Home

Beiträge vom » Mai, 2010 «

Häkeln

Mittwoch, 19. Mai 2010 | Autor:

In den 80er Jahren, da war es durchaus in, dass auch Männer das Häkeln lernten. Ich habe damals auch sogar einen Schal zustande bekommen. Irgendwie war das damals auch ein Gegenbewegung gegen eine Handwerkstätigkeit, die durchaus als spießig galt.

Die Zeiten sind mittlerweile vorbei, heute darf ich das wieder als spießig bezeichnen, was es letztlich auch ist. Oder?

Egal, ich finde die Begeisterung fürs Häkeln jedenfalls etwas für das 20. Jahrhundert. Andere finden allerdings Frösche, Fernsehtürme oder Mäuse toll.

Wie wäre es damit, ein Atomkraftwerk als Ausdruck des Protests zu häkeln?

Post to Twitter Post to Delicious Post to Digg Post to Facebook

Thema: Rumpelkammer | Beitrag kommentieren

Schnippsel

Mittwoch, 19. Mai 2010 | Autor:

FIFA-WM. Interessanterweise hat sich das Internet total aufgeregt wegen Ballack und Boateng. Eine zentrale Nachrichtenstelle für die Öffentlich-Rechtlichen scheint der SWR zu sein. Den für mich besten Kommentar hat allerdings björngrau auf Twitter geliefert: “taz titelt ballack. wenn das beim nd auch so ist, bin ich mir sicher, das ich roland koch, öl- und eurokrise nur geträumt habe.”

***

Falschmeldungen. Anlass meiner Besuche mit Mietwagen fand ich Navigationssysteme schon recht merkwürdig. Melancholie Modeste hat eine plausible Erklärung geliefert: es sind Zombies am Werk: Teil 1 und Teil 2.

***

Felidae. Ein kleines, sehr nettes Video zur Katzensprache (speziell für Hanna).

***

Fressen. Langsam gelte ich in meiner Firma als Gourmet und guter Koch. Von mir Gekochtes hat allerdings noch keiner meiner Kollegen gegessen.

***

Fernsehen. Ich finde es schon erstaunlich, wie sich die Öffentlich-Rechtlichen Programme über Merkel und die Schwarz-Gelbe Koalition lustig machen.

***

Feierabend. Nächte mit 4 Stunden Schlaf, 2 Stunden Pause und dann wieder 3 Stunden leichten Schlafs sind doof.

***

Farmville kollektiv. Die Chinesen geben ihr Spionagenetzwerk auf und benutzen stattdessen Facebook. Einschließlich einer Anwendung namens “Collective Farmville” (Link in Englisch).

Post to Twitter Post to Delicious Post to Digg Post to Facebook

Thema: Rumpelkammer | Ein Kommentar

England Tag 7 und Schluss: Newmarket, London, Berlin

Sonntag, 16. Mai 2010 | Autor:

Am Freitag haben wir dann unsere Zelte in Sheringham abgebaut und uns auf die gemütliche Fahrt nach London gemacht. Über Landstraßen ging es zurück mit einem Stopp bei einem Tesco-Supermarkt in Brandon. Hier hatten Hanna und ich schon vor viereinhalb Jahren einen Stopp eingelegt und Hanna wollte das Roast Beef noch einmal mitnehmen. Leider war die Fleischtheke mit Bedienung nicht mehr da und durch eine Selbstbedienungstheke ersetzt, aber es wurden noch Bacon, Cheddar und Roast Beef für Berlin eingekauft, auch Marlin, der unsere Tiger während der Reise versorgte, wurde beim Einkauf mit bedacht.

Newmarket

Zum Lunch machten wir eine Pause in Newmarket, einem Marktflecken mit einer Hauptstraße, die oben im Bild zu sehen ist. Ansonsten ist die Stadt voll auf Rennpferde ausgerichtet, es gibt unheimlich viele Ställe, Trainingsgelände für Pferde, Reitwege, ja sogar Ampeln, die speziell geschaltet wurden, um Pferden den Weg über die Straße zu ermöglichen. Wir fanden ein Pub mit gutem Essen, Michael machte dazu eine Bemerkung: “Normalerweise ist die Speisekarte besser als das Essen, aber in diesem Pub ist es umgekehrt.” Interessant war die Anhäufung von kleinen drahtigen Männern, ehemalige oder verhinderte Jockeys, die aufmerksam die Übertragung von Pferderennen auf dem Riesenflachbildschirm verfolgten, die Wettzettel von Ladbrokes griffbereit, es wechselte auch der eine oder andere Geldschein den Besitzer für offensichtlich illegale Wetten.

