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Beiträge vom » Juni, 2010 «

Unterschied

Montag, 14. Juni 2010 | Autor:

Heute morgen auf dem Berliner Hauptbahnhof gab es einmal wieder die folgende, zu häufig gehörte Ansage: “Der ICE 1234 von xx nach yy wird wenige Minuten später eintreffen. Wir bitten um Verständnis.” Und dann Englisch: “The ICE 1234 from xx to yy will arrive a few minutes late. We thank you for your patience.”

Also, wenn die Bahn um etwas bittet in diesem Zusammenhang, dann sollte es doch die Bitte um Entschuldigung sein. Verstehen kann man doch nur, wenn man die Ursache der Verspätung kennt und nachvollziehen kann. Verständnis für eine Verspätung aus betrieblichen Gründen oder so hätte ich selten, da fällt mir immer ein, wie es wäre, wenn die Bahn mal ihren Betrieb so in Ordnung halten würde, dass unangenehme betriebliche Gründe nicht auftreten.

Besonders interessant ist aber die unterschiedliche Behandlung der englischsprachigen Bahnkunden. Die werden nämlich um überhaupt nichts gebeten, sondern erhalten einen Dank für ihre Geduld. Setzt man bei Briten etwa das Verständnis für marode Bahnen voraus aufgrund der Erfahrung im eigenen Land? Und bei Amerikanern geht man davon aus, dass die Geduld haben, weil die meisten von ihnen eine Bahn und wie sie funktionieren kann überhaupt nicht kennen?

Vielleicht ist das ja aber auch ein versteckter Hinweis an die Deutschen: “Seht mal, die Engländer haben Geduld, und ihr Deutschen müsst immer über die Bahn meckern anstatt Verständnis dafür zu haben, dass Achsen schlecht gewartet werden, Triebköpfe ausfallen und aufgrund vieler Unzulänglichkeiten Züge verspätet sind. Schämt Euch, ihr deutschen Bahnfahrer!”

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Thema: Arbeitszimmer, Vorgarten | Beitrag kommentieren

A100 stoppen

Freitag, 11. Juni 2010 | Autor:

Kommt am Sonntag 20. Juni 2010 ab 15 Uhr zur Kreuzung Oberbaumbrücke/Warschauer Str. und macht mit beim 5 Minuten Flashmob:

A100 stoppen!

Stadtautobahn A100 nach Treptow heißt Blechlawine in Friedrichshain. Stau, Dreck und Unfälle? NEIN! Kiezgefühl oder Stadtautobahn? Wir lassen uns nicht überrollen. Über 400 Mio. Euro sinnlos verbuddeln? Kein Autobahn-Stadtring Ost!

Um 16 Uhr Flashmob gegen A100:

  • Spaziere unauffällig herum
  • Es ertönt ein Hornsignal
  • Geh dann auf die Kreuzung und setze oder leg dich hin
  • Zeig allen, was die Stadtautobahn für dich bedeutet
  • Beim Signal 5 Minuten später: verlass die Kreuzung als wäre nichts geschehen oder komm zum kleinen Park an der Ecke

Ihr könnt den Flyer zum A100-Flashmob ausdrucken und dann verteilen.

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Thema: Vorgarten | Ein Kommentar

Uwu Lena: Schland o Schland

Freitag, 11. Juni 2010 | Autor:

Bei diesem Berliner Politchaos kommen die Ablenkungen wie Lena (war schon) und Fussballweltmeisterschaft (geht heute los) nur zu gerufen. Warum nicht beides kombinieren?

Achtung: Das Lied ist von ein paar Studenten vorgestern in Münster aufgenommen worden und auf eine eigene Webseite gestellt worden. Gestern musste diese vom Netz genommen werden (auf Betreiben von Lenas Plattenfirma?). Es kann also sein, dass auch andere Kopien verschwinden müssen.

Uwu Lena – Schland o Schland (Satellite Fan-Song WM 2010) von Clipfish

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Thema: Rumpelkammer | Beitrag kommentieren

Shitstorm

Mittwoch, 9. Juni 2010 | Autor:

In den letzten Tagen habe ich ein neues Wort gelernt, nämlich “Shitstorm”. Nach einem Verständnis ist ein Shitstorm etwas, bei dem die Internetcommunity über etwas oder jemanden her fällt, weil er/sie/es dem Internet nicht gefällt.

Vor kurzem gab es da einige Beispiele. In der letzten Woche regte sich das Internet auf, als es so aussah, als ob Ursula von der Leyen kurz vor der Nominierung zur Bundespräsidentin stand. Die Frau ist im Internet noch immer als Zensursula bekannt, und so jemanden zu Bundespräsidentin? Nee.

Im Zuge der Sparmaßnahmen war dann Frau Köhler (für die, die sich nicht daran erinnern, das ist unsere Familienministerin) einem Shitstorm ausgesetzt. Sie verglich nämlich das Einkommen einer Hartz IV- Familie mit der arbeitenden Bevölkerung, worauf sie dann auch mit der arbeitenden Bevölkerung verglichen wurde.

