Grünkohl

Grünkohl

Vor kurzen war in unserem Landkorb frischer Grünkohl enthalten. Ich war doch recht verwundert, als ich von Hanna hörte, dass sie damit eigentlich nichts anzufangen weiß. Ich bin es aus Hamburg gewohnt, dass viele Leute nach dem ersten Frost sehnsüchtig die ersten Grünkohlgerichte erwarten und dann die Hamburger Kombination den Winter über fast jede Woche essen möchten.

In Berlin ist Grünkohl offensichtlich hauptsächlich als Beilage zu Gänse- oder Entenbraten bekannt. Ich erklärte mich daraufhin bereit, den Grünkohl so zu verarbeiten, wie ich es aus Hamburg gewohnt bin: Im Gänsefett, das vom Weihnachtsbraten übrig gebraten war, habe ich eine Zwiebel angebraten, bis sie glasig war, den frischen Grünkohl dazu gegeben, angeschmort und dann mit einem viertel Liter Gemüsebrühe und dem Kasseler Nacken für etwa eine Stunde geschmort. Das war an Silvester, nach der Stunde kam der Topf auf die Terrasse, um bei der Wetterlage eingeschneit zu werden und drei Tage im frostigen Wetter abzukühlen.

Heute wurde er dann noch einmal erwärmt, diesmal mit Thüringer Mettenden (auf die Frage, ob sie Kohlwurst hätten, haben die Angestellten der Metro etwas hilflos reagiert). Die Wahl der Wurst, die ich dann aus dem Regal gefischt hatte, war absolut passend. Mit Röstkartoffeln serviert war das dann für Hanna ein wohlschmeckendes Ersterlebnis.

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2 Kommentare zu Grünkohl

  1. Ursel sagt:

    Warum den Wurst UND Kassler? Reicht eins nicht?

  2. Axel sagt:

    Im Prinzip schon, aber beides zusammen ist Hamburger Tradition.

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