Weiter ging es nach London, der Wagen wurde aufgetankt und direkt bei Sixt abgegeben, um die Congestion Charge zu vermeiden. Das Taxi zu Michaels Wohnung kostete etwa soviel wie die Maut und wir waren froh, als wir endlich das überheizte Taxi im Schatten von St Pauls verlassen konnten.

St Pauls Cathedral

Während Michael und Hanna sich erst einmal ausruhen wollten, brauchte ich nach der Fahrt als Chauffeur ein kühles Bier und suchte das nächste Pub auf, das Lord Raglan, in dem am Freitagnachmittag viele Angestellte der Londoner City das Wochenende einläuteten.

Pub Lord Raglan

Am Sonnabend war natürlich der Zugverkehr wieder unterbrochen, wir nahmen also ein Cab zur London Bridge Station, von wo wir in weniger als 30 Minuten nach Gatwick transportiert wurden.

Zug nach Gatwick

Letztlich waren wir froh, wieder in Berlin zu sein, freuten uns auf unsere Viererbande, obwohl wir die Woche voll genossen hatten.

Berlin Flughafen Schönefeld

Post to Twitter Post to Delicious Post to Digg Post to Facebook

Thema: Hotelzimmer | Beitrag kommentieren

England Tag 6: Morston Hall

Freitag, 14. Mai 2010 | Autor:

Möwen am Ufer von Sheringham

Der Donnerstag war im Wesentlichen ein Ruhetag, bis auf einen kleinen Spaziergang, den ich mit Michael gemacht habe. Ansonsten haben wir der Dinge geharrt, die da kommen sollten, wie es die Möwen im Bild oben machen.

Schon in Berlin hatten wir abgemacht, dass wir Michael richtig gut zum Essen einladen wollten und die Internetrecherche hatte ergeben, dass es nicht weit von Sheringham ein sehr gutes Restaurant gibt, nämlich Morston Hall.

Schild von Morston Hall

Morston Hall ist in dem kleinen Dorf Morston gelegen, nicht weit von der Nordsee weg. Die Taxifahrt von Sheringham dauerte nur gut 20 Minuten (Michael hatte darauf bestanden, ein Taxi zu spendieren, damit ich auch meinen Wein trinken konnte). Das Restaurant hatte meine Aufmerksamkeit erregt nicht nur wegen des einen Michelinsterns, den es verliehen bekommen hatte, sondern auch wegen der Kochphilosophie des Chefs, Galton Blackiston, die derjenigen, die ich seit Jahren vertrete recht gut entspricht:

My approach is to use fresh locally sourced ingredients to create simple yet delicious meals. I believe that real cooking involves using the highest quality locally sourced seasonal ingredients and cooking it as simply as possible. It’s simple things done well rather than complicated things done badly that really interests me.

Mein Ansatz ist es, frische lokale Zutaten zu verwenden, um einfache, aber leckere Gerichte zu schaffen. Ich glaube, dass gutes Kochen zur Voraussetzung hat, das man vor Ort bezogene saisonale Zutaten benutzt und diese so einfach wie möglich zubereitet. Ich interessiere mich wirklich für gut gemachte einfache Dinge anstatt für schlecht gemachte komplizierte Gerichte.

