Shitstorm

In den letzten Tagen habe ich ein neues Wort gelernt, nämlich „Shitstorm“. Nach einem Verständnis ist ein Shitstorm etwas, bei dem die Internetcommunity über etwas oder jemanden her fällt, weil er/sie/es dem Internet nicht gefällt.

Vor kurzem gab es da einige Beispiele. In der letzten Woche regte sich das Internet auf, als es so aussah, als ob Ursula von der Leyen kurz vor der Nominierung zur Bundespräsidentin stand. Die Frau ist im Internet noch immer als Zensursula bekannt, und so jemanden zu Bundespräsidentin? Nee.

Im Zuge der Sparmaßnahmen war dann Frau Köhler (für die, die sich nicht daran erinnern, das ist unsere Familienministerin) einem Shitstorm ausgesetzt. Sie verglich nämlich das Einkommen einer Hartz IV- Familie mit der arbeitenden Bevölkerung, worauf sie dann auch mit der arbeitenden Bevölkerung verglichen wurde.

Aber das Internet kann auch anders, manchmal unterstützt es auch sogar Politiker. Bei den gegenwärtigen Kandidaten zur Wahl des Bundespräsidenten ist kein Shitstorm gegen Herrn Wulff zu erkennen, sondern eine durchaus positive Kampagne für den Kandidaten Gauck. Man kann sich bei vielen Seiten für Joachim Gauck einsetzen. Eine Kampagne gegen Wulff habe ich noch nicht gesehen, aber das mag daran liegen, dass Christian Wulff zu glatt und nichts sagend ist.

Diejenigen, die bei Facebook sind, können hier einer Gruppe „Gauck for President“ beitreten.

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2 Kommentare zu Shitstorm

  1. bosch sagt:

    Hier kannst Du auch lernen, wie man einen Shitstorm überlebt:
    http://www.youtube.com/watch?v=-OzJdA-JY84

  2. Axel sagt:

    Das Überleben des Shitstorms scheint ja nicht einfach zu sein, wenn es Stoff für einen fast einstündigen Vortrag bietet. Oder vielleicht schafft Sascha Lobo das zu jedem beliebigen Thema?

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