu installieren, so dass man auf der Suche nach Toiletten oder Konferenzräumen ein wenig umher irrt. Und die Kritiken sind nicht unbedingt begeistert.

Zum ersten Mal aufgefallen ist mir, dass Dahlem-Dorf eine der schönsten oder zumindest interessantesten U-Bahn-Stationen weltweit hat.

Und zur Zeit bin ich in einer U-Bahn-freien Stadt, nämlich in Regensburg.

U-Bahn-Station Dahlem-Dorf in Berlin

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Thema: Arbeitszimmer | Beitrag kommentieren