Morston Hall

Im Restaurant gibt es nur ein festes Menü, dass morgens anhand der erhältlichen Zutaten ausgewählt wird. Gegessen wird um acht Uhr, alle Gäste werden gleichzeitig bedient. An unserem Abend sah das Menu wie folgt aus:

  • Spargelcremesuppe mit Parmesanschaum
  • Zelebration lokaler Frühlingsgemüse mit Hühnereigelb und frischen Trüffeln
  • Leicht panierte lokal gefischte Scholle mit Zwiebel-/Kapernmarmelade
  • Geschmorte Schweinelende mit Karottenpüree, eingelegter Zwiebel, angedünsteter Wasserkresse, Parmentierkartoffeln und Jus mit Armagnac
  • Käseauswahl mit hausgemachten Biskuits, Quittengelee und Rosinen-/Walnussbrot (alternativ hätte man als Dessert eingedickte Milch mit Lab und ökologischem Rhabarbersorbet essen können)
  • Zum Schluss Kaffee mit Petit Fours

Das Essen war wirklich gut. Ich kenne natürlich die genauen Kriterien der Michelintester nicht, aber es gibt sicher einige Sachen zu verbessern, nicht am Geschmack und den Zutaten, das war wirklich exzellent. Der Service war nicht immer so aufmerksam, wie er hätte sein können und war sicher nicht ganz professionell, dass Einschenken des Weins war etwas holprig und es wurde nicht immer rechtzeitig nachgeschenkt. Für meinen Geschmack war die Suppe etwas zu kalt und die Schweinelende etwas zu trocken. Das letztere könnte allerdings daran liegen, dass die Engländer beim Schwein offensichtlich auch den Hauch einer rosa Farbe verabscheuen: am Tag zuvor hatte Michael einen Schweinebraten gekocht, den Hanna und ich als perfekt empfanden, den aber Michael und die meisten Engländer offensichtlich als zu roh empfanden haben/hätten.

Besonders gut gefallen hat uns die Käseplatte mit kleinen Happen von sechs verschiedenen englischen Käsesorten, die alle exzellent waren. Und die Darreichung des Aperitifs im Wintergarten mit Blick auf die grüne Umgebung im warmen Abendlicht.

Morston Hall: Aperitif im Wintergarten

Summa Summarum ist das Restaurant wirklich einen Besuch wert (Vorbestellung ist dringend empfohlen), wenn man in der Gegend ist.

Post to Twitter Post to Delicious Post to Digg Post to Facebook

Thema: Hotelzimmer | Ein Kommentar

England Tag 5: Blakeney und Holt

Donnerstag, 13. Mai 2010 | Autor:

Am Mittwoch haben wir eine “Landpartie” gemacht und mit dem Auto die westliche Umgebung von Sheringham erkundet. Über die typischen engen englischen Landstraßen, die an beiden Seiten von Hecken umrahmt werden und die oft so eng sind, dass ganz präzise gelenkt werden muss, wenn sich zwei Autos begegnen, ging es zunächst nach Blakeney. In Blakeney gibt es eine ganz schöne kleine Kirche, St Nicholas.

St Nicholas Blakeney

Hinter dem auf dem Foto zu sehenden Hauptturm, der mit über 100m weithin sichtbar ist, gibt es noch einen zweiten, der den Fischern und Schiffen als Leuchtturm diente. Umgeben ist die Kirche von einem alten Friedhof mit verwitterten Grabsteinen, deren Inschriften einen manchmal zum Spekulieren Anlass geben, welches Schicksal hinter den dort begrabenen Personen zu vermuten ist.

Friedhof von St Nicholas in Blakeney

Auf der weiteren Fahrt machten wir noch einen etwas längeren Stop in Holt. Holt ist insofern interessant, als dass ein Feuer die mittelalterliche Stadt im Jahr 1708 zerstörte und sie wiederaufgebaut wurde. Das passierte im teitgemäßen Stil, so dass die Stadt heute durch ihre große Anzahl an georgianischen Gebäuden von Ende des 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts bemerkenswert ist.

Holt (norfolk)

Die Stadt scheint mittlerweile wohl bei durchaus wohlhabenden Leuten beliebt zu sein, denn auffällig ist die große Anzahl an Galerien, Antiquitätenläden und durchaus nicht billigen Boutiquen. Das hat aber vielleicht auch mit Gresham’s School zu tun, einer der führenden Privatschulen in England, die zum Beispiel Benjamin Britten als Schüler hatte.