Aber das Internet kann auch anders, manchmal unterstützt es auch sogar Politiker. Bei den gegenwärtigen Kandidaten zur Wahl des Bundespräsidenten ist kein Shitstorm gegen Herrn Wulff zu erkennen, sondern eine durchaus positive Kampagne für den Kandidaten Gauck. Man kann sich bei vielen Seiten für Joachim Gauck einsetzen. Eine Kampagne gegen Wulff habe ich noch nicht gesehen, aber das mag daran liegen, dass Christian Wulff zu glatt und nichts sagend ist.

Diejenigen, die bei Facebook sind, können hier einer Gruppe “Gauck for President” beitreten.

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Thema: Rumpelkammer, Vorgarten | 2 Kommentare

Flora und Fauna am Wochenende

Sonntag, 6. Juni 2010 | Autor:

Indigoletta

Wie sich schon am letzten Wochenende andeutete, haben die Rosen und insbesonders die Indigoletta einen Riesenschub bekommen durch das etwas wärmere Wetter. Drei Blüten sind da und, wie man sieht, kündigen sich noch eine ganze Menge mehr an.

Während unsere Kater, besonders die beiden Grauen, sich auch gern in die Rosentöpfe legen, wollte ich heute aber noch einmal zeigen, dass Cooper, obwohl etwas älter, sich immer noch gerne in kleine Gefäße hineinzwängt.

Cooper im Karton

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Thema: Dachterrasse, Katzenhöhle | Beitrag kommentieren

Friedrichshainer Schilder

Samstag, 5. Juni 2010 | Autor:

In unserem Kiez machen immer wieder neue Läden auf. Um Aufmerksamkeit zu erregen, werden dafür dann mehr oder weniger originelle Namen gesucht.

Superschlüpfer

Ob ich den abgebildeten Schlüpfer so super finde, möchte ich dahin gestellt sein lassen. Das Wort Schlüpfer scheint aber auf einen neuen Trend hinzuweisen, nämlich möglichst altmodische Wörter für “junge” Läden zu wählen, wie man im nächsten Beispiel sieht.

Superschlüpfer, Wühlischstraße 25

Kabuff

Kabuff ist für mich ziemlich muffig, ein Abstellraum oder ein dunkler, enger, muffiger Raum. Mit Fashion oder Lifestyle verbinde ich damit nun rein gar nichts. Die auf dem Schild angegebene URL scheint eher Wunschdenken zu sein. Oder der Laden läuft nicht so gut.

Kabuff, Wühlischstraße 26

Zimmerservice

Oha, habe ich bei diesem Schild gedacht, gibt es jetzt schon so viele Touristen im Boxikiez, dass eine Zimmervermittlung aufgemacht hat? Oder kann man sich hier ein Zimmermädchen engagieren? Weit gefehlt, es werden Wohnaccessoires angeboten, wahrscheinlich alles Sachen, die einem das Zimmer vollstellen und dort einstauben, so dass man sich dann einen Zimmerservice wünscht. Die Webseite ist jedenfalls total unzeitgemäß mit Tabellen programmiert und ungetestet: sie wird von meinem Safari nicht angezeigt.

Zimmerservice, Wühlischstraße 28

Und zu guter Letzt versorgt uns Paules Metal Eck mit einem Bilderrätsel. Was ist der Fehler auf folgendem Schild? (Übrigens hatte auch Paule keine Lust mehr offensichtlich, seine Webseite zu bezahlen, obwohl sie groß auf dem Schild abgedruckt ist)

Biersorten in Paules Metal Eck

Paules Metal Eck, Krossener Str. 15

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Thema: Vorgarten | 2 Kommentare

Wandertage

Freitag, 4. Juni 2010 | Autor:

Bahnhof Hamburg-Harburg

Gestern ging es dann mal wieder nach Greifswald zu einer Beratung, diesmal aber nicht mit dem Mietwagen. Zum Glück gibt es einen direkten Intercity von Hamburg-Harburg nach Greifswald, so dass sich das ganze relativ bequem anging. In Harburg hatte der Zug eine Verspätung von 15 Minuten, wofür die Bahn mit mehrfacher Lautsprecherdurchsage für Verständnis, aber nicht um Entschuldigung bat. Wegen des süddeutschen Feiertags war der Zug total voll, leerte sich aber nach und nach, so dass er mit nur noch wenigen Passagieren, aber pünktlich in Greifswald landete.

Das Taxi brachte mich zu meinem Hotel, ein neues, da das bisherige offensichtlich ausgebucht war. Während der Taxifahrt wurde mein Gesicht länger und länger, da das Hotel doch etwas “vom Schuss” ablag, und dann wurde ich vor einer Schranke abgesetzt, die letzten Meter zum Hoteleingang waren dem Taxi verwehrt.

