Stones in the Park

Stones in the ParkUnsere Freundin Ursel aus Köln bezeichnet sich selbst durchaus als ein wenig verrückt. Sie geht so häufig auf Konzerte, wie ich es vorher noch nicht kennen gelernt habe und nimmt dabei durchaus anstrengende Touren auf sich. Über die Konzerte berichtet sie nicht immer, aber wenn, dann ausführlich auf ihrem Blog. Vor kurzem ist sie an einem Sonnabend für ein Konzert von Köln nach Kiel gefahren und nach dem Konzert mehr oder weniger direkt zurück, wenn ich mich recht erinnere, war es ein Konzert der Wise Guys. Im Dezember war sie dann auf einem Konzert von Paul McCartney, dass ihr so gut gefallen hat, dass sie mir heute erzählt hat, dass sie ernsthaft überlegt, für ein Konzert des Ex-Beatles im Hyde Park nach London zu fahren und gleich wieder zurück. Und das, obwohl sie noch nie vorher in London war.

Das Stichwort von einem Konzert im Hyde Park hat mich erinnert an eine Tramptour mit Andreas im Jahr 1969, also vor über vierzig Jahren. Es war eine ereignisreiche Reise, mit Verlieben, der Mondlandung auf einer Großleinwand auf dem Trafalgar Square, schlafen im St. James Park, bewacht von besorgten Bobbies.

Und dabei war auch der Besuch eines legendären Free Concerts im Hyde Park, über das viele Informationen im Netz zu finden sind unter dem Stichwort „Stones in the Park“, unter anderem auch eine Aufzeichnung des Fernsehsenders Granada auf DVD.

Kurz vor dem Konzert war Brian Jones auf Druck der anderen Bandmitglieder ausgeschieden und durch Mick Taylor ersetzt worden. Das Konzert im Hyde Park sollt der Einführung von Mick dienen, aber es geschah ganz anders, denn ein paar Tage vor dem Event wurde Brian Jones tot in seinem Swimming Pool aufgefunden.

Daraufhin wurde der Auftritt der Stones natürlich zu einem Brian Jones Gedächtniskonzert, einschließlich des Freilassens von tausenden weißen Schmetterlingen. Der Auftritt der Stones war verständlicherweise nicht so besonders unter diesen Umständen, aber es war schon ein einzigartiges Erlebnis.

Was weniger bekannt ist, das war kein reines Stones-Konzert, sondern es traten einige andere Gruppen auf, wie hier nachzulesen ist: Family, Battered Ornaments (without Pete Brown), King Crimson, Roy Harper , Third Ear Band, Alexis Korner’s New Church, Screw. Ich erinnere mich natürlich an die gewaltige Menschenmenge von 250.000 Leuten, an die Mods, die ein wenig agressiv durch eben diese Menschenmenge tobten. Ich hatte allerdings auch ein wenig von einem Mod an mir, da ich in einem von Andreas Bruder geliehenen Bundeswehrparka unterwegs war (einschließlich deutscher Flagge auf dem Ärmel).

Musikalisch haben mich nicht die Stones am meisten beeindruckt, sonder Alexis Korner und besonders Family mit Roger Chapman.

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