Holt (Norfolk)

Post to Twitter Post to Delicious Post to Digg Post to Facebook

Thema: Hotelzimmer | Beitrag kommentieren

England Tag 4: Shire Horses und Felbrigg Hall

Dienstag, 11. Mai 2010 | Autor:

Hanna und Michael mit Shire Horse  

Für Dienstag haben wir dann den ersten Ausflug in die nähere Umgebung in Angriff genommen. Eigentlich war dieser schon am Montag geplant, aber wie das so ist, da konnten wir uns nicht aufraffen.

Da Hanna mittlerweile sich Pferden wieder annähern kann, nachdem sie so schmerzhaft das Reiten hat aufgeben müssen, sind wir zunächst in das “Hillside Shire Horse Sanctuary” gefahren. Shire Horses ist eine Pferderasse, deren Pferde als die größten der Welt gelten und von denen Exemplare bekannt sind, die über 2 Tonnen wogen. Von diesen gibt es eine ganze Menge, aber da dieses Zentrum von einer Tierschützerin aufgekauft worden war, gibt es dort nicht nur Pferde, sondern auch Schweine, Ziegen, Hühner, Gänse, Truthähne, Kaninchen zu sehen, von denen viele oder sogar die meisten vor einem schlimmen Schicksal bewahrt worden waren.

Daneben gibt es eine Ausstellung von (meist) pferdebetriebenen landwirtschaftlichen Geräten und Fuhrwerken, von denen mich der unten abgebildete Pferdebus aus London (Jahrgang ca. 1850) am meisten beeindruckt hat (neben ein paar Pferdewohnwagen von Romas).

Omnibus aus London mit Pferdeantrieb

Nicht weit entfernt von der Tierstation gibt es ein kleines Café an der Steilküste von West Runton, wo wir einen Kaffee zu uns nahmen. Die Stelle schien beliebt für einen Ausflug bei Schulklassen zu sein. Uns war es auf der Terrasse zu kalt und zu laut, aber durch die großen Panoramascheiben konnten wir die Klasse von ca. 10-12-Jährigen beobachten, die dort ihr Lunchpaket einnahm. Das führte auch zu interessanten Beobachtungen über die einheimische Jugend: Bei den Sandwiches, die eh kaum eine Kruste haben gemessen an deutschen Broten, wurde eben diese kümmerliche Pseudokruste noch entfernt, die Äpfel wurden angebissen und dann zurückgelegt oder noch ganz eingesammelt und am beliebtesten war die Tüte mit Kartoffelchips, die in einem deutschen Lunchpaket sicher keinen Platz gefunden hätte.

Steilküste bei West Runton

Den Abschluss unseres Ausflug bildete der Besuch auf einem typischen englischen Landsitz, in unserem Fall auf Felbrigg Hall.

Felbrigg Hall

Das Haus stammt aus dem 17. Jahrhundert und ist in den folgenden Jahrhunderten immer einmal etwas erweitert worden, aber ein Großteil der Inneneinrichtung (Georgian, d.h. Anfang des 19. Jhdts) ist komplett erhalten in den Besitz des National Trust übergegangen als der letzte Besitzer, unverheiratet und kinderlos, den Besitz an die Stiftung übergab. Und so findet man im Inneren viele Räume die gut erhalten und liebevoll hergerichtet sind, so dass man sich zeitweise wie auf einer Zeitreise fühlen kann.

Speisesaal auf Felbrigg Hall

Der Landsitz liegt auf über 7 qkm Land, wovon über 2 qkm bewaldet sind. Besonders interessant aber ist der “Walled Garden”, d.h. der ummauerte Garten, in dem windgeschützt die Pflanzen, Kräuter und das Obst und Gemüse für den Hausgebrauch gezogen wurden. Hanna hat hier wie wild die Tulpen und andere Pflanzen fotografiert, bevor sie dann zurück in Sheringham erst einmal ganz erschöpft und bewegungsunfähig war. Gemessen daran, dass wir etwa 3-4 Stunden tatsächlich auf den Beinen waren, hat sie aber super durchgehalten.

