Wie war das mit dem Kreuz?

So, jetzt brummt mir der Kopf, denn ich habe gerade einen Vortrag erarbeitet mit dem Thema „Stark im Verbund – Wissensproduktion in der Verbundforschung – Chancen, Nutzen und Risiken“, den ich morgen in Dummerstorf bei Rostock halten werde.

Trotzden will ich hier die Pause nutzen, noch einen Gedanken loswerden über etwas, was mich im Moment richtig aufregt: Da plustert sich unsere konservative Partei so auf über die designierte Sozialministerin Aygül Özkan auf, nur weil sie etwas ausgesprochen hat, was meiner Ansicht nach eigentlich selbverständlich sein sollte: das religiöse Symbole an staatlichen Schulen nichts zu suchen haben. Unsere Verfassung postuliert die Trennung von Staat und Kirche, warum trennt man dann nicht? Vor einiger Zeit habe ich schon einmal über das „Kreuz mit dem Kreuz“ geschrieben, und das Bundesverfassungsgericht sowie der Europäische Gerichtshof haben bestätigt, dass irgendwelche Kreuze abgehängt werden müssen, wenn nur ein Elternteil das verlangt.

Diese EMpörung entlarvt auch ein wenig, dass die Berufung wohl eine Art Wahlkampftrick war, denn 60-80% der Migranten sind eher Anhänger der SPD, und so langsam werden sie wohl ein nicht zu unterschätzender Faktor in den Wahlen. Also die „Alibitürkin“ in die Regierung, und schon werden auch die von der christlichen Partei wählbar für Muslime. Nur eine selbstverständliche Meinung äußern, das dürfen sie noch lange nicht.

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Ein Kommentar zu Wie war das mit dem Kreuz?

  1. Clarissa sagt:

    … und nun empören sich einige Kirchfürsten das sie bei der Vereidigung „so war mir Gott helfe“ gesprochen hat.
    Warum überhaupt diese Eidesformel in dieser Form, die sollen nicht auf Dritte vertrauen sondern selber für ihr Handeln verantwortlich sein. Ich kann mich ja auch nicht auf den „heiligen Tweetie“ verlassen oder mich auf den berufen.

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