Creativhaus Hotel Greifswald

Das Hotel ist offensichtlich auf ein Gebäude aufgesetzt worden, in dem Schweißer ausgebildet werden, man konnte von oben die “Ausbildungsrohre” sehen, an denen diese Technik geübt wurde. Optisch macht das Hotel einen ansprechenden Eindruck, allerdings hatte ich nicht Lust, mich schon um 19 Uhr ins Bett zu legen und machte mich auf die Suche nach dem auf der Webseite versprochenen Restaurant oder wenigstens der Bar.

Und so macht ich mich auf den Weg, um eine Kneipe zu suchen, in der ich gemütlich ein Bier trinken und das Vorbereitungsspiel der deutschen Fußballnationalmannschaft ansehen konnte. Und ich lief und lief und bekam einen guten Eindruck von ostdeutschen Vorstädte, die offensichtlich mit sehr vielen Schleckerfilialen, Versicherungsbüros und in diesem Fall mit Fahrradläden ausgestattet sind, das einzige aber, was an eine Kneipe entfernt erinnert, der eine oder andere Dönerladen ist.

Greifswald Markt

Schließlich landete ich dann nach wohl knapp drei Kilometern in der Innenstadt auf dem alten Markt, der in de warmen Abendsonne wunderschön anzusehen war. Hier gab es dann viele Restaurants und Kneipen, und die Stühle im Freien waren im Angesicht des schönen Wetters auch gut besetzt. Leider erfüllte keine meinen Wunsch nach der Fussballübertragung, so dass ich noch einen guten Kilometer weiter durch die Stadt schlenderte, bis ich das gefunden hatte, was ich suchte.

Zurück verzichtete ich allerdings auf die Wanderung und nahm ein Taxi. Schlafen konnte ich allerdings ganz gut nach der Bewegung.

Greifswald am Markt

Heute morgen wollte ich dann die Dusche im Hotel genießen und die war auch sehr ordentlich. Allerdings habe ich mir in der Zwischenzeit abgewöhnt, Duschgel oder ähnliches mit auf Reisen zu nehmen, da ich dann nicht darüber nachdenken muss, ob ich fliege und dazu prüfen muss, ob die Kosmetika auch die richtige Größe haben und schön in einer durchsichtigen Plastiktüte verpackt sind. Zum Glück gibt es in den meisten Hotels Duschgels, ich verstehe allerdings nicht, dass sie manchmal, wie in diesem Fall, ein Produkt nehmen müssen, das mit einem Duft versetzt ist, der aus den vereinten Laboren von Bayer, Hoechst und BASF zu stammen scheint. Auch das Frühstück war eher an der unteren Skala dessen anzusiedeln, was ich von deutschen Hotels dieser Preisklasse (60 €) kenne. Der Aufschnitt war von der billigsten Sorte und der Orangensaft schmeckte fast so, als ob er aus den gleichen Labors wie das Duschgel stammt.

Meine Wanderungen durch Greifswald hatte damit noch kein Ende, denn der Taxifahrer setzte mich wie gewünscht am Universitätsklinikum in Greifswald ab, aber an der Rezeption musste ich dann erfahren, dass das Institut, das ich besuchen wollte, etwa einen Kilometer entfernt in einem anderen Gebäude lag. Dieser Marsch erfolgte dann mit Rucksack und Wochengepäck, so dass ich jetzt nach dem Gespräch, zufrieden bin, dass ich auf dem verträumten Bahnhof in Greifswald und im Zug nach Berlin sitzen konnte.

Bahnhof Greifswald

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Thema: Arbeitszimmer | Beitrag kommentieren

Glück gehabt

Mittwoch, 2. Juni 2010 | Autor:

Glück muss man haben, besonders als Radfahrer mit der schlechtesten Knautschzone im rollenden Verkehr.

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Thema: Rumpelkammer | Beitrag kommentieren

Rücktrittsgenerator

Dienstag, 1. Juni 2010 | Autor:

Ich erkläre hiermit meinen Rücktritt

Meine Äußerungen zu Leberwurst sind auf heftige Kritik gestoßen. Ich bedauere, dass meine Äußerungen in einer für unsere Küchenplanung wichtigen und schwierigen Frage zu Missverständnissen führen konnten. Die Kritik geht aber so weit, mir zu unterstellen, ich befürwortete die Verwendung von Blutwurst. Diese Kritik entbehrt jeder Rechtfertigung. Sie lässt den notwendigen Respekt für die armen Würstchen vermissen.

Ich erkläre hiermit meinen Rücktritt vom Amt der beleidigten Leberwurst – mit sofortiger Wirkung. Ich danke den vielen Menschen in Posemuckel, die mir Vertrauen entgegengebracht und meine Arbeit unterstützt haben. Ich bitte sie um Verständnis für meine Entscheidung.

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