Walled Garden auf Felbrigg Hall

Post to Twitter Post to Delicious Post to Digg Post to Facebook

Thema: Hotelzimmer | Beitrag kommentieren

England Tag 3: Sheringham

Dienstag, 11. Mai 2010 | Autor:

Whitehall Yard in Sheringham

De ersten Tag in Sheringham haben wir ganz ruhig angegangen. Wir leben in einem dieser für Norfolk typischen Reihenhäuser, bei denen die Fassade durch faustgroße Kieselsteine gebildet wird (oder damit verziert ist). Der Whitehall Yard, wie er oben abgebildet wird, scheint in seiner Anlage auch typisch zu sein für die Gegend: es ist eine kurze Sackgasse, die nur einen Eingang hat und ansonsten dicht mit Häusern umschlossen ist. Diese Anlage hilft dabei, die Einwohner vor den mitunter rauen und steifen Winden zu schützen. Das Haus rechts auf dem Bild oben hat sogar eine gewisse historische Bedeutung: im Jahr 1915 fiel hier die erste Bombe, abgeworfen aus einem Zeppelin und durchschlug das Dach. Zum Glück funktionierte der Zünder nicht, und es kam niemand zu Schaden.

Gedenktafel zum Bombenabwurf in Sheringham

Auch wenn wir ganz nah an der See sind mit ihren Ausflugsrestaurants (die häufig recht merkwürdige Namen haben), hat uns der starke Wind davon abgehalten, einen Spaziergang am Wasser zu machen. Nur ich habe einen kurzen Blick aufs Meer geworfen vom Parkplatz, auf der der gemietete Vauxhall Astra untergebracht ist.

Funky Mackerel Sheringham

Post to Twitter Post to Delicious Post to Digg Post to Facebook

Thema: Hotelzimmer | Beitrag kommentieren

England Tag 2: Fahrt nach Sheringham

Montag, 10. Mai 2010 | Autor:

Abfahrt nach Sheringham

Am Sonntagmorgen haben Michael und ich dann den Mietwagen abgeholt. Ich bin als wahrscheinlich sicherster Autofahrer von uns dreien für das Fahren zuständig, was den praktischen Vorteil hat, dass Michael auf dem Zahlen der Rechnung bestand.

Mir macht es auch nichts aus mit einem rechtsgesteuerten Wagen auf der Straßenseite zu fahren, die bei uns die falsche wäre (“the wrong side of the road is the right one”), es wird nur problematisch, wenn die Mitfahrer schreien: “Die Ampel ist rot!” Dann trete ich vor Schreck auf die Bremse und die Leute hinter mir rauschen fast in mein Heck, denn die Ampel zeigt das gleiche leuchtende Grün wie vorher.

Zum Fettigen Löffel

Unterwegs nach Sheringham haben wir an einer Picknickstelle angehalten und einen Burger gegessen, was Hanna zu dem Ausspruch verleitete, dass der Imbiss doch ein “Greasy Spoon” sei, also dass der Name “Zum fetten Löffel” lauten müsste. Die Toilette nebenan war auch recht interessant, den sie war mit einem Schild versehen, auf dem erklärt wurde, dass die Toilette kameraüberwacht sei. Bedeutet das, dass einen da jemand bei privaten natürlichen Verrichtungen beobachtet?

Überwachtes Klo

Letztlich kamen wir dann aber doch ohne Unfall in Sheringham an, und es war dann nach 4 Stunden Fahrt doch erst einmal angesagt, erschöpft im Sessel zu versinken.

Angekommen

Post to Twitter Post to Delicious Post to Digg Post to Facebook

Thema: Hobbyraum | Beitrag kommentieren

England Tag 1: Little Britain

Montag, 10. Mai 2010 | Autor:

Little Britain

Nach einem ereignislosen, pünktlichen Flug, unbeeinflusst von irgendwelcher Vulkanasche, sind wir diesmal auf dem wohl kleinsten (abgesehen vom City Airport) Londoner Flughafen, Luton, gelandet, von wo man normalerweise mit einer direkten Zugverbindung nach Farringdon in die Nähe von Michaels Wohnung kommt.

Allerdings sind in England am Wochenende viele Zug- und U-Bahnlinien gesperrt, und auch für uns bedeutete das Umsteigen und ca. 20 Minuten späteres Eintreffen. Nach einem Essen im Pub (natürlich gekoppelt mit ein paar Drinks) landeten wir dann in Michaels Straße in der Londoner City. Interessanterweise heißt diese Straße “Little Britain”, also “Kleines Britannien”. Früher hieß der ganze Distrikt so, und Washington Irving schrieb dazu im Jahr 1820:

In the centre of the great City of London lies a small neighborhood, consisting of a cluster of narrow streets and courts, of very venerable and debilitated houses, which goes by the name of LITTLE BRITAIN. Christ Church School and St. Bartholomew’s Hospital bound it on the west; Smithfield and Long Lane on the north; Aldersgate Street, like an arm of the sea, divides it from the eastern part of the city; whilst the yawning gulf of Bull-and-Mouth Street separates it from Butcher Lane and the regions of Newgate. Over this little territory, thus bounded and designated, the great dome of St. Paul’s, swelling above the intervening houses of Paternoster Row, Amen Corner, and Ave-Maria Lane, looks down with an air of motherly protection.

Ungefähre Übersetzung:

Im Zentrum der großartigen City of London liegt ein kleines Viertel, dass aus einer Ansammlung schmaler Gassen und Höfe, ehrenwerter und heruntergekommener Häuser besteht, dass als LITTLE BRITAIN bekannt ist. Christ Church School und das St. Bartholomew’s Hospital begrenzen es im Westen; Smithfield und Long Lane im Norden; Aldersgate Street teilt es wie ein Meeresarm von der östlichen City; während der gähnende Golf der Bull-and-Mouth- Street es von der Butcher Lane und den Gebieten von Newgate trennt. Auf dieses so abgegrenzte und bezeichnete Viertel schaut der großartige Dom St. Paul, der zwischen den umgebenden Häusern von Paternoster Row, Amen Corner und Ave-Maria Lane aufragt, hinab mit einer mütterlichen Schutzgebärde.

Schild "Little Britain"

Post to Twitter Post to Delicious Post to Digg Post to Facebook

Thema: Hotelzimmer | Beitrag kommentieren

Metropolitan

Freitag, 7. Mai 2010 | Autor:

Metropolitan Logo
Foto: I, Sese Ingolstadt

Heute bin ich ausnahmsweise sehr früh von Hamburg nach Berlin, da wir uns morgen für eine Woche verdrücken wollen. Der Zug um kurz nach 14 Uhr ab Hamburg steht immer mit “Reservierung empfohlen” im Buchungssystem, also versuchte ich zu buchen, aber das System konnte mir keinen Platz mehr zuweisen.

Mit Magengrummeln erwartete ich also einen überfüllten Zug und entschloss mich, in Hamburg eine Station früher einzusteigen als sonst. Die Überraschung war dann groß, als noch eine große Menge Plätze unreserviert waren und auf den zweiten Blick war mir klar, warum: Anders al alle sonstigen ICEs und ICs mussten in diesem Zug die Reservierungen ausgedruckt und an den Plätzen in die Halterungen gesteckt werden, und dazu hatte ich einfach zu spät gebucht. Aber der Komfort war dann umso höher, ich hatte einen Einzelsitz mit Leder gepolstert wie sonst nur in der ersten Klasse.

Und das war es, was es ursprünglich einmal war, denn bei der Zuggarnitur handelte es sich um Wagen aus dem ehemaligen Metropolitan. Der Metropolitan war ein Zug, der von 1999 bis 2004 exklusiv zwischen Hamburg und Köln fuhr und ausschließlich erste Klasse führte. Betrieben wurde er von einer hundertprozentigen Tochter der Deutschen Bahn und war wahrscheinlich gedacht als exklusives Angebot auf einer Strecke, auf der kein ICE fuhr. Es gab Zeitungen im Zug, man wurde überall am Platz bedient. Ein oder zweimal hatte ich damals die Gelegenheit mit diesem Zug zu fahren, aber offensichtlich hat sich das ganze nicht gelohnt und wurde dann eingestellt.

Und jetzt werden die alten Züge zwischen Hamburg und Berlin eingesetzt, wohl wegen der vielen in Wartung und Reparatur befindlichen ICE-Garnituren.

ICE 1105 Hamburg-Berlin

Foto: Bahntech

Post to Twitter Post to Delicious Post to Digg Post to Facebook

Thema: Arbeitszimmer | Beitrag kommentieren